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Nikotin: Der Krankmacher

Nikotin: Der Krankmacher

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(Zentrum der Gesundheit) – Nikotin ist jene Substanz im Tabak und in Liquids, die süchtig macht. Auch weiss man, dass Nikotin einen bestehenden Krebs verschlimmern und zur Rückkehr eines bereits zurückgedrängten Krebses beitragen kann. In einer Studie vom Sommer 2016 stellten schwedische Forscher nun fest, dass Nikotin überdies die Entstehung von chronischen Entzündungen fördert. Derartige chronische Entzündungen aber sind der Vorbote vieler Krankheiten – und auch Krebs geht stets mit chronischen Entzündungsprozessen einher.

Nikotin schützt Krebs und fördert seine Ausbreitung

Tabak gilt als eine der wichtigsten Krebsursachen weit und breit. Die enthaltenen polyzyklischen Kohlenwasserstoffe und tabakspezifischen Nitrosamine (TSNA) sind starke Krebserreger.

Ob Nikotin – der Süchtigmacher – ebenfalls an der Krebsentstehung beteiligt ist, war lange nicht geklärt. Daher ging man auch davon aus, dass E-Zigaretten viel harmloser seien als Tabak. Denn sie enthalten zwar Nikotin, nicht aber die tabaktypischen Krebserreger.

Mittlerweile mehren sich die Hinweise darauf, dass Nikotin im Körper durchaus zu Krebs führen kann. Der Stoff scheint zahlreiche Vorbereitungen dafür zu treffen, damit sich der Krebs erst so richtig wohl fühlt.

So kann Nikotin beispielsweise einen bestehenden Krebs verschlimmern, es kann die Metastasenbildung beschleunigen und auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ein bereits als besiegt geltender Krebs wieder zurückkommt. Genauso hat sich gezeigt, dass Krebstherapien in Gegenwart von Nikotin nicht so gut anschlagen. Das Nikotin versucht den Krebs also regelrecht zu schützen.

Meist hatte man sich in der Vergangenheit auf das Suchtpotential des Nikotins konzentriert und dabei ganz die zelltoxischen und krebsfördernden Auswirkungen des Stoffes aus den Augen verloren.

Nikotin fördert chronische Entzündungen

Eine Studie am Laboratory for Molecular Infection Medicine Sweden (MIMS) der schwedischen Umeå University hat im Juni 2016 einen Zusammenhang zwischen Nikotin und Entzündungsprozessen festgestellt.

Nikotin – so die Forscher – aktiviere ganz massiv bestimmte Abwehrzellen, die sog. neutrophilen Granulozyten. Es handelt sich dabei um die am häufigsten vorkommenden weissen Blutzellen. Sie zirkulieren im Blut, ständig auf der Suche nach Bakterien oder anderen körperfremden Eindringlingen, die es auszuschalten gilt.

Ihre Munition besteht aus sog. NETs (von engl.: Neutrophile Extracellular Traps), die sie beim Auftauchen eines Feindes in grosser Zahl ausschütten und mit denen sie diesen unschädlich machen können.

Da aber nun nicht nur einmal pro Monat geraucht oder gedampft wird, sondern meist täglich, werden auch die NETs nicht nur einmalig oder nur über einen kurzen Zeitraum hinweg ausgeschüttet, sondern dauerhaft.

Und auch wenn NETs ursprünglich dafür da sind, den Körper zu schützen, können zu grosse NET-Mengen dem Körper auch schaden. Die permanente und vom Nikotin verursachte Dauerbelastung des Organismus mit NETs führt jetzt zu Gewebeschäden, infolgedessen zu chronischen Entzündungen und erklärt die gefährlichen Folgen des Nikotinkonsums für die menschliche Gesundheit.

Nikotin: Mitauslöser von schweren Lungenkrankheiten

Bekannt ist längst, dass das Rauchen und auch das Passivrauchen schwere chronisch entzündliche Erkrankungen auslöst – wie zum Beispiel die COPD, die chronisch obstruktive Lungenkrankheit, die inzwischen 10 Prozent der erwachsenen westlichen Bevölkerung betrifft und zu einem langen qualvollen Tod führt.

Jetzt ist klar, dass an diesem Problem das Nikotin einen wesentlichen Anteil trägt – und nicht nur das Rauchen gefährlich ist, sondern das Dampfen mit nikotinhaltigen Liquids ebenso.

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Und wenn Sie ein für allemal die Nase voll haben und das Rauchen bzw. Dampfen aufgeben möchten, finden Sie sicher hier den einen oder anderen wertvollen Tipp:
 

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