Gemüse

Tomaten: Unbedingt in Bio-Qualität kaufen!

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 17.07.2018
  • 0 Kommentare
Tomaten: Unbedingt in Bio-Qualität kaufen!
© istockphoto.com/PeopleImages

Im Supermarkt laden Tomaten in grosser Vielfalt zum Genuss ein. Leider sieht man den prallen Früchten nicht an, dass sie meist pestizidbelastet sind. Dabei nimmt die Anzahl der eingesetzten Spritzmittel stetig zu. Die Testergebnisse von Bio-Tomaten geben jedoch Grund zur Hoffnung: Sie sind nur selten verunreinigt. Produkte wie Tomatenmark oder Tomatensauce sollten besonders kritisch beäugt werden. Diese stammen nämlich kaum noch aus Italien, auch wenn die Verpackung es verspricht.

Bei Tomaten ist Bio-Qualität wichtig!

Tomaten sind nur dann lecker und gesund, wenn sie aus biologischer und im Idealfall regionaler Landwirtschaft stammen. Dann nämlich werden sie reif geerntet und sind im Grossen und Ganzen frei von Schadstoffen. Da die vollreifen Früchte nicht lagerfähig sind, werden Tomaten in der Regel zu früh geerntet, was sich negativ auf ihren Vitalstoffgehalt und den Geschmack auswirkt.

Hoher Pestizideinsatz

Im Handel jedoch werden überdies kaum noch Freilandtomaten angeboten. Fast alle Tomaten wachsen unter Glasdächern oder in Folientunneln. Mit Pestiziden wird dabei nicht gespart, so dass die ökologische Situation in den Anbauregionen meist sehr schlecht ist. Selbst das Grundwasser ist teilweise schon verpestet.

Analysen vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart aus dem Jahr 2017 sprechen eine klare Sprache: Von 79 Tomaten-Proben enthielten 71 Pestizidrückstände, 53 davon Mehrfachrückstände und bei 8 Proben wurde sogar die zugelassene Höchstmenge überschritten.

Mehrfachbelastungen mit unbekannter Wirkung

Die Rückstände bewegen sich mehrheitlich im gesetzlichen Rahmen. Dafür findet sich auf den meisten Tomaten ein Cocktail aus verschiedensten Pestiziden, wodurch die Überschreitung eines einzelnen Wirkstoffs umgangen wird. Gerade diese Mehrfachbelastungen gelten als gesundheitlich bedenklich, da man deren Auswirkungen noch nicht annähernd kennt. Es zahlt sich demnach aus, Bio-Tomaten zu kaufen, auch wenn diese etwas teurer sind.

Das Kurkuma-Kochbuch vom Zentrum der Gesundheit

Bio-Tomaten sind gesünder

Bio-Tomaten schneiden in Pestizid-Tests fast immer sehr gut ab und enthalten überdies einen höheren Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen. So hat eine Studie an der Universidade Federal do Ceará gezeigt, dass in Bio-Tomaten im Vergleich zu konventionell angebauten Früchten bis zu 57 Prozent mehr Vitamin C steckt und der Polyphenolgehalt fiel um ganze 139 Prozent höher aus. (Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe mit u. a. antioxidativer Wirkung.)

Tomaten made in China

So wie die Tomaten selbst werden auch zahllose Tomatenprodukte wie Tomatenmark und Tomatensossen aus Italien importiert. Das Land, wo die Zitronen blühn, ist auf der ganzen Welt für seine tomatenreiche Küche berühmt. Doch wo Italien draufsteht, ist längst nicht mehr Italien drin. Laut der Zeitschrift Internazionale machen chinesische und italienische Unternehmen schon seit den 1990er Jahren gemeinsame Sache.

Davor ist in Xinjiang – im Westen der Volksrepublik China – keine einzige Tomate gewachsen. Heute werden in dieser Region jährlich rund 45 Millionen Tonnen geerntet, womit China inzwischen der grösste Tomatenproduzent der Welt ist. Doch die Früchte werden kaum im Erzeugerland verspeist, sondern in unzähligen Fabriken zu Tomatenkonzentrat verarbeitet und dann insbesondere nach Italien exportiert.

Diese Zweckgemeinschaft führt beiderseits zu exorbitanten Profiten, da China u. a. auf Basis von Kinder- und Zwangsarbeit sowie einem Cent pro Kilogramm geernteten Tomaten unverschämt billig produziert, worüber der Journalist Jean Baptist Malet in seinem Buch Das Tomatenimperium sehr ausführlich berichtet hat.

Überdies sind Chinas Äcker oft stark mit Schwermetallen verseucht und beim Tomatenanbau kommen unkontrolliert Pestizide zum Einsatz, die in Europa teilweise nicht einmal zugelassen sind.

Tomatenprodukte: So wird der Verbraucher getäuscht

Die italienische Zollverwaltungsbehörde liess verlauten, dass allein im Jahr 2016 rund 100.000 Tonnen Tomatenmark von China nach Italien importiert wurden. Es handelt sich hierbei um minderwertige Ware, die maximal zu 45 Prozent aus Tomaten besteht. Der Rest besteht aus Zusatzstoffen wie Sojabohnen, Stärke, Malzzucker und Farbstoffe, die nicht auf der Verpackung angegeben werden.

Das Tomatenkonzentrat wird in Bella Italia laut Angaben der Zeitschrift La Repubblica dann nur noch mit italienischen Tomatenabfällen vermischt, mit Wasser verdünnt, mit Salz gewürzt, verpackt und als italienische Ware nach Afrika und Europa exportiert. Ausserdem landet es in zahlreichen weiteren Produkten wie etwa im Ketchup, in der Tomatensauce, im Tomatenmark oder auf der Tiefkühlpizza.

Tomaten: Bio und regional schützt vor Etikettenschwindel

Der Kunde erfährt von all dem rein gar nichts. Denn wenn ein Lebensmittel in Europa verarbeitet wird, entfällt laut Gesetz die Pflicht, die Rohware in puncto Herkunft zu kennzeichnen. In Italien haben Konsumentenschützer und Bauernverbände diesem Etikettenschwindel schon vor Jahren den Kampf angesagt. Bislang liess sich aber nur ein einziger Richter dazu hinreissen, einen Tomatenhersteller diesbezüglich zu verurteilen.

Setzen Sie daher besser ausschliesslich auf Bio-Produkte aus der Region! Ausserdem können Sie auf der folgenden Webseite nachprüfen, ob das von Ihnen erworbene italienische Produkt mit der 100 % Made in Italy Certification ausgestattet ist.

Rezepte mit Tomaten

Sie suchen nach erprobten Tomaten-Rezepten? In unserer umfangreichen Rezepte-Datenbank mit vielen hundert vollwertigen und basenüberschüssigen Rezepten aus unserer ZDG-Küche finden Sie zahlreiche Ideen für eine köstliche Zubereitung frischer und auch getrockneter Tomaten: Tomatensaucen, Tomatencremes, Tomatensuppen, Tomatengemüse, Tomatensalate, gefüllte Tomaten bis hin zu Tomatensmoothies. Guten Appetit!

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Wir würden uns über einen kleinen Beitrag für unsere Tätigkeit sehr freuen!

Mehr zu diesem Artikel

Schlagwörter

Teilen Sie diesen Artikel

Leserkommentare

Liebe Leserinnen und liebe Leser

Wir freuen uns immer sehr über Ihre Kommentare. Bitte schreiben Sie uns sonntags und montags. Beachten Sie dabei bitte, dass in Ihren Kommentaren keine Markennamen und auch keine Fremdlinks genannt werden dürfen bzw. falls doch, dass diese von uns vor Veröffentlichung des Kommentars entfernt werden.

Lieben Dank für Ihr Verständnis und bis bald,
Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

Quellen