Arsen in Lebensmitteln


Immer häufiger tritt hochgiftiges Arsen in Lebensmitteln auf. So geschieht es unteranderem in den USA wo Hühner mit einem arsenhaltigen Futterzusatz gefüttert werden dürfen.

Arsen in Lebensmitteln

Veröffentlichung am 26.08.2010 um 17:00 Uhr / Aktualisierung am 13.01.2012 um 12:04 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Es gibt viele Gründe, kein Fleisch zu essen. Die Vermeidung von Arsen gehörte aber sicher in den meisten Fällen bisher nicht dazu. In den USA wäre jedoch Fleischverzicht aus genau diesem Grund äußerst empfehlenswert. Dort dürfen arsenhaltige Zusatzstoffe an Hühner verfüttert werden.

Arsen in Lebensmitteln

...weil Arsen Hühnchenfleisch eine gesunde Farbe verleiht

Carole Morison, eine Vertragsfarmerin von Perdue, dem drittgrößten Geflügelproduzenten in den USA, ist untröstlich: „Es belastet mich enorm, wenn Menschen einem Gift wie Arsen ausgesetzt sind. Aber wir haben keine andere Wahl. Wir müssen den Hühnern das füttern, was uns Perdue vorschreibt.”

Die amerikanischen Geflügelproduzenten dürfen – im Gegensatz zu ihren europäischen Kollegen – mit einer ganz offiziellen Genehmigung der FDA(1) Futterzusätze verfüttern, die Arsen enthalten. Warum sollten sie vorsätzlich ein solch schweres Gift füttern wollen? Nun, Arsen fördert die Gewichtszunahme, beugt Parasitenbefall vor und verleiht dem Hähnchenfleisch gleichzeitig den Anschein einer gesunden Farbe.

Daraus lässt sich schließen, dass – wenn die Geflügelindustrie den Eindruck einer gesunden Farbe erst erwecken muss – die Hühner offensichtlich alles andere als gesund sind. Ihnen zwecks Vortäuschung eines gesunden Aussehens dann auch noch ein Gift mit dem Potential von Arsen zu verfüttern, das die nicht vorhandene Gesundheit noch weiter in die Flucht treiben dürfte, macht die Situation paradoxer als sie es ohnehin schon ist.

Mordwaffe Arsen

Arsen ist ein bekanntes hochgefährliches Gift. Im neunzehnten Jahrhundert war Arsen eine überaus beliebt-berüchtigte Mordwaffe, da man mit regelmäßig verabreichten kleinen Arsendosen wunderbar einen krankheitsbedingten Tod vortäuschen konnte. Dabei kam insbesondere die Arsenverbindung namens Arsenik zum Einsatz, die auch die vielsagende Bezeichnung „Erbschaftspulver“ trug.

Bei der Verabreichung von regelmäßigen kleinen Dosen löst Arsen Symptome aus, die an irgendeine chronische Erkrankung erinnern, den Betroffenen für gewöhnlich aber nicht leise an eine schleichende Vergiftung denken lassen. Haut und Blutgefäße werden geschädigt und es kommt zu bösartigen Tumoren der Haut, Lunge, Leber und der Harnblase. Eine akute Vergiftung mit 60 bis 170 Milligramm Arsenik – was als große Dosis gilt – führt innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen zum Tod durch Nieren- und Herz-Kreislaufversagen.

Viele Krankheitssymptome sind in Wirklichkeit Vergiftungen

Viele Mediziner glauben zwar nicht an Schlacken und Entschlackung, auch nicht an Säuren und Entsäuerung, aber sie sind – so unlogisch das auch klingen mag – offenbar felsenfest davon überzeugt, dass der Organismus sämtliche Gifte, die er regelmäßig mit der Nahrung, mit der Luft, mit dem Trinkwasser, mit Medikamenten, mit Körperpflegeprodukten, über seine Kleidung oder auch über die Ausdünstungen von Möbeln und Baustoffen zu sich nimmt, vollständig und problemlos wieder ausscheiden oder zumindest neutralisieren kann.

Daher denken sie auch nicht leise daran, dass viele der rätselhaften Symptome, unter denen manche Menschen zu leiden haben, die logischen Folgen von Vergiftungen sind – und zwar mit den unterschiedlichsten Toxinen aus unserem modernen Alltag.

Arsen mit jedem Happen Hühnchenfleisch

Natürlich kann der Mensch eine gewisse Menge an Toxinen unschädlich machen und bis zu einem bestimmten Maß entgiften. Mit der heute ÜBERALL vorhandenen riesigen Vielfalt und Menge an Giften und Schadstoffen jedoch ist die natürliche Entgiftungsfähigkeit unseres Körpers vollkommen überfordert.

Wie überdurchschnittlich groß sie beim einen oder anderen Menschen auch immer sein mag, sie wird höchstens einen Bruchteil der täglich in den menschlichen Körper hereinströmenden Chemikalien und Gifte beseitigen können. Bei Hühnern ist es nicht viel anders. Auch sie können nicht alle Gifte schadlos ausscheiden, die über Futter und Umwelt in ihren Körper gelangen und mit der Fähigkeit, speziell Arsen (in den zugefütterten Mengen) zu entgiften, sind sie leider auch nicht ausgestattet.

Das ist dann auch der Grund dafür, dass viele Amerikaner und natürlich auch in den USA weilende Touristen täglich Arsen konsumieren – nämlich immer dann, wenn sie Hühnchenfleisch essen.

Die betroffenen Hühner zeigen in den meisten Fällen vermutlich nur deshalb keine Symptome einer chronischen Arsenvergiftung, weil sie üblicherweise nur wenige Wochen alt werden. Bevor Vergiftungssymptome auftauchen könnten, sind sie längst geschlachtet.

Bio-Hühner sind arsenfrei

Studien aus den Jahren 2004 und 2005 nahmen die Arsenwerte von Hühnchenfleisch aus den Supermärkten und Fast-Food-Ketten unter die Lupe. Es wurde regelmäßig Arsen gefunden. Hühner aus biologischen Betrieben wurden ebenfalls untersucht – wobei extrem niedrige Arsenwerte oder aber überhaupt kein Arsen festgestellt wurden.

Anders als in konventionellen Geflügelfarmen darf in biologischen Mastbetrieben der arsenhaltige Zusatzstoff Roxarsone nicht an die Hühner verfüttert werden. Allein in den USA wurden im Jahre 2006 eine Million Kilogramm Roxarsone produziert – in der Hauptsache dazu bestimmt, in Hühnermägen zu landen.

Eine regelmäßige Aufnahme winziger Mengen Arsen kann zu Krebs und Nervenschäden führen. Außerdem wurde Arsen auch mit Herzerkrankungen, Diabetes und einer Abnahme der mentalen Funktionen und Fertigkeiten in Verbindung gebracht. Das regelmäßige Verzehren von Tieren, die mit Arsen gefüttert wurden, kann einige Jahre Ihres Lebens kosten – aber woher wollen Sie das genau wissen, wenn Sie auf Ihrem Sterbebett liegen? Die meisten Menschen wissen es daher auch nicht. Sie sehen nur die Krankheit – aber bleiben ahnungslos was das Gift angeht, das die Erkrankung überhaupt erst ausgelöst hat.

Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3

Fußnote

(1) FDA: Die Food and Drug Administration ist die behördliche Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten. Sie ist dem Gesundheitsministerium unterstellt und wurde 1927 gegründet, ihr Sitz ist in Rockville (Maryland).



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