Haare benötigen viele verschiedene Mineralstoffe- und Spurenelemente
Das Wachstum unserer Haare ist eine physiologische Höchstleistung. Die Zellen in der Haarwurzel teilen sich rasant und gehören zu den aktivsten Geweben des menschlichen Körpers. Für diesen permanenten Aufbauprozess ist eine kontinuierliche Versorgung mit Nährstoffen unverzichtbar.
Protein ist das Baumaterial für gesunden Haarwuchs
Als Hauptbaumaterial ist Protein erforderlich, insbesondere schwefelhaltige Aminosäuren wie L-Cystein und L-Methionin.
Vitamine unterstützen den Haarwuchs
Damit die für die Haarbildung erforderlichen Enzyme arbeiten können, werden Biotin (Vitamin B7) und Pantothensäure (Vitamin B5) gebraucht.
Auch Vitamin C ist wichtig. Jede Haarwurzel ist von einer Bindegewebsscheide aus Kollagen umgeben, die das Haar in der Kopfhaut verankert und die Blutgefäße schützt. Vitamin C ist der notwendige Cofaktor für die Kollagenbildung.
Spurenelemente: Gute Versorgung schützt vor Haarausfall
Zusätzlich sind auch Spurenelemente nötig - und zwar insbesondere Eisen, Zink, Silizium, Jod und Selen. Sie aktivieren Enzyme, unterstützen die Keratinsynthese und schützen die Haarfollikel vor oxidativem Stress.
Wir stellen die genannten Mineralien nun näher vor und erklären, wie diese den Haarwuchs beeinflussen und wie entsprechende Mängel Haarausfall verursachen können.
Eisen ist Voraussetzung für ein gesundes Haarwachstum
Ein Eisenmangel ist der weltweit häufigste Grund für diffusen Haarausfall, insbesondere bei Frauen im gebärfähigen Alter. Bevor sich eine manifeste Anämie (Blutarmut) entwickelt, leeren sich die Gewebespeicher.
Da die Zellen der Haarmatrix eine der höchsten Teilungsraten des Körpers aufweisen, reagieren sie extrem empfindlich auf den sinkenden Eisenspiegel. Denn der Mineralstoff ist ein essenzieller Cofaktor für das Enzym Ribonukleotid-Reduktase (wichtig für die DNA-Replikation bei der Zellteilung).
Ein Serum-Ferritinwert von unter 30–40 µg/l kann bereits Haarausfall auslösen, obwohl der schulmedizinische Referenzbereich für Allgemeingesundheit oft erst weit darunter als kritisch gilt. Der Ferritinwert kann auch mit einem Eisen-Heimtest festgestellt werden.
Was bei Eisenmangel tun?
Sollte sich ein Mangel zeigen, könnten Sie gezielt eisenreich essen, z. B. mit unserem * eisenreichen Ernährungsplan.
Zusätzlich - besonders bei ausgeprägtem Mangel - bietet sich dieses sehr gut bioverfügbare und verträgliche * Eisenpräparat an (liposomales Eisen mit liposomalem Vitamin C). Unser Rabatt-Code für diese und alle anderen im Artikel genannten Präparate lautet 20501.
Zink reguliert den Haarzyklus und die Keratinbildung
Zink ist als Cofaktor von über 300 Enzymen maßgeblich an der Proteinsynthese beteiligt. Da das Haar fast vollständig aus dem Strukturprotein Keratin besteht, führt schon ein moderater Zinkmangel direkt zu strukturellen Haarschäden.
Zudem blockiert ein Zinkdefizit die normale Rückbildung und Erholung des Follikels im Haarwachstumszyklus. Haarausfall wird begünstigt.
Ein leichter Mangel an diesem Mineralstoff schränkt zwar den restlichen Körper im Alltag kaum spürbar ein, kann aber bereits zu dünnem, brüchigem Haar führen. Lassen Sie am besten beim nächsten ärztlichen Check nicht nur den Ferritinspiegel, sondern auch Ihren Zinkstatus bestimmen.
Was bei Zinkmangel tun?
Zeigt sich bereits Haarausfall und liegt gleichzeitig ein Zinkmangel vor, können Sie gezielt zinkreich essen. Mit einem köstlichen Curry beispielsweise aus Quinoa, Kichererbsen, Cashewkernen und Gemüse sowie einem Topping aus gerösteten Kürbiskernen nehmen Sie bereits 40-60 Prozent Ihres Tagesbedarfs an Zink zu sich.
Um den Mangel schnell zu beheben, könnten Sie zusätzlich eine 1- bis 2-monatige Kur mit einem * Zinkpräparat durchführen. Dies erhöht auch Ihre Abwehrkraft in Erkältungszeiten, so dass Sie die Kur immer wieder wiederholen können.
Das verlinkte Präparat ist ein Kombi-Präparat aus 15 mg Zink mit 110 µg Selen, so dass Sie bei Selenmangel kein Extra-Produkt benötigen.
Selen schützt das Haar vor oxidativem Stress
Selen ist Bestandteil von Selenoproteinen wie der Glutathionperoxidase - ein körpereigenes Antioxidans. Dieses Enzym schützt die hochempfindlichen Zellen der Haarwurzel vor oxidativem Stress, welcher durch UV-Strahlung, Umwelttoxine oder Entzündungsprozesse entsteht.
Auch hier genügt bereits ein moderat niedriger Selenspiegel, der zwar die Organfunktionen noch nicht beeinträchtigt, aber die Haarzellen unter oxidativem Stress vorzeitig degenerieren lässt.
Bei Selen ist die therapeutische Breite eng. Sowohl ein Mangel als auch eine chronische Überdosierung (Selenose durch zu hohe Supplementierung) kann zu Haarausfall führen. Bevor Sie daher Selen einnehmen, könnten Sie beim nächsten ärztlichen Check auch Ihren Selenspiegel bestimmen lassen.
Was tun bei Selenmangel?
Falls sich ein Mangel bei Ihnen zeigen sollte, erhalten Sie hier einfach dosierbare * Selentropfen. Diese brauchen Sie natürlich nicht, wenn Sie das obige Zinkpräparat nehmen, das bereits Selen enthält.
Da in Europa die Böden relativ selenarm sind, ist es nicht einfach, allein über eine pflanzliche Ernährung den Selenbedarf zu decken. Auch tierische Lebensmittel (außer Fisch) wären in unserer Region selenarm. Sie sind es nur deshalb nicht, weil den Tieren Selen ins Futter gemischt wird. Man kann also auch gleich selbst Selen als Nahrungsergänzung zu sich nehmen.
Jod beugt Haarausfall vor
Das Spurenelement Jod ist ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone Triiodthyronin und Thyroxin. Ein Mangel an Jod kann – neben einer Beeinträchtigung der Schilddrüse – auch zu Haarausfall führen.
Die Haarfollikel sind direkte Zielgewebe dieser Hormone; sie besitzen spezifische Schilddrüsenhormon-Rezeptoren.
Wenn ein Jodmangel vorliegt, drosselt die Schilddrüse die Hormonproduktion. Während der restliche Körper diesen leichten Hormonmangel im Alltag oft nur durch subtile Symptome wie leichte Müdigkeit oder Kälteempfindlichkeit bemerkt, reagiert das Haar oft dramatischer - mit Haarausfall.
Schilddrüsenhormone sind der biologische "Taktgeber" für den Haarzyklus. Sie stimulieren die Proliferation (Teilung) der Keratinozyten (haarbildende Zellen) in der Haarwurzel und verlängern die Wachstumsphase des Haares.
Fehlt Jod, schalten die Haarfollikel vorzeitig und synchron in die Ausfallphase.
Ein typisches Zeichen für einen hormonellen Jodmangel ist zudem das Ausdünnen der Augenbrauen an den äußeren Rändern.
Der Jodstatus kann mit Urintests überprüft werden (z. B. * mit diesem Jodtest)- oder beim Arzt indirekt über die Schilddrüsenhormonwerte im Blut.
Was tun bei Jodmangel?
Um den Jodbedarf auf natürliche Weise zu decken, genügen bereits regelmäßig sehr kleine Mengen Meeresalgen, z. B. wenn Sie gerne Nori essen, Hijiki als Beilage zubereiten, Algenflocken über den Salat streuen oder ein Stück Kombu in die Suppe geben. Mehr dazu lesen Sie im Artikel Meeresalgen: Was sind Kelp, Nori oder Dulse-Algen?
* Eine Alternative ist ein natürliches Jod-Präparat aus dem Knotentang (200 µg Jod pro Kapsel, was bereits den Tagesbedarf deckt).
Silizium für gesundes, stabiles und elastisches Haar
Silizium gilt zwar nicht als essenzieller Mineralstoff für das Überleben unserer Organe. Doch ist es für die Qualität des Haares von fundamentaler Bedeutung. Man kann sich Silizium wie den unsichtbaren Architektur-Stahl vorstellen, der dem Haar seine Stabilität verleiht.
Das Haar besteht fast vollständig aus langen Proteinfäden (Keratin). Damit diese Fäden nicht lose nebeneinanderliegen oder bei der kleinsten Belastung reißen, müssen sie dauerhaft miteinander vernetzt werden. Silizium wirkt hierbei wie ein biologischer Klebstoff. Es verbindet die einzelnen Eiweißstränge zu einem dichten, extrem belastbaren Netz.
Zudem optimiert Silizium das Feuchtigkeitsbindevermögen im Haarschaft. Für schönes und gesundes Haar ist der Mineralstoff daher sehr wichtig.
Was tun bei Siliziummangel?
Bei einem Siliziummangel verliert der Haarschaft seine innere Stabilität und Elastizität. Das Haar wirkt strohig, splittert an den Spitzen und bricht, sobald mechanischer Druck – etwa durch Bürsten oder Haargummis – entsteht.
Eine gute Siliziumquelle ist der Hafer. Essen Sie also Porridge oder eingeweichte Haferflocken als Müsli, Haferbrot mit Sauerteig oder auch Haferriegel. Oft wird Hirse als Siliziumquelle genannt, die aber in Wirklichkeit nur wenig Silizium enthält. Siliziumreich sind lediglich die Randschichten, die bei der Speisehirse ja entfernt wurden.
* Hier erhalten Sie einen hochwertigen Silizium-Komplex, der verschiedene natürliche Siliziumquellen miteinander kombiniert.
Mineralstoffe bilden die Basis für gesunden Haarwuchs
Während ein Mangel an Spurenelementen (wie Eisen oder Zink) oft die direkte Ursache für akuten Haarausfall ist, verhält es sich mit den klassischen Mineralstoffen etwas anders. Ein Defizit an Calcium, Magnesium, Kalium oder Schwefel führt zwar selten zu akutem Haarausfall – für ein gesundes Haarwachstum sind sie dennoch unverzichtbar.
Sie bilden sozusagen das unsichtbare Fundament. Denn sie regulieren die Nährstoffversorgung der Kopfhaut, sichern die Energieproduktion in den Haarwurzeln und optimieren die Keratinbildung. Damit bestimmen sie maßgeblich, wie dick, kräftig und widerstandsfähig die nachwachsenden Haare gegen Haarbruch und Spliss sind und wie langlebig das Haar ist.
Eine gute Versorgung mit Mineralstoffen (Mengenelementen) ist für einen gesunden Haarwuchs und zur Prävention von Haarausfalls also in jedem Fall ebenfalls sehr wichtig. Meist gelingt es jedoch problemlos über die Ernährung die genannten Mineralien zu sich zu nehmen.
* Wenn dies bei Ihnen schwierig ist, finden Sie hier ein Kombi-Mineralstoff-Präparat. Es enthält auch die oben genannten Spurenelemente - zwar in geringeren Mengen als die oben genannten Einzelpräparate, aber dennoch in ausreichenden Mengen, so dass das All-in-One-Präparat meist genügt. Denken Sie an unseren Gutschein-Code 20501.
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