Biogarten


Frisches Gemüse aus eigenem Biogarten ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und frei von gesundheitsschädlichen Pflanzenschutzmitteln.

Fruchtbarkeit im eigenen Bio-Garten

Veröffentlichung am 10.05.2010 um 17:03 Uhr / Aktualisierung am 05.01.2012 um 10:46 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Der Anbau von eigenem Obst und Gemüse ist leichter als Sie vielleicht denken. Wenn Sie einige wichtige Regeln beachten, steht einer üppigen Ernte nichts mehr im Wege.

Biogarten Gemüse Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten.

Für eine bessere Qualität Ihrer Lebensmittel

Sobald Sie Ihren eigenen Biogarten bestellen, haben Sie die Qualität Ihrer Lebensmittel in der eigenen Hand und produzieren für sich und Ihre Familie naturbelassenes und gesundes Gemüse, das niemals mit Chemikalien in Berührung kam. Sie wissen, dass Sie nichts mehr von all dem überlagerten, wertlosen Zeug anrühren müssen, das aus automatisierten Treibhäusern stammt, mit Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden gepäppelt wurde und kaum mehr einen identifizierbaren Geschmack erkennen lässt.

Die Qualität eines Lebensmittels hängt aber nicht nur von der Behandlung der Pflanze während Anbau und Ernte ab, sondern vor allem vom verwendeten Saatgut und ganz besonders vom Zustand der vorhandenen Erde. Gesunde Erde ist heute selten. Mit einem einfachen Trick jedoch kann aus jeder Erde gesunde und fruchtbare Erde werden.

Die Vorteile von Biogemüse

Machen Sie einmal ein Experiment: Kaufen Sie biologisches und herkömmliches Gemüse ein. Dann machen Sie den Geschmackstest. Nicht nur beim Geschmack werden Sie enorme Unterschiede entdecken, auch in der Konsistenz. Biogemüse ist fester und knackiger, da es weniger Wasser enthält als konventionell gezogenes Gemüse.

Synthetische Düngemittel zwingen die Pflanze zu sehr schnellem und ungesundem Wachstum. Dies funktioniert nur, indem die Pflanze viel Wasser einlagert, was natürlich auf Kosten der Vitamine und Mineralien geht. Aus diesem Grunde ist Biogemüse meistens kleiner, dafür jedoch voller Geschmack und Vitalstoffe. Natürlich hat man beim Essen von gesundem Bio-Obst und Bio-Gemüse automatisch auch ein viel besseres Gefühl. Schließlich tut man nicht nur sich selbst und seiner Familie etwas Gutes, sondern seiner Umwelt ebenso.

Garten, Balkon, Terrasse oder Hinterhof?

Selbstverständlich könnten Sie nun Ihr Obst und Gemüse im Bioladen kaufen. Aber noch frischer und von noch besserer Qualität wäre es, wenn Sie es in Ihrem eigenen Garten anpflanzen und ernten könnten.

Sie haben keinen Garten? Das macht nichts. Sie können sich einen pachten. Vielleicht zusammen mit gleichgesinnten Freunden? Oder Sie haben einen Hinterhof? Einen Balkon, eine Terrasse? Überall kann man Obst und Gemüse pflanzen. Das geht auch in Töpfen, Wannen, Eimern, alten Trögen, ja im Grunde in allen Gefäßen, die Sie finden können. Sogar in alten Abflussrohren, die man senkrecht aufstellt und einige Löcher hineinsägt. Das nennt man dann „vertikales Gärtnern“ und eignet sich besonders für Leute, die sehr wenig Platz haben z. B. nur einen kleinen Balkon.

Sonne und Sicherheitsmaßnahmen

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer „Anbaufläche“ darauf, dass dort mindestens fünf bis sechs Stunden pro Tag die Sonne scheint. Denken Sie auch an den Schatten, den Ihr Haus oder Ihre Garage wirft. Sobald Sie wissen, wo Sie gärtnern werden, können Sie beginnen. Wenn Ihnen gewisse Tierpopulationen bekannt sind (Kaninchen, Rehe o. ä.), die unter Umständen Interesse an Ihrem künftigen Gemüse haben könnten, dann sollten Sie an einen Zaun oder anderweitige Barrieren denken.

Setzlinge kaufen oder selbst ziehen?

Welche Pflanzen Sie in Ihrem Biogarten anbauen, hängt ganz von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Informieren Sie sich im örtlichen Gartencenter oder bei erfahrenen Hobbygärtnern in der Nachbarschaft, welche Obst- und Gemüsepflanzen für Ihre jeweiligen geographischen und klimatischen Bedingungen am besten geeignet sind.

In Naturkostläden oder in Hofläden biologisch wirtschaftender Betriebe werden in der Pflanzzeit oft junge Bio-Gemüsepflanzen und auch Bio-Kräuterpflanzen zum Kauf angeboten. Sie können aber genauso gut Ihre eigenen Setzlinge ziehen. Im Internet finden Sie viele Möglichkeiten, biologisches Saatgut zu erwerben. Es ist außerordentlich wichtig, dass Sie echtes biologisches Saatgut verwenden. Sie unterstützen damit eine Bewegung, die auf dem besten Wege ist, sich aus der Abhängigkeit von großen Saatgutkonzernen zu befreien.

Hybrid-Saatgut

Aus herkömmlichem Saatgut entstehen meist sog. Hybridpflanzen. Auf der Samenpackung steht oft statt „hybrid“ die Bezeichnung „F1“, was ebenfalls auf Hybrid-Saatgut hinweist. Wenn Sie von diesen Pflanzen im Herbst Ihr eigenes Saatgut ernten möchten, um im nächsten Jahr nicht wieder Samen kaufen zu müssen, dann werden Sie bei diesen Pflanzen und ihren Samen Pech haben.

Entweder die Pflanzen bilden erst gar keine Samen aus oder aber die Samen sind nicht keimfähig. Keimen sie aber, so wird niemals jene Pflanze daraus wachsen, von der Sie das Saatgut geerntet haben, sondern eine Pflanze mit ganz neuen Eigenschaften – in der Regel mit negativen Eigenschaften (z. B. geringer Wuchs, winzige Früchte o. ä.). Das ist eines der Hauptmerkmale von Hybridpflanzen und von den Saatgutkonzernen so beabsichtigt. Schließlich sollen alle Bauern und Gärtner Jahr für Jahr erneut Saatgut kaufen müssen.

Die Qualität Ihrer Erde

Biogarten

Bevor Sie säen oder pflanzen, sollten Sie die Qualität Ihrer Erde überprüfen. Denn: Je nach der Qualität Ihrer Erde werden Sie Erfolg oder Misserfolg haben. Ist Ihre Erde sehr steinig oder größtenteils lehmig, müssen Sie sie mit organischem Material verbessern. Entweder Sie erwerben zu diesem Zweck guten Kompost (fragen Sie in Ihrem lokalen Gartencenter, ob der dort angebotene für den Bioanbau geeignet ist), oder Sie stellen einfach Ihren eigenen Kompost her.

Auch sollten Sie sich einen blank polierten Boden in Ihren Beeten abgewöhnen. Mulchen Sie statt dessen. Mulchen bedeutet, dass Sie organisches Material wie Laub, Küchenabfälle, Ast- und Rasenschnitt zwischen Ihren Pflanzen und insbesondere auf den Baumscheiben junger Obstbäume verteilen. Kompost und Mulchmaterial stellen langfristig sicher, dass Ihr Boden vor Trockenheit und Wind geschützt ist, dass nützliche Bodenorganismen und nützliche Insekten Nahrung und Unterschlupf finden und dass Ihr Gemüse all die Nährstoffe bekommt, die es braucht. Eine angenehme Begleiterscheinung des Mulchens ist, dass Sie nie wieder Umgraben müssen. Der Boden bleibt auf natürliche Weise locker und fruchtbar.

Wie erhalte ich echten Powerboden?

Möchten Sie Tomaten anpflanzen? In kühlen Regionen empfiehlt es sich in diesem Fall, besser Setzlinge zu kaufen. Tomaten benötigen eine Keimtemperatur von etwa 20 Grad. Das heißt, in Deutschland könnten sie frühestens im Mai gesät werden. Da es oft schon im September oder Oktober für Tomaten wieder zu kalt wird, könnte es dann aber passieren, dass Ihre Tomatenpflanzen es gar nicht bis zur Fruchtreife schaffen oder zumindest nicht viele Früchte liefern werden.

Wenn Sie aber einen echten Powerboden in Ihrem Garten oder Ihren Töpfen haben, dann holen Ihre selbst gesäten Pflänzchen den Vorsprung der vorgezogenen Gewächshaussetzlinge schnell wieder auf. Powerboden erhält man mit nichts so einfach wie mit dem Einsatz von EM. EM sind Effektive Mikroorganismen.

Dabei handelt es sich um eine Kombination aus verschiedenen gentechnikfreien Bakterien wie Milchsäurebakterien, Photosynthesebakterien und Hefen. Diese Mikroorganismen befinden sich normalerweise in einem gesunden und fruchtbaren Boden. Wenn aber die Pflanzen kränkeln, für Schädlinge anfällig sind oder nur langsam wachsen, dann bedeutet das: Der Boden befindet sich nicht mehr in seinem natürlichen Gleichgewicht.

Die „schlechten“ Bakterien wie z. B. Fäulnisbakterien überwiegen und locken wiederum Schnecken und andere unwillkommene Gäste an. Die „guten“, also nützlichen Bodenbakterien aber sind in der Minderheit. Wie bringt man nun wieder nützliche Bakterien in den Boden? Mit EM. All die Mikroorganismen in EM sind nichts anderes als jene nützlichen Bakterien, die den meisten heutigen Böden fehlen. Sobald die Zahl der nützlichen Bakterien in Ihrem Boden wieder steigt, steigt die Bodenqualität und parallel dazu die Pflanzengesundheit.

Die Anwendung von EM-1®

EM-1® ist ein Produkt aus Effektiven Mikroorganismen und bringt in jeden Garten Fruchtbarkeit und Harmonie. Es hat unendlich viele Einsatzmöglichkeiten. Hier eine kleine Auswahl:

Boden

Ihre kompostierbaren Abfälle sollten so fein wie möglich zerkleinert werden (Gartenhäcksler), damit die Effektiven Mikroorganismen genügend Angriffsflächen haben und aus Ihrem Kompostmaterial schnell fruchtbare Gartenerde werden kann. Jedes Mal wenn Sie neues Kompostmaterial auf Ihren Komposthaufen werfen, besprühen Sie es mit unverdünntem EM-1® und bedecken es dann mit einer dünnen Schicht Erde. Auch Ihr Mulchmaterial wird vor dem Ausbringen mit EM-1® besprüht, vermischt und dann auf dem Boden verteilt.

Wenn Sie mindestens zwei Monate bis zur Aussaat oder bis zur Pflanzung der Setzlinge Zeit haben, dann können Sie sog. Bokashi zubereiten. Dabei handelt es sich um fermentiertes Kompostmaterial. Fein zerkleinertes Kompostmaterial wird mit Urgesteinsmehl und – falls vorhanden - mit Tierdung (am besten Hühnermist) gemischt, mit unverdünntem EM-1® besprüht oder begossen und mit einer Plastikfolie abgedeckt.

Drei bis vier Wochen lang lässt man diese Mischung fermentieren (nur in der warmen Jahreszeit). Kleine Mengen können in Plastiktüten abgefüllt und gut verschlossen an einem warmen Ort gelagert werden. Nach spätestens einem Monat wird das fermentierte Material im Boden – etwa 10 bis 20 cm tief – vergraben. Weitere vier Wochen später kann darauf gesät oder gepflanzt werden, aber nicht eher, da die fermentierte Mischung für Jungpflanzen zu sauer wäre.

Bäume

Bei Bäumen empfiehlt es sich, die fermentierte Bokashi-Mischung in Abständen von etwa 50 cm rund um die Baumscheibe einzugraben. Alte Bäume, die womöglich schon lange keine befriedigende Ernte mehr liefern, kommen dadurch wieder richtig in Schwung. Junge Obstbäume sollten darüber hinaus einmal wöchentlich mit EM-1® (1:10 verdünnt mit Wasser) gegossen werden.

Pflanzen

Anfangs sollten neu gesetzt Pflanzen einmal wöchentlich mit EM-1® (1:200 verdünnt mit Wasser) gegossen werden. Wenn Pflanzen oder Bäume kränkeln oder von Schädlinge befallen sind, dann können sie mit EM-1® (1:50) besprüht werden (auch vorbeugend alle 10 bis 14 Tage). Achten Sie darauf, dass EM-1® nicht unverdünnt die Pflanzen berührt.

EM-1® „vermehren“

Wenn Sie einen großen Garten haben, lohnt es sich, EM-1® zu vermehren. Aus einem Liter EM-1® können Sie auf diese Weise über 30 Liter sog. EM-a bereiten. Dazu mischen Sie einen Liter EM-1® mit einem Liter Zuckerrohrmelasse (Bioladen/Reformhaus) und 31 Litern Wasser, füllen die Mischung in einen Gärkanister und halten diesen 7 bis 10 Tage lang bei Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad (gelingt in einem Wasserbad mit Aquarium-Heizstab). Anschließend kann die entstandene Mikroorganismen-Flüssigkeit genau wie EM-1® verwendet werden.

Wichtige Regeln im Biogarten

Vergessen Sie nie, Ihre Beete oder Töpfe sorgfältig zu beschriften, damit Sie später wissen, was wo gesät ist. Andernfalls jäten Sie (wenn sie sich in der Anfangszeit mit dem Aussehen der einzelnen Pflanzen noch nicht so auskennen) unter Umständen versehentlich Ihre eigenen Gemüsepflänzchen.

Denken Sie auch an die Regeln der Mischkultur und Fruchtfolge. Mischkultur bedeutet, dass Sie lediglich solche Pflanzen miteinander auf ein und dasselbe Beet pflanzen, die sich auch gut miteinander verstehen und sich unter Umständen sogar gegenseitig vor Schädlingen schützen wie z. B. Möhren und Zwiebeln, die sich durch besonders harmonische Nachbarschaft auszeichnen. Tomaten und Gurken aber mögen sich nicht so gerne. Gurken wiederum verstehen sich prächtig mit Dill. Bohnen und Kartoffeln bitte weit auseinander pflanzen. Dagegen dürfen Bohnen gerne gemeinsam mit Salat auf einem Beet wachsen.

Von Jahr zu Jahr sollten Sie die Gemüsesorten, die Sie anbauen, an andere Parzellen Ihres Gartens pflanzen. Das ist die sog. Fruchtfolge. Wenn Sie zum Beispiel an einer Stelle Karotten angebaut hatten, versuchen Sie es im nächsten Jahr an derselben Stelle einmal mit Tomaten. Die Karotten hingegen pflanzen Sie eventuell dort, wo im vorigen Jahr Bohnen wuchsen.

Dies sollten Sie tun, da jedes Gemüse unterschiedliche Mengen verschiedener Nährstoffe benötigt – und so die Stelle in Ihrem Garten diesen Nährstoff nahezu vollständig entzieht, was im Folgejahr dazu führt, dass das Gemüse nicht mehr genug des betreffenden Stoffes zum Wachsen vorfinden kann. Daher sorgt das Wechseln der Anbauflächen dafür, dass zu jeder Zeit an jeder Stelle für Ihre verschiedenen Pflanzen die nötigen Nährstoffe vorhanden sind. Genauso kann es sein, dass gewisse Krankheiten im Boden ausgerottet werden, wenn man die Regeln der Fruchtfolge beachtet.

Wahrscheinlich werden Sie sich nach der Ernte Ihres ersten Biogemüses darüber wundern, wie einfach es ist, seine eigenen Bioprodukte zu kultivieren. Sie sparen auf diese Weise nicht nur eine Menge Geld, Sie können auch sicherstellen, dass Sie und Ihre Familie wirklich naturbelassenes Gemüse essen können, das sie in dieser Qualität und Frische wirklich nirgends kaufen können.




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(3)

Helmut
geschrieben am: Freitag, 28. Mai 2010, 21:59
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Klasse Artikel! - Und danke, Daniela, für den Hinweis auf die Maulwurfshügel-Erde!!
Daniela Rogat
geschrieben am: Mittwoch, 26. Mai 2010, 19:41
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Gute Motivation zum Selbstzüchten!

Allerdings ist mir EM-1 viel zu teuer, ich dünge lieber mit Backhefe für 9 Cent, die ich in 10 l warmem Wasser auflöse und dann gerecht verteile.

EM-Keramikpulver verwende ich nur für den Bokashi, den ich auch im Winter aus veganen Küchenabfällen herstelle und in geschlossenen (!) Eimern in Heizungsnähe reifen lasse.

Ansonsten lieben meine Zöglinge Maulwurfshügelerde vom Flussufer oder aus dem Wald. Ist vielleicht nicht so elegant mit Eimerchen und Schäufelchen Gassi zu gehen, aber die gekaperte Humusqualität ist sagenhaft und duftet so, wie gesunder Boden duften sollte.

Bio-Gemüse kaufe ich eigentlich nur noch nach, wenn mir das entsprechende Saatgut zur Neige geht, oder ich eine neue Variante probieren möchte, wie aktuell gelbe Zucchini. Lecker! Erst testen, dann ein paar Kernchen einpflanzen.

Bio-Permakultur macht Spass und lässt Monsanto ziemlich alt aussehen! ;-)
Michaela Lutzmayer
geschrieben am: Mittwoch, 26. Mai 2010, 18:20
eMail-Adresse hinterlegt
Hallo zusammen! Erst einmal vielen Dank für all die vielen guten Informationen auf dieser Homepage, ich bin sehr gerne & auch oft hier zu Gast und lese mit großem Interesse die Beiträge.

Ich möchte euch gerne ein Feedback zum Thema "EM im Boden" geben. Erst zum Boden: er benötigt dieselben Dinge zum Leben wie wir Menschen - Sauerstoff, richtige Temperatur, Wasser... also der Boden "atmet", wie wir. Im Boden befinden sich deswegen aerobe Mikroorganismen (aerob = mit Sauerstoff / anerob = ohne Sauerstoff). Im EM befinden sich aber anerobe Mikroorganismen, d.h. wenn man diese in den Boden gibt, verdrängen sie nach und nach die aeroben-sauerstoff-Mikroorganismen und der Boden versteinert im Laufe der Jahre, er stirbt ab. Ich persönlich finde es außerdem sehr unnatürlich, dass "EM-Gemüse" so riesig groß wird - das kommt in der Natur, also auf natürliche Art und Weise so nie vor. EM-Mikroorganismen eignen sich vielmehr z.B. zum Konservieren von Küchenabfällen, aus denen man u.a. dann wunderbaren Kompost herstellen kann.

Ich arbeite bei einem Bio-Gemüsebauer und habe selbst einen großen Biogemüsegarten. In meinen Garten kommt auf keinen Fall EM. In meinen Garten kommt der wunderbare CMC-Kompost. Also für alle die wirklich auf Bio stehen, sollten sich mal die CMC-Kompostierung (Controlled Microbial Composting) unter die Lupe nehmen. Sie basiert auf aeroben (mit Sauerstoff) Mikroorganismen, also genau das, was der Boden zum Leben braucht. Ich kann das nur weiter empfehlen - mein Gemüse strotzt nur so voller Kraft und Lebendigkeit!

Zentrum der Gesundheit:

Liebe Frau Lutzmayer,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu EM im Boden. Wir selbst haben mit EM bislang hervorragende Ergebnisse erzielt und auch nie etwas Gegenteiliges von EM-Anwendern gehört, ganz zu schweigen von angeblich "versteinerten oder gar abgestorbenen Böden".

Da uns Ihr diesbezüglicher Kommentar sehr erstaunt hat, haben wir - sicherheitshalber - zwei hochkompetente EM-Fachleute dazu befragt. Keinem sind die von Ihnen genannten Geschehnisse (versteinerte oder tote Böden) in Zusammenhang mit EM bekannt. Einer unserer beiden Experten war außerdem langjähriger CMC-Kompostierer (für die anderen Leser: CMC = Controlled Microbiological Composting), der jahrelang Ausbildungen in Sachen CMC-Kompostierung durchgeführt hat - bis er EM kennenlernte.

Er ist nach wie vor von der CMC-Methode begeistert, was ihn jedoch nicht daran hindert, die Nachteile dieser Methode aufzuführen: 1. Extrem hoher zeitlicher und finanzieller Aufwand (30 bis 50mal höher als bei der EM-Bokashierung), 2. hohe Stickstoffverluste in Form von Ammonium bzw. Ammoniakausgasungen, 3. sehr hohe CO2-Ausgasungen und Verluste durch Oxidation.

Übrigens enthält EM NICHT NUR anaerobe reduktive Mikroben. EM ist ein Mix aus aeroben und anaeroben Mikroben, und je nach Milieu gehen die einen in den Vordergrund, die anderen in den Hintergrund oder umgekehrt. Dabei sterben die in den Hintergrund getretenen nicht ab, die Gesamtsymbiose bleibt also bestehen. EM kann alle Milieurichtungen abdecken - im Gegensatz zum CMC-Starter.

Der Einsatz von EM und EM Bokashi erhöht nach nur wenigen Jahren sowohl organische Substanz als auch den Humusgehalt um ein Vielfaches der Ausgangssituation. Ein landwirtschaftlicher Betrieb, der vor drei Jahren seinen Boden nur mit schwerem Werkzeug bearbeiten konnte, kann seinen Boden jetzt - theoretisch - mit der bloßen Hand umgraben - so viel zur "Versteinerung". Im Boden sind nun natürlich auch viel mehr Nährstoffe enthalten, er ist fruchtbarer denn je, was zur Folge hat, dass große Pflanzen und Früchte entstehen.

Große Pflanzen/Früchte sind also nicht zwingend etwas Unnatürliches (bei Kunstdüngeranwendung allerdings schon). Eine Pflanze/Frucht wächst so groß wie die Umstände es erlauben. Das können Sie in der Natur genauso beobachten. An einem kargen Berghang entwickelt sich eine Pflanze nur spärlich, pflanzt man dieselbe Pflanze jedoch ins fruchtbare Tiefland, dann wird sie plötzlich um ein Vielfaches größer. Und wenn sie zuvor in kargem Boden kaum oder nur wenige winzige Früchte trug, so liefert sie im fruchtbaren Boden eine üppige Ernte.

Mit herzlichen Grüßen