Die Darmflora aufbauen - Wie geht man vor?
Will man die Darmflora aufbauen, geht es darum, die nützlichen Darmbakterien zu fördern und die schädlichen zu vertreiben.
Der Begriff Darmflora (oder Darmmikrobiom) umschreibt die Gesamtheit aller Mikroorganismen im Darm des Menschen. Dazu zählen nicht nur die nützlichen Darmbakterien, sondern auch die im Darm ansässigen schädlichen Bakterien und Pilze.
Alle diese Mikroorganismen besiedeln im Grunde den gesamten Verdauungskanal - von der Mundhöhle bis zum Enddarm. Als Darmflora bezeichnet man jedoch ausschließlich die Mikroorganismengemeinschaft des Dünn- und Dickdarmes.
Je nachdem, ob die nützlichen Darmbakterien überwiegen oder aber die schädlichen Darmbakterien bzw. einzelne schädliche Bakterienstämme überhand genommen haben, spricht man von einer gesunden und ausgewogenen Darmflora oder aber von einer gestörten Darmflora (Dysbiose).
Gründe, warum Sie Ihre Darmflora aufbauen sollten
Es gibt inzwischen kaum eine chronische Krankheit – Allergien und Autoimmunerkrankungen eingeschlossen – die man nicht mit einer kranken Darmflora in Verbindung bringen würde. Selbst psychische Beschwerden entwickeln sich offenbar besonders gut, wenn eine Dysbiose vorliegt (8).
Menschen mit Arthritis, Menschen mit Multipler Sklerose, Menschen mit Autismus usw. haben eine andere Darmflora als gesunde Menschen.
Doch nicht nur bei chronischen Krankheiten (oder zur Prävention derselben) sollte man seine Darmflora aufbauen bzw. regulieren, sondern auch dann, wenn man Medikamente nehmen muss. Viele Medikamente beeinflussen das Darmmikrobiom äußerst negativ, allen voran Antibiotika. (Siehe auch unter "Ursachen einer gestörten Darmflora")
Antibiotika können oft sehr schnell bei bakteriell bedingten Krankheiten helfen. Denn sie töten die krankheitsverursachenden Bakterien.
Allerdings eliminieren sie auch viele der nützlichen Bakterien im Körper. Das Darmmikrobiom, aber auch die Mundflora geraten so aus ihrem gesunden Gleichgewicht, was nun wiederum den Weg für chronische Krankheiten ebnen kann.
Der Aufbau der Darmflora ist daher gerade während und nach der Therapie mit Antibiotika außerordentlich wichtig.
Ursachen einer Dysbiose
Das Darmmikrobiom wird heute von vielen Faktoren negativ beeinflusst. Neben einer ungesunden Ernährung, Alkohol, Drogen und einem insgesamt ungünstigen Lebenswandel verändern besonders Antibiotika, aber auch andere Medikamente wie Cortison, Säureblocker ( PPI, auch bekannt als Magenschutzmittel) (7) oder die oft eingenommenen nicht-steroidalen Entzündungshemmer (ASS, Diclofenac, Ibuprofen etc.) die Zusammensetzung des Darmmikrobioms negativ und begünstigen damit die Entstehung von (weiteren) chronischen Krankheiten.
Als bewiesen gilt die Tatsache, dass nach einer Antibiotika-Therapie (je nach Antibiotikum) die Darmbakterien teilweise zerstört werden und sich ihr natürliches Gleichgewicht oft erst nach vielen Monaten wieder regenerieren kann.
Wird die Darmflora geschädigt, ist automatisch die körpereigene Abwehr geschwächt. Im Körper herrscht sozusagen „Tag der offenen Tür“ für schädliche Bakterien, Pilze, Parasiten und Viren.
Darmschleimhaut schützen
Jetzt fehlt zudem ein wichtiger Schutz der Darmschleimhaut. Denn das gesunde Darmmikrobiom schützt diese vor den schädlichen Einflüssen von Pilzgiften, ungünstigen Bakterien und anderen schädigenden Substanzen. Das Leaky Gut Syndrom kann sich entwickeln.
Dabei wird die Darmschleimhaut durchlässig und Bakterien, Pilzgifte oder unvollständig verdaute Partikel können in den Blutkreislauf gelangen. Dort führen diese Stoffe zu einer starken Reaktion des Immunsystems, woraus sich nun wiederum zahlreiche Beschwerden entwickeln können, die wir in unserem Artikel Das Leaky Gut Syndrom – Ursachen und Therapie beschreiben.
Doch auch ohne Leaky Gut Syndrom führt eine Dysbiose dazu, dass der Körper insgesamt geschwächt ist, immer anfälliger wird für Störungen, und auch Heilprozesse langsamer verlaufen.
Kinder werden sogar oft schon mit einer Dysbiose geboren bzw. erhalten aufgrund von Kaiserschnitt und Babyfertignahrung gar nicht mehr die Gelegenheit, eine gesunde Darmflora aufzubauen.
Wenn ferner die Eltern und Geschwister ebenfalls schon ein ungesundes Darmmikrobiom aufweisen, wird dem neuen Erdenbürger diese Dysbiose direkt weiter vererbt. Es ist somit eine gute Idee, eine gesunde Darmflora aufzubauen und diese dann auch zu pflegen und zu erhalten.
Die Aufgaben der Darmflora
Zu den Aufgaben des Darmmikrobioms gehören die folgenden:
Die Darmbakterien wehren die Ansiedlung krankheitserregender Keime ab (schädlicher Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze). Die nützlichen Darmbakterien besiedeln zu diesem Zweck die Darmschleimhaut so eng, dass schädliche Keime dort keinen Platz mehr finden. Das Mikrobiom schützt also die Darmschleimhaut.
Die Darmbakterien regen die Darmschleimhaut immer wieder zu Regenerationsprozessen an und halten die Darmschleimhaut gesund und funktionsfähig.
Giftige Abbauprodukte, unverdaute Partikel oder auch körpereigene im Darm lokalisierte Immunzellen können bei einer intakten und von den nützlichen Darmbakterien geschützten Darmschleimhaut nicht in den Organismus gelangen und dort auch keine Schäden verursachen, wie etwa Infektionen, Allergien oder Autoimmunreaktionen.
Die Darmbakterien sind auch an der Verstoffwechslung der Nahrung und somit an der optimalen Nährstoffverwertung beteiligt.
Sie bilden sogar manche Vitamine und Fettsäuren (kurzkettige Fettsäuren), wovon letztere besonders von den Darmschleimhautzellen als Energiequelle genutzt werden und letztendlich im Blutkreislauf entzündungshemmende Wirkung haben.
Nützliche Darmbakterien zeigen – wenn man sie in Form von probiotischen Präparaten einnimmt – eine Wirksamkeit bei Durchfall und auch bei Verstopfung.
Ein gesundes Darmmikrobiom trägt zu einem niedrigen Cholesterinspiegel bei.
Die Darmflora steht auch mit dem Gehirn in Verbindung. Eine Dysbiose kann daher auch die Entstehung psychischer Erkrankungen begünstigen.
Außerdem weiß man, dass ein gesundes Darmmikrobiom bzw. sein Aufbau mit hochwertigen Probiotika Allergien und Infektionen bei Frühgeborenen vorbeugen kann.
Nützliche Darmbakterien gelten ferner als naturheilkundliche Maßnahme, um Neurodermitis vorzubeugen oder eine solche zu lindern.
Nützliche Darmbakterien gehören auch zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen bei chronischen Harnwegsinfekten und können zu einem positiven Verlauf von Infektionen der Ohren, der Nase und des Halses beitragen.
Bei Verdauungsproblemen aller Art ist der Aufbau einer gesunden Darmflora die allererste naturheilkundliche Maßnahme, die – idealerweise im Rahmen einer Darmsanierung – insbesondere chronischen Problemen ein Ende bereiten kann.
Eine der wichtigsten Aufgaben des Darmmikrobioms ist jedoch die Unterstützung und das Training des Immunsystems:
Die Darmflora und das Immunsystem
Zwischen der Darmflora und dem Immunsystem findet eine ständige Interaktion statt. Ja, die Darmbakterien beeinflussen permanent sowohl das angeborene wie auch das erworbene Immunsystem und spielt somit für die körpereigene Abwehrkraft eine entscheidende Rolle.
Italienische Forscher schrieben 2013 im Fachjournal European review for medical and pharmacological sciences, dass es für die positive Wirkung des Darmmikrobioms auf das Immunsystem immer mehr Beweise gäbe. Sie erklärten:
"Die Darmflora hat schützende, stoffwechselanregende, nährende und immunologische Funktionen. Sie steht mit dem humoralen und dem zellulären Immunsystem in regem Austausch.
Sobald irgendwo in dieser Kommunikation auch nur ein kleiner Fehler ist, können chronisch entzündliche Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen entstehen.
Aus unseren Daten ist nun ersichtlich, dass Probiotika (probiotische Präparate) in der Therapie von Krankheiten, die sich aus einer Störung des Immunsystems entwickelt haben, äußerst vorteilhaft wirken können."
Können Probiotika Krankheiten heilen?
Wenn Sie in unser Suchfeld ferner "Probiotika" oder "Darmflora" eingeben, gelangen Sie zu zahlreichen weiterführenden Artikeln, in denen Studien zum Einfluss der Darmflora auf die Gesundheit vorgestellt werden.
Darunter finden Sie viele Studien, die zeigen, dass die Gabe von Probiotika viele Krankheiten tatsächlich lindern kann (z. B. Magenbeschwerden, Scheidenpilz, Knochenschwund, Grippe, Depressionen, Bluthochdruck, Diabetes, Stress etc.).
Allein die Einnahme von Probiotika wird jedoch sicher nicht dazu ausreichen, Krankheiten komplett zu heilen. Dazu gehört noch deutlich mehr, wie z. B. eine gesunde Ernährung, regelmäßig Sport, ein gutes Stressmanagement und vieles mehr. Probiotika sind also kein Allheilmittel, sondern ein Teil einer umfassenden ganzheitlichen Therapie.
Denn die Darmflora wird ständig von der Gesamtlebensweise beeinflusst, so dass allein Probiotika diese nicht dauerhaft zum Guten hin verändern können. Das Darmmikrobiom wird sich immer wieder den täglichen Einflüssen anpassen.
So lange dauert der Aufbau der Darmflora
Für den Aufbau der Darmflora kann es keine Zeitangabe geben. Denn jeder Mensch und jedes Mikrobiom ist in einem anderen Zustand. Der Aufbau eines gesunden Darmmikrobioms kann daher diesem individuellen Zustand entsprechend ganz unterschiedlich lange dauern.
Normalerweise geht man davon aus, dass es für präventive Zwecke ausreicht, 4 Wochen lang ein Probiotikum zu nehmen und eine solche Kur zweimal jährlich durchzuführen.
Bei chronischen Erkrankungen kann man die 4-Wochen-Kur auf 3 Monate verlängern und nach einem halben Jahr wiederholen.
Allerdings sollte man sich nicht ausschließlich an der Dauer dieser Kuren orientieren. Wenn Sie beispielsweise merken, dass innerhalb von 4 Wochen Ihre Beschwerden langsam nachlassen, aber noch immer nicht ganz beseitigt sind, dann können Sie einfach so lange Probiotika einnehmen, wie diese Ihnen gut tun (5).
Wenn Sie die 3-Monats-Kur zu Hause haben, es Ihnen aber bereits nach 6 Wochen sehr gut geht, können Sie die Probiotika langsam ausschleichen und müssen diese nicht zwingend 3 Monate lang einnehmen (6).
Worauf beim Kauf von Probiotika achten?
Wir empfehlen solche Probiotika, die nicht nur ein, zwei oder drei, sondern mehrere (idealerweise über zehn) Bakterienstämme enthalten. Denn jeder Bakterienstamm hat seine eigenen Aufgaben und daher auch ganz spezifische Wirkungen. Zusätzlich wirken viele Bakterien oft gemeinschaftlich, verstärken sich also in ihrer Wirkung gegenseitig.
Achten Sie darauf, dass das von Ihnen gewählte Probiotikum neben den üblichen Lactobacillus- und Bifido-Stämmen auch die drei ausgesprochen wichtigen Darmbakterien Lactobacillus reuteri, Lactobacillus helveticus bei z. B. Scheidenpilz, für die Knochengesundheit, gegen Allergien etc. und Bifidobakterium infantis enthält. Letzteres hilft u. a. gegen antibiotikabedingte Durchfälle und wirkt überdies entzündungshemmend (3).
Darmflora aufbauen - diese Produkte sind empfehlenswert
Wenn Sie Ihre Darmflora aufbauen möchten, empfehlen wir zwei Präparate, die beide miteinander kombiniert werden: Ein Flüssigprobiotikum und ein Kapselprobiotikum.
Diese beiden Präparate gibt es im Set in zwei Variationen: als 1-Monats-Kur und als 3-Monats-Kur.
Die 1-Monats-Kur heißt * Darmfloraaufbau light
Die 3-Monats-Kur heißt * Darmfloraaufbau komplex (diese Kur enthält dieselben Produkte wie die 1-Monats-Kur, nur für eben für 3 Monate).
Das flüssige Probiotikum Combi Flora Fluid bereitet den Aufbau der Darmflora vor und schafft dort ein angenehmes Milieu, damit sich die probiotischen Bakterienstämme aus dem Kapsel-Probiotikum im Darm auch wohlfühlen, sich dort ansiedeln und positiv auf den Darm einwirken können.
Natürlich enthalten auch flüssige Probiotika nützliche Bakterienstämme, zusätzlich aber noch Pflanzen- und Kräuterextrakte.
Wer mag kann noch weitere Präparate in den Alltag integrieren, die dem Darmmikrobiom nützen. Im Ayurveda wird zur Stärkung und Verbesserung der nützlichen Darmbakterien z. B. Triphala eingenommen - ein Mittel, das aus den drei Früchten Amalaki, Haritaki und Bibhitaki besteht. Weitere Informationen dazu lesen Sie in unserem Artikel Triphala - Wirkung und Nebenwirkungen.
Darmflora in 4 Wochen aufbauen - Die Anleitung
Wenn Sie nun die beiden probiotischen Präparate aus der 1-Monats-Kur zu Hause haben, kann es losgehen. Wenn Sie andere Präparate von anderen Herstellern haben, achten Sie auf die Anwendungsempfehlung des jweiligen Herstellers.
Unsere nachfolgende Anleitung bezieht sich auf die Combi-Flora-Produkte:
Darmflora aufbauen - Woche 1
1. bis 3. Tag: Combi Flora Fluid: 1 x täglich 15 ml morgens 15 - 30 Minuten vor dem Frühstück mit einem Glas Wasser.
ab 4. Tag: Combi Flora Fluid wie gehabt; zusätzlich Combi Flora SymBio: 2 x täglich 1 Kapsel – und zwar mittags und abends zu den Mahlzeiten oder kurz vor den Mahlzeiten (bis zu 30 Minuten davor).
Darmflora aufbauen - Woche 2
8. bis 12. Tag: Combi Flora Fluid: 2 x täglich jeweils 15 ml, morgens und abends, 15 - 30 Minuten vor dem Frühstück bzw. Abendessen mit einem Glas Wasser. Am 5. Tag der zweiten Woche wird das Flüssigprobiotikum aufgebraucht sein.
8. bis 14. Tag: Combi Flora SymBio: 2 x täglich 1 Kapsel – und zwar mittags und abends zu den Mahlzeiten oder bis zu 30 Minuten davor.
Darmflora aufbauen - Woche 3
15. bis 21. Tag: Combi Flora SymBio: 2 x täglich 1 Kapsel – und zwar mittags und abends zu den Mahlzeiten oder bis zu 30 Minuten davor.
Darmflora aufbauen - Woche 4
22. bis 28. Tag: Combi Flora SymBio: 3 x täglich 1 Kapsel – und zwar morgens, mittags und abends zu den Mahlzeiten oder bis zu 30 Minuten davor.
Darmflora in 3 Monaten aufbauen - Die Anleitung
Wenn Sie sich für eine dreimonatige Kur zum Aufbau der Darmflora entschieden haben, können Sie wie folgt vorgehen:
Darmflora aufbauen - Woche 1
Combi Flora Fluid: 1 x täglich 15 ml morgens, 15 - 30 Minuten vor dem Frühstück mit einem Glas Wasser
Darmflora aufbauen - Wochen 2 und 3
Combi Flora Fluid: 2 x täglich jeweils 15 ml, morgens und abends, 15 - 30 Minuten vor dem Frühstück bzw. Abendessen mit einem Glas Wasser. Am Ende der 3. Woche wird das Flüssigprobiotikum aufgebraucht sein.
Combi Flora SymBio: 2 x täglich 1 Kapsel – und zwar mittags und abends zu den Mahlzeiten oder bis zu 30 Minuten davor.
Darmflora aufbauen - Wochen 4 bis 8
Combi Flora SymBio: 2 x täglich 1 Kapsel – und zwar mittags und abends zu den Mahlzeiten oder bis zu 30 Minuten davor.
Darmflora aufbauen - Wochen 9 bis 12
Combi Flora SymBio: 3 x täglich 1 Kapsel – und zwar morgens, mittags und abends zu den Mahlzeiten oder bis zu 30 Minuten davor.
Darmflora aufbauen und gleichzeitig Darm reinigen?
Wenn Sie nicht "nur" Ihre Darmflora aufbauen möchten, sondern Ihren Darm umfassend sanieren, reinigen und regenerieren möchten, dann können Sie auch eine komplette Darmsanierung ins Auge fassen.
Denn wenn der Darm bereits geschädigt ist, dann verläuft der alleinige Darmfloraaufbau nicht immer erfolgreich. Die nützlichen Darmbakterien können sich nicht im kranken Darm ansiedeln und die Probiotika-Einnahme war umsonst.
Bei einer Darmsanierung wird das Verdauungssystem entgiftet und gereinigt. Ablagerungen, unverdaute Partikel, Giftstoffe und verhärteter Kot werden entfernt, womit den schädlichen Darmbakterien eine wichtige Lebensgrundlage genommen wird.
Die Darmperistaltik wird reguliert, die Darmschleimhaut regeneriert und die pH-Wert-Situation im Darm normalisiert.
Eine natürliche Darmreinigung besteht aus drei Komponenten, wovon eine der bereits beschriebene Aufbau der Darmflora ist. Meist entscheidet man sich hier entweder für das Flüssigprobiotikum oder für das Kapselprobiotikum. Die beiden anderen Komponenten sind Bentonit (oder Zeolith oder Mumijo) und Flohsamenschalen oder Akazienfaser.
Mineralerden
Bentonit und Zeolith sind Mineralerden, die Giftstoffe binden und somit verhindern, dass toxische Bestandteile aus dem Darm in die Blutbahn gelangen.
Flohsamenschalen
Flohsamenschalenpulver fungiert als Ballaststoff, der im Darm auf ein Vielfaches seines ursprünglichen Volumens aufquillt und daher wie ein Besen die Darmwände reinigt. Flohsamenschalenpulver wirkt sich – wie auch Probiotika – nachweislich positiv auf alle Problematiken des sog. metabolischen Syndroms aus. Das heißt, Flohsamenschalenpulver senkt den Blutdruck, reguliert den Blutzucker, hilft bei der Gewichtsabnahme und normalisiert die Blutfett- und Cholesterinwerte
Mumijo
Mumijo ist ein altes Naturheilmittel aus dem zentralasiatischen Raum. Es hat dank seiner Humin- und Fulvinsäuren entzündungshemmende, antioxidative sowie schleimhautheilende Wirkung und eignet sich daher sehr gut als Begleitmaßnahme zur Darmsanierung.
Mumijo nimmt man täglich, sobald das Flüssigprobiotikum aufgebraucht ist – morgens und abends 30 Minuten vor den Mahlzeiten. In diesem Fall wird das Kapselprobiotikum zu den Mahlzeiten genommen, also nicht zeitgleich mit Mumijo.
* Hier finden Sie Mumijo.
Wie eine umfassende Darmsanierung durchgeführt wird, lesen Sie auf unserer Seite: Darmreinigung: Die Anleitung
Auch der Heilpilz Löwenmähne kann als Nahrungsergänzung bei einer Dysbiose hilfreich sein. Lesen Sie alles über den heilsamen Pilz auf unserer Seite.
Postbiotika unterstützen Probiotika
Postbiotika (inaktivierte Probiotika) können die Wirkung von probiotischen Bakterien unterstützen und verstärken und können daher zusätzlich zum Darmfloraaufbau eingesetzt werden.
Sie wirken sich heilend auf die Darmschleimhaut aus und beeinflussen das Darmmikrobiom positiv. Wie genau sie das tun, erklären wir in unserem Artikel Postbiotika - Die Helfer für Darm und Immunsystem.
Ein Präparat mit dem Postbiotikum EpiCor® ist z. B. dieses: * Natural EpiCor®.
Darmflora bei Kindern aufbauen
Kinder-Probiotika, wie z. B. * Bio Combi Flora Kids (Pulver) für Kinder ab drei Jahren enthalten meist nur drei oder vier Darmbakterienstämme, da man bei Kinderpräparaten nur solche Darmbakterien einsetzen möchte, für die es konkrete wissenschaftliche Wirk- sowie Unbedenklichkeitsnachweise für den Einsatz bei Kindern gibt.
Weitere Informationen zu Probiotika für Kinder lesen Sie in unserem Artikel Darmflora bei Kindern aufbauen.
Wann sollte man Probiotika nehmen? Vor oder nach dem Essen?
In einer Studie aus 2011 hat man untersucht, wann der beste Einnahmezeitpunkt für Probiotika ist. Es zeigte sich, dass die meisten probiotischen Stämme das saure Milieu und die Verdauungsaktivitäten im Magen überleben, wenn sie entweder kurz vor den Mahlzeiten (bis zu 30 Minuten davor) oder direkt zu den Mahlzeiten genommen werden (1).
Am wenigsten probiotische Bakterien trafen hingegen im Darm ein, wenn sie eine halbe Stunde nach den Mahlzeiten genommen wurden.
Wichtig ist überdies, dass die Mahlzeiten ein wenig Fett enthalten. 1 Prozent Fett genügte in beschriebener Studie bereits. Das bedeutet jedoch auch, dass z. B. die Einnahme außerhalb der Mahlzeiten nur mit Saft oder Wasser u. U. ungünstig sein könnte.
* Hier finden Sie einen Flora-Status-Heimtest.
Nebenwirkungen beim Aufbau der Darmflora
Achten Sie während des Aufbaus der Darmflora immer auf Ihren Körper und wie er auf die Einnahme der probiotischen Bakterienstämme reagiert.
Sollten sich Symptome zeigen, wie z. B. Blähungen, Unwohlsein, Verstopfung oder dünner Stuhl, warten Sie zwei bis drei Tage ab. Bessern sich die Symptome nicht, reduzieren Sie die Dosis so weit, bis Sie sich wieder wohl fühlen (2).
Bleiben Sie bei der gefundenen Wohlfühldosis zwei bis drei Tage und beginnen Sie dann, die Dosis wieder langsam zu steigern. Sobald sich wieder Symptome zeigen, gehen Sie auf die vorige Dosis zurück und bleiben dort bis zum Ende der Kur.
Mögliche Nebenwirkungen von Probiotika und was man dagegen tun kann, erklären wir in unserem Artikel Probiotika und ihre Nebenwirkungen.
Die richtige Ernährung während des Darmflora-Aufbaus
Damit sich eine gesunde Darmflora aufbauen kann, ist eine gesunde Ernährung sehr wichtig. Andernfalls liefern Sie eher den schädlichen statt den nützlichen Bakterien Futter – und all Ihre Bemühungen mit Probiotika und anderen darmreinigenden Maßnahmen sind umsonst.
Wenn Sie während des Darmfloraaufbaus eine basenüberschüssige oder basische Ernährung umsetzen, die reich an Vitalstoffen, Mineralien und Ballaststoffen ist, zeitgleich aber arm an Zucker ist und überdies nur gemäßigte Mengen tierischer Proteine enthält, dann fühlen sich die neu zugeführten nützlichen Darmbakterien wohl, vermehren sich und nehmen ihre für uns so wichtigen Aufgaben wieder wahr.
* Unsere Ernährungspläne oder auch unsere rein pflanzlichen Kochkurse an unserer online Kochschule helfen Ihnen bei der Ernährungsumstellung!
Wenn Sie Ihre Ernährung nicht vollständig umstellen möchten, sollten Sie wenigstens darauf achten, keinen industriell verarbeiteten Zucker und keine Auszugsmehle zu verwenden und natürlich auch keine Produkte zu verwenden, die Zucker oder Auszugsmehle in irgendeiner Form enthalten (Süßwaren, Knabberwaren, Back- und Teigwaren, Fertigsaucen etc. - Lesen Sie am besten stets die Inhaltsstoffliste).
Eine übermäßige Fettzufuhr sollte ebenfalls möglichst vermieden werden, da eine fettreiche Ernährung das Darmmikrobiom nachweislich stört.
Präbiotische Lebensmittel können hingegen häufiger auf den Tisch kommen, z. B. Schwarzwurzeln, Topinambur und Artischocken. Präbiotisch bedeutet, dass diese Lebensmittel Stoffe enthalten, die den guten Darmbakterien als Nahrung dienen, z. B. Inulin.
Sie wollen Ihre Darmflora aufbauen? Sprechen Sie mit Ihrem Arzt!
Wie immer besprechen Sie die genannten Maßnahmen am besten mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker, ganz besonders dann, wenn Sie an chronischen Krankheiten leiden und bereits Medikamente einnehmen.
Denn die Kur zum Aufbau der Darmflora kann Ihre Beschwerden bessern, so dass z. B. Blutdruck, Cholesterin etc. engmaschiger kontrolliert werden sollten, um bei einer Besserung rechtzeitig die bisherige Medikamentendosis reduzieren zu können.