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Kommentare zu «Olivenöl für Ihre Gesundheit»

Den Artikel aufrufen

Patrick schrieb am 13.10.2013

Hallo ZdG-Team, erst mal danke für diesen tollen Artikel. Ich bin seit etwa einem halben Jahr Vegetarier und ernähre mich aber des öfteren vegan. Meine Frage zum Olivenöl ist: Wie sieht es eigentlich aus, wenn ich Olivenöl zum kochen verwende.

Ein Freund von mir erzählte mir letztens, dass das unvorteilhaft sei. Weil durch die Hitze die Nährstoffe verloren gehen. Daher habe ich mich nach Alternativen umgesehen und zufällig entdeckt, dass Kokosöl sehr Hitzebeständig ist. Außerdem wollte ich ein Produkt finden, mit dem ich Mehlschwitzen nicht ganz so ungesund sind. Schließlich halte ich weder viel von Butter, noch von Margarine. Doch ist in Wirklichkeit heißer Olivenöl tatsächlich so schlecht und welche sind die sinnvollen Alternativen?
Viele Grüße Patrick

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Patrick

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Natives Olivenöl (extra vergine) sollte tatsächlich möglichst nicht hocherhitzt werden. Es sind zu viele Wirkstoffe enthalten, die hitzeempfindlich sind. Zum Dämpfen könnte es evtl. noch verwendet werden, aber sicher nicht zum Braten oder zur Mehlschwitzenzubereitung.

Überdenken Sie bei dieser Gelegenheit, ob Sie tatsächlich mit Mehlschwitzen kochen müssen. Es gibt ausreichend und vor allem gesündere Möglichkeiten, tolle Saucen zu zaubern. Mehlschwitzen braucht es dazu nicht J.

Öle und Fette, die Sie zum Braten verwenden können, sind in erster Linie – wie Sie ja schon wissen – das Kokosöl, aber auch das Erdnussöl sowie spezielle Bratöle aus dem Biohandel.

Liebe Grüsse
Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

mischa schrieb am 05.01.2012

Sehr geehrtes ZdG-Team, zuerst vielen Dank für Ihre großartige Website. Die Tatsache, dass Sie auf alle seriösen Fragen eine ausführliche und professionelle Antwort haben, macht Sie zu einer sehr vertrauenswürdigen Informationsquelle! Meine Frage: Aus Ihren Artikeln habe ich entnommen, dass Leinöl (wegen der Omega 3 Fettsäuren) und Extra Vergines Olivenöl (wegen der oben beschriebenen Eigenschaften) die scheinbar besten Öle für den menschlichen Organismus sind.

1. Kann ich meinen Salat mit einer Mischung aus beiden Ölen (in Verhältnis 50-50) zubereiten oder hätte der Körper Probleme mit der optimalen Verwertung der Inhaltstoffe?

2. Ich habe gelesen, Leinöl und Hanföl sowie einige weitere Öle verfügten lediglich über kurzkettige Omega

3 Fettsäuren, welche nur bedingt die Omega 3 - Vorräte im Gehirn versorgen könnten. Der Artikels verwies auf langkettige Omega 3 Fettsäuren, wie sie ausschließlich in Fischöl und Lebertran zu finden wären.

Danke für die Antwort!
Liebe Grüße, Mischa

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Mischa,
vielen Dank für Ihre Mail.

Das Wichtigste in Sachen Öle und Fette ist, dass die verzehrten Öle in möglichst naturbelassener Form und in Kombination mit ebenfalls möglichst wenig industriell verarbeiteten Lebensmitteln gegessen werden. Ersteres bedeutet, dass nach Möglichkeit, natürliche fettreiche Lebensmittel (Nüsse, Ölsaaten, Oliven, aber auch Kokosöl, Kokosmus oder gar Rohmilchbutter und Bio-Eier) bevorzugt werden. Sind Öle erwünscht, dann ist darauf zu achten, dass sie in erstklassiger Qualität vorliegen, da Öle - gerade jene, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind - sehr leicht oxidieren und dann keineswegs mehr günstig sind. Beim Kauf von Ölen ist folglich nicht nur auf Kaltpressung zu achten, sondern auch darauf, dass die Öle sehr frisch sind und nur dann verzehrt werden, wenn bereits der Händler eine optimale Lagerung (bei Leinöl gekühlt und dunkel) garantieren kann. Darüber hinaus sind Pflanzenöle, die reich an Omega-6-Fettsäuren sind, wie z. B. Sonnenblumenöl zu meiden.
 
Der Organismus kann aus kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Lein- und Hanföl vorkommen, selbständig die langkettigen Omega-3-Fettsäuren bilden, allerdings nur bis zu einem Anteil von 10 Prozent, was jedoch völlig ausreichend ist. Wenn Leinöl also pro 100 Gramm 55 Gramm Alpha-Linolen-Säure enthält, dann kann der Organismus daraus - eine gesunde Stoffwechselaktivität vorausgesetzt - 5,5 Gramm langkettige Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) herstellen.
 
Vom Leinöl sollte folglich täglich nicht mehr als 1 Esslöffel verzehrt werden, da diese Menge bereits ausreicht, um die in den USA empfohlene EPA/DHA-Zufuhr zu realisieren. In Deutschland wird als Tagesbedarf weniger als die Hälfte der amerikanischen Werte angegeben, so dass mit einem Esslöffel Leinöl die in Deutschland empfohlene Menge sogar noch überschritten wird. Ob Sie diese Menge Leinöl mit Olivenöl mischen, bleibt Ihnen überlassen.
 
Wenn bei speziellen gesundheitlichen Problemen (z. B. chron. Entzündungen) die EPA/DHA-Menge erhöht werden soll, dann könnten beispielsweise Krillöl-Kapseln - kurweise verabreicht - zum Einsatz kommen. (Infos zu Krillöl finden Sie z. B. hier:

Infos über Krillöl

Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit