Calcium


Calcium muss dem menschlichen Körper über die Nahrung zugeführt werden da dieser nicht in der Lage ist, diesen natürlichen und für die Gesundheit wichtigen Mineralstoff selbst zu erzeugen.

Fehlerhafte Calcium-Studie führt Verbraucher in die Irre

Veröffentlichung am 02.09.2010 um 10:19 Uhr / Aktualisierung am 11.08.2011 um 11:22 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Calcium solle Herzinfarkte begünstigen, lautet die Botschaft einer kürzlich veröffentlichten Studie. Eine nähere Untersuchung dieser Studie brachte jedoch ans Tageslicht, dass die Wissenschaftler Tatsachen verdrehten, wichtige Daten unter den Tisch fallen ließen und zu allem Überfluss auch noch für die Pharmaindustrie tätig waren. Der Vorteil an der ganzen Geschichte ist der, dass jetzt alle Menschen erfahren, worauf sie bei der Einnahme von Calciumpräparaten achten müssen, um den bestmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.

Calcium Studie Studien werden meist zugunsten der Industrie manipuliert.

Studien öfter hinterfragen

Eine kürzlich im Fachmagazin British Journal of Medicine veröffentlichte Studie behauptet, dass Menschen, die Calcium in Form von Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen, mit einem um 27 Prozent höheren Herzinfarktrisiko rechnen müssten.

Da auch Studien nicht immer bester Qualität sein müssen und von den Launen und Zielen der sie durchführenden Kapazitäten abhängen, ist es durchaus empfehlenswert, Studien – so wissenschaftlich sie auch immer scheinen mögen – gelegentlich zu hinterfragen und in Erfahrung zu bringen, welche Kriterien dabei überhaupt beachtet und welche vollkommen vernachlässigt worden waren.

Und genau das tat Dr. Steven Joyal, M.D., Präsident für wissenschaftliche und medizinische Fragen an der Life Extension Foundation(1). Er beleuchtete die erwähnte Calcium-Studie von allen Seiten und stellte dabei nicht nur fest, dass die Studie vollkommen mangelhaft durchgeführt und ihre Ergebnisse irreführend seien, sondern auch, dass vier der beteiligten Wissenschaftler nebenbei auch für pharmazeutische Unternehmen tätig seien.

Calcium kann Herzattacken vorbeugen

Dr. Joyal erklärte, Calcium sei selbstverständlich ein lebenswichtiger Nährstoff, der Herzattacken vorbeugen könne und sie sicher nicht grundsätzlich begünstige. Jedoch müsse Calcium – um positiv auf die (Herz-)Gesundheit wirken zu können – immer gemeinschaftlich mit ausreichend Magnesium, Vitamin D und Vitamin K im Organismus eintreffen.

Kombinationspräparate besser als reine Calciumpräparate

Laut Dr. Joyals Analyse werteten die Wissenschaftler nur solche Studien aus, in denen die Teilnehmer ausschließlich reine Calciumpräparate eingenommen hatten. Studien, in denen die Teilnehmer Calcium vorschriftsmäßig zusammen mit Vitamin D und Magnesium genommen hatten (wie das bei vielen Kombinationspräparaten der Fall ist), wurden von der Untersuchung ausgeschlossen – was aber bei der Veröffentlichung der Studienergebnisse nicht explizit erwähnt wurde.

Menschen, die hochwertige Kombipräparate einnehmen und nicht wissen, dass sich die Studienergebnisse nur auf solche Studienteilnehmer beziehen, die reine Calciumpräparate einnahmen, könnten leicht von einer weiteren Einnahme ihrer wichtigen Nahrungsergänzungsmittel abgeschreckt werden und erst dadurch Opfer einer Calciummangelkrankheit wie Osteoporose oder eben auch Herzinfarkt werden.

Herzinfarktrisiko nicht durch Calcium, sondern durch Vitamin-D-Mangel oder Vitamin-K-Mangel

Die meisten Studienteilnehmer, die reines Calcium einnahmen, litten außerdem an einem Vitamin-D-Mangel. Ein solcher aber vergrößere nun – laut Dr. Joyal – tatsächlich das Risiko für Herzkreislauferkrankungen. Wenn also in dieser Studie bei einer reinen Calciumeinnahme ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte beobachtet werden konnte, so sei das nicht auf die Calciumeinnahme, sondern viel eher auf den gleichzeitig vorhandenen Vitamin-D-Mangel zurückzuführen.

Die Studie berücksichtigte außerdem nicht, dass Vitamin-K-Mangel als Risikofaktor für Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt längst bekannt ist und daher ebenfalls in die Untersuchung mit hätte einfließen müssen. Fehlt Vitamin K, so heißt es, dringe Calcium in die Blutgefäße ein und lagere sich dort an den Wänden an. Ist der Organismus jedoch ausreichend mit Vitamin K versorgt, konzentriere sich das Calcium auf seinen Einbau in die Knochen, unterstütze die Herzfunktionen und lasse die Blutgefäße links liegen.

Calcium reduziert Arterienverkalkung um 62 Prozent

Diesbezügliche wissenschaftliche Experimente hatten gezeigt, dass Menschen, die an Calciummangel litten, ein um 170 Prozent höheres Risiko für Arteriosklerose (Verkalkung der Blutgefäße) hatten als Personen mit einem ausgeglichenen Calciumhaushalt. Verkalkung sei folglich einer der Hauptfaktoren für Herzprobleme. Menschen, die Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium nahmen, konnten den Verkalkungsgrad gar um 62 Prozent reduzieren.

Positive Calcium-Studien wurden nicht berücksichtigt

Dr. Joyal betonte, dass die Autoren der Studie viele Untersuchungen, die einen direkten Zusammenhang zwischen Calciumeinnahme und dem deutlich geringeren Risiko für Herzkreislauferkrankungen aufzeigten, völlig ignoriert hätten.

So gäbe es viele Studien, die nachweisen konnten, dass Calcium sowohl den Blutdruck als auch den Cholesterinspiegel senke und außerdem zur Reduzierung des Körpergewichts beitrage, wobei es sich in allen drei Fällen um die bekanntesten Risikofaktoren für Herzinfarkt und auch Schlaganfall handle und alle drei könnten durch die Einnahme von Calcium ihren Schrecken verlieren.

Selbst wenn nur Calcium eingenommen werde, so Dr. Joyal, erweise sich die Substanz – wenn über eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise der Magnesium-, Vitamin-D- und Vitamin-K-Bedarf gedeckt werde – als äußerst segensreich für die Gesundheit des Herzens.

Die richtige Einnahme von Calcium

Nun könnte man einmal mehr in Versuchung geraten zu glauben, bei Studien wie der aktuellen Pseudo-Calcium-Studie handle es sich um reine Auftragsarbeiten aus den Lagern des „allmächtigen Pharma-Establishments“ mit dem Ziel, all die verlorenen Schäfchen wieder einzusammeln, die auf eigene Faust losgezogen waren, um „unerlaubterweise“ vorbeugend wirksame Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen – statt möglichst schnell krank und therapiebedürftig zu werden.

Doch wir sehen das Ganze natürlich viel lieber positiv und ziehen aus dieser seltsamen Studie nichts anderes als für unsere Gesundheit nützliche Schlüsse:

Da reine Calciumpräparate den Mineralienhaushalt im Körper aus dem Gleichgewicht bringen können, ersetze man sie einfach mit Kombipräparaten aus hochwertigem, leicht aufnehmbarem Calcium und Magnesium (im Verhältnis 2 : 1). Seinen Vitamin-D-Bedarf kann man sehr einfach mit regelmäßigen Aufenthalten im Freien decken und Vitamin K ist überreichlich in grünem Blattgemüse wie Grünkohl, Spinat, Salaten und frischen Kräutern enthalten.

(1)Life Extension Foundation: Gemeinnützige Organisation in den USA mit Sitz in Fort Lauderdale, Florida. Die LEF finanziert Forschungen (und sorgt für die Verbreitung der entsprechenden Ergebnisse) in den Bereichen präventive Medizin, Anti-Aging und optimale Gesundheit.

Quelle

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(2)

grabuartnr
geschrieben am: Freitag, 03. September 2010, 19:41
eMail-Adresse hinterlegt
Ich kann den ersten Kommentar nur unterstreichen.

Raffinierter Zucker ist schliesslich auch nicht das selbe wie eine Zuckerrübe. Oder Raffinierte Fettsäuren (industrie Speise-Öl) sind auch nicht das selbe wie Oliven, Avocados, Walnüsse oder Kokosnüsse.
anderst
geschrieben am: Donnerstag, 02. September 2010, 12:03
eMail-Adresse hinterlegt
... der grund für das ergebniss ist einfach und wir immer wieder missachtet:

die notwendigen mineralien und co können nur in pflanzlich gebundener form vom menschlichen körper aufgenommen werden.

ebenso ist der "energetische fingerabdruck", durch natürliche endstehung, notwendig.

des weiteren wird der symbiose effekt durch ein naturliches potpourie (wie es zb in einer frucht ist) nicht gesehen (ignoriert)

so wundert es nicht, das solche ergebnisse von solchen präparate praktisch standart sind.

das hat somit, mit naturlichen (echten) produkte dieser art, rein gar nichts gemeinsam.

.... in diesem sinne....