Krebs durch Aspirin?


Kann Aspirin Krebs vorbeugen? Oder kann es Krebs verursachen? Wir stellen eine Studie vor, derzufolge schon ein Aspirin pro Tag das Risiko, an Krebs zu erkranken, signifikant erhöhen soll.



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letzte Aktualisierung am 27.09.2015  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Kann Aspirin Krebs verursachen?

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(Zentrum der Gesundheit) - Die Medien verkünden immer wieder, die Einnahme eines Aspirins am Tag würde angeblich bei der Prävention von Krebs behilflich sein. Da aber vor nur wenigen Jahren Wissenschaftler das genaue Gegenteil entdeckt hatten, sollte Aspirin vielleicht doch nicht ganz so vertrauensselig geschluckt werden.

Krebs durch Aspirin? © donfiore - Shutterstock.com

Aspirin verdünnt das Blut nicht

Aspirin ist aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Es wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend. Da es ausserdem als sog. "Blutverdünner" wirkt, wird es gerne vorbeugend gegen Herzinfarkt und Schlaganfall verordnet – besonders solchen Patienten, die bereits erste Infarkt- bzw. Schlaganfallerfahrungen sammeln mussten.

Die Bezeichnung "Blutverdünner" klingt sehr positiv und verführt zur Annahme, Aspirin könne irgendwie das Blut gesünder machen. Das ist jedoch nicht der Fall. Aspirin soll lediglich die Blutgerinnung, also Thrombosen verhindern. Die "Blutdicke" bleibt dabei aber gleich.

Aspirin erhöht Krebsrisiko

Im Jahre 2004 wurde in der Fachzeitung Journal of the National Cancer Institute eine interessante Studie veröffentlicht, die zeigte, dass die tägliche Einnahme von Aspirin mit einem signifikant erhöhten Risiko für Krebserkrankungen einhergehe.

Prof. Dr. Eva Schernhammer vom Brigham and Women’s Hospital der Harvard Medical School in Boston und ihre Kollegen führten intensive Untersuchungen zu Langzeiteffekten der Aspirin-Einnahme durch. Dabei fanden sie heraus, dass das regelmässige Aspirin-Schlucken die Entwicklung von Krebserkrankungen bei Menschen auslösen könne und dass es keinerlei Hinweise dafür gäbe, dass die Einnahme von Aspirin bei der Prävention von Krebs behilflich sein könne.

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Macht Aspirin anfällig für Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Basierend auf den Daten der Nurses’ Health Study, die im Jahr 1976 ins Leben gerufen wurde, fand das Forscherteam heraus, dass Frauen, die regelmässig Aspirin nahmen (zwei und mehr Tabletten pro Woche) ein um 58 Prozent höheres Risiko aufwiesen, an Bauchspeicheldrüsen- krebs zu erkranken, als jene Frauen, die weniger als zwei Tabletten Aspirin pro Woche eingenommen hatten. Frauen hingegen, die mehr als 14 Aspirin pro Woche eingenommen hatten, wiesen ein um 86 Prozent höheres Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs auf. Das Krebsrisiko scheint also proportional mit der Anzahl der geschluckten Aspirintabletten zu steigen.

Unsere Erkenntnisse stützen keineswegs die Vermutung, dass der Gebrauch des Schmerzmittels Aspirin vor Krebs schützen könne,

schrieb Dr. Schernhammer in ihrer Studienanalyse, um deutlich zu machen, dass die Ergebnisse anderer Studien, die in Aspirin ein krebsvorbeugendes Mittel entdeckt haben wollten, in Frage gestellt werden müssen.

Vielmehr scheint es so, dass Aspirin das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs erhöhen könnte, wenn es über einen längeren Zeitraum regelmässig eingenommen wird.,

ergänzte Dr. Schernhammer,

Verursacht Aspirin tausende Todesfälle?

Welchen Studien kann man nun Glauben schenken? Löst Aspirin Krebs aus, oder verhindert es eine Krebserkrankung? Die Antwort ist verhältnismässig einfach: Aspirin ist ein allopathisches Arzneimittel. Ein Arzneimittel hat Nebenwirkungen. Andernfalls ist es kein Arzneimittel. Die Nebenwirkungen von Aspirin sind äusserst problematisch und fordern – bei jenen Menschen, die Aspirin regelmässig und dauerhaft einnehmen – jährlich viele Tausend Todesfälle und noch mehr Krankenhauseinlieferungen aufgrund von inneren Blutungen.

Aspirin schädigt das Verdauungssystem

Dr. Neena S. Abraham, eine Gastroenterologin am Michael E. DeBakey V.A. Medical Center schrieb in einem Artikel, der 2010 in der New York Times erschienen ist:

Es ist wichtig, daran zu denken, dass alle NSAPs (Nichtsteroidale Antirheumatika) – darunter auch verschreibungsfreies Aspirin – die Fähigkeit besitzen, Gewebe im Verdauungssystem zu beschädigen. Diese Schäden können überall auftreten – vom Mund bis zum Anus. […] Aspirin ist kein Nahrungsergänzungsmittel – es ist ein Medikament, welches Risiken birgt und Nebenwirkungen aufweist.

Aspirin schädigt den Darm

Aus genau diesem Grunde ging im Jahr 2010 eine Gruppe von Forschern, Medizinern und Bediensteten des Gesundheitswesens mit der Forderung an die Öffentlichkeit, die Empfehlung der täglichen Aspirineinnahme zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen offiziell zurück zu nehmen. Das Medikament würde die schützend wirkende Schleimhaut des Darms zerstören, was nicht nur zu den genannten schweren Blutungen und damit schlimmstenfalls zum Tode führen könne, sondern auch zu chronischen Darmentzündungen und sogar zu Darmperforationen.

Aspirin fördert Infektionskrankheiten

Eine gestörte Darmschleimhaut jedoch kann sehr viele für den gesamten Organismus sehr negative Folgen mit sich bringen. Die Darmschleimhaut ist Sitz eines Grossteils unseres Immunsystems. Ist die Darmschleimhaut geschädigt, ist auch unser Immunsystem geschädigt. Infolgedessen können sich jetzt Krankheiten aller Art ausbreiten, die bei intakter Darmschleimhaut keine Chance gehabt hätten.

So können sich beispielsweise sehr viel leichter systemische Infektionen entwickeln – nämlich dann, wenn Bakterien über die gestörte Darmschleimhaut in die Blutbahn gelangen und den gesamten Organismus infizieren. Eine beschädigte Darmschleimhaut überlastet die Leber, erhöht das Risiko für Allergien und Autoimmunerkrankungen und vermindert ferner die ordnungsgemässe Nähr- und Vitalstoffresorption, was schon allein die Allgemeingesundheit zu schwächen vermag.

Aspirin schützt nicht unbedingt vor Herzinfarkt

Dazu kommt, dass Acetylsalicylsäure (ASS) – der Wirkstoff, der auch in Aspirin enthalten ist - nicht einmal vor Erst-Herzinfarkten zuverlässig schützen kann – wie eine Studie aus dem Jahre 2008 bewies. In dieser Untersuchung erlitten in der ASS-Gruppe 116 Studienteilnehmer von 638 einen Herzinfarkt bzw. Schlaganfall, in der Kontrollgruppe waren es 117.

Fazit: Aspirin – Besser nicht

Aspirin bzw. Acetylsalicylsäure ist also ein Arzneimittel mit gravierenden Nebenwirkungen, wenn es langfristig und regelmässig eingenommen wird. Selbst wenn die Möglichkeit der Vorbeugung einiger Krebsarten gegeben wäre, stiege durch die Einnahme gleichzeitig das Risiko für andere Krebsarten (Bauchspeicheldrüsenkrebs), für innere Blutungen, für chronische Entzündungen, für Schädigungen des Verdauungssystems etc.

Warum sich also zwischen Sodom und Gomorrha entscheiden, wenn eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise ganz ohne Arzneimittel und damit auch ohne schädlicher Nebenwirkungen nicht nur vor Herzinfarkt und Schlaganfall, sondern auch vor vielerlei Krebsarten, chronischen Entzündungen und Verdauungsbeschwerden schützen kann?

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(1)

anonym
geschrieben am: donnerstag, 26. april 2012, 09:35
eMail-Adresse hinterlegt

herzlichen Dank für die INfO über Aspirin. Ich nehme seit meinem Herzinfarkt 12.2001 ASS 100. Nachdem ich damals schon mit meinem Arzt großes Theater wegen Behandlungsmethoden hatte,( er hat mich nicht auf die Möglichkeit der Einnahme von Aloe Vera hingewiesen, die mich damals tatsächlich wieder auf die Beine brachte ), möchte ich Sie bitten, mir eine Alternative zu ASS 100 aufzuzeigen. Oder wenn Ihnen das aus rechtlichen Gründen nicht möglich sein sollte, mir mitzuteilen an wen ich mich wenden kann. Wer beurteilt mein Blut fachgerecht, denn wenn eine Verdünnung ( die ja die Aloe macht ) nicht stattfindet, ist diese Einnahme ja zwecklos. Herzlichen Dank für Ihre Rückantwort!!




Zentrum der Gesundheit:

Vielen Dank für Ihre Mail.


Eine Blutverdünnung findet durch ASS nicht statt, aber eine Hemmung der Blutgerinnung sehr wohl - was ja dann auch der Grund für die häufigen Nebenwirkungen von ASS ist (Magen- und Darmblutungen).


Wenn Sie kein ASS nehmen möchten, dann geht es darum, die Lebens- und Ernährungsweise so zu gestalten, dass die Gerinnungsneigung des Blutes normalisiert bzw. die Thrombenbildungsgefahr abgewandt wird. Dazu gehört neben ausreichend körperlicher Bewegung insbesondere eine gesunde, möglichst basenüberschüssige Ernährung aus frischen Zutaten wie Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte, Früchte, Sprossen, Nüsse, Saaten. Getreide- und Milchprodukte sollten eher gemässigt verzehrt werden. Von ausserordentlicher Wichtigkeit sind ausserdem gesunde Fette. Dazu zählen Bio-Kokosöl zum Braten und Kochen, Olivenöl für Rohkost und tägliche kleine Mengen Lein- oder Hanföl. Gleichzeitig sollten gesundheitlich ungünstige Gewohnheiten vermieden werden, wie z. B. Rauchen, Alkohol, Zuckerverzehr, Stress etc.

 

Darüber hinaus ist Ingwer im Gespräch, die Thrombenbildung ganz ohne Nebenwirkungen zu verhindern. Offenbar sollen bereits 5 Gramm frischer Ingwer täglich genügen, um die Anfälligkeit für Thrombosen (Schlaganfälle, Herzinfarkte,...) zu verringern.


Natürlich liegt uns dennoch nichts ferner, als uns in die von Ihrem Arzt verordnete Medikation einzumischen. Sie sollten daher in jedem Fall, mit ihm oder einem anderen Therapeuten einen möglichen Tausch ASS gegen Ingwer besprechen.

 

Liebe Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit
 

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