Chemotherapie ist der Königsweg der Schulmedizin

Nach einer Krebsdiagnose gibt es laut Schulmedizin nicht sehr viele Wahlmöglichkeiten. Oft wird operiert, häufig bestrahlt und sehr häufig mit einer Chemotherapie behandelt. 10.000 bis 20.000 Euro kostet eine Chemotherapie. Bei 1,6 Millionen Krebsneuerkrankungen allein in den USA, 500.000 in Deutschland und 35.000 in der Schweiz kann man sich in etwa vorstellen, in welch schwindelerregenden Höhen sich die Profite der Pharmaindustrie allein im Bereich der Zytostatika bewegen.

Bekannte Nebenwirkungen der Chemotherapie

Zytostatika sind spezielle Medikamente, die bei Chemotherapien gegen den Krebs zum Einsatz kommen. Sie werden meist über Infusionen verabreicht, manchmal auch oral eingenommen. Zytostatika wirken sich hemmend auf das Wachstum jener Zellen aus, die eine sehr hohe Zellteilungsrate aufweisen, sich also sehr schnell vermehren. Krebszellen tun das, aber leider auch die völlig gesunden und lebenswichtigen Blutzellen, die Zellen der Haarfollikel sowie die Zellen der Magen- und Darmschleimhaut.

Zytostatika schädigen daher – je nach persönlicher Widerstandsfähigkeit des Patienten und der Intensität der Chemotherapie - massiv das Verdauungssystem und verschlechtern das Blutbild. Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Haarausfall sowie Anämien (Blutarmut) mit starker Abgeschlagenheit und Müdigkeit begleiten infolgedessen viele Menschen während einer Chemotherapie.

Doch handelt es sich dabei ja um die unmittelbaren Auswirkungen der Therapie, die man gerne in Kauf nähme, wenn sicher wäre, dass nach der Chemotherapie wieder alles ins Lot kommt. Doch gerade das ist nicht der Fall, zumindest nicht immer.

Chemotherapien sind krebserregend

Die Chemotherapie ist oft schon allein eine Tortur. Das aber, was danach kommen kann, ist auch nicht zu verachten. Längst weiss man, dass viele Zytostatika zu bleibenden Schäden des Herzens führen können und darüber hinaus selbst krebserregend sind. Letzteres äussert sich nicht selten im Ausbruch einer Leukämie („Blutkrebs“) – und zwar besonders nach der chemotherapeutischen Behandlung von Gebärmutterhalskrebs, Prostatakrebs oder Speiseröhrenkrebs.

Wenn die Chemo nicht mehr wirkt…

Nun kommt es aber auch vor, dass bei Krebspatienten die erste Chemotherapie ganz wunderbar anschlägt. Computertomografien und Röntgenbilder beweisen dann den Erfolg der Chemotherapie. Kein Krebs mehr weit und breit. Der Patient ist frohen Mutes. Ein darauf folgender Rückfall schockt folglich kaum mehr, da man ja weiss, die Chemo hilft gut und zuverlässig. Man erträgt also die nächste Chemotherapie – und plötzlich schlägt sie nicht mehr an. Was ist passiert?

Der Onkologe erklärt, dass das eben vorkomme und der Tumor nun eine Chemotherapieresistenz entwickelt habe. Das bedeutet, die Krebszellen lassen sich vom hochgiftigen Chemotherapeutikum nicht mehr im Geringsten beeindrucken. Sie wachsen und vermehren sich eifrig weiter.

Jetzt werden weitere Zytostatika und Zytostatika-Kombinationen probiert. Und auch wenn der Krebs resistent ist, die Darmschleimhautzellen und Blutzellen sind es leider nicht. Der Patient wird schwächer und schwächer, leidet an Durchfall, Erbrechen, völliger Erschöpfung und nicht selten auch an starken Schmerzen.

Die Onkologen sagen jetzt, die Chemotherapie hätte das Leben des Krebskranken aber deutlich verlängert, denn ohne Chemotherapie wäre er längst verstorben. Nicht selten verweigern Menschen in dieser Situation aber jede weitere Behandlung und sagen, dass sie auf diese Lebensverlängerung keinen Wert legen. Das einzige, was ihnen die Chemotherapie beschert hätte, seien zig Krankenhausbesuche und unermessliches Leid.

Wenn Sie mehr über die nicht erfüllten Hoffnungen und Erwartungen von vielen Krebspatienten erfahren möchten, lesen Sie hier weiter: Chemotherapie – Die falschen Erwartungen

Resistenter Krebs wächst trotz Chemotherapie

Wie aber kommt es überhaupt dazu, dass ein Tumor Resistenzen gegen Chemotherapien entwickeln kann? All zu viel weiss man in diesem Bereich noch nicht. Erklärungsmodelle gibt es jedoch einige: Da Zytostatika beispielsweise nur auf jene Zellen tödlich wirken, die sich gerade teilen, geht man von der Existenz einzelner „schlafender“ Krebszellen aus. Diese bleiben aufgrund ihrer Inaktivität von der Chemotherapie verschont.

Irgendwann wachen sie jedoch auf. Das kann selbst lange nach dem ersten Chemotherapie-Durchlauf der Fall sein, also dann, wenn sich der Patient längst geheilt wähnt. Die frisch aufgewachten Krebszellen wechseln jetzt in die Teilungsphase und wachsen schnell zu einem neuen Tumor heran.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass manche Tumoren aus Zellen bestehen, die über eine äusserst gute Entgiftungsfähigkeit verfügen. Das heisst, sie nehmen die Zytostatika zwar zunächst auf, werfen sie aber genauso schnell wieder aus der Zelle hinaus. Auf diese Weise können ihnen die Medikamente nichts anhaben.

Nicht weniger beängstigend sind Krebszellen, die – auch wenn sie von der Chemotherapie geschädigt wurden – einfach nicht mehr sterben. Sie leben weiter – ganz egal wie krank, wie alt, wie entartet oder wie fehlgesteuert sie auch immer sein mögen. Sie sind unsterblich geworden.

Studie: Chemotherapie fördert die Entstehung resistenter Krebszellen

US-Wissenschaftler am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle/USA entdeckten im Jahr 2012 einen bislang unbekannten Mechanismus, der erklären könnte, warum sich Krebszellen anfangs noch von einer Chemotherapie in die Flucht schlagen lassen, später aber nicht mehr. Finanziert wurde die Studie von den National Institutes of Health, dem National Cancer Institute sowie u. a. der Prostate Cancer Foundation, veröffentlicht wurden die Ergebnisse im August 2012 im Fachmagazin Nature Medicine.

Das Ziel der Wissenschaftler war es, die Basis für neue und effektive Krebstherapien zu schaffen. Denn noch immer bedeutet die Chemotherapieresistenz eines Tumors (besonders bei Brust-, Prostata-, Lungen- und Darmkrebs) das Todesurteil für viele Menschen - vor allem dann, wenn der Krebs bereits gestreut und Metastasen in anderen Organen gebildet hat.

Gesunde Zellen helfen Krebszellen

Krebszellen leben im Körper in einem sehr komplexen Umfeld. Der Aufenthaltsort einer Krebszelle im Körper sowie ihre unmittelbare Nachbarschaft beeinflussen die Reaktionen des Tumors ganz entscheidend,

so Peter S. Nelson, M.D., der leitende Wissenschaftler besagter Studie. Nelson und seine Kollegen fanden heraus, dass unter dem Einfluss einer Chemotherapie völlig gesunde Fibroblasten (Bindegewebszellen) nicht nur einen, sondern ein ganzes Sammelsurium an Wachstumsfaktoren (z. B. das Protein WNT16B) an ihre Umgebung aussenden.

Die Fibroblasten tun dies, weil sie damit hoffen, die durch die Chemotherapie eingetretenen Gewebeschäden möglichst schnell wieder reparieren zu können. Doch treffen die Wachstumsfaktoren natürlich auch auf benachbarte Krebszellen und stimulieren diese ebenfalls zu einem raschen und verstärkten Wachstum. Das Protein WNT16B sorgt ausserdem nicht nur für Wachstum, sondern verhilft den Krebszellen auch dazu, das umgebende Gewebe leichter durchdringen und sich den Zytostatika besser widersetzen zu können.

Chemotherapien fördern das Krebswachstum

Die Forscher berichten von einer bis zu 30fach höheren Produktion von Wachstumsfaktoren unter dem Einfluss von Chemotherapien.

Dies stellt ein völlig unerwartetes Ergebnis dar,

erklärte Dr. Nelson.

Bis jetzt wussten wir nichts von der bedeutenden Rolle, die Wachstumsfaktoren aus der WNT-Familie bei der Resistenzentwicklung von Tumoren spielen können.

Die Erkenntnisse dieser Studie, so hofft Nelsons Team, könnten nun dabei helfen, wirksamere Krebstherapien zu entwickeln. Denn der Hauptgrund, warum Chemotherapien oft scheiterten, sei die Tatsache, dass jene Dosen, die zur Auslöschung des Krebses nötig wären, auch den Patienten töten würden.

Dummerweise könne man im Labor Krebs sehr leicht heilen. Man schütte einfach Zytostatika in eine Petrischale mit Krebszellen und schon könne man deren Tod beobachten. Sobald sich Krebszellen aber im Körper von Menschen befinden und diese während einer Chemotherapie mit Wachstumsfaktoren von ums Überleben kämpfenden Fibroblasten versorgt werden, bleiben sie munter und höchst teilungsaktiv.

Ganzheitliche Konzepte sollten jede Krebstherapie begleiten

Für den Krebs bietet die Chemotherapie also nicht nur Nachteile, sondern durchaus auch interessante Chancen, um sich besser ausbreiten und schneller wachsen zu können. Leidtragender ist der Patient, der nicht weiss, was ihn erwartet und wie sein Krebs reagieren wird.

Wichtig für Betroffene ist daher, in jedem Fall – auch wenn eine Chemotherapie durchgeführt wird – begleitend eine ganzheitliche Krebstherapie einzuleiten, die alle Ebenen des menschlichen Seins in das Heilkonzept mit einbezieht. Dazu gehören neben der richtigen – idealerweise – basenüberschüssigen Ernährung, die Pflege der Darmgesundheit mittels einer Darmsanierung, die Entgiftung des Körpers, die Versorgung mit hochwertigen und individuell passenden Nahrungsergänzungsmitteln, der Einsatz von alternativen Therapiemethoden sowie die Beschäftigung mit möglichen seelischen Aspekten der Erkrankung.

Auf die Chemotherapie allein sollte sich jedoch niemand mehr verlassen müssen.

Lesen Sie auch: So entgiften Sie nach der Chemotherapie

Quellen

  • Pressemeldung vom 10.4.2013 des 3E-Zentrums, Gesundheitszentrum für ganzheitliche Therapien, Buocher Höhe, D-73630 Remshalden
  • Sun Y et al., "Treatment-induced damage to the tumor microenvironment promotes prostate cancer therapy resistance through WNT16B" Nature Medicine 18, 13591368 (2012) (Behandlungsinduzierte Schäden an der Tumor-Mikroumgebung fördert Prostatakrebstherapie Widerstand durch WNT16)
  • Fred-Hutchinson-Krebsforschungsinstitut "Researchers discover new mechanism behind resistance to cancer treatment that could lead to better therapies" Seattle USA (Forscher entdecken neuen Mechanismus hinter dem Widerstand von Krebs, der zu besseren Therapien von Krebs führen könnte.)
  • Paolo Boffetta and John M. Kaldor "Secondary Malignancies Following Cancer Chemotherapy" Acta Oncologica 1994, Vol. 33, No. 6 , Pages 591-598 (Bösartige Tumorbildung nach Chemotherapie)
  • Morton L. M. et al., "Evolving risk of therapy-related acute myeloid leukemia following cancer chemotherapy among adults in the United States, 19752008" Blood, February 14, 2013 blood-2012-08-448068 (Sich entwickelndes Risiko der im Zusammenhang mit der Therapie auftretender akuter myeloischer Leukämie nach einer Chemotherapie bei Erwachsenen in den Vereinigten Staaten, 1975-2008)

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