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Kommentare zu «Tierisches Eiweiss: So schädlich wie das Rauchen»

Den Artikel aufrufen

Anonym schrieb am 11.03.2017

Sehr geehrtes Zentrum-der-Gesundheit-Team. Seit etwa zwei Jahren befasse ich mich intensiv mit dem Thema Ernährung, da ich sowohl im Leistungssport, als auch im täglichen Leben meine körperliche und geistige Leistungsfähigkeit optimieren möchte.

Vor kurzem stieß ich auf den obigen Artikel: Tierisches Eiweiss: So schädlich wie das Rauchen. Zweifelsohne nehmen ernährungsbedingte Erkrankungen kontinuierlich zu und haben bereits heute ein epidemiologisches Ausmaß angenommen. Aus diesem Grund haben sich in den letzten Jahren zahlreiche neue Ernährungsformen entwickelt, welche das Ziel anstreben, Zivilisationserkrankungen zu präventieren und bereits auftretende Erkrankungsformen zu behandeln. Einen Ansatz stellt unter anderem die rein pflanzliche Kost dar, für die Sie plädieren.

Die Studienlage zu neuen Ernährungsformen könnte nicht widersprüchlicher sein. Kritik ist ein zentraler Punkt bei den alternativen Ernährungsformen. Da mich Ihre Meinung zum Thema tierischer Proteinzufuhr interessierte, habe ich den von Ihnen verfassten Artikel etwas genauer analysiert und an einigen Stellen widersprüchliche Aspekte gefunden.

Nehmen Sie den folgenden Text nicht als negative, sondern als positive Kritik, mit dem Ziel, die nächsten Artikel ohne die entsprechenden Mängel zu verfassen.

Zuallererst ist der Begriff „Proteinzufuhr“ nicht einheitlich definiert. Sie schreiben: Proteinreich ist eine Ernährung dann, wenn „mindestens 20 Prozent der täglichen Kalorien in Form von Proteinen […]“ vorliegen. In diesem Aspekt stimme ich Ihnen zu, jedoch waren in den von Ihnen zitierten Studien keine Angaben vorhanden, welche die Begriffe niedrige, moderate und hohe Proteinzufuhr charakterisieren. Wurden 3g/kg Körpergewicht Eiweiß in dieser Studie als „high-protein intake“ angesehen? Oder waren es sogar noch weniger als die von Ihnen angegeben 20% der Tageskalorienzufuhr?

Weiterhin sollten Sie beachten, dass die Studienergebnisse ohne die Schilderung der genaueren Bedingungen dargelegt wurden. Welche Verteilung hatte das Mikro- und Makronährstoffverhältnis? Es ist logisch, dass während des Testzeitraumes nicht nur Proteine, sondern auch Kohlenhydrate und Fette verzehrt wurden. Damit kann jedoch nicht abgeklärt werden, ob das Medium Eiweiß an sich als pathogen einzustufen ist. Wurden eventuell hohe Mengen an Fetten zugleich zugeführt, die erst zusammen mit Proteinen gesundheitsschädliche Effekte besitzen? Außerdem stellt sich die Frage: Waren die Probanden vor Beginn der Studie gesund oder vorbelastet? An vielen weiteren Stellen in Ihrem Artikel bleiben solche Fragestellungen ungeklärt.

In der zweiten von Ihnen angeführten Studie wurde für alle Altersgruppen ein 6-fach erhöhtes Diabetesrisiko dargelegt. Doch inwiefern haben Proteine Einfluss auf eine diabetische Stoffwechselentgleisung? Diabetes ist ein „Kohlenhydratproblem“ und repräsentiert die Folgen von chronisch überhöhter Insulinausschüttung. Es ist zwar möglich, dass tierische Eiweiße mit Diabetes in Zusammenhang stehen, jedoch kann aus den beiden vorliegenden Studienergebnissen kein evidenzbasierter Zusammenhang abgeleitet werden.

Die fehlende Nachhaltigkeit und Tiefgründigkeit der Korrelationsstudien kommt unter anderem im JAMA Internal Medicine zum Ausdruck. Die Wissenschaftler schreiben in den Ergebnissen von möglichen Zusammenhängen: „[a moderate protein-intake] may optimize healthspan and longevity.”, welche aus in den Untersuchungen möglicherweise abgeleitet werden können.

Neben einigen Mängeln in der Studienausfall sind auf fachlichen Ebene einige Kritikpunkte auffällig. Sie empfehlen jungen Menschen, sich proteinarm zu ernähren, das heißt nur 10% der Tagesenergiezufuhr sollte in Form von Eiweiß aufgenommen werden. Gelten diese Empfehlungen auch beispielweise für besondere Berufsgruppen oder Sportler? Es ist bekannt, dass aktive Menschen einen erhöhten Strukturverbrauch und somit einen erhöhten Proteinbedarf besitzen. Die allgemeine Eiweißzufuhr auf 10% kcal/Tag auf Protein zu definieren, ist daher eine vorschnelle Schlussfolgerung.

Weiterhin kommen wichtige Aspekte von tierischen Proteinquellen nicht zum Ausdruck. Auch wenn aus Untersuchungsergebnissen bekannt ist, dass sich die biologische Wertigkeit kombinierter pflanzlicher Proteine vervielfältigen lässt, so sollte wenigstens erwähnt werden, dass durch das Auslesen tierischer Eiweißquellen die qualitative Eiweißversorgung kritisch werden könnte und deshalb beachtet werden sollte. Ebenso ist zum Beispiel Fleisch ein besserer Mikronutrientenlieferant in Bezug auf Zink und der B-Vitamine.

Der größte Kritikpunkt stellt jedoch das fehlerhaft ausgewertete Material der ohnehin nicht aussagekräftigen Studien dar. Das JAMA Internal Medicine: schreibt: “These associations were confined to participants with at least 1 unhealthy lifestyle factor based on smoking, heavy alcohol intake, overweight or obesity, and physical inactivity, but not evident among those without any of these risk factors.” Zentrum der Gesundheit schreibt zu diesem Sachverhalt: “Man stellte fest, dass der Verzehr von tierischem Protein (Fleisch, Eier, Milchprodukte) das Leben zu verkürzen schien, was beim Verzehr von bevorzugt pflanzlichem Protein (Brot, Flocken, Pasta, Hülsenfrüchte und Nüsse) nicht der Fall war.“ Sie beziehen also ein Problem, was Menschen mit ungesunden Lebensstil betrifft, auf die Gesamtgesellschaft, obwohl dies in der vorliegenden Studie nicht bewiesen werden konnte.

JAMA Internal Medicine: “Conversely, high protein intake was associated with reduced cancer and overall mortality in respondents over 65 […]” Zentrum der Gesundheit: „Im höheren Alter (ab 65) wären dann eventuell wieder etwas mehr Proteine sinnvoll […]“ „Das aber bedeutet nicht, dass man ab 65 plötzlich wieder tierisches Eiweiss in Form von Fleisch, Wurst, Milch und Käse essen müsste […]“ Auch an dieser Stelle lässt sich nicht ableiten, ob eine Proteinzufuhr tierischer Herkunft im Alter über 65 gesundheitsschädlich ist. Sie bestätigen zwar die Notwendigkeit einer erhöhten Eiweißaufnahme, jedoch wird in dem vom JAMA Internal Medicine veröffentlichen Satz kein Bezug auf die Vorteile einer pflanzenbetonten Eiweißaufnahme im höheren Alter genommen.

Es würde mich freuen, wenn Sie den von mir verfassten Artikel auf Ihrer Website als Gegenposition veröffentlichen könnten. Nehmen Sie meine Argumente bitte nicht als negative Kritik, sondern sehen Sie diese vielmehr als Aufklärungs- und Fortbildungsarbeit an. Auf dem Gebiet der Ernährungsforschung muss Kritik Gang und Gäbe sein, denn ohne Kritik ist die eigentliche Forschungsarbeit wertlos. Mit freundlichen Grüßen

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Nachfolgend unsere Kommentare in kursiv zwischen Ihren Zeilen:

Zuallererst ist der Begriff „Proteinzufuhr“ nicht einheitlich definiert. Sie schreiben: Proteinreich ist eine Ernährung dann, wenn „mindestens 20 Prozent der täglichen Kalorien in Form von Proteinen […]“ vorliegen. In diesem Aspekt stimme ich Ihnen zu, jedoch waren in den von Ihnen zitierten Studien keine Angaben vorhanden, welche die Begriffe niedrige, moderate und hohe Proteinzufuhr charakterisieren.

Doch, in der Studie waren die von uns genannten Angaben enthalten. 

Weiterhin sollten Sie beachten, dass die Studienergebnisse ohne die Schilderung der genaueren Bedingungen dargelegt wurden. Welche Verteilung hatte das Mikro- und Makronährstoffverhältnis? Es ist logisch, dass während des Testzeitraumes nicht nur Proteine, sondern auch Kohlenhydrate und Fette verzehrt wurden. Damit kann jedoch nicht abgeklärt werden, ob das Medium Eiweiß an sich als pathogen einzustufen ist. Wurden eventuell hohe Mengen an Fetten zugleich zugeführt, die erst zusammen mit Proteinen gesundheitsschädliche Effekte besitzen? Außerdem stellt sich die Frage: Waren die Probanden vor Beginn der Studie gesund oder vorbelastet?  An vielen weiteren Stellen in Ihrem Artikel bleiben solche Fragestellungen ungeklärt.

Die von Ihnen gewünschten Informationen finden Leser, die an Details interessiert sind, in der angegebenen Studie oder im Austausch mit den entsprechenden Wissenschaftlern, deren Kontaktdaten in den genannten Quellen stets angegeben sind. Wir berichten über Studien und ihre Ergebnisse. Würden wir sie in der von Ihnen gewünschten Form analysieren, müssten wir über jede Studie einen mindestens 20seitigen Artikel verfassen, den kaum ein Mensch lesen würde.

In der zweiten von Ihnen angeführten Studie wurde für alle Altersgruppen ein 6-fach erhöhtes Diabetesrisiko dargelegt. Doch inwiefern haben Proteine Einfluss auf eine diabetische Stoffwechselentgleisung? Diabetes ist ein „Kohlenhydratproblem“ und repräsentiert die Folgen von chronisch überhöhter Insulinausschüttung. Es ist zwar möglich, dass tierische Eiweiße mit Diabetes in Zusammenhang stehen, jedoch kann aus den beiden vorliegenden Studienergebnissen kein evidenzbasierter Zusammenhang abgeleitet werden.

Diabetes ist keinesfalls ein reines Kohlenhydratproblem. Bitte erkundigen Sie sich diesbezüglich noch einmal.

Neben einigen Mängeln in der Studienausfall sind auf fachlichen Ebene einige Kritikpunkte auffällig. Sie empfehlen jungen Menschen, sich proteinarm zu ernähren, das heißt nur 10% der Tagesenergiezufuhr sollte in Form von Eiweiß aufgenommen werden. Gelten diese Empfehlungen auch beispielweise für besondere Berufsgruppen oder Sportler? Es ist bekannt, dass aktive Menschen einen erhöhten Strukturverbrauch und somit einen erhöhten Proteinbedarf besitzen. Die allgemeine Eiweißzufuhr auf 10% kcal/Tag auf Protein zu definieren, ist daher eine vorschnelle Schlussfolgerung.

Die Schlussfolgerung zur Proteinversorgung in unserem Artikel ist jene der beteiligten Forscher. Bitte sehen Sie den Artikel als das an, was er ist: Die Vorstellung einer Studie, nicht mehr und nicht weniger. Da pflanzliche proteinreiche Lebensmittel – laut der genannten und vielen weiteren Untersuchungen – keine entsprechenden negativen Auswirkungen haben, kann man gerne – je nach Bedarf – auch mehr Protein zu sich nehmen. Wir haben im Text zu zahlreichen weiteren Informationen verlinkt, in denen wir z. B. erklärt hatten, wie der Proteinbedarf mit pflanzlichen Proteinen gedeckt werden kann.

Weiterhin kommen wichtige Aspekte von tierischen Proteinquellen nicht zum Ausdruck. Auch wenn aus Untersuchungsergebnissen bekannt ist, dass sich die biologische Wertigkeit kombinierter pflanzlicher Proteine vervielfältigen lässt, so sollte wenigstens erwähnt werden, dass durch das Auslesen tierischer Eiweißquellen die qualitative Eiweißversorgung kritisch werden könnte und deshalb beachtet werden sollte. Ebenso ist zum Beispiel Fleisch ein besserer Mikronutrientenlieferant in Bezug auf Zink und der B-Vitamine.

Gerne machen wir Sie auf diesen Artikel aufmerksam.

Der größte Kritikpunkt stellt jedoch das fehlerhaft ausgewertete Material der ohnehin nicht aussagekräftigen Studien dar. Das JAMA Internal Medicine: schreibt: “These associations were confined to participants with at least 1 unhealthy lifestyle factor based on smoking, heavy alcohol intake, overweight or obesity, and physical inactivity, but not evident among those without any of these risk factors.” Zentrum der Gesundheit schreibt zu diesem Sachverhalt: “Man stellte fest, dass der Verzehr von tierischem Protein (Fleisch, Eier, Milchprodukte) das Leben zu verkürzen schien, was beim Verzehr von bevorzugt pflanzlichem Protein (Brot, Flocken, Pasta, Hülsenfrüchte und Nüsse) nicht der Fall war.“ Sie beziehen also ein Problem, was Menschen mit ungesunden Lebensstil betrifft, auf die Gesamtgesellschaft, obwohl dies in der vorliegenden Studie nicht bewiesen werden konnte.

Bitte betrachten Sie sich unsere Gesellschaft: Fast jeder gehört zu einer der genannten Risikogruppen. Allein die Hälfte der Bevölkerung ist übergewichtig. Ebenfalls die Hälfte der Bevölkerung treibt keinen Sport – und 30 Prozent der Bevölkerung raucht. Wer ferner so lange warten will, bis die Wissenschaft den ultimativen Beweis vorlegt, kann das gerne tun, könnte aber auch wertvolle Zeit verlieren.

JAMA Internal Medicine: “Conversely, high protein intake was associated with reduced cancer and overall mortality in respondents over 65 […]” Zentrum der Gesundheit: „Im höheren Alter (ab 65) wären dann eventuell wieder etwas mehr Proteine sinnvoll […]“ „Das aber bedeutet nicht, dass man ab 65 plötzlich wieder tierisches Eiweiss in Form von Fleisch, Wurst, Milch und Käse essen müsste […]“ Auch an dieser Stelle lässt sich nicht ableiten, ob eine Proteinzufuhr tierischer Herkunft im Alter über 65 gesundheitsschädlich ist. Sie bestätigen zwar die Notwendigkeit einer erhöhten Eiweißaufnahme, jedoch wird in dem vom JAMA Internal Medicine veröffentlichen Satz kein Bezug auf die Vorteile einer pflanzenbetonten Eiweißaufnahme im höheren Alter genommen.

Warum sollten wir älteren Menschen plötzlich tierische Proteinquellen empfehlen, wo diese durchaus mit Risiken behaftet sind, während man sich wunderbar gesund seinen Speiseplan aus pflanzlichen Proteinquellen zusammenstellen kann?

Es würde mich freuen, wenn Sie den von mir verfassten Artikel auf Ihrer Website als Gegenposition veröffentlichen könnten. Nehmen Sie meine Argumente bitte nicht als negative Kritik, sondern sehen Sie diese vielmehr als Aufklärungs- und Fortbildungsarbeit an. Auf dem Gebiet der Ernährungsforschung muss Kritik Gang und Gäbe sein, denn ohne Kritik ist die eigentliche Forschungsarbeit wertlos.

Keine Sorge, wir haben Sie durchaus richtig verstanden :-) Selbstverständlich erscheint Ihr Text in unserer Kommentarrubrik.

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
 

dickeylee schrieb am 16.04.2016

Liebes ZdG-Team Lasst Euch von der Bezeichnung „Universität“ nicht blenden, denn eine Uni in den USA entspricht niemals dem Niveau einer Uni in Europa, geschweige denn einer Uni in der Schweiz. Die Studenten erzählen sehr viel wenn der Tag lang ist. Über jedes Lebensmittel wurde schon alles darüber berichtet, von sehr gesund bis sehr gefährlich, je nachdem womit jemand die Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte, was wiederum davon abhängt, was er verkaufen möchte/zu verkaufen hat.

Was wahr ist: extremer Fleischkonsum ist gefährlich; bei vernünftigem haben Sie selbst darüber berichtet, man könne trotzdem eine Basenüberschüssige Nahrung haben, also weit entfernt von gefährlich. Somit macht Ihr Euch selbst mit Euren gegensätzlichen Aussagen unglaubwürdig.

Schade, dass Ihr plakativen Journalismus mit seriösen Studien vermischt, hat Eure Website doch ein gewisses Niveau und beinhaltet einige Schätze. Natürlich könnt Ihr das Haar in der Suppe suchen, und sagen, dass, obwohl eine Basenüberschüssige Nahrung mit Fleisch möglich ist, es trotzdem gefährlich sei. Das nachzuweisen dürfte allerdings schwierig sein. Selbstverständlich könntet Ihr auch das zu Stande bringen, denn man kann es bis ad absurdum treiben.

Ich glaube nicht, das Ihr das nötig habt, oder? Vergesst nicht, dass jede Sekunde unseres Lebens die Gefahr des Todes in sich birgt. Und vergesst nicht, dass jemand, der vernünftig tierische Lebensmittel konsumiert und ein harmonisches und glückliches Leben führt, viel gesünder als Veganer, die überall und bei jedem das schlechte sehen, lebt. Wer z.B. oft Liebe mit einem Partner, den er echt begehrt, und daher bereichernd ist, macht, holt sich so viel Basen und Gesundheit damit, dass er selbst eine suboptimale Nahrung mehr als wettmacht. LG

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo dickeylee
Es ist nicht davon auszugehen, dass die in jener Studie beobachteten Personen basenüberschüssig lebten. Daher sind die Ergebnisse aus der Studie zwar auf die Mehrheit der Menschen übertragbar, da sich diese bekanntlich nicht basenüberschüssig ernähren, aber nicht auf Menschen, die sich basenüberschüssig ernähren.

Bitte verwechseln Sie nicht die Berichterstattung über Studien mit Informationstexten zur - unserer Ansicht nach - gesunden Ernährung.

Und was Ihr Hinweis zum Thema "Ernährung ist nicht alles" angeht, da haben Sie absolut Recht. Ein harmonisches Seelenleben und gemeinsame Stunden mit dem richtigen Partner können viele Ernährungsfehler kompensieren :-)
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

dickeylee schrieb am 09.04.2016

Liebes ZdG-Team Obwohl ich nun von den tierischen Lebensmitteln nur noch Käse konsumiere, erstaunt mich dieser Artikel, hatten Sie mir doch verraten, dass Fleisch unter Umständen gute Säuren hervorrufen kann. Auch gehört Magerquark mit seinem tiefen Kalorienwert und seinem hervorragenden Aminosäurenprofil zu den besten Lebensmitteln für den Linienbewussten Sportler überhaupt. Dazu kann er reichlich Salat essen, bleibt somit bei einem tiefen Kalorienwert und einem hohen Proteinanteil und ernährt sich doch ausgewogen bis gesund.

Ferner scheint mir dieser Artikel ähnlich plakativ zu sein, wie wenn man anderswo lesen würde: „Gemüse gleich gefährlich wie rauchen“ und dann im Artikel erwähnt wird, dass wer sich über längere Zeit (fast) nur von Gemüse ernährt, motorische Probleme bekommt, ganz einfach weil im die Proteine fehlen. Bei einem täglich empfohlenen Kalorienwert von 1800 - 2200 und eine Nahrung ohne Proteinergänzungsmittel, werden die Proteine, selbst mit Fleisch, kaum mehr als 0.8 für unsportliche Frauen und 1.2 für unsportliche Männer ausmachen.

Ferner, laut Analyse, handelt es sich bei den tierischen und bei den pflanzlichen um die gleichen Aminosäuren. Leucin wird ja als Leucin erkannt, weil es die Beschaffenheit von Leucin hat, egal ob tierisch oder pflanzlich. Darin kann also das Problem nicht liegen. Vielmehr, da für die Verdauung von Fleisch und tierischen Lebensmitteln generell stärkere Säuren erzeugt werden, liegt es daran.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo dickeylee
Vielleicht setzen Sie sich mit dem Forscherteam der University of California in Verbindung, um zu diskutieren, ob der Vergleich nun plakativ ist oder nicht? Man stellte dort nun einmal diesen Vergleich an und fand Zusammenhänge.

Stimmt, an den einzelnen Aminosäuren kann es nicht liegen. Doch geht es ja hier nicht in erster Linie um Aminosäuren, sondern zunächst einmal um Proteine und diese sind in tierischen Lebensmitteln nun einmal in anderer AS-Kombination, Form und anderer Menge enthalten als in Pflanzen.

Möglicherweise liegt es auch nicht an den Proteinen allein, sondern an anderen ungünstigen Eigenschaften der tierischen Produkte. Sicher geben Ihnen bei Interesse auch dazu Longo et al. gerne Auskunft.

"...werden die Proteine, selbst mit Fleisch, kaum mehr als 0.8 für unsportliche Frauen und 1.2 für unsportliche Männer ausmachen."

Leider doch, wie die Studie zeigte, zumindest war dies bei einem Grossteil der 6000 beobachteten Personen der Fall.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

gsund schrieb am 19.03.2016

Ihr Artikel ist sehr hilfreich, da er über die gesundheitsschädigende Wirkung tierischer Proteine informiert. Das isolierte Molkeprotein war allerdings nicht Gegenstand der Studie und scheint ein Sonderfall darzustellen: Eine direkte Belastung des Körpers tritt sicher dann ein, wenn es zu lange im Darm liegenbleibt (worauf Sie im Artikel über das Hanfprotein hinweisen). Angenommen, es wird eine insgesamt vitamin-/mineralstoffreiche, basenüberschüssige Ernährung praktiziert und das Molkeprotein stets in Kombination mit einem natürlichen Ballaststoffspender eingenommen: Kann es in dieser Form zu den gesunden Proteinpulvern gezählt werden, oder würden Sie generell von Molkeprotein abraten? Wenn letzteres der Fall sein sollte: Wie sieht`s beim Molkeprotein der Ziege (Goat Whey) aus? Freundliche Grüsse gsund

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo gsund
In der Studie wurde die Ernährung mit den entsprechenden Lebensmittelgruppen betrachtet. Es wurden hingegen keinerlei Einzelproteine berücksichtigt. Da jedoch Molkeprotein zu den tierischen Proteinen gehört und diese wiederum sehr wohl Thema der Studie waren, trifft das Studienergebnis für Molkeprotein - unserer Ansicht nach - zu, nämlich dann, wenn ein Überschuss davon verzehrt wird, wie ja auch im Text ausführlich erklärt wird.

Inzwischen gibt es ferner so viele hochwertige pflanzliche Proteinpulver, so dass wir keinen Grund sehen, auf ein Proteinpulver vom Tier zurückgreifen zu müssen, auch dann nicht, wenn dieses aus gesundheitlicher Sicht dem pflanzlichen Protein ebenbürtig wäre.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Empathized schrieb am 20.06.2015

Liebes ZDG-Team, zunächst: Ich lese auf ihrer Seite viel und gerne, aber natürlich nicht ausschließlich hier, da Gesundheit und Ernährung ein weites Feld sind. Sehen Sie das Folgende also eher als konstruktive Kritik oder auch einfach nur als vernachlässigbare Einzelmeinung - wie auch immer. Ich finde, dass viele ihrer Texte mit starkem bias geschrieben sind. Mir scheinen die zur Verfügung gestellten Informationen nicht immer ganz unabhängig zu sein, eher so, als würden sie ausschließlich von Vegetariern/Veganern verfasst. Das erkennt man schon an der relativ reißerischen Überschrift, die ich eher von einer BILD-Zeitung erwarte und nicht von einem seriösen Gesundheitsportal. Das führt bei mir zu einem Gefühl, dass einige Texte einen faden Beigeschmack von undifferenziertem und unvollständigem Journalismus mit sich tragen und sich nicht einzig und allein auf wissenschaftlichen Erkenntnissen stützen. Zudem finde ich einige Schlussfolgerungen äußerst seltsam. Wie hier z.B.: "Wäre es aber in der Natur so geregelt, dass alle Tiere nur solche Nahrung essen dürften, die ihrer eigenen Aminosäurezusammensetzung möglichst ähnlich ist, dann dürfte es kein einziges pflanzenfressendes Tier geben. Pferde, Elefanten, Rehe, Kaninchen, etc. würden sich folglich alle nicht optimal ernähren." Diese Schlussfolgerung wäre nur sinnvoll, wenn all diese Tiere eine, mit dem Menschen exakt übereinstimmende, Physiologie aufweisen würden. Wenn ich sagen würde, dass manche Schildkröten 150-200 Jahre alt werden und daraus schlussfolgere, dass wir uns so wie Schildkröten ernähren sollten, wäre es ca. das gleiche. Es wäre gleich sinnlos. Außerdem finde ich, dass das Konzept von Ursache-Wirkung, bzw. bloßer Korrelation nicht ganz verstanden wird. "In vielen anderen Ländern jedoch – in denen der Eiweissbedarf bevorzugt mit pflanzlichen Lebensmitteln gedeckt wird – stellt Osteoporose kaum ein Problem dar." Warum muss es denn genau an den pflanzlichen Eiweissen liegen? Wäre es nicht möglich, dass andere Faktoren dafür verantwortlich sind, dass in diesen Ländern Osteoporose nicht so ausgeprägt ist? Beispielsweise, dass sich in solchen Ländern häufig viel von Meeresfrüchten und Fisch ernährt wird? Woher wissen Sie, dass es am pflanzlichen Eiweiß liegen muss? Vielleicht ist es einfach nur eine Korrelation. Wie z.b. das im Winter der Eiskonsum zurückgeht und die Suizidraten steigen. Niemand würde sagen, dass sich mehr Leute umbringen, weil weniger Eis gegessen wird. Ich würde mir wünschen, dass die Artikel in Zukunft etwas unparteiischer und argumentativ stimmiger verfasst werden würden. Zudem wäre es mMn wünschenswert, wenn verschiedene Meinungen diskutiert werden können. Eine breite Masse von hochdekorierten Ernährungswissenschaftlern und Ärzten empfiehlt mittlerweile bspw eine Paleo-Ernährung, die beinhaltet, dass tierische Proteine und Fette zu sich genommen werden - vorallem ein hohes Maß an Meeresfrüchten, Fisch und Eiern. Es werden sogar 50g Proteine allein zum Frühstück empfohlen. Dieser Ernährungsweise wurde mittlerweile auch eine positive Wirkung auf die Gesundheit bescheinigt. Sie soll dabei helfen Probleme in den Griff zu kriegen, die hier beschrieben werden. Nur wird hier behauptet, dass diese Probleme genau davon verursacht werden. Ich glaube nicht, dass ein sehr komisches Ratten-Experiment von 1917 heutzutage noch eine wirklich große Relevanz aufweist. Es sind nahezu 100 Jahre vergangen, da wären neuere wissenschaftliche Erkenntnisse sicherlich sinnvoller, um seine Behaupten zu stützen. Mit freundlichem Gruß

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Empathized
Sie haben absolut Recht, dass einige unserer Artikel einer Überarbeitung bedürfen (inkl. neuer Quellenangaben). Selbstverständlich gibt es überdies sehr oft einfach nur Korrelationen ohne zwingende Kausalität. Im vorliegenden Fall bedeutet dies jedoch auch, dass wenn tierische Produkte offenbar keinen Einfluss auf das Osteoporoserisiko haben, wir diese auch nicht benötigen, um uns vor Osteoporose zu schützen. Hier wäre es sehr viel wichtiger, sich mehr zu bewegen, sich mehr im Freien (Vitamin D) aufzuhalten, sich mit der Optimierung der Magnesiumversorgung zu beschäftigen etc.
Zweifelsohne kann eine Low Carb Ernährung Vorteile haben. Die Frage ist jedoch, ob sich diese Vorteile aufgrund des hohen Anteils tierischer Produkte einstellen oder nicht vielmehr, weil automatisch (bei einer hochwertigen Low Carb Ernährung) auch viele frische Gemüse und Salate sowie gleichzeitig keine isolierten Kohlenhydrate mehr verzehrt werden. Denn bekannt ist ebenso, dass auch eine rein pflanzliche Ernährung aus vielen frischen Lebensmitteln und ohne isolierte Kohlenhydrate enorme gesundheitliche Vorteile mit sich bringt. Und wenn man sich dann noch mit den ökologischen Folgen eines hohen Tierproduktekonsums auseinandersetzt, gibt es - abgesehen von den ethischen Bedenken bzgl. einer solchen Ernährung - unserer Meinung nach keinen Grund mehr, sich für eine Ernährung zu entscheiden, die auf grossen Mengen tierischer Produkte basiert.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Dora Lee schrieb am 12.07.2014

Guten Morgen Also das ist einfach eine der besten Seiten im Bezug auf Gesundheit und Wohlbefinden im gesamten Internet. Ich lese Ihre Artikel schon seit langem und möchte mich an dieser Stelle nun auch mal ganz herzliche bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie Ihr wertvolles Wissen mit uns teilen. Diese Seite ist Gold wert! Ich war mein ganzes Leben noch nie im Besitz einer Kreditkarte. Aber jetzt werde ich mir eine besorgen, damit ich Ihnen ab und zu auch mal ein bisschen finanzielle Unterstützung zukommen lassen kann. Das ist es mir jetzt wirklich wert. Ganz herzliche Grüsse aus der Schweiz. Dora

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Dora Lee
Vielen Dank für Ihr nettes Feedback!
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Plexus schrieb am 12.07.2014

Liebes Team. Aktuell bin ich dabei zu trainieren, um ein wenig Masse/Muskeln aufzubauen. Dadurch nehme ich aktuell Proteine überwiegend in Fom von Molkenprotein (Whey Proteion), Quark, Käse und Nüssen zu mir. Dahingehend wird immer gesagt, dass die Aminosäurenstruktur gerade bei hochwertigen Whey Protein sehr gut und sinnvoll wäre.

Dadurch nehme ich natürlich überwiegend tierisches Eiweiß zu mir. Jetzt frage ich mich, wie ich diese Produkte am sinnvollsten Ersetzen könnte. Natürlich unter dem Aspekt, dass ich diese auch unterwegs leicht zu mir nehmen kann und hochwertig sind. Außerdem würde mich interessieren, ab welcher Menge man eurer Meinung nach zu viel Eiweiß zu sich nimmt.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Plexus
Pflanzliche Lebensmittel, die hochwertiges Eiweiss liefern, werden im Artikel unter "Qualität ist wichtiger als Quantität" aufgezählt. Wenn Sie diese in Ihre bestehende Ernährung integrieren oder gar mit einer Mischung dieser Lebensmittel einen Teil Ihrer tierischen Eiweisse ersetzen, dann sind Sie schon sehr gut mit Eiweiss versorgt. Ob Sie dann überhaupt noch eine eiweissreiche Nahrungsergänzung benötigen, hängt von Ihrem Bedarf ab und dieser wiederum von Ihrer Lebens-, Ernährungs- und Trainingsweise.

Auch ist die Angabe einer konkreten Proteinmenge irreführend, da wir ja im Grunde nicht einfach nur irgendein Protein benötigen, sondern alle Aminosäuren, die wir benötigen, in der richtigen Menge. Für Normalsterbliche wird im Allgemeinen ein Proteinbedarf von 0,8 bis 1,2 g pro Kilogramm Körpergewicht angegeben, für Leistungssportler um die 2 g.

Sollten Sie der Ansicht sein, ein proteinreiches Nahrungsergänzungsmittel zu benötigen, so könnten Sie beispielsweise eine Mischung aus Reis- und Lupinenprotein oder auch aus Reis- und Hanfprotein zu sich nehmen.
Informationen dazu finden Sie hier und hier  sowie hier.
Weitere Informationen zum gesunden Muskelaufbau finden Sie hier.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

gsund schrieb am 16.09.2012

Liebes Team Sie weisen auf die Süsslupine als basische Proteinquelle hin. Enthält Süsslupinenmehl Phytinsäure, Oxalsäure, Tannine oder andere Stoffe, welche die Mineralstoffresorption behindern können? Danke für Ihre Info!

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo gsund,
vielen Dank für Ihre Mail.
Die Lupine ist eine Hülsenfrucht und enthält selbstverständlich auch sekundäre Pflanzenstoffe, die ja auch sehr viele positive Wirkungen haben. So weiss man beispielsweise, dass Phytinsäure eine gewisse krebshemmende und Tannine antioxidative Wirkung haben können, also sicher nicht nur einseitig negativ betrachtet werden sollten. Im Vergleich zu Sojabohnen und anderen Bohnen enthalten die Lupinensamen und somit auch das Lupinenmehl jedenfalls wenige sog. antinutritive Stoffe wie Phytinsäure, Tannine etc. Oxalsäure ist bevorzugt in Mangold, Spinat und Rote Beten enthalten, in Lupinen kaum.

Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit