Gesundheit
Osteoporose und Knochenbrüche

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 18.02.2018
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Osteoporose und Knochenbrüche
© istockphoto.com/Ridofranz

Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der sich die Knochendichte verringert und sich somit die Anfälligkeit für Knochenbrüche erhöht. Hüftfrakturen zählen zu den schlimmsten Auswirkungen von Osteoporose. Gerade ältere Betroffene müssen ins Krankenhaus eingewiesen werden und können danach oft nicht mehr für sich selbst sorgen. Daher ist es äusserst empfehlenswert, rechtzeitig vorzubeugen, um osteoporosebedingte Knochenbrüche zu verhindern.

Hohe Sterberate durch osteoporosebedingte Knochenbrüche

Einen Knochenbruch bringt man nicht unbedingt mit dem Tod in Verbindung. Im Gegenteil. Knochenbrüche gelten im Allgemeinen als nicht tödlich, als heilbar und daher oft auch nicht als besonders besorgniserregend.

Dr. Richard M. Dell, orthopädischer Chirurg am Kaiser Permanente Bellflower Medical Center, hat jedoch festgestellt, dass mehr Menschen an osteoporosebedingten Knochenbrüchen sterben als an Brust- und Gebärmutterhalskrebs zusammen.

Untersuchungen, die von Dr. Dell geleitet wurden, kamen zu dem Ergebnis, dass geeignete Massnahmen, die die Knochengesundheit fördern, die Häufigkeit von Hüftfrakturen bei Risikopatienten um etwa 37 Prozent reduzieren können.

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Osteoporose und Hüftfrakturen

In Amerika leben ungefähr 10 Millionen Menschen, die an Osteoporose leiden, in Deutschland sind es weit über 6 bis hin zu 8 Millionen (je nach Quelle) und jährlich werden 300.000 osteoporosebedingte Oberschenkelhalsbrüche (die zu den Hüftfrakturen zählen) allein in deutschen Krankenhäusern behandelt.

Die Osteopenie – eine Minderung der Knochendichte, die als Vorstufe der Osteoporose gilt – betrifft weitere viele Millionen Menschen.

Im Allgemeinen kann Osteoporose Menschen in jedem Alter treffen. Die National Osteoporosis Foundation hat festgestellt, dass das Osteoporoseproblem mittlerweile epidemische Ausmasse angenommen hat.

Oberschenkelhalsbrüche bzw. Hüftfrakturen sind gravierender als sie sich im ersten Moment anhören.

Ungefähr ein Viertel derjenigen, die solch eine Fraktur erleiden, enden in einem Pflegeheim, während die Hälfte der Patienten ihre gewohnte Leistungsfähigkeit nicht mehr wiedererlangt.

Noch erschreckender ist die Tatsache, dass 25 Prozent der Patienten, die eine Hüftfraktur erleiden, innerhalb eines Jahres sterben.

Orthopäden sollten präventive Empfehlungen geben

In Dr. Dells Studie untersuchte man innerhalb von 5 Jahren mehr als 625.000 Personen, die über 50 Jahre alt waren. Die Teilnehmer, zu denen Frauen und Männer gehörten, kamen aus Südkalifornien und wiesen bestimmte Risikofaktoren für Osteoporose und/oder Hüftfrakturen auf.

Diese Studie ist die grösste dieser Art und wurde im Journal of Bone & Joint Surgery veröffentlicht. Sie kam zu dem Ergebnis, dass mit einigen einfachen Massnahmen die Häufigkeit von Hüftfrakturen deutlich reduziert werden kann.

Dr. Dell vertritt die Meinung, dass es möglich ist, die Häufigkeit von Hüftfrakturen massiv zu senken, wenn die orthopädischen Chirurgen eine aktivere Rolle im Behandlungsprogramm einnehmen würden. Er empfindet die geläufige Ärzte-Auffassung, dass nichts getan werden kann, um Osteoporose zu verhindern bzw. zu behandeln, als falsch, da man sehr wohl etwas tun kann!

Sollten Sie Osteoporose-Medikamente verordnet bekommen, denken Sie daran, dass diese besser nicht langfristig eingenommen werden sollten. Wie alle Medikamente weisen auch die Osteoporose-Medikamente Nebenwirkungen auf, die sich bei manchen Menschen paradoxerweise in einer erhöhten Knochenbrüchigkeit äussern können.

Details zu diesem Aspekt sowie Hinweise, worauf Sie bei der Einnahme von Osteoporose-Medikamenten achten sollten, finden Sie hier:

Osteoporose-Medikamente

Ob Sie nun aber Medikamente gegen Osteoporose einnehmen oder nicht, die folgenden ganzheitlichen Massnahmen sollten in jedem Fall umgesetzt werden, da sie Ihre Knochen bestmöglich stärken und schützen werden:

Ganzheitliche Massnahmen für die Knochengesundheit

Es gibt einfache Möglichkeiten, die jeder Einzelne vornehmen kann, um das eigene Osteoporose- und Knochenbruch-Risiko zu verringern:

  • Regelmässige sportliche Betätigung wie z. B. Walking schützt vor Osteoporose und somit auch vor Knochenbrüchen. Weitere Tipps in Sachen Bewegung zur Vorbeugung von Knochenbrüchen bei Osteoporose finden Sie hier.
  • Nikotin- und Alkoholkonsum sollte minimiert werden, da beides zu einem verstärkten Knochenabbau führen kann.
  • Eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Versorgung ist ebenfalls sehr wichtig. Ideal ist es, ein kombiniertes Vitamin-D3/Vitamin-K2-Präparat zusammen mit Calcium (z. B. der Sango Meeres Koralle) einzunehmen. Vitamin D sorgt dafür, dass das Calcium aus dem Darm aufgenommen werden kann und Vitamin K kümmert sich darum, dass das Calcium in die Knochen und nicht etwa in die Blutgefässwände eingebaut wird.
  • Denken Sie ausserdem an Omega-3-Fettsäuren (z. B. Krillöl, DHA-Algenöl und/oder Chiasamen, Lein- und Hanföl), da diese die Calciumaufnahme verbessern und die Knochenneubildung unterstützen.

Weitere ganzheitliche Massnahmen für Ihre Knochengesundheit finden Sie hier:

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anonym schrieb am 17.04.2018

Liebes Zentrum-der-Gesundheit- Team,

hab mich auf der Homepage über Calzium informiert..., und weiß jetzt gar nichts mehr!!! Vielleicht könnt Ihr mir helfen.

Bei mir wurde Osteoporose diagnostiziert und ich muss zusätzlich Calzium (1000mg) und Vitamin D (1000mg) zu mir nehmen.
Der Orthopäde meinte ich könne mir die Brausetabletten aus dem Supermarkt kaufen, bräuchte nicht die teueren aus der Apotheke... Die Brausetabletten vertrage ich nicht, fragte meine Ärztin, die verschrieb mir Kautabletten (Calcimagon-D3 Uno), 1X morgens.
Die Apotheke wies mich auf Wechselwirkungen mit verschiedenen anderen Medikamente hin!!! Ich muss tägl.:

--- Eliquis 5mg / morgens u. abends

--- Bisoprolol 2,5mg / morgens u. abends

--- L-Thyroxin 100
nehmen.
Jetzt lese ich dass die Einnahme von Calzium grade mit diesen Medikamenten nicht harmoniert!!!
Gilt dies für jedes Calzium?
Welches wäre denn für mich geeignet? Habe mich über die Sango Koralle wie auch über Dolomit Calzium schlau gemacht, weiß aber nicht wirklich was für mich besser ist.
Tendiere zu Dolomit weil dies vegan ist, komme aber nicht klar mit der Dosierung. Laut Info 1TL täglich..., aber wieviel Calzium ist das? Reicht dies in meinem Fall auch? Muss auch hier zeitlicher Abstand sein zu den anderen Medis die ich einnehmen muss?
Hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen, wenn's meine Ärztin schon nicht kann....
Liebe Grüße

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Wie im Artikel "Calcium richtig einnehmen" erklärt, müssen Sie nur einen zeitlichen Abstand von etwa 3 Stunden zwischen Medikamenten und Calciumeinnahme einhalten. Wenn Sie also morgens um 7 Uhr und abends um 19 Uhr Ihre Medikamente nehmen, dann können Sie zwischen 10 und 16 Uhr Ihr Calciumpräparat nehmen.

Ideal wäre es, die Calcium-Tagesdosis auf mindestens zwei Dosen aufzuteilen, da der Organismus auf einmal sowieso nur 500 mg aufnehmen kann.

Vitamin D sollte immer dem aktuellen Bedarf gemäss dosiert werden, also immer erst nach einem Vitamin-D-Test.

Wie im oben genannten Calcium-Text erklärt, sollte man immer auch mit ausreichend Magnesium und anderen Vitalstoffen versorgt sein.

Das Ihnen verordnete Calcimagon aber enthält nur 1.000 mg Calcium und nicht einmal die Ihnen empfohlenen 1.000 IE Vitamin D3, sondern nur 800 IE Vitamin D3. Es enthält weder Magnesium noch Vitamin K2 noch andere bei Osteoporose wichtige Vitalstoffe.

Wenn Sie Dolomit einnehmen möchten, dann enthält dieses auch Magnesium. Die Tagesdosis von 1 TL wiegt etwa 5 g. Die Hälfte davon ist Calciumcarbonat, also 2.500 mg, was etwa 1.000 mg reinen Calciums entspricht.

Ja, Sie sollten bei jeder Calciumverbindung einen zeitlichen Abstand zu Ihren Medikamenten einhalten.

Alles Gute!

Ihr ZDG-Team

Quellen