ADHS wird oft voreilig diagnostiziert


Bei ADHS scheint es immer mehr Überdiagnosen zu geben, dabei seien viele Kinder einfach nur – wer hätte es gedächt – sehr unreif und kindlich, so Wissenschaftler.


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letzte Aktualisierung am 14.03.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Immer öfter Überdiagnosen bei ADHS

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(Zentrum der Gesundheit) – Viele Kinder erhalten die Diagnose ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) und bekommen Arzneimittel dagegen verschrieben. In Wirklichkeit sind sie manchmal nur etwas unreif, lässt eine Studie vermuten. Diese typischen Fälle von Überdiagnosen treffen häufig die Jüngsten einer Klasse, also Kinder, die im Vergleich zu ihren Mitschülern noch gar nicht so weit entwickelt sind und sich entsprechend kindlicher verhalten. Still sitzen zu bleiben und sich zu konzentrieren fällt ihnen schwerer als den Älteren – und im Nu erhalten Sie den Stempel ADHS.

 Überdiagnosen bei ADHS © st-fotograf - Fotolia.com

ADHS-Diagnose: Meist im Grundschulalter

ADHS – das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom – steht für verschiedene Symptome, die gleichzeitig auftreten. Dazu gehören Konzentrationsprobleme, Impulsivität, Ruhelosigkeit und Aufmerksamkeitsdefizite.

Etwa 5 bis 15 Prozent aller Kinder in den westlichen Nationen sollen betroffen sein. Die Diagnose wird meist im Alter zwischen drei und sieben gestellt und viele der Kinder erhalten verschreibungspflichtige Medikamente wie z. B. Methylphenidat (Ritalin), die ihre Konzentrationsfähigkeit in der Schule verbessern sollen.

Nach wie vor steigt die Zahl der ADHS-Diagnosen

Die Verschreibungen für Medikamente wie Ritalin verdoppelten sich in den letzten 10 Jahren auf mittlerweile 922.000 pro Jahr. Natürlich weiss man, dass Arzneimittel dieser Art Nebenwirkungen verursachen können, wie z. B. Gewichtsverlust und Leberschäden.

Sie können auch dazu führen, dass Kinder und Jugendliche plötzlich Selbstmordgedanken hegen. Zwar reduziert das ganz augenscheinlich nicht die Zahl der Diagnosen und Verschreibungen, doch führt es wenigstens immer wieder dazu, dass Forscher nach möglichen Gründen für die steigende Zahl der ADHS-Betroffenen Ausschau halten.

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Überdiagnosen bei ADHS

Immer wieder zeigt sich dabei, dass es nicht unbedingt die Kinder sind, die plötzlich eines nach dem anderen ADHS haben, sondern die Ärzte, die gerne eine ADHS-Diagnose stellen, obwohl das Kind vielleicht aus ganz anderen Gründen nervös, unkonzentriert oder abwesend ist. In diesen Fällen handelt es sich um sog.

Überdiagnosen, also um Diagnosen, die häufiger sind als die tatsächliche Krankheit. Zu Überdiagnosen bei ADHS haben wir und andere schon häufig berichtet, z. B. hier:

ADHS-Patient oder Opfer der Werbung?

Jetzt wurde zum Thema "Überdiagnosen bei ADHS" eine weitere Studie veröffentlicht (Journal of Pediatrics, März 2016), in der sich die Wissenschaftler besonders das Einschulungsalter der Kinder angesehen haben: "Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, bei der Diagnose und Arzneimittelverordnung auch das Alter eines Kindes im Vergleich zum Alter der anderen Kindern seiner Klasse zu berücksichtigen."

Je jünger bei der Einschulung, umso wahrscheinlicher ADHS

Dr. Mu-Hong Chen und seine Kollegen aus Taipei und Taoyuan (Taiwan) untersuchten Daten (aus den Jahren 1997 bis 2011) von annähernd 380.000 Kinder zwischen 4 und 17 Jahren. Als Anhaltspunkt diente der 31. August, der Stichtag für die jährliche Einschulung in Taiwan. Das heisst, dass alle Kinder, die vor dem 31. August 6 Jahre alt werden, noch im laufenden Jahr eingeschult werden. Alle die erst am 1. September oder später 6 Jahre alt werden, kommen erst im nächsten Jahr in die erste Klasse.

Es zeigte sich nun, dass die Wahrscheinlichkeit für eine ADHS-Diagnose umso höher war, je jünger die Kinder eingeschult worden waren. Kinder also, die im August geboren wurden (und somit sehr früh eingeschult wurden), bekamen viel häufiger eine ADHS-Diagnose und entsprechende Medikamente als Kinder, die im September Geburtstag haben und daher ein Jahr später eingeschult wurden.

Von den Septembergeborenen bekamen nur 2,8 Prozent eine ADHS-Diagnose, während die Zahl der ADHS-Diagnosen bei den Augustgeborenen auf 4,5 Prozent stieg. Ja, es war sogar eine kontinuierlich steigende Kurve vom Beginn des Jahres bis zum August feststellbar.

Besser ein Jahr später einschulen?

Die Studienautoren vermuten, dass viele Lehrer das Verhalten der reiferen Kinder mit den jüngeren vergleichen, die ja manchmal in ein und derselbe Klasse um bis zu ein Jahr auseinander sind. Ein Jahr aber kann in dieser Altersstufe enorme Unterschiede in der individuellen Entwicklung bedeuten, weshalb jedes Kind für sich betrachtet werden sollte.

Vergleiche mit den Mitschülern sind hingegen nicht ratsam. Und wenn ein Kind nach der Einschulung (oder schon vorher?) ADHS-ähnliche Symptome zeigt, wäre vielleicht eine Einschulung erst im nächsten Jahr eine Option?

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Quellen:


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