Vitalstoffpaket Brennnessel


Brennnesseln sind echte Vitalstoffpakete – voller Vitamine und Mineralstoffe. Dazu kommt eine enorme Heilkraft bei vielerlei Beschwerden.


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letzte Aktualisierung am 28.04.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Brennnesselblätter – Das Superkraut

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(Zentrum der Gesundheit) - Der Gedanke daran, Brennnesselblätter zu essen, könnte bei Ihnen die Alarmglocken schrillen lassen. Weiss man doch, dass die Brennnessel schon bei der geringsten Berührung starke Schmerzen hervorrufen kann. Trocknet oder kocht man Brennnesselblätter aber, nimmt man ihr jegliches "Bedrohungspotential" und macht aus ihr stattdessen ein wahres Superfood für viele köstliche Gerichte. Gleichzeitig ist die Brennnessel eine grossartige Heilpflanze. Wir verraten Ihnen Rezepte und Anwendungsmöglichkeiten des Superkrauts Brennnessel.

Brennnesselblätter © glueckskind123 - Fotolia.com

Brennnesselblätter für viele Zwecke

Brennnesselblätter lassen sich nicht nur zu einem sehr entschlackenden und wohlschmeckenden Tee verarbeiten. Sie sind überdies extrem calcium-, eisen- und eiweissreich und können pulverisiert in viele Gerichte integriert werden – z. B. in grüne Smoothies, aber auch als würzige Zutat in Dressings, Dips, Frischkäse, Brot und vieles andere mehr.

Wussten Sie jedoch, dass es gar nicht so selbstverständlich ist, Brennnesselblätter nutzen zu dürfen? Ja, wir uns regelrecht glücklich schätzen können, wenn wir nicht gerade in Frankreich leben?

Die Brennnessel – In Frankreich verboten

Die Brennnessel wächst überall dort, wo der Boden feucht und nährstoffreich ist. Sehr früh im Jahr legt die Brennnessel los und ist daher auch eine der ersten Pflanzen, die im Frühling zu blühen beginnen. In den meisten nördlichen Ländern ist die Brennnessel weit verbreitet und gilt ob ihrer Wucherleidenschaft als wenig beliebtes und massiv bekämpftes Unkraut.

In Frankreich wird die Brennnessel jedoch noch aus ganz anderen Gründen bekämpft. Dort ist seit Jahren ein wahrer Brennnesselkrieg im Gange, weil der Einsatz der sog. Brennnesseljauche gesetzlich untersagt wurde.

Brennnesseljauche nennt man die Flüssigkeit, die entsteht, wenn man frische Brennnesselblätter oder -stängel in einen Eimer Wasser gibt und dort gären lässt. Dann wird die entstandene Jauche als natürlicher Pflanzendünger verwendet.

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Brennnesselblätter als hervorragender Bio-Dünger

Die Brennnesseljauche wird in der Bio-Landwirtschaft und von Hobbygärtnern seit Urzeiten eingesetzt. Sie sorgt für starke Pflanzen, gesunde Böden sowie grossartige Ernten. Nicht aber in Frankreich.

Dort ist die Brennnesseljauche seit 2002 illegal – weil sie keine staatliche Zulassung hat. Illegal ist jedoch nicht nur die Brennnesseljauche, sondern sogar die Weitergabe von Informationen über die Wohltaten der Brennnessel.

Details dazu lesen Sie hier, wo wir auch die passende 45minütige ARTE-Dokumentation auf youtube verlinkt haben – mit vielen Hintergrund-Infos sowie Interviews mit Menschen, die in Frankreich für die Brennnessel kämpfen.

Die Brennnessel – Das Super-Heilkraut

Die Brennnessel stärkt übrigens nicht nur Pflanzen und Böden, sondern auch Menschen! Viele der wunderbaren Brennnessel-Eigenschaften haben wir in unserem Brennnessel-Haupttext ausführlich beschrieben.

Nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Heilwirkungen der Brennnessel:

  • Heilwirkung auf den Darm: Die Brennnessel kann aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften gemeinsam mit anderen ganzheitlichen Massnahmen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn eingesetzt werden. Das gesamte Therapiekonzept wird unter obigem Link erklärt.

  • Heilwirkung bei Rheuma: Die anti-entzündlichen Brennnesselblätter wirken z. B. als Gemüse auch bei Arthritis sehr gut – und zwar nicht nur entzündungshemmend, sondern auch schmerzlindernd und kann in der Rheuma-Therapie nachweislich dazu führen, dass weniger Schmerzmittel benötigt werden.

  • Heilwirkung auf die Harnwege: Haupteinsatzgebiet der Brennnesselblätter (insbesondere als Tee) sind Probleme mit den Harnwegen, der Blase und der Nieren, wie z. B. Harnwegsinfekte, Blasenentzündungen, Reizblase, Blasensteine etc. Die Brennnessel sorgt hier dafür, dass die Harnwege durchspült werden. Auf diese Weise können sich weder Krankheitserreger festsetzen noch Blasen-/Nierensteine bilden.

  • Heilwirkung auf die Prostata: Die Brennnessel bessert – in Form von Brennnesselwurzelextrakt – Prostatabeschwerden, die sich infolge einer gutartigen Prostatavergrösserung entwickelt haben. Die Erläuterung einer entsprechenden Studie finden Sie unter obigem Link.

  • Selbst bei Prostatakrebs soll der Brennnesselwurzelextrakt hilfreich sein können und das Krebszellwachstum hemmen.

  • Heilwirkung auf Blut und Blutdruck: Brennnesselblätter senken – als Tee genossen – den Blutdruck, da sie die übermässige Blutgerinnung verzögern, also auch Thrombosen verhindern helfen und somit quasi das Blut „verdünnen“.

  • Heilwirkung auf das Immunsystem: Die Brennnessel stärkt die körpereigene Abwehrkraft! Das Superkraut unterstützt die Vermehrung der T-Lymphozyten (Unterart der Abwehrzellen), fördert die Antikörperbildung und spornt Fresszellen zu erhöhter Aktivität an. Die Brennnessel ist also auch in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr ein sinnvolles Getränk, Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel.

  • Heilwirkung bei Energiemangel und Müdigkeit: Die Brennnessel ist ein Stärkungsmittel und eignet sich daher für alle, die sich müde und ausgelaugt fühlen. Für diesen Zweck nimmt man die Brennnesselsamen ein. Sie steigern die Vitalität, die Potenz, die Libido sowie die Milchproduktion stillender Mütter.

    Gründe für diese vitalisierende Wirkung gibt es viele. Zunächst ist da der Vital- und Mineralstoffreichtum der Samen. Dazu kommen die stark antioxidativen und auch leberschützenden Fähigkeiten der Brennnesselsamen.

    Zusätzlich enthalten Brennnesselsamen sog. Phytosterole (Beta-Sitosterol), die beim Mann verhindern, dass sich Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT) wandelt. Der Spiegel des freien Testosterons soll dadurch steigen und den libidosteigernden Effekt erklären.

  • Heilwirkung bei Haarausfall: Brennnesselsamen fördern erfahrungsgemäss und traditionellen Quellen zufolge den Haarwuchs und sorgen für dichtes und glänzendes Haar – übrigens nicht nur beim Menschen, sondern auch beim Pferd :-) Doch auch Brennnesselblätter finden sich in Zubereitungen gegen Haarausfall. Ideal ist beim sogenannten genetisch bedingten bzw. androgenetischen Haarausfall des Mannes die Kombination von Zubereitungen aus Brennnesselblättern mit Präparaten aus der Sägepalme, dem afrikanischen Pflaumenbaum (Pygeum africanum), ferner mit Zink und Vitamin B 6.

    Man vermutet, dass diese Mischung die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) über die Hemmung des entsprechenden Enzyms (5-Alpha-Reduktase) reduziert. Der Dihydrotestosteronspiegel sinkt. Gleichzeitig wird die Bindung des noch vorhandenen DHTs an die DHT-Rezeptoren verhindert.

    Infolgedessen kann DHT – das nicht nur für den Haarausfall, sondern auch für Prostatavergrösserungen verantwortlich gemacht wird – nicht mehr negativ wirken. DHT wird jetzt abgebaut und es kommt zu einer Normalisierung des Haarwuchszyklus sowie zu einem Stopp des Haarausfalls – was sich jedoch erst nach einer Einnahmezeit von einigen Monaten zeigen kann.

Brennesselblätter zur Entschlackung

Alle diese höchst positiven Eigenschaften der Brennnessel machen sie zu einer hervorragenden Begleiterin einer jeden Entschlackung, Entsäuerung oder Darmreinigung.

Schliesslich profitiert nahezu jedes Organ von der Brennnessel:

Entzündungen im Darm und den Gelenken gehen zurück, das Blut wird gereinigt, das Immunsystem auf Vordermann gebracht und die Leber entlastet. Schlacken und Toxine können durch die durchspülende Wirkung der Brennnesselblätter ruckizucki ausgeschieden werden.

Vitalstoffgehalt der Brennnesselblätter übertrifft jedes Kulturgemüse

Gleichzeitig versorgen die Brennnesselblätter mit derart enormen Vitalstoff- und Mineralstoffmengen, dass herkömmliche Kulturgemüse diesbezüglich nicht annähernd mithalten können.

So sind in 100 Gramm Brennnesselblättern 700 mg Calcium enthalten, das ist sechsmal mehr als die Milch liefert. Auch für Beta Carotin, Magnesium (80 mg) und Eisen (4 mg) sind die Brennnesselblätter eine gute Quelle, und ihr Vitamin-C-Gehalt ist sechsmal so hoch wie jener der Orange.

Wie können Sie nun die Brennnessel am besten in Ihren Alltag integrieren? Dazu gibt es viele Möglichkeiten:

Die Brennnessel – Rezepte und Anwendungsmöglichkeiten

Von der Brennnessel werden insbesondere die Blätter oder die Samen, in selteneren Fällen die Wurzel verzehrt.

1. Brennnessel-Wurzel

Was die Wurzel betrifft, so sind hier Fertigpräparate (Brennnesselwurzelextrakt) nicht nur am einfachsten zu nutzen, in ihnen ist überdies die Wirkstoffdosis höher als z. B. in einem Brennnesselwurzeltee.

Wenn Sie dennoch lieber selbst zur Tat schreiten möchten, so benötigen Sie für einen Brennnesselwurzeltee zunächst einmal natürlich Brennnesselwurzeln – und zwar getrocknet und pulverisiert. Davon nehmen Sie 1 Teelöffel auf 1 Tasse Wasser (200 ml).

Bringen Sie das Wasser nun samt Wurzelpulver zum Kochen. Nehmen Sie den Tee von der Herdplatte und lassen Sie ihn 10 Minuten ziehen. Bis zu 5 Tassen können Sie davon täglich trinken (kurweise z. B. über zwei bis drei Wochen hinweg, also nicht dauerhaft).

2. Brennnesselblätter

Sehr viel häufiger als die Wurzel setzt man die Brennnesselblätter ein. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie man Brennnesselblätter essen oder trinken kann: Entweder frisch oder getrocknet.

Will man die Brennnesselblätter frisch verwenden, dann pflückt man frische junge Blätter – natürlich mit Handschuhen. Die Haupterntezeit liegt zwischen Mai und September. In vielen milden Regionen oder nach milden Wintern kann man sie auch schon im März oder April ernten.

Der beste Zeitpunkt zur Ernte ist dann gekommen, wenn die Brennnessel Kniehöhe noch nicht übersteigt und ihre Hauptstängel noch weich und geschmeidig sind.

Ernten Sie Brennnesselblätter (und auch andere Heilpflanzen) nicht, wenn es geregnet hat. Sie verlieren dabei an Aroma und weisen auch einen niedrigeren Wirkstoffgehalt auf als an trockenen Tagen. Warten Sie also auch bei schönem Wetter ab, bis der Tau getrocknet ist und schreiten Sie dann zur Ernte.

Frische Brennnesselblätter

Frische Brennnesselblätter können jetzt wie ein Gemüse (ähnlich wie Spinat) gedämpft und dann zu vielen Rezepturen weiter verarbeitet werden. Brennnesselblätter können aber auch roh in grüne Smoothies gegeben werden. Sowohl der Koch- als auch der Mixprozess zerstören die Brennhaare.

Brennnessel-Gemüse – Das Grundrezept

Geben Sie die grob zerkleinerten Brennnesselblätter mit einer zerdrückten Knoblauchzehe in einen Topf mit sehr wenig Wasser, dämpfen Sie die Blätter wenige Minuten lang, würzen Sie sie mit einer Brennnesselsamen-Gewürzmischung und servieren Sie sie mit Butter.

Denken Sie daran, dass die Brennnesselblätter – genau wie Spinat – sehr in sich zusammenfallen. Sie benötigen also pro Person zwischen 300 und 500 Gramm Brennnesselblätter, abhängig davon, ob es noch weitere Gemüse, Salate, Beilagen etc. gibt oder nur das Brennnesselgemüse mit etwas Fisch oder einem Veggie-Burger.

Smoothie aus Brennnesselblättern

Für einen Brennnessel-Smoothie nehmen Sie einfach Früchte nach Wahl, etwas Wasser und eine Hand voll frische junge Brennnesselblätter. Mixen Sie die Mischung im Hochleistungsmixer (z. B. Bianco Puro oder Revoblend) und geniessen Sie die frische Vitalkraft der Brennnessel!

Leckere Beispielkombinationen für grüne Smoothies mit Brennnesselblättern wären die beiden folgenden (jeweils für 1 Person):

Brennnessel-Mango-Smoothie

Brennnesselblätter, 1 kl. oder ½ grosse Mango, Wasser, etwas frisch gepressten Zitronensaft und ein Stückchen frischer Ingwer

Brennnessel-Mandarinen-Smoothie

Brennnesselblätter, Saft von vier Mandarinen, 1 Banane, Wasser und eine Prise Zimt

Selbstverständlich können Sie auch einheimische Lagerfrüchte wie Äpfel oder Birnen verwenden. Ebenfalls lecker schmeckt die Kombination Brennnesselblätter, Beeren (ausserhalb der Saison tiefgekühlt) und Banane.

Getrocknete Brennnesselblätter

Brennnesselblätter können auch sehr gut getrocknet werden. Dazu werden frische junge Brennnesselblätter im Sommer im Schatten getrocknet oder – falls die Witterung zu feucht ist – im Dörrgerät. Grössere Brennnesselmengen trocknet man, indem man die kompletten Stängel kopfüber an einen trockenen Platz hängt und dann – nach der Dörrzeit – die trockenen Brennnesselblätter abstreift.

Tee aus Brennnesselblättern

Aus getrockneten Brennnesselblättern kann man natürlich – wie eingangs erwähnt – zunächst einmal einen tollen entschlackenden Tee zubereiten. Dazu übergiesst man 2 Teelöffel getrocknete Brennnesselblätter (vor dem Überbrühen fein zwischen den Fingern zerreiben) mit 150 ml heissem Wasser und lässt den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen. Man trinkt davon etwa vier Tassen pro Tag.

Lecker kombinieren kann man den Tee aus Brennnesselblättern auch mit Süssholz, Ingwer, Fenchel, Zimt und Pfefferminz. Natürlich gibt es auch bereits Fertigmischungen, wie z. B. Brennnessel-Morgentee und Brennnessel-Abendtee.

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Brennnesselblatt-Pulver

Getrocknete Brennnesselblätter können aber auch zu Pulver zerrieben und dann das ganze Jahr als Gewürz über nahezu alle Gerichte gestreut werden. Dies peppt nicht nur den Geschmack dieser Gerichte auf, sondern erhöht auch ganz besonders deren Vitalstoff- und Mineralstoffgehalt.

Aromatisch-würzige Gewürzmischungen aus Brennnesselblättern, Brennnesselsamen, getrockneten Tomaten, Knoblauch, Zwiebel, Pfeffer und Salz finden Sie inzwischen auch in Ihrem Bio-Handel.

Vom reinen Brennnesselblattpulver kann man natürlich immer auch etwas in grüne Smoothies geben. Pro Portion Smoothie (ca. 300 ml) sollten es 1 bis 2 Esslöffel sein – vor allem im Winter oder dann, wenn man gerade kein frisches Grün im Haus hat.

Auch das reine Brennnesselblattpulver gibt es – wenn Sie das Ernten und Trocknen im Spätsommer verpasst haben – fix und fertig im Handel.

3. Brennnessel-Samen

Brennnessel-Samen schmecken fein in Müslis, Suppen, Quarkspeisen, Dips und Salatdressings oder einfach auf ein Butterbrot gestreut. Auch in den Smoothie kann man die Brennnesselsamen mixen, in den Brotteig geben oder genauso gut löffelweise als natürlichstes Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Einfach in der Anwendung sind Gewürzmischungen mit Brennnesselsamen. Diese gibt es in verschiedenen Variationen, z. B. mit Salz, mit Chili oder mit Pfeffer und Salz.

Und für Naschkatzen gibt es Müsliriegel mit Brennnesselsamen und verschiedenen Trockenfrüchten und Nüssen.

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Quellen:


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(1)

kamille
geschrieben am: montag, 03. mã¤rz 2014, 20:22
eMail-Adresse hinterlegt

Vielen Dank für den interessanten Artikel über die Brennessel! Ich wollte ausserdem bemerken, dass ich mich sehr gerne und oft auf Ihrer Website informiere, da die Qualität der Informationen hervorragend ist. Mit der Zeit habe ich zahlreiche Lebensmittel kennengelernt, die ich "Superfoods" nenne, da sie sich durch ihr besonders grosses gesundheitliches Potential von anderen Lebensmitteln unterscheiden . 

Als Beispiele wären zu nennen: Chlorella, Spirulina, Weizengras, Gerstengras, Traubenkernmehl, Chia-Samen, Brennessel und viele andere. Vom gesundheitlichen Wert all dieser Superfoods bin ich absolut überzeugt und möchte nun mit einem regelmässigen Verzehr - in Form von Pulver -beginnen. Ich habe mir eine Liste von ca. 20-25 Superfoods gemacht, die ich alle gerne einnehmen würde. -Nicht für ein spezielles Problem, sondern als allgemeine Gesundheitsvorsorge. Ich frage mich, welche "Einnahme-Strategie" ich verfolgen sollte, um von möglichst vielen dieser Superfoods zu profitieren.

Ich sehe 3 unterschiedliche Einnahme-Weisen:

(1) Ein paar wenige (vll. 3-6) Superfoods auswählen und diese z.B. 4 Superfoods über den Tag verteilt einnehmen, wobei immer nur ein einziges Superfood auf einmal eingenommen wird. Mit diesem Programm zahlreiche Monate fortfahren und dann mit der Einnahme der "alten" 4 Superfoods aufhören und mit 4 "neuen", anderen beginnen. Und so immer weiter machen bis man alle ca 25 durchhat und dann das gleiche Spiel von vorne.

(2) Wie bei (1) ca 4 verschiedene Superfoods pro Tag, immer nur eines auf einmal. Am nächsten Tag aber nicht mit denselben Superfoods weitermachen, sondern zu den nächsten 4 übergehen. Am dritten Tag weiderum andere 4. Dann hat man in ca. einer Woche alle 25 durch und fängt dann wieder mit den ersten 4 an.

(3) Alle 25 Superfoods zu einer einzigen Mischung vermischen und diese immer einnehmen. Wobei die Mischungsverhältnisse natürlich die Dosierungsempfehlungen für die einzelnen Superfoods berücksichtigen. Einige Überlegungen: Ist es so, dass ein und dasselbe Superfood seine beste Wirkung dann entfalten, wenn es täglich über mehrere Monate eingenommen werden? Dann wäre (1) zu favorisieren. Denn bei (2) erfolgt zwar auch eine dauerhafte Einnahme, aber ein und dasselbe Superfood kommt nur ca. alle 5 Tage und nicht täglich zum Einsatz. Kommt bei dieser Pause von ca. 5 Tagen ein und dasselbe Superfood letzendlich nicht so recht in seine "Wirkungskraft"? Oder ist (2) evtl doch vorzuziehen, da man innerhalb kürzerer Zeit dem Körper mehr Vielfalt bietet? Denn innerhalb ca. einer Woche bietet man ihm schliesslich alle 25 Superfoods. Bei (1) hingegen kommen erst nach mehreren Monaten andere Superfoods zum Einsatz.

Mangelt es bei (1) etwas an Vielfalt? Oder ist Vielfalt langfristiger zu sehen, wenn man dem Körper also erst nach mehreren Monaten Neues bietet? Oder aber fährt man am besten mit dem Mix, wo man dem Körper täglich die grösstmögliche Vielfalt von 25 Superfoods bietet. Oder ist dieser Mix gar nicht so gut, da der Organismus nicht so gut gleichzeitig 25 verschiedene Dinge handhaben kann und er ein einziges auf einmal lieber gehabt hätte. Oder ist es genau umgekehrt, dass sich die Vielzahl der Superfoods in der Mischung zu einer noch positiveren Wirkung ergänzen als es durch die Einnahme eines einzelnen Superfoods möglich wäre? Andereseits ist im Mix ja nur sehr wenig von jedem einzelnen Superfood enthalten...könnte die Wirkung der einzelnen Superfoods auf der Strecke bleiben, da sie dem Körper zwar täglich, aber immer nur in so geringer Menge zugeführt werden? Ich hoffe, meine Ausdrucksweise war nicht zu konfus. Ich würde mich sehr über eine Antwort auf meine Fragen und einen Ratschlag hinsichtlich bester Einnahme-Strategie freuen. Mit den besten Grüssen, Erich




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Erich
Betrachten Sie es weniger von der wissenschaftlichen und mehr von der logischen Seite :-)
Unser Körper ist es von Natur aus nicht gewöhnt, jeden Tag mit ALLEM versorgt zu werden, was der Planet zu bieten hat. Es gibt schliesslich Jahreszeiten. Das heisst, manche Lebensmittel - und die von Ihnen aufgezählten Superfoods SIND Lebensmittel - gibt es nur ein paar Wochen im Jahr, andere gibt es vielleicht ein paar Monate. Die wenigsten Nahrungsmittel gibt es jedoch jeden Tag.

Vielfalt ist jedoch tatsächlich wichtig und natürlich ergänzen bzw. verstärken sich viele Inhaltsstoffe der unterschiedlichen Superfoods auch gegenseitig.

Im Grunde können Sie sich also aussuchen, welche der von Ihnen beschriebenen Methoden Ihnen mehr zusagt, welche besser in Ihren Alltag passt, wobei wir Methode 3 aus den von Ihnen genannten Gründen als weniger geeignet betrachten würden.
Da sich viele Superfoods auch ganz unterschiedlich einsetzen lassen, könnten Sie einfach auch intuitiv vorgehen. Je nachdem, was Sie essen, setzen Sie die passenden Superfoods ein. In den Smoothie passen die Gräser, in das Dressing ein Chlorellapulver, ins Brot die Chiasamen, in die Mandelmilch mischt man Maca usw. usf.

Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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