Brokkoli gegen Krebs


Brokkoli enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe wie beispielsweise das Sulforaphan, welches Krebs vorbeugen und dessen Wachstum hemmen kann.

Die Kraft von Brokkoli steigern

Veröffentlichung am 15.12.2011 um 09:52 Uhr / Aktualisierung am 12.04.2012 um 16:56 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Es ist mittlerweile bekannt, dass Brokkoli bestimmte Inhaltsstoffe enthält, die äusserst wirksame krebsbekämpfende Eigenschaften besitzen. Doch wussten Sie, dass man die Wirkung von Brokkoli noch verstärken kann, wenn man ihn in Kombination mit bestimmten Lebensmitteln verzehrt? Studien, die im Fachmagazin British Journal of Nutrition veröffentlicht wurden, bestätigen eine solche Wirkungssteigerung. Erfahren Sie hier, wie man Brokkoli lecker zubereiten kann und gleichzeitig besonders gut von seiner Wirkung profitieren kann.

Brokkolisprossen Brokkolisprossen

Die Bildung von Senfölen in Brokkoli

Die Pflanzenfamilie der Kreuzblütler (Brassicaceae), welcher auch Brokkoli angehört, ist für ihre besonderen Inhaltsstoffe - die so genannten Senfölglycoside - bekannt. Senf, Rettich, Brokkoli und andere Kreuzblütler bilden diese Senfölglycoside, um sich vor Feinden zu schützen. Sobald beispielsweise ein Insekt die Pflanze anknabbert, werden diese Senfölglycoside nämlich von einem Enzym - der so genannten Myrosinase - in meistens scharf-schmeckende Senföle umgewandelt. Diese Senföle vertreiben die Frassfeinde und schützen so die Pflanze. Daher kommt auch der scharfe Geschmack, wenn man beispielsweise in ein Radieschen beisst.

Als Senföle werden verschiedene Stoffe bezeichnet, die je nach Zusammensetzung mal mehr und mal weniger scharf schmecken. Senföle, die im Brokkoli gebildet werden, schmecken kaum scharf - vielleicht eher ein bisschen bitter. Doch auch diese Senföle sind in der Lage, die Pflanze vor Frassfeinden zu schützen.

Das Senföl Sulforaphan in Brokkoli

Ein bestimmtes Senföl namens Sulforaphan, welches vor allem in Brokkoli gebildet wird, kann jedoch nicht nur die Pflanze vor Frassfeinden schützen; Sulforaphan kann offenbar auch uns Menschen dabei helfen, Krebs vorzubeugen. Sulforaphan wurde in den vergangenen Jahren sehr intensiv von der Wissenschaft untersucht und seine krebsbekämpfenden Eigenschaften wurden dabei immer wieder bestätigt.

Neuere Studien haben sich vor allem mit der Frage beschäftigt, wie man über die Ernährung am besten von den positiven Eigenschaften des Sulforaphans profitieren kann.

Brokkoli und Myrosinase-reiche Lebensmittel

Die Studie von Professorin Jenna M. Cramer und ihren Kollegen vom Urbana Champaign’s Department of Food Science and Human Nutrition der University of Illinois (UIUC) beschäftigte sich beispielsweise mit der Frage, ob man die Sulforaphan-Bildung in Brokkoli steigern kann, wenn mehr Myrosinase-Enzym vorhanden ist. Denn Brokkoli alleine - vor allem dann, wenn er verkocht ist - enthält nur sehr wenig Myrosinase. Die Wissenschaftler verglichen deshalb die krebshemmenden Auswirkungen von Brokkoli alleine mit denen von Brokkoli in Kombination mit anderen Myrosinase-reichen Lebensmitteln.

Unsere Enzyme in der Darmflora sind zwar auch in der Lage, die Senfölglycoside des Brokkolis in Sulforaphan umzuwandeln, doch die Forscher konnten trotzdem sehen, dass man die positive Wirkung von Brokkoli noch steigern kann, indem man ihn mit Myrosinase-reichen Lebensmitteln wie Brokkoli-Sprossen kombiniert.

In verschiedenen Versuchen führten solche Kombinationen nicht nur dazu, dass mehr Sulforaphan ins Blut gelangte, sondern auch dazu, dass das Sulforaphan länger im Blut zirkulierte. Die Kombination von Brokkoli mit Myrosinase-reichen Lebensmitteln führte ausserdem dazu, dass Sulforaphan bereits vom oberen Darmbereich aufgenommen wurde, anstatt wie sonst erst in den niederen Darmbereichen. Eine bessere Aufnahme von Sulforaphan bringt natürlich auch eine bessere krebsbekämpfende Wirkung mit sich. Auch Elizabeth Jeffery, die an der Studie beteiligt war, erklärte:

Um die Krebs bekämpfenden Eigenschaften des Gemüses nutzbar zu machen, geben Sie an den Brokkoli noch Brokkoli-Sprossen, Senf, Meerrettich oder Wasabi.

Sie fügte ausserdem an, dass Kohl, Ruccola, Brunnenkresse und andere Gemüsesorten aus der Familie der Kreuzblütler in Kombination mit Brokkoli ebenfalls diesen Effekt hätten.

Kann man Brokkoli roh geniessen?

Da das Kochen von Brokkoli nicht nur einen Grossteil der Enzyme zerstört, sondern auch das Sulforaphan an sich, sollte man Brokkoli prinzipiell nur sehr schonend dünsten. Man sollte generell immer darauf achten, dass man frisches Gemüse verwendet, da frisches Gemüse den höchsten Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen wie Sulforaphan und auch den höchsten Enzymgehalt hat. Streut man anschliessend Brokkoli-Sprossen über den gedünsteten Brokkoli, erzielt man eine noch höhere Sulforaphan-Aufnahme.

Wer will kann Brokkoli allerdings auch roh essen - Brokkoli oder Blumenkohl eignen sich beispielsweise sehr gut für einen Salat.

Brokkoli-Blumenkohl-Salat

Für einen Brokkoli-Salat kann man den ganzen gewaschenen Brokkoli verwenden, man schneidet lediglich harte und holzige Teile des Strunks ab. Der obere Teil des Brokkolis wird in sehr feine Röschen geschnitten, den Strunk kann man raspeln. Mit dem Blumenkohl geht man genauso vor. Je nach Geschmack kann man zusätzlich einen Apfel raspeln und den Brokkoli-Blumenkohl-Salat mit Mandeln, Brokkoli-Sprossen, Honig, Salz, Pfeffer, weissem Balsamico und Olivenöl anmachen.

Brokkoli schmeckt aber auch ohne Blumenkohl in Kombination mit Apfel, Ruccola und Pinienkernen sehr gut als Salat. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Brokkoli-Smoothie

Roher Brokkoli und Brokkoli-Sprossen lassen sich auch prima in verschiedene Smoothie-Rezepte einarbeiten. Nicht nur grünes Blattgemüse, sondern auch Brokkoli, Karotten oder Früchte sind leckere und enorm gesunde Zutaten für Smoothies. Man kann zum Beispiel die Brokkoli-Röschen eines Brokkolis zusammen mit einem Esslöffel Brokkoli-Sprossen, einem Esslöffel Mandelmus, einer Karotte, etwas Spinat, einem Apfel, zwei Orangen und etwas Wasser mixen und einen tollen Vital-Smoothie mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen herstellen.

Durch die gesunden Fette der Mandeln können fettlösliche Vitamine aus dem Gemüse besser vom Körper aufgenommen werden. Daher ist es immer gut, wenn man einem Smoothie Zutaten wie Mandelmus, Kokosöl oder Avocados zugibt, die hochwertige Fette enthalten, in welchen sich Vitamin A, Vitamin E, Vitamin D oder Vitamin K lösen können.

Smoothies sind sehr vielseitig und eignen sich ideal dafür, den Körper mit vielen Nähr-, Vital- und Mineralstoffen zu versorgen.

Brokkoli-Sprossen

Brokkoli-Sprossen zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen besonders hohen Gehalt an Myrosinase und damit auch an Sulforaphan haben. Man kann sich Brokkoli-Sprossen selbst aus Brokkoli-Samen zu Hause ziehen. Wer dafür keine Zeit, keinen Platz oder keine Geduld hat kann allerdings auch Brokkoli-Sprossen-Pulver kaufen. Broccoraphan® ist zum Beispiel ein hochwertiges Brokkoli-Sprossen Pulver, das aus jungen Brokkoli-Pflänzchen hergestellt wird. Durch bestimmte, schonende Herstellungsverfahren bleiben die Enzyme und Pflanzeninhaltsstoffe des Brokkolis erhalten und können so ihre ganze Wirkung entfalten.

Brokkoli-Sprossen kann man - wie bereits erwähnt - in Salate, Suppen oder eben in Smoothies geben. Probieren Sie es aus und profitieren Sie von den krebsvorbeugenden Eigenschaften.

Quellen

  1. Cramer JM et al., „Enhancing sulforaphane absorption and excretion in healthy men through the combined consumption of fresh broccoli sprouts and a glucoraphanin-rich powder.“ Br J Nutr. 2011 Sep 13:1-6.
    (Steigerung der Sulforaphan-Aufnahme und Abgabe in gesunden Männern durch den kombinierten Verzehr von frischen Brokkoli-Sprossen und Glucoraphanin-reichem Pulver)
    [Quelle als Link]  [Quelle als PDF]

Anmerkung:

Das ist hier kein Aufruf, sich bei einer Krebsdiagnose nicht behandeln zu lassen. Es geht viel mehr hauptsächlich darum, dass man sich Informationen aus verschiedenen Quellen holt und sich nicht nur auf die Aussagen der Schulmedizin verlässt. Es geht um das eigene Leben – Überleben. Und genau deswegen sollte man auch dementsprechend Eigenverantwortlich damit umgehen, also die Verantwortung nicht zur Gänze an andere abschieben. Letztendlich ist es immer Ihre eigene Entscheidung, welche Methode der Behandlung Sie für sich auswählen. Denn niemand außer Ihnen selbst, wird die Konsequenzen dafür tragen müssen.




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