Asiatische Heilmethoden

Tibetische Medizin

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 16.05.2018
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Tibetische Medizin
© paul prescott - Shutterstock.com

Die Tibetische Medizin ist die jahrtausendealte Volksheilkunde Tibets. Zur Diagnose kommen neben dem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten auch die Puls- und Zungendiagnostik zum Einsatz. Die Therapie der Tibetischen Medizin setzt sich aus verschiedenen Bereichen zusammen, die gemeinsam darauf abzielen, dem Menschen wieder in sein gesundes Gleichgewicht zu verhelfen. Dazu gehören die Ernährung sowie natürliche zumeist pflanzliche Präparate. Besonders wichtig ist überdies die richtige Geisteshaltung, denn mit Hass, Neid oder Gier im Herzen ist Heilung unmöglich.

Inhaltsverzeichnis

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Tibetische Medizin - das ganzheitliche Wissen vom Leben und Heilen

Der tibetische Name für Tibetische Medizin lautet "Sowa Rigpa". Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes ist Kenntnis vom Leben und Heilen. Der Ausübende dieser Sichtweise wird Amchi oder Menpa genannt.

Die tibetische Medizin besteht aus ganzheitlichen Aspekten der Astrologie, Alchemie und religiös-rituellen Heiltherapien. Dabei sind aber gerade die spirituellen Verwurzelungen, die in Verquickung von meditativ-ritueller Praxis und der ärztlichen Tätigkeit zum Ausdruck kommen, die Besonderheit, mit der sich die tibetische Medizin von allen Heilsystemen weltweit unterscheidet.

Die tibetische Medizin geht davon aus, dass der Mensch ein kleines Abbild des Universums darstellt. Der Mensch ist aus Sicht der tibetischen Medizin kein unabhängiges Einzelwesen, sondern in seiner Erscheinung die komplexe Zusammensetzung von drei Persönlichkeiten:

  • der materielle, sichtbare Körper mit allen somatischen Organen
  • die psychisch-emotionale Persönlichkeit einschließlich unserer Sprachkommunikation
  • die energetisch-mentale Bewusstseins-Persönlichkeit

Wie der Makrokosmos setzt sich auch der menschliche Mikrokosmos aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum zusammen - sie geben dem menschlichen Körper von der Empfängnis an ihre Eigenschaften und sein Energiepotenzial.

Die tibetische Medizin ordnet den fünf Elementen drei Energieprinzipien zu

  • Päken (= Schleim/auch Entschlossenheit) kontrolliert alle Körperflüssigkeiten
  • Tripa (= Galle/auch Antipathie/Aversion) reguliert die katalytischen Stoffwechselvorgänge einschließlich der sehr wichtigen Verdauungsphysiologie
  • Lung (= Wind/auch Sympathie) kontrolliert alle Bewegungen, auch die emotionalen und Gedankenaktivitäten. Lung verbindet das Bewusstsein mit dem Körper.

In allen Organfunktionen sind immer alle drei Energieprinzipien mitbeteiligt. Ein Ungleichgewicht dieser drei Energieprinzipien führt zu Störungen, mentale, psychische oder somatische Krankheiten, chronische Erkrankungen wie Arthrose, Migräne, Tinnitus u.v.m..

Alle Störungen der drei Energieprinzipien werden noch in den Kategorien kalt und heiß (=Yin/Yang) sowie ambivalent unterschieden.

Nach der Traditionellen Tibetischen Medizin sind die Auswahl und Zubereitung unserer Lebensmittel und Gewürze, welche unsere täglichen Essgewohnheiten prägen sehr wichtig. Die Qualität und Energien der Lebensmittel die wir essen formen letzendlich unseren Körper und unseren Geist.

Die Therapieform der Traditionellen Tibetischen Medizi besteht aus der Verschreibung von Pillen aus Heilkräutern. In jeder Kräuterpille ist das komplexe Prinzip berücksichtigt, alle drei Energieprinzipien zur dynamischen Heilwirkung zu bringen.

Das Prinzip ist geradezu genial: 80 % der Inhaltsstoffe wirken direkt heilend, und 20 % wirken gegen die möglichen Überreaktionen. Krankheit und Gesundheit beginnt und endet in der Bewusstseinshaltung.

Heilung ist daher nicht nur Symptombehandlung, sondern geht auch immer tiefer in die vernetzte Persönlichkeit des Menschen.

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