Aspartam befindet sich in vielen Produkten
Aspartam wird als NutraSweet®, Equal®, oder Canderel® vermarktet und ist als künstlicher Süßstoff in zahlreichen Nahrungsmitteln und Getränken zu finden, die als kalorienreduziert bzw. als Diätprodukt beworben werden. Weltweit kommt der Süßstoff in mehr als 6.000 Produkten zum Einsatz.
Wissenschaftler der eingangs erwähnten Studie sehen einen möglichen Zusammenhang zwischen einer hohen Zufuhr des künstlichen Süßstoffs und der Entstehung von Hirntumoren (8).
Frühere Studien haben bereits darauf hingewiesen, dass Aspartam, wenn es in hohen Dosen zugeführt wird, zu direkten und indirekten negativen Veränderungen im Gehirn führt (1).
Funktionen im Körper werden beeinträchtigt
Außerdem kann der Süßstoff den Aminosäure-Stoffwechsel durcheinander bringen, Nukleinsäuren abbauen sowie in die Funktion der Nervenzellen und des Hormonsystem eingreifen. Es wird vermutet, dass Aspartam zudem die Konzentration bestimmter Neurotransmitter im Gehirn verändern kann.
Die Wissenschaftler haben des Weiteren festgestellt, dass der Süßstoff zu einer gesteigerten Signalübertragung der Nervenzellen, Schädigungen der Nervenzellen bis hin zum Zelltod führen kann (2).
Störung der Enzymreaktionen
Aspartam stört die Funktionen der Mitochondrien, die für die Energiegewinnung der Zelle verantwortlich sind. Dadurch kommt es zu zahlreichen Auswirkungen, die das gesamte System betreffen.
Eine dieser Auswirkungen betrifft das Enzymsystem. Steht nicht mehr ausreichend Energie für die Enzymreaktionen zur Verfügung, können die Enzymreaktionen nicht mehr richtig ablaufen.
Das hat gravierende Auswirkungen auf die Stoffwechselfunktionen, die dann beeinträchtigt werden.
Krebserregend - ja oder nein?
Diese neuen Erkenntnisse stehen im direkten Widerspruch zu einer Untersuchung, die 2007 veröffentlicht wurde und besagte, dass Aspartam in der gängigen Verzehrmenge sicher ist.
Weiter hieß es in dieser Studie, dass kein glaubhafter Beweis gefunden werden konnte, der darauf hinweist, dass der Süßstoff karzinogen oder neurotoxisch wirkt bzw. andere schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit hat.
Dann wurden wieder Studien veröffentlicht, die auf den Zusammenhang zwischen dem Süßstoff und Krebs hinweisen (11).
Bei allen Studien handelt es sich jedoch meist um Tierstudien mit sehr hohen Dosen, die im Alltag selten konsumiert werden dürften, so dass sich die Ergebnisse nicht automatisch auf den Menschen übertragen lassen.
Verbraucher berichten von Beschwerden nach dem Konsum
Aspartam wird seit seiner Einführung kontrovers diskutiert, wobei etliche Studien einen Zusammenhang zwischen Süßstoffen und Krebs bzw. neurologischen- und Verhaltensstörungen wie z. B. bei einer Fibromyalgie aufzeigen (3).
In einzelnen Fallberichten haben Betroffene über Kopfschmerzen und Schlafstörungen bis hin zu Anfällen nach dem Konsum des Süßstoffs berichtet.
Fazit: Aspartam besser nicht!
Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA sowie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geben an, dass Aspartam in "normalen" Mengen für die Gesundheit unschädlich ist.
Unschädlich ist aber nicht gleich gesund. Auch fanden wir im Handel kein einziges Produkt, das mit dem Süßstoff gesüßt ist und gleichzeitig als gesundes Lebensmittel bezeichnet werden könnte. Es handelt sich hierbei um hochverarbeitete Fertigprodukte, die auch ohne Süßstoffe ungesund sind.
Wer also gesund essen und leben möchte, kommt gar nicht in die Verlegenheit, den künstlichen Süßstoff zu konsumieren, da die entsprechenden Produkte nicht in eine gesunde Ernährung passen.
Oft greifen Menschen, die abnehmen möchten, zu Produkten, die mit Aspartam gesüßt sind. Selbst die World Health Organization empfiehlt hier aber, Süßstoffe nicht in die Diät zu integrieren, da hierfür kein langfristiger Nutzen nachgewiesen ist.
Entscheidend für die Gesundheit ist - wie immer - insgesamt die Qualität der Ernährung und der Lebensweise.