Kommentare zu «Soja und die Schilddrüse»

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HeSchla schrieb am 04.05.2018

Warum ist man Soja?
Für Tierfutter ist es wegen Schädlichkeit in Europa verboten!
Pflanzen gehören in den Trog von Kühen und anderen Tieren die ein Verdauungstrakt besitzen der dafür geeignet ist. Der menschliche ist für überwiegend tierisch Produkte gedacht und nicht für Pflanzen.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo HeSchla

Ihre Quellen würden uns nun brennend interessieren! Denn in ganz Europa ist Soja ein wichtiger Bestandteil des Viehfutters - sowohl für Kühe, Rinder, Pferde als auch für Geflügel.

Der Mensch lebte überdies Jahrmillionen vorwiegen von pflanzenbasierter Kost. Erst mit Entdeckung von Feuer und Herstellung von Waffen/Werkzeug begann er verstärkt zu jagen. Der Verdauungstrakt des Menschen ist daher ganz hervorragend für Pflanzenkost ausgelegt - zwar nicht für Gras und Rinden - aber wunderbar für Blattgemüse, Wurzelgemüse, Kohlgemüse, Sprossen und Früchte.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Anonym schrieb am 03.06.2017

Eine Prüfung, inwiefern fermentierte Sojaprodukte tatsächlich besser sind, steht wohl im Allgemeinen tatsächlich noch aus. Gut, dass sie sich damit beschäftigen! Der Hang aller Veganer und Vegetarier zum Soja hängt sicher nicht nur mit dem seitens der Lebensmittelindustrie maßgeschneiderten "Soja-Programm" zusammen, das passgenau für die entsprechende Zielgruppe im breiten Rahmen aufgelegt worden ist, sondern sicher auch damit, dass pflanzliche Proteinlieferanten, die den Hauptteil einer Mahlzeit (und nicht nur die Beilage) darstellen könnten, leider etwas rar gesät sind. Vielleicht hätten sie ja mal Lust, einen umfangreichen Artikel, eine Übersicht über gute pflanzliche Proteinlieferanten zu schreiben. Vielleicht würde ja eines Tages auch die Erfindung eines "Linsenburgers" anstatt des "Tofuburgers" kommen. Mir scheint jedenfalls, zusammenfassend gesagt, dass man sich sehr einseitig auf die Sojabohne verlegt hat, die im asiatischen Raum in unfermentierter Form eigentlich sogar als minderwertig gilt. Vielleicht handelt es sich in der unfermentierten Form tatsächlich eher um geeignetes Tierfutter. In dem Fall wäre es wohl mal wieder ein unvergleichlicher Siegeszug der großen, amerikanischen Lebensmittelkonzerne gewesen, die Sojabohne auf der ganzen Welt zum begehrten pflanzlichen Proteinlieferanten zu machen. Die gesamte Welt der Bio- und Ökoköstler ist später womöglich einfach nur darauf reingefallen und auf den falschen Zug aufgesprungen :-) Ich persönlich jedenfalls werde Soja meiden und da ich ein Mensch bin, der eigentlich überhaupt keine Lebensmittelunverträglichkeiten hat, glaube ich auch nciht, dass meine Probleme speziiell mit mir und nicht mit dem Soja zu tun haben. Das wird dann ja immer gesagt - eher wird ein Mensch als krank und übersensibel bezüglich irgendwelcher Stoffe erklärt, als dass bestimmte Produkeite (oder eben auch Medikamente) in den Verdacht fallen, eventuell gar nicht so gut zu sein. Vielen Dank nochmals und viel Erfolg bei ihren weiteren Untersuchungen und Veröffentlichungen zum Thema!

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Es gibt eigentlich sehr viele pflanzliche Proteinquellen. Wir haben sie bereits hier aufgelistet: proteinreiche Lebensmittel und vegane Proteinquellen.

Linsenburger und viele andere Nicht-Soja-Burger (inkl. Kichererbsentempeh, Lupinenprodukte u. a.) gibt es längst. Schauen Sie sich einfach in den Bioläden, veganen Kochbüchern oder veganen Rezepte-Websites um.

Daher haben wir keinesfalls den Eindruck, als existiere bei ALLEN Veganern und Vegetariern ein "Hang zu Soja" oder dass "die gesamte Welt der Bioköstler" auf irgendetwas hereinfallen würde.

Darüber hinaus sind wir weit davon entfernt, am verbreiteten Protein-Hype mitzuwirken, da wir eher der Meinung sind, dass ein Eiweissüberschuss schaden könnte und der Mensch häufig sehr gut mit weniger Protein zurecht kommt. Daher sollten Gemüse, Saaten, Sprossen und grüne Smoothies als Proteinquellen nicht unterschätzt werden, was leider häufig der Fall ist.

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Anonym schrieb am 03.06.2017

Schönen guten Tag, ich schätze ihre Seite und kann mich mit den meisten Informationen und Darstellungen weitestgehend einverstanden erklären. Ich ernähre mich vegetarisch, früher eine Zeit lang vegan und etwa zu 50 % mit Produkten aus Bioanbau. Trotzdem würde ich mir generell von ihnen etwas mehr Offenheit für kritische Töne in Themenbereichen wünschen, in denen sie sich offenbar einmal grundsätzlich entschieden haben, dass bestimmte Dinge als gut, schlecht, wahr oder unwahr zu gelten haben. Man muss sich meiner Meinung nach in jeder Hinsicht eine gewisse Grundoffenheit bewahren, durch die es auch möglich wird, seine Meinungen - mögen die scheinbar noch so sehr durch wissenschaftliche Quellen "abgesichert" sein - entgegen lang gehegter Überzeugungen auf den Prüfstand zu stellen. Leider besteht bei allen Menschen die Tendenz, manche Kritikpunkte einfach nicht mehr einräumen zu wollen, wenn man erst mal jahrelang bestimmten Überzeugungen angehangen hat und diese vielleicht sogar in Büchern oder auf Webseiten verbreitet hat. Ich sage nur soviel: Ich habe in meiner veganen Zeit - wie fast jeder Veganer - verstärkt auf Sojaprodukte gesetzt und mir damit im Laufe der Zeit ganz eklatante gesundheitliche Probleme eingehandelt. Ich hatte 7 JAHRE lang eine extrem unangenehme Fettverdauungsstörung, die ich erst im letzten Jahr mit Sojaverzehr in Zusammenhang bringen konnte. Und ich rede hier nicht von "übermäßigem" Sojaverzehr, wie sie gemäß ihrer Artikel über Soja eventuell sofort unterstellen wollen. Es handelte sich um einen regelmäßigen, aber noch maßvollen Verzehr. Wie jeder, der bestimmten Überzeugungen anhängt, die gerade im Ernährungsbereich auch schnell die Qualität von geradezu "ideologischen" Überzeugungen annehmen können, war ich nie bereit bzw. hätte ich es nie für möglich gehalten, dass das ach so gute und gesunde Soja etwa auch eine sehr ungesunde Seite haben könnte. Niemals! Es wurde uns ja auch lang genug durch die Nahrungsmittelindustrie als die "gute Wunderbohne" für alle nach Proteinen lechzenden Vegetarier und Veganer verkauft. Ein Riesengeschäft. Ich möchte nur soviel sagen: Es spricht sehr viel dafür, Soja lediglich in der fermentierten Variante zu verzehren, wie man es im asiatischen Raum schon lange weiß. Die genauerern ernährungsphysiologischen Gründe dafür, sollte jeder, der Interesse an dem Thema hat, am besten auf eigene Faust recherchieren, damit er zu einem für sich selbst gültigen Ergebnis kommt und nicht in die Falle derjenigen gerät, die jede Kritik am Soja um jeden Preis abwenden wollen (weil z.B. ein riesiger Vegan-Öko-Kult um spezielle den Soja existiert). Meistens gibt es dafür ganz bestimmte (persönliche, wirtschaftliche etc.) Gründe und da hilft es nichts, wenn man diese Gründe noch so sehr mit wissenschaftlichen Untersuchungen untermauert (von denen gibt es nämlich viele und so kommen diese auch zu entsprechend vielen, verschiedenen Ergebnissen, die dann noch mal von vielen verschieden Leuten sehr verschieden gedeutet und verschieden zitiert werden). Praktische Erfahrungen können oft wertvoller als jede Wissenschaft sein und so sage ich, der nach dem vollständigen "Absetzen" von Sojaprodukten eine sehr schnelle und vollständige Rückbildung einer ausgeprägten Fettverdauungsstörung erlebt hat, dass man dieser kleine Bohne auf jeden Fall immer wieder auf den kritischen Prüfstand stellen muss. Ich rate zu einem sehr, sehr maßvollen Verzehr (ein Stück Tofu die Woche wie bei Fisch) oder am besten gleich den Verzehr des fermentierten, wenn auch teureren Tofu, selbst wenn man (noch) keine Probleme hat. Das Maßhalten ist in jedem Bereich eine gute Wahl und hat sich immer wieder bewährt. Dass dies auch für vermeintliche "gesunde" Dinge gilt, ist eine Erkenntnis, für die man manchmal erst noch eine Denkbarriere überwinden muss.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Wir erklären in nahezu jedem Sojaartikel genau das, was Ihr Fazit ist, nämlich dass es auf das richtige Mass ankommt. Was nun genau das richtige Mass für den einzelnen Menschen ist, muss jeder tatsächlich für sich selbst herausfinden. In Artikeln kann man nur eine allgemeine Empfehlung geben, die sich für die Mehrheit als sinnvoll und verträglich erwiesen hat. Individuelle Unverträglichkeiten bei diesen oder anderen Mengen sind jedoch immer möglich - und zwar nicht nur bei Soja, sondern bei wohl jedem Lebensmittel.

Was Sie bei uns jedoch nicht finden, sind Empfehlungen, "verstärkt auf Sojaprodukte zu setzen". Auch "wenden wir nicht jede Kritik an Soja um jeden Preis ab". Wir informieren darüber, wie man Soja in den Speiseplan integrieren kann und wie nicht. Wir überprüfen ausserdem derzeit, welche Vorteile fermentierte Sojaprodukte haben und ob diese tatsächlich so relevant sind, wie behauptet wird.

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Rüdiger D. schrieb am 25.03.2017

Werte Damen und Herren, also ich bin mir da nicht so sicher mit dem Soja als Nahrungsmittelquelle Sollten Sie Sojaprodukte konsumieren? Bis in die 20-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts galt Soja in den USA nicht einmal als Lebensmittel, man hielt sie nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Nach 1950 stieg der Sojabohnenanbau in den USA auf über 60 Millionen Tonnen jährlich. Mehr als 90 Prozent der in den Vereinigten Staaten angebauten Soja ist gentechnisch verändert (GV). Der Verzehr von Soja ist in den meisten Formen alles andere als gesund, er ist mitverantwortlich für verschiedene gesundheitliche Beschwerden. […] Kommentar von der Redaktion gekürzt, da dieser annähernd 5 Seiten umfasste und somit den Rahmen eines Kommentars sprengt. In Kommentaren sollte in eigenen Worten die Problematik/Frage kurz dargestellt werden. Copy and Paste von im Internet gefundenen seitenlangen Texten ist hier nicht zielführend.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Rüdiger

Bitte verstehen Sie, dass wir Ihren Kommentar nicht in voller Länge angeben können. Es sprengt den Rahmen, bei seitenlangen Kommentaren auf jeden einzelnen Satz einzugehen und diesen zu kommentieren bzw. zu widerlegen. In unseren bisherigen Sojaartikeln sind wir überdies bereits auf eine Vielzahl Ihrer angeblichen Anti-Soja-Argumente eingegangen und haben diese differenziert betrachtet.

Nehmen Sie sich also Ihren eigenen Kommentar, teilen Sie ihn in einzelne Argumente auf, lesen Sie dann erneut unsere Sojaartikel und streichen Sie dann jene Argumente auf Ihrer Liste, die bei uns bereits widerlegt bzw. thematisiert wurden.

Weitere Sojaartikel werden folgen, in denen genau auf die von Ihnen genannten noch offenen Argumente eingegangen wird. Bedenken Sie vorab zwei Dinge:

1. Der absolute Grossteil der Sojaernte wird für Viehfutter verwendet, wird also deshalb angebaut, um die Nachfrage nach Fleisch, Eiern und Milchprodukten zu stillen. Die Verantwortung für Regenwaldrodungen zwecks Sojaanbau ist daher mit Fleischkonsumenten oder der Fleisch- und Milchprodukteindustrie zu diskutieren, aber nicht mit Vertretern einer umweltbewussten und tierfreundlichen Ernährung.

2. Wir raten nicht – wie ebenfalls in unseren Artikeln ausführlich(!) erklärt – zum Verzehr von Unmengen an Sojaprodukten und auch nicht zu Sojasäuglingsnahrung. Wir raten also nicht zum Verzehr von täglich Unmengen an Sojaeis, Sojamilch, Sojakäse, Sojamehl etc. Wir raten schon gar nicht zum Verzehr von Sojaproteinisolaten, auch nicht zur Einnahme von isolierten und konzentrierten Sojaisoflavonoiden (damit wurde die Mehrzahl der von Ihnen aufgeführten Studien durchgeführt, was aber nichts mit dem Verzehr von gemässigten Mengen vollwertiger Sojaprodukte in einer gesunden Ernährung zu tun hat) – und wir raten ebenfalls nicht zum Verzehr von Sojaöl oder unverarbeiteten Sojabohnen.

Wir möchten Sie daher bitten, unsere Texte, in denen genau dies erklärt wurde, vor dem Kommentieren zu lesen ("Soja" in unsere Suche eingeben). Andernfalls bitten wir Sie, nur wenige Wochen zu warten, bis unsere Zusammenfassung zur Sojathematik erscheint. Falls dann noch Fragen offen bleiben sollten, können Sie sich gerne erneut an uns wenden.

Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit