Bisphenol-A-Verbot
Ab März bzw. Juni 2011 wird der Einsatz des Weichmachers Bisphenol A in Babyflaschen verboten sein.
Veröffentlichung am 10.02.2011 um 14:35 Uhr / Aktualisierung am 10.04.2012 um 14:51 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - Seit Jahren berichten wir über die Gefährlichkeit der Chemikalie Bisphenol A und fordern die Verbraucher – aufgrund der offensichtlichen Handlungsunfähigkeit des Gesetzgebers – zu Selbstverantwortung und Vorsicht im Umgang mit den entsprechenden Bisphenol-A-haltigen Kunststoffen auf. Nachdem uns jahrelang versichert wurde, wie sicher und harmlos der Weichmacher Bisphenol A sei, wird die Produktion von Bisphenol-A-haltigen Babyflaschen aus Polycarbonat ab März 2011 (der Verkauf ab Juni 2011) – aufgrund eindeutiger und zahlreicher Studienergebnisse – endlich verboten sein.
Ein kleiner Anfang - EU verbannt die Chemikalie Bisphenol-A aus BabyflaschenDie Chemikalie Bisphenol A (BPA) wird schon seit den sechziger Jahren in Kunststoffen eingesetzt, um deren Haltbarkeit zu erhöhen. Derzeit werden weltweit jährlich vier Millionen Tonnen BPA für die Verwendung in Kunststoffbechern, Babyschnullern, Babyfläschchen, Plastikspielzeug, Lebensmittelverpackungen etc. hergestellt.
BPA kann sich jedoch aus dem Kunststoff wieder lösen und so in den Körper von Menschen gelangen (entweder über die Nahrung oder – bei Babys und Kleinkindern – über den direkten Mundkontakt).
BPA gilt als sog. endokriner Disruptor, was bedeutet, dass die Chemikalie hormonähnliche Wirkung hat (sie imitiert die Wirkung des Hormons Östrogen) und somit das empfindliche hormonelle Gleichgewicht des Menschen stören kann.
Besonders wenn Kinder in Kontakt mit dem Gift kommen, kann das Gift in den frühen Entwicklungsphasen eine ordnungsgemäße Ausbildung der Organe und Drüsen behindern und die sexuelle Entwicklung hemmen. Auch die Entstehung von Herzkreislauferkrankungen, Leberproblemen und Diabetes kann in Gegenwart von BPA gefördert werden.
Im Laufe der letzten Jahre stiegen bereits etliche Herstellerfirmen auf BPA-freie Kunststoffe für Baby- und Kleinkinderprodukte um. Kanada, Dänemark, Frankreich und einige US-Bezirke haben BPA längst als Zusatzstoff in der Herstellung von Kinderprodukten gesetzlich verboten. In der EU jedoch ließ man sich damit Zeit.
Noch im Jahre 2008 gab die Europäische Kommission gemeinsam mit der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) einen Bericht zur Risikoeinschätzung von BPA heraus. Darin hieß es, Produkte, die BPA enthielten, seien für Verbraucher und Umwelt sicher.
Erst nachdem ein Jahr später erneut besorgniserregende Studienergebnisse (besonders in Bezug auf die BPA-Gefahren für Neugeborene) bekannt geworden waren, kündigte die EFSA bis Mai 2010 eine Neubewertung der Chemikalie an, was aber aufgrund interner Meinungsverschiedenheiten nicht geschah. Der endgültige Entscheid über einen möglichen neuen Grenzwert für BPA wurde auf September 2010 verschoben.
Es vergingen also viele Monate und Jahre, in denen Babys, Kleinkinder und auch Erwachsene teilweise Tag für Tag und – größtenteils unwissend – einer eigentlich leicht vermeidbaren Chemikalie ausgesetzt waren, bevor man nun beschloss, BPA ab März 2011 in der Produktion von Babyflaschen zu verbieten. Erst ab Juni 2011 wird dann auch der Verkauf der noch im Handel befindlichen Bisphenol-A-haltigen Babyflaschen verboten sein.
Aktuelle Untersuchungen zeigten, dass BPA Auswirkungen auf die Entwicklung, das Immunsystems und auf die Entwicklung von Tumoren haben könnte,
erklärte John Dalli, der Europäische Kommissar für Gesundheits- und Verbraucherpolitik.
Die Entscheidung (…) ist eine gute Neuigkeit für europäische Eltern, die von nun an sicher sein können, dass ab Mitte des Jahres 2011 Babyflaschen aus Plastik kein BPA mehr enthalten werden.
Allerdings darf BPA in anderen Kunststoffartikeln aus Polycarbonat nach wie vor enthalten sein. So findet sich der Stoff auch in den Innenbeschichtungen von Gemüse- oder Obst-Dosen, in gewöhnlichen Getränkeflaschen und sogar in Thermopapier.
Das größte Problem im Zusammenhang mit BPA ist dessen Fähigkeit, langsam aber kontinuierlich aus den Plastikbehältern in die entsprechenden Nahrungsmittel und Getränke zu diffundieren.
Wenn man Flüssigkeiten in eine Flasche abfüllt – insbesondere heiße Flüssigkeiten oder solche, die viele Fette enthalten – verlässt die Chemikalie das Plastik,
,erklärte Belinda Phipps, leitende Direktorin der britischen Wohltätigkeitsorganisation National Childbirth Trust in der Nachrichtensendung der BBC.
Vor allem wenn die Flasche älter wird und im Laufe der Zeit auch Kratzer aufweist, gelangt die Chemikalie in zunehmendem Maße in die Flüssigkeit.
Eine im Jahr 2009 durchgeführte und in einem unserer kürzlichen Texte zum Thema BPA bereits erwähnten Studie der Harvard Universität kam zu dem Ergebnis, dass Menschen, die nur für eine Woche lang aus Kunststoff-Flaschen (aus Polycarbonat) tranken, plötzlich einen Anstieg des BPA-Gehalts in ihrem Urin von über 65 Prozent aufwiesen.
Diese Studie, die in der Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives veröffentlicht wurde, bewies, dass das BPA aus der Verpackung ziemlich schnell in die Nahrung und die Getränke wandern kann.
Da das neue Gesetz sich auf Produkte für Babys und Kleinkinder beschränkt, können andere Kunststoffe nach wie vor BPA enthalten. Bleiben Sie also auf der Hut. Warten Sie ferner nicht, bis das neue BPA-Verbot greift und erkundigen Sie sich schon jetzt beim Kauf von Babyprodukten, Spielzeug und Nahrungsmitteln in Plastikverpackungen, ob der verwendete Kunststoff frei von Bisphenol A ist und meiden Sie im Zweifel die entsprechenden Produkte lieber ganz.
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(Zentrum der Gesundheit) - Bisphenol A wird als Hauptbestandteil bei der Herstellung von Kunststoffen eingesetzt. Es wird weltweit zur Beschichtung von Konservendosen und Folienverpackungen verwendet. Außerdem macht es Plastikschüsseln und Babyfläschchen hart und lichtdurchlässig.
(Zentrum der Gesundheit) - Die für die Herstellung mancher Kunststoffe verwendete Chemikalie Bisphenol A kann nicht nur hormonähnliche Wirkungen haben und dadurch insbesondere bei Kleinkindern die körperliche Entwicklung hemmen, sondern kann außerdem zur Entstehung von Herzkreislauferkrankungen, Leberproblemen und Diabetes beitragen. Während in den USA die Behörden nun dabei sind, die giftige Substanz neu zu bewerten, halten die deutschen Behörden hartnäckig an ihrer Meinung fest, Bisphenol A stelle angeblich kein gesundheitliches Risiko dar.
(Zentrum der Gesundheit) - Nachdem eine vor kurzem veröffentlichte Studie Bisphenol A - einer Chemikalie die in Hartplastik, sowie in der Beschichtung von Konserven- und Getränkedosen zu finden ist - auch mit Diabetes und Herzerkrankungen in Verbindung gebracht hat stellt sich die Frage, wie man den Kontakt zu dieser gefährlichen Chemikalie auf ein Minimum reduzieren kann.
(Zentrum der Gesundheit) - Junge Mädchen geraten immer früher in die Pubertät. Bisher glaubte man, den Schuldigen in kalorienreicher Ernährung und chronischem Bewegungsmangel ausfindig gemacht zu haben. Die wirkliche Ursache könnte jedoch eine ganz andere sein: die Allgegenwart hormonwirksamer Chemikalien.
"Wenn Ihr Leben so verbittert wäre wie meins, und Sie Tag für Tag dieses Massaker an unschuldigen Kindern durch eine völlig ungeeignete Ernährung mit ansehen müssten, dann glaube ich, würden Sie genau wie ich empfinden: Diese fehlgeleitete Propaganda über Säuglingsnahrung sollte als Mord an den Kindern betrachtet werden. Jeder, der aus Unwissenheit oder auch leichtfertig dafür sorgt, dass ein Baby mit ungeeigneter Nahrung gefüttert wird, kann an dem Tod des Babys für schuldig befunden werden."- Dr. Cicely Williams, Milk and Murder , 1939
(Von Frau Martincic) - Vom zweifelhaften Vergnügen, heutzutage ein Baby sein zu müssen. Beobachtungen über Folgen aus 10 Jahren Mikrowelle. Lesen Sie diesen spannenden und ernüchternden Bericht
(Zentrum der Gesundheit) - Eine kürzlich von Forschern der Universität in Nottingham/Grossbritannien durchgeführte Studie enthüllte, dass Babys, die sich nach der sog. Rapley-Methode selbst abstillen dürfen und Fingerfood bekommen, im späteren Leben gesünderes Essen bevorzugen. Babys hingegen, die Babybreie erhalten und mit dem Löffel gefüttert werden, sollen im späteren Leben eher auf Süssigkeiten stehen und sich ausserdem mit höherer Wahrscheinlichkeit zu Pummelchen entwickeln.
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