Biologische Produkte
Biologische Produkte sind nicht nur reicher an Nährstoffen und intensiver im Geschmack, sie schonen auch durch ihre Anbauweise die Böden und hinterlassen dadurch ein gesünderes Bodenleben.
Veröffentlichung am 27.10.2010 um 16:11 Uhr / Aktualisierung am 14.03.2012 um 09:29 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - Biologische Produkte punkten nicht durch einen höheren Nährwert, sondern hinterlassen auch eine gesündere Bodenkrume. Das ergab eine Studie, bei der die Böden und Feldfrüchte von 13 konventionell wirtschaftenden Betrieben mit den Böden und Früchten von 13 Bio-Betrieben verglichen wurden.
Bioligisch erzeugte Produkte sind frei von gesundheitschädlichen Pestiziden bzw. Fungiziden und geben dem Körper mehr Kraft und Gesundheit!Nur allzu gern wird in den Medien behauptet, es gäbe keinerlei Unterschiede zwischen herkömmlichen landwirtschaftlichen Produkten und Produkten aus biologischem Anbau. Eine kürzlich in der Online-Ausgabe des Fachjournals Public Library of Science (PLoS) veröffentlichte Studie belehrt all diejenigen eines Besseren, die sich immer erfreut die Hände reiben, wenn Pseudo-Wissenschaftler behaupten, Bio-Lebensmittel seien nicht besser und nicht schlechter als konventionelle Produkte.
So zeigt die Untersuchung, dass biologische Früchte und Gemüse einen viel höheren Nährwert haben als konventionelle Produkte, und dass sie dennoch eine gesündere Erde mit einem vielfältigeren Bodenleben hinterlassen.
“Wir zeigen hiermit, dass hohe Lebensmittelqualität mit Hilfe biologischer Produktionsmethoden nicht nur möglich ist, sondern dass eine derartige Qualität mit dem heute üblichen Arsenal an Chemikalien überhaupt nicht erreichbar ist“, sagte John Reganold, Professor für Bodenkunde an der Washington State University Regents und Autor dieser neuen Studie.
Er führte die bislang umfangreichste Analyse verschiedener Bodenqualitäten intensiv bewirtschafteter Betriebe durch. Dabei wählte er solche Betriebe aus, die Erdbeeren produzieren. Erdbeeren gehören zu jenen Feldfrüchten, die in der konventionellen Landwirtschaft mit besonders hohen Pestizidmengen belastet sind.
Reganold und sein Team analysierten 31 unterschiedliche chemische und biologische Bodeneigenschaften, den Geschmack, den Nährwert und die Qualität von drei verschiedenen Erdbeerarten aus 13 konventionellen und 13 biologischen Betrieben. Außerdem untersuchten sie die genetische Vielfalt der Böden.
Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind faszinierend. Die biologischen Erdbeeren enthalten weitaus mehr Antioxidantien, Vitamin C und Polyphenole (Phytonährstoffe) als die konventionell angebauten Erdbeeren. Auch waren die Bio-Früchte länger haltbar und verfügten über eine höhere Trockenmasse als die herkömmlichen Früchte.
Letzteres bedeutet ganz einfach, dass die Bio-Früchte mehr Frucht (und daher auch mehr Geschmack) und weniger Wasser enthalten als die normalen Früchte.
Testpersonen, die sich – ohne zu wissen, welche Erdbeeren aus biologischer und welche aus konventioneller Erzeugung stammten – zum Geschmack der Erdbeeren äußern sollten, gaben an, dass die biologischen Erdbeeren insgesamt besser schmecken würden. Sie seien süßer und hätten deutlich mehr Erdbeeraroma.
Aber das ist längst noch nicht alles. Bei Bodenproben zeigten sich die biologischen Böden extrem gehaltvoll an Schlüsselnährstoffen, Enzymen und biologischen und chemischen Elementen, die in konventionellen Anbauböden fehlten. Auch verfügten die Bio-Böden über ein vielfältigeres Bodenleben, was auf einen insgesamt fruchtbareren und dauerhaft stabilen Bodenzustand hinweist. Ohne diese Nährstoffe und Mikroorganismen im Boden lassen sich keine vitalstoffreichen und gesunden Produkte ziehen.
Professor Reganold fand außerdem heraus, dass mit biologischen Anbaumethoden ebenso hohe – oder gar höhere – Erträge erwirtschaftet werden als in der konventionellen Landwirtschaft. Und das, obwohl Bio-Landwirte weder Kunstdünger noch schädliche Chemikalien verwenden und dadurch sowohl die menschliche Gesundheit als auch die Umwelt schützen.
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