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Pestizide verschlechtern Spermienqualität

Pestizide verschlechtern Spermienqualität

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(Zentrum der Gesundheit) – Pestizide, die in der konventionellen Landwirtschaft gang und gäbe sind, können offenbar so manchen Kinderwunsch zunichte machen. Die Pflanzenschutzmittel sind immer häufiger Mittelpunkt wissenschaftlicher Studien, in denen man den Einfluss der Pestizide auf die menschliche Gesundheit überprüft. Mit Autismus werden die toxischen Stoffe schon in Verbindung gebracht und nun – einer aktuellen Studie zufolge – auch mit einer nachlassenden Spermienqualität.

Pestizide unterstützen Entwicklung chronischer Erkrankungen

Pestizide werden in der konventionellen Landwirtschaft gleich tonnenweise zur Ertragssteigerung eingesetzt. Sie vernichten unerwünschte Wildpflanzen, Insekten oder Pilze.

Es handelt sich also um Gifte, leider um solche, die nicht nur gezielt das aus der Welt schaffen, was man gerade nicht gebrauchen kann, sondern vieles andere mehr auch. Pestizide wirken sich nämlich auf die gesamte Umwelt belastend aus – und somit auch auf den Menschen.

Man bringt die toxischen Stoffe längst mit chronischen Krankheiten in Verbindung, auch mit der wachsenden Zahl autistischer Kinder und – ganz aktuell – mit einer abnehmenden Spermienqualität beim Mann.

Forscher der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston haben herausgefunden, dass Rückstände von Pestiziden in Obst und Gemüse die Spermienqualität von Männern deutlich verschlechtern können.

Pestizide senken Spermienqualität

Die in der Fachzeitschrift Human Reproduction veröffentlichte Studie offenbart Folgendes:

Männer, die häufig mit Pestiziden hochbelastetes Obst und Gemüse konsumiert haben (mindestens 100 g pro Tag), wiesen eine um 49 Prozent geringere Spermienzahl auf als jene Männer, die nur wenig davon gegessen haben.

Zudem stellte das Forscherteam um Professor Jorge Chavarro fest, dass der Anteil der normal geformten Spermien um 32 Prozent niedriger war.

Der vermehrte Verzehr von leicht oder mässig belastetem Obst und Gemüse scheint die Spermienqualität jedoch nicht zu beeinträchtigen.

Die Wissenschaftler untersuchten für ihre Studie 338 Spermienproben von 155 amerikanischen Männern, die zwischen 2007 und 2012 ein Kinderwunschzentrum aufgesucht hatten.

Ausserdem wurde ermittelt, wie oft und wie viel Obst und Gemüse die Studienteilnehmer im Durchschnitt zu sich genommen hatten.

Manche Gemüse und Früchte sind stärker mit Pestiziden belastet

Um die Pestizidbelastung von Obst und Gemüse exakt einzustufen zu können, griffen die Forscher auf die jährlich erhobenen Daten des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten zurück.

Daraus ergab sich, dass Äpfel, Birnen, Spinat und Erdbeeren besonders belastet waren, während Erbsen, Bohnen, Grapefruit und Zwiebeln eine moderate Belastung aufwiesen.

Professor Chavarro betont jedoch, dass die Studienergebnisse Männer mit Kinderwunsch keinesfalls davon abhalten sollten, reichlich Obst und Gemüse zu essen.

In Hinblick auf die Spermienqualität könne es jedoch vorteilhaft sein, auf mögliche Pestizidrückstände zu achten und biologisch angebautem Obst und Gemüse den Vorzug zu geben. Andernfalls kämen auch Sorten infrage, die als weniger stark belastet gelten.

Wie kann die Spermienqualität verbessert werden?

Natürlich sind Pestizide nicht der einzige Störfaktor, der die Spermienqualität beeinträchtigen kann.

Die Spermienqualität reagiert hingegen auf zahlreiche Umwelteinflüsse äusserst sensibel, darunter hormonwirksame Stoffe (z. B. Weichmacher in Plastik), Nikotin, Hitze oder eben Pestizide in der Ernährung.

Dies bedeutet aber auch, dass der Mann einiges unternehmen kann, um seine Spermienqualität zu optimieren.

Weitere Informationen finden Sie auch hier: Verbessern Sie Ihre Spermienqualität.

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Quellen:



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