Natamycin


Natamycin findet als antibiotischer Konservierungsstoff auf Wurst und Käse Verwendung. Dieses Breitbandmykotium verhindert die Ausbreitung von Pilzen.


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Antibiotika in der Käserinde

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(Zentrum der Gesundheit) - Das biotechnologisch gewonnene Natamycin wird als Konservierungsstoff und als Medikament eingesetzt. Es wirkt antibiotisch auf der menschlichen Haut, auf der Schleimhaut, auf Wurst und auf Käse. Es wird als Breitbandmykotikum unter anderem gegen Fusspilz und Scheidenpilz eingesetzt. Natamycin verhindert jedoch auch, dass sich auf gepökelten und getrockneten Fleischprodukten, Hartkäse, Schnittkäse und halbfestem Schnittkäse Pilze ausbreiten können.

Antibiotika in Käse © Yellowj 128408810 - Shutterstock.com

Die Menge macht das Gift

Natamycin (E 235) wurde vor seiner Zulassung von dem Expert Committee on Food Additives (JECFA) einer Vorabprüfung unterzogen und beurteilt. Die Unbedenklichkeitsgrenze ("Level causing no toxicological effects") wurde nach einigen Erhöhungen letztlich auf maximal 200 Milligramm pro Person und Tag beziehungsweise 3 Milligramm je Kilogramm Körpergewicht festgelegt.

Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU-Kommission (Scientific Committee on Food, SCF) hielt Natamycin auf Käse und für Wursthüllen für akzeptabel, wenn ausschliesslich das fertige Produkt mit Natamycin behandelt wurde und die Rückstände auf der Oberfläche nicht grösser als ein Milligramm je Quadratdezimeter sind. 5 Millimeter unter der Oberfläche darf Natamycin nicht mehr nachweisbar sein.

Deutsche Fachleute kritisieren diese Werte

Deutsche Fachleute beurteilen diese Werte erheblich kritischer als die die EU-Verantwortlichen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR),vormals BgVV, war mit dem Einsatz von Natamycin bei Käse einverstanden. Eine Oberflächenbehandlung von Wursthüllen erachteten sie jedoch als nicht notwendig. Aus mikrobiologischer und technologischer Sicht besteht nach Ansicht der deutschen Behörde keine Notwendigkeit, ein Antibiotikum zu verwenden.

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Nicht jeder Käse ist kennzeichnungspflichtig

Natamycin ist in der Zutatenliste eines Fertigkäses kennzeichnungspflichtig. Käsesorten, die lose an der Käsetheke angeboten werden, müssen jedoch nicht gekennzeichnet sein. Hier bleibt unklar, ob der Käse mit Antibiotika behandelt wurde oder nicht.

Käserinde - samt 5 Millimeter des Käses abschneiden

Die Angabe: "Rinde ist nicht zum Verzehr geeignet" vermittelt dem Kunden nur, dass der wachsartige Überzug ungeniessbar ist und daher entfernt werden sollte. Der Verbraucher weiss jedoch nicht, dass er auch mindestens fünf Millimeter vom Käse abschneiden müsste, um sich vor der Einnahme des Antibiotikums zu schützen. Ansonsten gelangt es in den Körper und kann die Darmflora schädigen.

Auch Käsesorten, die keine sichtbare Rinde aufweisen, können mit Natamycin belastet sein. Der Verbraucher wird hierdurch die festgelegte Höchstmenge zwar nicht erreichen, nimmt jedoch durch einen regelmässigen Käseverzehr immer wieder geringe Mengen des Antibiotikums zu sich. Somit schadet er seinem Darm mit jedem Käsebrot.

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellte in einer Untersuchung fest, dass selbst diese geringen Mengen an Käse geeignet dazu beitragen, die Darmflora anzugreifen. Ein weiterer bedenklicher Aspekt ist eine mögliche Resistenz gegenüber Antibiotika.

Der Kunde wird bewusst nicht informiert

Scheinbar werden diese wichtigen Informationen nicht an den Verbraucher weitergegeben, denn die Wahrheit über diese Art der Käsebehandlung würde den einen oder anderen Käsefreund nachdenklich stimmen und der Industrie einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden zufügen.

Mit etwa 2 Millionen Tonnen Käse pro Jahr ist Deutschland immerhin Europas Käsehersteller Nummer eins. Nur in den USA wird mehr Käse produziert. Die deutschen Käsehersteller exportieren etwa 30 Prozent. Von diesem Export werden etwa 80 Prozent innerhalb der Europäischen Union verkauft.

Warnungen gegenüber Zusatzstoffen werden nicht öffentlich um den sensible gewordenen Verbraucher nicht zu verunsichern.

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Quellen:

  • Die Joghurt Lüge - ISBN: 3-593-37958-9

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(6)

Dietrich
geschrieben am: samstag, 13. april 2013, 14:38
eMail-Adresse hinterlegt

ich lese immer wieder mit Begeisterung auf ihrer Seite. Und sauge die Informationen förmlich auf. Ich habe im moment noch einige Themen die mich sehr beschäftigen und würde mich freuen wenn über diese ein mal ein Artikel erscheinen würde. Zu allererst würde ich gerne einiges über Rohmilchkäse lesen, bzw. welche Sorten am gesündesten sind und wie ich am besten davon los komme. Desweiteren habe ich nun schön öfters gehört wie gut Innereien für uns sind, auch am Beispiel von Naturvölkern. Dazu würde ich gern einiges über den Verzehr von Leber, Nieren, Hirn und Knochenmark erfahren. Wenn sie mir bei meinem Wissensdurst helfen könnten wäre ich Ihnen sehr verbunden.




Zentrum der Gesundheit:

Lieber Dietrich,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Vorschläge, die wir - bei Gelegenheit - aufgreifen werden. Vorab können wir Ihnen schon einmal die Lektüre von "Cure Tooth Decay" von Ramiel Nagel empfehlen. Darin wird zumindest auf Ihre zweite Frage in gewisser Weise eingegangen.
Sicher ist Ihnen bewusst, dass es in der heutigen Zeit alles andere als einfach ist, unbedenklich zu verzehrende Innereien zu finden.

Was den Käse angeht, so sollten Sie diesen bei (vermuteten) Unverträglichkeitsreaktionen meiden. Wenn sich das für Sie schwierig gestaltet, dann machen Sie sich bewusst, dass es sich höchstwahrscheinlich um eine "Glutamat-Sucht" handelt und Sie sich nach der "Entwöhnung" viel besser fühlen werden. Vorerst raten wir zu einem möglichst gering gesalzenen, aber dennoch weit gereiften Käse (eine seltene Kombination), da Käse mit zunehmender Reifung verträglicher (aber leider wieder glutamatreicher) wird.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Katharina Schütze
geschrieben am: donnerstag, 10. mã¤rz 2011, 19:45
eMail-Adresse hinterlegt
Ist Käse aus Schafsmilch oder Ziegenmilch denn besser als Kuhmilch oder ebenfalls nicht empfehlenswert?

Zentrum der Gesundheit:

Liebe Frau Schütze,
vielen Dank für Ihre Mail.
Sofern Sie Käse aus konventioneller Erzeugung kaufen, kann auch Schaf- und Ziegenkäse mit Natamycin behandelt sein. In der biologischen Landwirtschaft jedoch ist der Einsatz von Natamycin verboten, so dass Sie nur dann mit hundertprozentiger Sicherheit natamycinfreien Käse genießen können, wenn Sie ihn im Naturkostladen kaufen.
Herzliche Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

fonde fan
geschrieben am: sonntag, 29. august 2010, 19:22
eMail-Adresse hinterlegt
In der schweiz muss klar deklariert sein, ob die Käserinde mit Natamycin behandelt wurde oder nicht, ebenso ob Rohmilch verwendet wurde. Käsrinde sicherheitshalber einfach wegschneiden...
Ben
geschrieben am: freitag, 06. november 2009, 12:50

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das is doch ne sauerei !
Andrea Barschtipan
geschrieben am: dienstag, 03. juni 2008, 07:17
eMail-Adresse hinterlegt
Es ist immer wieder interessant, sollte man am besten nur noch Obst und Gemüse essen?

Zentrum der Gesundheit:

Essen Sie alles in Maßen, vermeiden Sie jedoch tierische Produkte, sie schaden Ihrer Gesundheit.
Katarina KLing
geschrieben am: montag, 02. juni 2008, 23:13
eMail-Adresse hinterlegt
Hallo und guten Tag,

ich weiß schon lange, warum ich mich in den letzten Jahren zu einer Veganerin entwickelt habe - und nicht nur wegen Käse - , der antibiotisch verseucht ist. Maßgeblich, um Tierleid zu mindern. Damit gehe ich einig mit 8 - 9% der Deutschen Bevölkerung, die inzwischen Vegetarier bzw. konsequent Veganer geworden sind.

Am schlimmsten finde ich zudem auch noch, dass BioKäse mit Lab versehen ist. Es ist schon unglaublich, was sich die Menschheit heraus nimmt.

KälberLab, ihhhgiiittt, ist doch das Allerletzte, selbst Lab findet Verwendung, obwohl es schon lange synthetisch hergestellte ERrsatzmittel gibt.

... und von der Kuh oder dem Rind, was bleibt da letztlich nur noch übrig, weil alles vermarktet wird:::: Das armselige Muh, Muh, Muh!!!!

Die Menschheit hat keine Achtung mehr vor ihren Mitgeschöpfen, die uns von Gott gegeben sind. Massentierhaltung und Abschlachten im Akkord bei nur 60% Betäubung!!! Wollen Sie so behandelt werden??? Ich nicht.

Ich weiß, Sie haben oft aufgegriffen, Fleisch, besonders zu viel Fleisch, wäre gesundheitsschädlich. Aber reden Sie doch bitte mal von den Tieren, was die durchmachen müssen, bevor sie in der Pfanne landen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis, ich musste das einfach mal los werden.

Menschen für Tierrechte:
Katarina-A. KLing
Dornhof 11
52146 Würselen-Bardenberg
Tel. 02405/140844

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