Capsaicin für die Leber
Capsaicin ist der scharfe Stoff in Chilischoten. Für unsere Gesundheit hält der Scharfstoff mindestens acht Vorteile bereit.
Die sieben bislang bekannten haben wir weiter unten für Sie zusammengefasst. Nummer Acht wurde von der European Association for the Study of the Liver erst beim International Liver Congress™ 2015 Ende April in Wien präsentiert:
Capsaicin kann vorteilhafte Auswirkungen auf die Lebergesundheit haben (1).
Leberwerte bessern sich
Schon in unserem Hauptartikel über Capsaicin (Mit Capsaicin schlank und gesund) haben wir von einer Mäuse-Studie aus dem Jahr 2010 berichtet, in der sich nach der Einnahme des Scharfstoffs sämtliche Symptome des sog. Metabolischen Syndroms besserten.
Hohe Blutzuckerspiegel sanken, genauso der Insulinspiegel, die Glucosetoleranz der Zellen verbesserte sich und auch das Übergewicht wurde reduziert (2).
Gleichzeitig erholten sich die Leberwerte der übergewichtigen Tiere, die zuvor allesamt an einer Fettleber gelitten hatten.
Hilfreich bei Leberfibrose
Beim International Liver Congress™ 2015 in Wien wurde nun berichtet, dass Capsaicin die Aktivitäten der sog. hepatischen Sternzellen reduzieren kann.
Hepatische Sternzellen sind spezialisierte Zellen in den Blutgefäßwänden der Leber. Sie speichern beispielsweise Vitamin A und regulieren den Blutfluss.
Wird die Leber geschädigt (z. B. durch viel Alkohol, durch eine Fettleber, durch Medikamente oder auch durch eine Infektion), dann bilden die hepatischen Sternzellen Stoffe, die eine Vernarbung des Lebergewebes verursachen.
Eine solche fortschreitende Vernarbung der Leber wird Leberfibrose genannt.
Leberfibrosen sind gefürchtet, weil sie zu Leberzirrhosen und auch zu Leberkrebs führen können. Man schätzt, dass 10 Prozent der Bevölkerung davon betroffen ist.
Beim Wiener Kongress wurde nun erklärt, wie Capsaicin hier Linderung bringen könnte.
Die Leber wird vor lebertoxischen Stoffen geschützt
Wurde Capsaicin verabreicht, dann waren die Leberschäden durch lebertoxische Stoffe weitaus geringer, als dies ohne den Scharfstoff der Fall war. Auch hielt der Stoff das Fortschreiten von giftbedingten Leberschäden auf.
Bestehende Leberfibrosen konnten zwar nicht reduziert, aber zumindest in ihrer Ausbreitung gestoppt werden.
Bei Leberschäden kann die scharfe Substanz daher – nach Absprache mit dem (idealerweise ganzheitlich praktizierenden) Arzt oder Heilpraktiker – sehr gut in die Therapie mit einbezogen werden.
Capsaicin und seine Wirkungen
Sieben weitere gesundheitliche Vorteile von Capsaicin sind die folgenden:
Hilft beim Abnehmen
Es hilft beim Abnehmen, da es den Energieverbrauch steigert, die Fettverbrennung anheizt und zusätzlich den Appetit hemmt.
Bei Diabetes ein wertvoller Begleiter
Es hilft bei Diabetes, da es den Nüchternblutzuckerspiegel sowie den Insulinspiegel senkt und überdies die Insulinresistenz der Zellen mindert.
Wirkt chronisch entzündlichen Erkrankungen entgegen
Es wirkt gegen Entzündungen, da es die Werte der typischen Entzündungsbotenstoffe senken kann und somit antientzündliche Eigenschaften aufweist.
Wirkt durchblutungsfördernd
Die stärkere Durchblutung kann daher u. a. bei Erektionsstörungen hilfreich sein.
Verbessert die Blutqualität
Es sorgt für sauberes Blut, indem es den Cholesterinspiegel senkt (vor allem die Werte des besonders schädlichen oxidierten Cholesterins) und die Fließeigenschaften des Blutes reguliert, sprich das Blut "verdünnt" (falls es zuvor zu "dick" war) und somit Thrombosen verhindern kann.
Schützt den Magen
Trotz seiner Schärfe schützt Capsaicin vor irritierenden Stoffen. In einer Studie hatte der Scharfstoff beispielsweise merklich die magenschädliche Wirkung von Aspirin reduzieren können.
Selbst die Heilung von Magengeschwüren kann Capsaicin beschleunigen und dabei – laut Studien – sogar besser wirken, wenn es allein verabreicht wird als in Kombination mit den bei Magengeschwüren üblicherweise verordneten Medikamenten.
Aktiviert das Selbstmordprogramm verschiedener Krebszellen
Der Scharfstoff kann infolgedessen bei vielen Krebsarten in die Komplementärtherapie eingebaut werden, z. B. bei Prostatakrebs, Brustkrebs und sogar bei den schwer zu behandelnden Bronchialkarzinomen und dem Pankreaskrebs.
Alle Details zu den genannten Eigenschaften finden Sie in unserem Hauptartikel Mit Capsaicin schlank und gesund.
* Hier finden Sie Capsaicin in Kapseln.
Wie nimmt man den Scharfstoff ein?
Capsaicin kann einfach über den verstärkten Verzehr von Chilischoten oder Cayennepfeffer eingenommen werden.
Falls Sie jedoch nicht gerne täglich scharf essen möchten, dann kann auch täglich zwei Mal je eine Kapsel Capsaicin zum Essen eingenommen werden.
Natürlich gibt es noch weitere natürliche Maßnahmen, die Sie zum Schutz und zur Regeneration Ihrer Leber durchführen können. Was zu einem ganzheitlichen Rundum-Programm für die Leber gehört, fassen wir nachfolgend zusammen:
Was Ihre Leber braucht – Sieben natürliche Maßnahmen
Sie können Ihrer Leber mit sieben einfachen Mitteln helfen, wieder gesund zu werden oder gesund zu bleiben:
Ungesundes meiden
Meiden Sie in jedem Falle Alkohol, weißen Zucker, industriellen Fruchtzucker (besonders in Süßwaren, süßen Getränken oder Dips enthalten) und wenn möglich auch Statine (Cholesterinsenker). Probieren Sie lieber, Ihren Cholesterinspiegel mit natürlichen Methoden wieder ins rechte Fahrwasser zu bringen.
Olivenöl verwenden
Verwenden Sie Olivenöl, da dieses das Lebergewebe vor oxidativen Schäden schützen kann.
Mit Kurkuma würzen
Würzen Sie reichlich mit Kurkuma (oder nehmen Sie Curcumin in Kapselform ein). Denn auch Kurkuma bewahrt die Leber vor freien Radikalen (oxidativem Stress) und fördert außerdem die Leberregeneration. Zusätzlich unterstützt Kurkuma die Quecksilberentgiftung, was die Leber natürlich stark entlastet.
Bitterstoffe nehmen
Bereiten Sie im Frühjahr und Sommer so oft wie möglich Salate aus Löwenzahn zu, da seine Bitterstoffe die Leber aktivieren und ihre Regeneration beschleunigen.
Vier weitere bittere Kräuter für die Leber können ebenfalls kurweise eingesetzt werden. Wir stellen diese in unserem Artikel Bitterkräuter: Eine Wohltat für die Leber vor.
Papayakerne nutzen
Nehmen Sie 2-mal täglich je 6 getrocknete Papayakerne ein. Das enthaltene Papain aktiviert massiv die Leberregeneration und sorgt dafür, dass sich die Leber nach größeren Strapazen schneller erholen kann. Sogar bei Leberzirrhose erhöhen die Kerne der Papaya offenbar die Chancen einer Besserung.
Leberreinigung durchführen
Führen Sie 1-mal jährlich ein Programm zur Leberreinigung durch. Wir erklären die ganzheitliche Leberreinigung in unserem Artikel Leberkur: So entgiften Sie Ihre Leber.
Probiotika nehmen
Möchten Sie keine ausführliche Leberreinigung durchführen, kann Ihrer Leber auch eine Kur mit Probiotika helfen. In einer Studie hatte sich nämlich gezeigt, dass die 30-tägige Einnahme von Probiotika die bei einer Fettleber eingelagerte Fettmenge erheblich reduzierte und sich gleichzeitig die Entzündungswerte im Blut besserten.
Allgemeine Informationen zur Förderung der Leberregeneration finden Sie in unserem Artikel Leberregeneration: Wichtig für alle Menschen