Kommentare zu «Transfettsäuren – gehärtete Fette»

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jogiuno schrieb am 13.06.2018

Bei den Aufgaben der gesättigten Fettsäuren möchte ich noch anmerken:
50% der Lipide der Zellmembranen sind gesättigte Fettsäuren und schützen so die Zellen vor Oxidation. Wie sie wissen sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, durch das fehlen mehrerer Wasserstoffatome hoch reaktionsfreundlich und oxidationsempfindlich. Ungesättigte Fettsäuren sind daher nur ein kleiner Teil der Lipide der Zellmembran.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Jogiuno

Lieben Dank für Ihre Anmerkung. Das Schadpotential der Transfettsäuren bleibt jedoch ungeachtet des Anteils der entsprechenden Fettsäuren bestehen, so dass Ihre Ergänzung bei diesem Thema nicht relevant ist.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Anonym schrieb am 16.09.2017

Bei Margarine warnen Sie vor Transfettsäuren. In Heft 8/2917 schreibt TEST, diese seien heute kein Problem mehr. Danach sind es 0,2 bis 0,6 g je 100 g. Was soll ich glauben?

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Glücklicherweise ist die Wahl gesunder Lebensmittel heute keine Glaubensfrage mehr ;-)

In unserem Artikel finden Sie den Abschnitt "Margarine und die gehärteten Fette". Die Informationen darin widersprechen keinesfalls den von Ihnen genannten. 

Da Transfette jedoch auch in kleinsten Mengen vom Organismus nicht benötigt werden, sondern in jeder Dosis belastend sein können, empfehlen wir, am besten nur Margarinen zu kaufen, die gar nicht erst gehärtete oder teilgehärtete Fette enthalten.  

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Karin M. schrieb am 25.03.2017

Hallo, was sagt ihr in bezug auf Transfette zu TK-Pommes / Bio-TK-Pommes, wenn man diese statt in der Fett-Fritteuse in der Heißluft-Fritteuse (Actifry) macht? 2.) Zu fertigen Bio-Kartoffelchips? LG, Karin

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Karin

Es kommt darauf an, welches Öl/Fett schon an den TK-Pommes ist und wie lange es in der Heissluft-Fritteuse erhitzt wird. Und darauf, ob die Pommes vorfrittiert sind und ob schon Transfette enthalten sind. Dasselbe gilt für Kartoffelchips. Lassen Sie sich am besten vom Hersteller die Transfettwerte mitteilen.

Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Emma7 schrieb am 29.10.2016

Guten Tag. In ihrem Artikel habe ich gelesen dass das schädliche Transfett in den gehärteten Fetten vorhanden sind. In der Schweiz ist es Pflicht gehärtete Fette zu deklarieren. Ich kaufe nie mehr Produkte mit gehärteten Fetten.Nun meine Frage: kann ich mit meinem Vorgehen sicher sein dass ich keine Transfette zu mir nehmen oder hat es Transfette auch bei anderen (ungehärteten) Fetten. Danke für die Rückmeldung.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Emma

Manche Lebensmittel sind nicht deklariert, z. B. in Restaurants, im Imbiss, beim Bäcker, Metzger etc., so dass Sie in diesen Fällen natürlich auch einen Transfettgehalt nicht ausschliessen können. Auch wenn Sie selbst kochen und ungesättigte Fette zu hoch (ab 130 Grad) erhitzen, kann es zur Bildung von Transfetten kommen. Tierische Lebensmittel (Milchprodukte und Fleisch) enthalten ebenfalls einen gewissen Gehalt an Transfetten.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

nita schrieb am 27.01.2014

Frage: Kann man die Qualität vom Rapsöl von *  herausfinden. Marke: * Urdinkel. Könnte das Rapsöl Transfette enthalten oder sogar aus GEntech Raps stammen? Besten Dank für Ihre Rückmeldung Freundliche Grüsse Nita

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Nita
Wir möchten Werbung in unseren Kommentaren verhindern und haben daher den von Ihnen genannten Markennamen gelöscht.
Wenn Sie bestimmte Qualitätsmerkmale zu Produkten herausfinden möchten, dann wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben, als den Hersteller konkret zu befragen, z. B. ihn um Analysen zum Transfettsäurengehalt zu bitten. Ist ihm die Problematik wichtig, dann wird er Ihnen sicher gerne mit den nötigen Unterlagen oder Informationen weiter helfen.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Annelie schrieb am 27.12.2012

Liebes ZDG Team, können Sie vielleicht genauer erklären was man unter einer Härtung und auch unter einer Raffination eines Fettes/ Öles versteht? Ich habe es anhand ihrer Artikel bisher nicht so richtig verstanden, woran erkenne ich ob ein Fett/ Öl gehärtet oder raffiniert ist? Ich hoffe ich liege richtig in meiner Annahme, dass ich bei Bio-Ölen oder sonstigen Bio-Fetten mich darauf verlassen kann, dass dies dort nicht vorgenommen wurde. Bezüglich der Transfette ist mir genauso vieles noch unklar. Können Transfette auch entstehen, wenn ich Bio-Öle erhitze? Zum Braten und für Backofengemüse nahm ich lange Zeit immer Olivenöl ohne mir dabei bewusst zu sein, dass z.B. Temperaturen von 200 Grad im Backofen gar nicht gut dafür sind. Beim Braten dagegen bin ich mir jetzt noch unsicher, was für Temperaturen da entstehen kann ich schlecht einschätzen.

Mittlerweile habe ich deswegen auch 2 Olivenöle, das eine darf höchstens bis 175 Grad erhitzt werden, das andere dagegen sei laut Hersteller (Vitaquell) auch zum Braten und sogar zum Frittieren geeignet. Beides sind jedoch Olivenöle nativ extra. Ist es nun unbedenklich, wenn ich ein Olivenöl auch zum Braten verwende? Und sollte ich für den Backofen (für Backofengemüse oder Backofenkartoffeln) lieber ein anderes Öl nehmen? Da ich Sonnenblumenöl nicht unbedingt nehmen möchte, und auch Kokosöl nicht dafür geeignet ist (weil es beim Abkühlen wieder fest wird) weiß ich nicht, was ich hierfür sonst verwenden könnte. Meine letzte Frage betrifft nun noch ein Rezept für Apfel-Zwiebel-Schmalz, es ist wirklich überaus lecker und es wäre schade, wenn es durch die Zubereitung gar schädlich sein könnte. Um es herzustellen wird eine Bio-Alsan im Tof erhitzt bis sie flüssig wird und dann die Äpfel und etwas später die Zwiebeln dazu gegeben, das alles unter ständigem Rühren und im Schnitt so für vielleicht 15-20 Minuten. Wenn das Fett solange leicht köchelt, entstehen dabei dann auch schädliche Stoffe?

Die Zutaten für Bio-Alsan sind meines Wissens nach gute Zutaten, (Palmfett*, Rapsöl*, Kokosfett*, Wasser, Karottensaftkonzentrat*, Emulgator Sojalecithin*, Zitronensaftkonzentrat*, kaltgepresstes Zitronenöl*. * aus kontrolliert biologischen Anbau kontrolliert nach VO (EWG) Nr. 834/2007 DE-ÖKO-024) Doch was die lange Erhitzung dann macht??? Können hierbei auch schädliche Stoffe bzw. Transfettsäuren entstehen? Wenn man es ganz genau nimmt, entstehen ja eigentlich bei jeglicher Art von Erhitzung schädliche Stoffe, die wertvollen Inhaltsstoffe der Lebensmittel gehen auf jeden Fall dabei leider immer mehr verloren. Liebe Grüße, Annelie

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe Annelie,
vielen Dank für Ihre Mail.
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die genaue Erklärung von Härtung und Raffination den Rahmen unserer Arbeit sprengen würde, zumal Sie konkrete Erläuterungen zu diesen Begriffen leicht durch rasches Googeln in Erfahrung bringen können.
 
Ein Fett ist einerseits dann raffiniert bzw. gehärtet, wenn es auf dem entsprechenden Etikett vermerkt ist. Andererseits werden in der Lebensmittelindustrie schon allein aus technischen Gründen fast ausschliesslich raffinierte bzw. gehärtete Fette (z. B. in Süss- oder Backwaren) verwendet.
 
Transfette können auch aus Bio-Ölen entstehen, da Transfette grundsätzlich aus jedem Öl mit einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (MUFS) entstehen können, wenn dieses Öl über 130 Grad erhitzt wird. Olivenöl enthält eher einen kleinen Teil MUFS, dafür mehr einfach ungesättigte Fettsäuren, so dass hier die Gefahr der Transfettentstehung geringer ist. Problematisch wären hingegen natives Leinöl, Distelöl, Sonnenblumenöl etc., die sehr hohe MUFS-Gehalte aufweisen, weshalb diese Öle nicht erhitzt werden sollten.
 
Zum Erhitzen empfehlen wir Bio-Kokosöl, Ghee oder auch spezielle Bio-Bratöle (vielleicht gehört das von Ihnen genannte zweite Olivenöl dazu, dann wäre es in Ordnung, ist aber nicht mehr nativ, da es zumindest desodoriert wäre). Natives Olivenöl ist ideal für Rohkost, kann aber notfalls auch bis allerhöchstens 180 Grad erhitzt werden.
 
Ihr Schmalzrezept dürfte unproblematisch sein, da die genannte Margarine aus vorwiegend hitzestabilen Fetten besteht und die Temperatur beim leichten Köcheln ja nie so hoch wird wie beim Braten oder Frittieren.
 
Was nun Ihren letzten Satz betrifft, so können wir diesen unterschreiben. Es ist natürlich immer am besten, wenn man Fette gar nicht erhitzen muss.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

anonym schrieb am 18.03.2012

Ein Frage zu Palmfett, meine Schwiegermutter brät und kocht alles mit Palmfett von Gefro...ich bin da sehr skeptisch , habe aber nicht brauchbares im Netz gefunden, außerdem halte ich den Anbau inzwischen für sehr bedenklich, weil viel Regenwald dafür drauf geht. Könnt Ihr mit Infos zur Gesundheit diese Fettes geben oder entspr. Links??? Danke

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe Frau Müller,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Geduld.
 
Da wir nicht über jedes Produkt und dessen Vor- und Nachteile informieren können, beschränken wir uns im Folgenden auf die Unterschiede zwischen konventionellen, grossindustriell hergestellten Tropen-Fetten (Palm- und Kokosfett) und biologischen, nativen Tropen-Fetten, die von kleinbäuerlichen Kooperativen produziert werden. Abgesehen von der - wie auch Sie schreiben - ökologischen Komponente, die schon allein als Kriterium für den Kauf von Bio-Fetten ausreichen sollte, kommen bei den konventionellen Fetten noch weitere Nachteile hinzu:
 
Natives Palmfett ist normalerweise leuchtend rot. Diese Farbe stammt von den enthaltenen hohen Carotinoidwerten. Konventionelles Palmfett wird meist gebleicht, desodoriert, raffiniert oder mit Lösungsmitteln extrahiert. Es enthält daher keine Carotinoide und auch keine anderen antioxidativ wirksamen Fettbegleitstoffe mehr und folglich auch deutlich weniger Vitamin E als natives Palmfett. Je nach Behandlung der Palmfrüchte und Art der Ölextrahierung können in konventionellen Fetten auch Chemikalien- oder Schadstoffrückstände enthalten sein.
 
Darüberhinaus ist natives Bio-Fett, wie z. B. Kokosöl ein - im Vergleich zu konventionellem Palmfett - geschmacklich höchst delikates und aromatisches Fett, das sich sogar als köstlicher Brotaufstrich (anstatt Butter) verwenden lässt.
 
Die Frage ist also: Wenn es derart hochwertige und auch vom sozialökologischen Gesichtspunkt her betrachtet einwandfreie Fette gibt, warum sollte man sich mit etwas Minderwertigem zufrieden geben?
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Karin Schwipper schrieb am 14.11.2011

Ich nehme zum Braten und Backen meist Rapsöl (schon lange weg von der Margarine) Ist das gut oder nicht? Welche Alternative gibt es dazu?

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Liebe Karin,
vielen Dank für Ihre Mail.
Rapsöl ist zwar im Vergleich zu nativem Sonnenblumenöl, Distelöl oder vielen anderen Pflanzenölen relativ hitzestabil, doch fängt auch das Rapsöl bei hohen Temperaturen (über 140 Grad), die beim Braten oder auch Backen zustande kommen, an sich zu zersetzen, so dass dann schädliche Substanzen entstehen. Olivenöl kann etwas höher erhitzt werden - etwa bis 180 Grad. Ideal zum Braten jedoch ist naturbelassenes Kokosöl. Es ist auch bei sehr hohen Temperaturen hitzestabil. Im Biohandel werden darüber hinaus auch spezielle Bratöle angeboten, die bis über 200 Grad hitzebeständig sind und ebenfalls verwendet werden können.
Informationen zu Kokosöl finden Sie zum Beispiel hier:

Mehr über Kokosöl

Die Qualität von Kokosöl

Die Anwendung von Kokosöl

Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Gerd schrieb am 03.10.2011

Meine Oma (90Jahre) verwendet beim Kochen u Braten Schweinefett aus eigener Produktion.Entstehen beim Kochen u Braten mit Schweinefett auch Transfette oder andere für den Organismus schädliche Verbindungen? Wäre nett,wenn Sie mir dies beantworten können. MfG Gerd

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Gerd,
vielen Dank für Ihre Mail.
Transfette können beim Erhitzen von solchen pflanzlichen Ölen entstehen, die einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren aufweisen. Transfette sind ferner naturgemäss im Fett von Wiederkäuern enthalten und auch in Milchprodukten. Schweinefett hingegen enthält keine Transfette. Die Qualität von Schweinefett hängt stark von der Qualität der Schweinehaltung ab. Da Sie von "eigener Produktion" sprechen, gehen wir hier von bester Fütterung und Haltung aus. Ob ein gemässigter(!) Einsatz dieses Fettes unproblematisch ist oder zu gesundheitlichen Problemen führen kann (zu jenen, zu denen gesättigte Fette bekanntlich führen können), hängt natürlich von der gesamten Ernährungs- und Lebensweise und der Konstitution des Einzelnen ab.

Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit