Kommentare zu «Volksdrogen Milch und Weizen»

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Caro schrieb am 25.01.2018

Ich lese sehr gerne die Artikel bei Zentrum der Gesundheit. Ich habe vor meinem Jahr meine komplette Ernährung umgestellt, nach lesen vieler Artikel. Einfach toll das es solche Aufklärenden "Vereine" gibt. Ansonsten ist man den herkömmlichen Medien ausgeliefert. Zu diesem Artikel möchte ich eine Ergänzung schreiben. Meiner Meinung nach bleibt eine wichtige Sache hier unerwähnt. Es sollte sich auch die Frage gestellt werden wie das Getreide verarbeitet wird zu Brot. Was sehr wichtig ist. Unsere Urgroßeltern haben sich alle mitunter von Brot ernährt, und niemand von Ihnen hatte womöglich Unverträglichkeiten von dem Brot. Es ist ein sehr großer Unterschied wie unsere Vorfahren das Getreide zu Brot verarbeitet haben und wie es "die Industrie" heute macht. Ursprünglich wurde ein Brot aus dem ganzen Getreidekorn mittels einer sehr langen Sauerteigführung (Fermentation) hergestellt. Dieser Prozess ging teils über 3 Tage. Dieser Prozess zerstört die Phytinsäure und Lektine und baut nahezu vollständig das Gluten ab. Macht das Brot absolut bekömmlich!
Es ist keine Frage dass der heutige Weizen absolut überzüchtet ist, dass der Glutenanteil extrem hoch gezüchtet würde. Aber meiner Meinung nach spricht nichts gegen Roggen, Dinkel oder einige andere Urgetreide wie Emmer.
Außerdem ist es keine Frage dass das herkömmliche industriell gefertigte Supermarktbrot nicht bekömmlich ist. Mit einer ewig langen Zutatenliste an Zusatzstoffen. Ohne Fermentation ist das Getreide einfach nicht verdaulich für den Körper.
Ich kann jedem nur empfehlen sein Brot selber zu machen, bzw gibt es heute bei vielen ein Umdenken zum Ursprünglichen. Es gibt zu genüge Biobäcker welche ihr Vollkornbrot nach der ursprünglichen Herstellungsweise mit Sauerteig herstellen, falls man selber keine Zeit zum Brot backen hat. Ich kenne eine Vielzahl von Leuten die das herkömmliche Weizenauszugsmehlbrot nicht vertragen, und das Vollkornbrot auch nicht. Aber sobald der Teig richtig bearbeitet wurde, den natürlichen Hefen und Bakterien die Zeit gegeben wurde, die Phytinsäure und das Gluten abzubauen, ist es ihnen überaus bekömmlich. Mfg

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Caro

Vielen Dank für Ihre Ergänzung. Gerne fügen wir diesen Aspekt in ein baldiges Remake dieses Textes ein. Allerdings weiss heute vermutlich niemand, ob es seinerzeit nicht auch Unvderträglichkeiten gab. Es wurde einfach nicht thematisiert oder derjenige galt eben als empfindlich oder kränklich. Doch hat man die Ursache nicht gesucht bzw. war froh, dass man überhaupt zu essen hatte, so dass man nicht leise daran dachte, im Brot den Schuldigen zu suchen.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Silence24 schrieb am 27.05.2016

Hallo, ich kann mich meinen Vorrednern gewissermaßen nur anschließen. Ich befasse mich seit geraumer Zeit mit Ernährung und habe auch schon einiges ausprobiert in Sachen ganzheitlicher gesunder Ernährung. Zum Thema Weizen bin ich zwiegespalten, denn nach meinen Recherchen ist nicht unbedingt das Gluten der Übeltäter diverser Erkrankungen (gar von erhöhtem Herzinfarkt- und Alzheimerrisiko wurde berichtet) "Wer gegen Kohlenhydrate bzw. Getreide argumentiert, lässt zudem völlig außer Acht, dass insbesondere Vollkornprodukte einen unverzichtbaren Beitrag zu einer bedarfsgerechten Versorgung mit Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen leisten.

Vor allem letztere sind offenbar in erster Linie präventiv wirksam: als Schutz vor Darmkrebs, für die Blutdruckkontrolle, zur Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen oder als Beitrag zur Immunfunktion. Zweifellos gibt es Forschungsbedarf, um besser zu verstehen, wie und warum Zöliakie bzw. Glutensensitivität entstehen, damit betroffenen Patienten noch besser zu helfen ist – das unqualifizierte Schüren einer Gluten- oder Weizenhysterie ist dabei jedoch nicht hilfreich.

In den 1980er Jahren entdeckten Mediziner einen vermeintlichen Zusammenhang zwischen Gluten und den auftretenden Beschwerden und nannten die Unverträglichkeit Glutensensitivität. Mittlerweile gehen Experten wie Prof. Detlef Schuppan von der Johannes-Gutenberg Universität Mainz und der Harvard Medical School in Boston davon aus, dass nicht das Kleber­eiweiß schuld ist und sprechen bewusst von einer Weizensensitivität. In der aktuellen S2-Leitlinie Zöliakie ist von der Nicht-Zöliakie-Nicht-Allergie-Weizensensitivität die Rede. In Deutschland sind Schätzungen zufolge 0,5-7 Prozent betroffen, Frauen öfter als Männer."

"Für Gesunde ist der Verzicht auf glutenhaltige Getreideprodukte oder alles Weizenhaltige unnötig. Der Irrglaube, eine gluten- oder weizenfreie Ernährung helfe beim Abnehmen, sei gesünder und erhalte ein jüngeres Aussehen, ist eine Modeerscheinung aus dem angloamerikanischen Raum, die ebenso wie die eingangs zitierten Bücher keiner wissenschaftlichen Begründung standhält. Von den teuren glutenfreien Spezialprodukten profitieren bei unklarem Krankheitsbild vor allem die Hersteller. Ihr zunehmender Konsum erschwert zudem die Diagnose einer Zöliakie oder Weizenallergie. Denn bei Zöliakie schlagen die Antikörpertests nur an, wenn ausreichend Gluten im Essen vorhanden ist. Wer meint, Weizen oder Getreide nicht zu vertragen, sollte unbedingt zum Arzt gehen, um eine eventuelle Erkrankung diagnostisch abzusichern."

In Sachen Ernährung fällt es mir schwer irgendetwas zu glauben - was heute erforscht wurde ist morgen durch eine andere Studie widerlegt. Kein Zweifel daran, dass von dem jeweiligen Verursacher Interessen dahinterstehen, um Geld zu verdienen Und da die meisten Menschen fast alles glauben was ihnen suggeriert wird ist es für die Industrie ein Leichtes vermeintliche neue Erkenntnisse zu verbreiten.

Herzlich Willkommen im Kapitalismus - jeder Körper reagiert anders auf bestimmte Lebensmittel, deswegen mein Tipp ausgewogen essen, ruhig mal das Eine oder Andere ausprobieren in Sachen Ernährung und dabei beobachten wie ich mich hierbei fühle (das Ganze möglichst unvoreingenommen, d.h. weniger "Hetzkampagnen" lesen und lieber selbst testen über einen längeren Zeitraum und dann für mich entscheiden, ob z.b. eine Weizenlose Ernährung für mich in Frage kommt oder eben nicht) Guten Appetit ;)

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Silence24
Dass jeder Mensch anders ist und jeder Mensch auf Lebensmittel anders reagiert, ist bekannt. In unseren Artikeln geht es jedoch darum, Menschen auf Lebensmittel oder deren Inhaltsstoffe aufmerksam zu machen, die zu Gesundheitsbeschwerden führen KÖNNEN - je nach Veranlagung des einzelnen. Es wird also an keiner Stelle behauptet, jeder würde von Weizen oder Milch oder was auch immer krank werden. Stattdessen erhalten Menschen, die bereits Gesundheitsprobleme haben, Tipps, die Sie einfach einmal ausprobieren können. Und siehe da, vielen geht es nach dem Weglassen des einen oder anderen Lebensmittels plötzlich deutlich besser. Wer etwas weglässt, nimmt selbstverständlich andere Lebensmittel in seinen Speiseplan dazu, um möglichen Mängeln vorzubeugen.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

OvO schrieb am 06.06.2015

Eure Seite finde ich prinzipiell ja sehr gut. Aber was man hier von sich gibt ist wirklich ziemlicher nonsens. Suchtpotential irgendeiner Art konnte ich weder bei Getreide noch bei Milch feststellen. Ich habe beides ne zeit lang sehr intensiv konsumiert. Über mehrere Jahrzehnte. Habe mich dann iwann dazu entschieden auf beides mal ne Zeit lang zu verzichten. Einfach aus Selbstversuch heraus. Auf Milchprodukte verzichte ich heute noch. Mit Getreide habe ich wieder angefangen. Aber nicht weil es mir fehlte sondern weil das Management des Hungergefühls ohne Brot sehr umständlich ist.

Auf Dauer habe ich dennoch vor mir Brot mithilfe von Nussmehl selbst zu backen. Und wie sieht es in den Studien mit anderen Umständen aus? Was haben die Probanten getrunken und sonst noch gegessen? Haben sie Stundenbücher geführt um zu dokumentieren was sie wo gemacht haben? Welche Qualität hatte das Leitungswasser und die Luft? Solche Dinge sind für eine aussagekräftige Studie absolut von Bedeutung da sie alle in Wechselwirkung zum Hormonsystem stehen. Achja, Lichtverhältnisse natürlich auch. Medikamente, Zustände der Organe, Blutgefässe usw. Wenn man solche Dinge nicht weiß und nicht in Zusammenhang stellt sind solche Studien absolut wertlos. Ich möchte außerdem meinen dass hochintelligente Professoren oder pensionierte Sportler sicherlich bestimmt ebenfalls noch gerne Brot oder Nudeln essen. Denen scheint das auch nicht geschadet zu haben.

Ich bin durchaus ebenfalls der Meinung das Getreide und Milch keine artgerechte Nahrung für den Menschen ist. Aus anderen Gründen. Aber das was hier steht, halte ich für zu unsicher um es als Tatsache darzustellen. Jedenfalls sind keine Zusammenhänge im Alltag erkennbar. Thema Autismus ist nochmal ne ganz andere Schublade. Das sollte man hiermit nicht in Verbindung bringen. Ich halte es in erster Linie für entscheidend welche Qualität und Quantität die Gesamternährung hat. Ein Demeterbrot vom traditionellen Bäcker ist bspw schonmal was ganz anderes als ein Weißbrot für 80 Cent ausm Supermarkt. Auch für das Hirn.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Ovo
Sehr richtig, es kommt auf die Gesamternährung an. Und sehr richtig ist auch, dass Studien in den meisten Fällen diese Faktoren nicht berücksichtigen. Doch können Studien dennoch einen Trend aufzeigen.
Genau wie auch manche Menschen von heute auf morgen mit dem Rauchen aufhören können, andere hingegen nicht, so unterscheiden sich die Menschen auch hinsichtlich des Suchtpotentials von Milch und Weizen.
Selbstverständlich assen Sie Brot nur wieder wegen des ungünstigen Managements eines brotfreien Lebens ;-) Ähnliches sagen viele "Lichtesser" auch. Sie essen nur wieder, weils schmeckt, aber nicht weil sie müssten ;-)
Zum Thema Brotqualität und Unterschiede Weissmehl/Vollkorn haben wir ebenfalls berichtet, zu finden über die Suche unter "Weissmehl" oder "Brot".
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Denken_bildet schrieb am 07.05.2014

Was für ein propagandistischer Blödsinn! "Verzichtet auf natürliche Lebensmitel, die die Menschheit seit Jahrtausenden verzehrt, und eßt mehr Fertigprodukte und Nahrungsergänzungsmittel" oder was will uns der Beitrag einimpfen?

Man sollte mal eine Liste mit DEN Lebensmitteln erstellen, die laut Medienpropaganda gesundheitsschädlich, krebserregend o.ä. sind. - ich glaube, da bliebe im Endeffekt NICHTS mehr übrig, was man bedenkenlos essen kann!

Sicher sind die Mehrzahl unserer Lebensmitel aus dem Supermarkt heute mit Antioxidantien, Farb-und Konservierungsstoffen, künstlichen Nahrungsersatzpräparaten usw. vergiftet, aber deswegen die wenigen noch erhältlichen Grundnahrungsmittel als "gefährlich" zu bezeichnen, halte ich ganz miese, kommerzgesteuerte, menschenverachtende Lügenstrategie!

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Denken_bildet
Die Botschaft des Artikels ist eine andere als jene, die Sie vermuten.

Insbesondere ist zu bedenken, dass der heutige Weizen und die Milch in der heutigen Qualität eben NICHT seit Jahrtausenden verzehrt werden (und schon gar nicht in den heute üblichen Mengen und in Kombination mit der heutigen Lebensweise), sondern nur seit wenigen Jahrzehnten.

Würden Sie ferner die Philosophie unserer Seite begriffen haben und sich dazu die Mühe gemacht haben, auch andere Artikel zu lesen, wüssten Sie, dass wir in nahezu jedem Artikel von Fertigprodukten abraten und überdies Nahrungsergänzungsmittel nur in ganzheitlicher Qualität empfehlen sowie nur dann dazu raten, wenn ein entsprechender Bedarf vorhanden ist, der mit der Ernährung in der aktuellen Situation nicht gedeckt werden kann.

Leider sind es gerade die erwähnten beiden "Grund"nahrungsmittel, die in den Supermärkten bis zur Unkenntlichkeit verfälscht und mit zahlreichen Lebensmittelzusatzstoffen versehen sind, so dass vom ursprünglichen Lebensmittel, das beide zweifelsohne einmal waren, nicht mehr viel übrig geblieben ist.

Und wenn Sie der Meinung sind, dass "nichts mehr übrig bleibt, das man bedenkenlos essen kann", können wir nur dazu raten, unsere Seite zu studieren oder aber ein bisschen nachzudenken, denn - falls Sie es noch nicht gehört haben - denken bildet :-)
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Niki schrieb am 27.04.2014

Liebes ZdG-Team, ich finde euere Seite wirklich großartig. Allerdings höre ich immer nur "Übergewicht", "regt den Appetit an" das in einem negativen Kontext, "abnhemen", "auf Fett verzichten" etc. etc.

Ich würde mich sehr gerne nur nach ihren Ausführungen ernähren, weil ich ein absoluter Gemüsefan bin und nie das Bedürfnis nach Fleisch, Milchprodukten oder Getreideprodukten verspüre. ABER: ich habe massive Probleme mit Untergewicht, weshalb ich diese Dinge essen MUSS. Das sagt auch meine Ärztin. Wenn ich mich nur pflanzlich ernähre, dann nehme ich so stark ab, dass alle denken, ich wäre magersüchtig.

Dieses Problem wird so selten behandelt...es geht immer nur ums abnehmen. Aber sagen sie mir, wie man denn gesund ZUNEHMEN kann. Ich weiß auch, dass Avocados z.b. zwar fett sind, aber eher die fettverbrennung anregen...Vielleicht würden sie ja mal einen Artikel dazu verfassen?? Das wäre sehr sehr hilfreich. Vielen Dank Niki

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Niki
Wir haben zum Thema "Gesund zunehmen" bereits einen Artikel verfasst. Sie finden ihn hier.
Sollten Sie weitere Themen suchen, dann nutzen Sie einfach unsere interne Suchfunktion :-)
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

gsund schrieb am 17.06.2013

Guten Tag Ein aufschlussreicher Artikel! Nun würde mich aber echt wundernehmen: Was hat es mit der Analyse auf sich, Gluten verkleisterte die Darmschleimhaut und behinderte dadurch die Nährstoffresorption? Ist dies nur beim Weizengliadin der Fall oder bei jedem Gluten? Trifft es auch bei Vollkornprodukten zu? Richtet sich das Ausmass der Verkleisterung nach der Höhe des Glutenanteils in einer Getreideart? Würde mich sehr freuen, wenn Sie dazu nähere Infos geben könnten! Beste Grüsse Gsund

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Gsund
Vielen Dank für Ihre Mail.
Uns sind keine Studien bekannt, die das Ausmass der Darmverkleisterung im Zusammenhang mit der Glutenart untersucht hätten. Unserer Einschätzung nach verhält es sich jedoch so, dass insbesondere das Weizengluten am problematischsten ist, andere Glutenarten aber ebenfalls die Neigung zur Verkleisterung der Darmwände aufweisen. Auch Vollkornprodukte enthalten Gluten, sofern sie aus glutenhaltigen Getreidearten bestehen - natürlich im Verhältnis weniger, da sie ja auch einen höheren Ballaststoffgehalt aufweisen.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

hurot schrieb am 29.05.2013

Wie schauts denn mit Bier aus? Was überwiegt mehr- Vor-oder Nachteile? Gibt es überhaupt gesundes Bier?

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Hurot,
vielen Dank für Ihre Mail.
Ihre Fragen lassen sich leider nicht so einfach zwischen Tür und Angel beantworten ;-)
Wir haben bereits einen ausführlichen Bier-Artikel für ca. Juli/August geplant, in dem das Getränk dann ausführlich unter die Lupe genommen wird.
Hoffentlich mögen Sie sich noch so lange gedulden :-)
Allerdings können wir Ihnen schon im voraus sagen, dass man sich das Bier nicht schön reden sollte, da es allein aufgrund des Alkoholgehaltes zahlreiche negative Auswirkungen hat.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

#4 schrieb am 19.12.2012

Hallo, Eure Seite gefält mir echt gut mit den ganzen alternativen Tipps zur Ernährung. Das finde ich gut! Doch habe ich ein kleines Problem mit einem Argument was Ihr zum Thema "Volksdrogen Milch und Weizen" geschrieben habt. Unter dem Teil "Kasein und Gluten ? Leaky-Gut-Syndrom" wird beschrieben, dass Milch der Grund wäre für das Zusammenkleben von Darmwänden bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten.

Nun hat mich meine Freundin (Medizinstudentin) darauf hingewiesen, dass das mit der Calciumeinnahme an sich zu tun hat. Euer Argument wird als unterstützendes Argument dafür genannt, dass Milch angeblich die Darmwände verklebt und das sähe man ja schon allein daran, dass man Medikamente nicht mit Milch einnehmen darf. Laut dem folgenden Link besteht eben bei Einnahme eines bestimmten Antibiotikums eine generelle Calciumunverträglichkeit. (flexikon.doccheck.com/de/Tetrazyklin) Hier wird doch eine Theorie mit einem nicht stimmigen Argument unterfüttert, oder? Milch steht sowieso nicht auf meinem Speiseplan, aber dazu würde ich gerne etwas von Euch lesen. Wenn schon Argumente gegen Milch, dann doch bitte schlüssige. Vielleicht habe ich auch einen Punkt nicht mit bedacht. Klärt mich einfach mal auf. Vielen Dank! Klaus

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Lieber Klaus,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Geduld!
Sie bzw. Ihre Freundin haben absolut Recht, dass ausschliesslich der hohe Calciumgehalt der Milch der Grund dafür ist, wenn vor einer Einnahme mancher Medikamente mit Milch abgeraten wird. Vielen Dank für diesen Hinweis. Selbstverständlich haben wir unseren Artikel umgehend entsprechend geändert.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

schrieb am 17.12.2012

Sehr geehrtes Team vom Zentrum der Gesundheit, vielen Dank für Ihren Beitrag. Der von Ihnen beschrieben schädliche Kleber im Getreide ist doch nicht im Roggen enthalten? Beim Brot backen knetet man beispielsweise Weizen oder Dinkel, damit der Kleber austritt und den Teig danach mit von Hefe backen kann. Der Roggen jedoch, hat meines Wissens keinen Kleber. Der Roggen muss vor dem Backen nicht geknetet sondern nur gemischt werden und kann danach mittels Sauerteigführung gebacken werden. Meine Frage ist folgende: ist der Roggen nicht ganz so gesundheitsschädlich ist, wie beispw. Der Weizen? Und wie verhält es sich mit den alten Getreidesorten, Emmer und Einkorn? Sind diese gesünder? Beste Grüße abraun

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo abraun,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Geduld! Gerne beantworten wir Ihre Fragen:

Auch im Roggen ist Gluten enthalten, jedoch handelt es sich dabei um das roggenspezifische "Gluten". Es heisst Secalin. Genauso verhält es sich bei den anderen von Ihnen genannten Getreidearten. Jede verfügt über ihr artspezifisches "Gluten". Gluten ist also nicht gleich Gluten. Und so zeigt auch jedes Gluten seine ganz artspezifische Beschaffenheit und seine artspezifischen Eigenschaften, die sich von den Eigenschaften anderer Getreideglutene unterscheiden können.
Während das Weizengluten sehr stabil ist und dem Weizen gute Backeigenschaften verleiht, ist das Roggengluten eher schwach. Zusätzlich verfügt Roggen über viele Enzyme, die die Roggenstärke abbauen, was - bei schlechter Teigführung - zu einer klitschigen Konsistenz führen kann. Erst die Säure des Sauerteigs kann diese Enzyme hemmen - und gleichzeitig den Roggenkleber aufmuntern.

Roggen enthält also Kleber, aber weniger sowie einen etwas anderen und (von Gesunden) verträglicheren als Weizen. Dennoch genügt die Ähnlichkeit, um bei Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegen Gluten, zu einer Reaktion zu führen. Trotzdem ist Roggen deutlich empfehlenswerter als Weizen. Einerseits ist die glykämische Last eines Roggenbrotes niedriger als jene von Weizenbrot. Andererseits ist Roggen im Grossen und Ganzen mineralstoffreicher als Weizen und zuguterletzt fehlt dem Roggen das WGA (Weizenlektin).

Informationen zu Letzterem finden Sie u. a. hier: Welches Mehl ist gesund?
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit