Massenmedien warnen vor Antioxidantien


...und beschleunigen damit die Anfälligkeit des Volkes für Krankheit, Siechtum und frühes Ableben.

Massenmedien lieben Verwirrspiele

Veröffentlichung am 08.03.2011 um 15:01 Uhr / Aktualisierung am 22.09.2011 um 09:38 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Exakt zu jenem Zeitpunkt, da die Menschheit endlich begriffen hat, wie positiv sich natürliche Lebensmittel und die in ihnen vorkommenden Antioxidantien auf die Gesundheit auswirken, sind die Massenmedien mit ihrem altbekannten Verwirrspiel zur Stelle und verkünden, Antioxidantien seien ziemlich gefährlich. Mittlerweile entlockt dieses planmäßige "An-der-Nase-herumführen" informierten Menschen nur noch ein müdes Gähnen.

Massenmedien

Massenmedien warnen vor gesundem Essen

In einem Bericht der Newsweek wurden kürzlich verschiedene eher als oberflächlich durchgeführt zu bezeichnende Studien zitiert, die den meisten bisherigen Forschungen zum Thema Antioxidantien komplett widersprechen.

Das Fazit dieses Artikels war schließlich das folgende: Antioxidantien, die natürlicherweise auch in Früchten, Gemüse und in verschiedenen Superfoods (besonders vitalstoffreiche Lebensmittel, die sich außerdem durch eine hohe Nährstoffdichte auszeichnen) vorkommen, seien gefährlich für die Gesundheit, weshalb man am besten damit aufhören solle, diese zu essen.

Sind freie Radikale gesund?

Die Newsweek zitiert einen britischen "Chemiker und wissenschaftlichen Autor" namens David Bradley, der gesagt haben soll, dass "oxidierende Stoffe", die auch als freie Radikale bekannt sind, eine "Front der Immunabwehr gegen Krankheitserreger und Krebszellen" seien. Er behauptet weiterhin, dass Antioxidantien schädlich für die Gesundheit seien, weil sie diese freien Radikale eliminieren.

Wer hat Recht?

Bisher war man ja der Ansicht, oxidativer Stress durch freie Radikale verursache Schäden an den Zellen des Körpers, was wiederum zu einer Menge von chronischen Krankheiten, zu einem beschleunigten Alterungsprozess und einer Verschlechterung der allgemeinen Gesundheit führe. Da Antioxidantien bekanntlich freie Radikale aufspüren und beseitigen, glaubte man, sie schützten den Körper vor Schäden.

Was steckt dahinter, wenn jetzt das Gegenteil behauptet wird? Will man uns etwa von gesunder Nahrung abhalten, um uns vorsätzlich krank und damit zu willkommenen Opfern der Pharmaindustrie zu machen? Oder hat Mister Bradley vielleicht tatsächlich neue Erkenntnisse gewonnen, von denen wir allesamt bis jetzt nur nichts ahnten?

Hotdogs statt Gemüse?

Bevor Sie jetzt aber Ihre Speisekammer nach Obst und Gemüse und anderen antioxidantienreichen Lebensmitteln durchforsten, diese Ihrem Komposthaufen zuführen und - um jedes Risiko auszuschließen - nur noch Hotdogs, Eiscreme und Gummibärchen essen, sollten wir uns die Angelegenheit ein wenig genauer betrachten:

Wie es wirklich ist

Normalerweise sind die sog. freien Radikale tatsächlich nichts besonders Schlimmes. Allerdings sind sie auch nicht - so wie Mister Bradley glauben macht - hilfreicher als die Antioxidantien. In Wirklichkeit verhält es sich so, dass beide - freie Radikale und Antioxidantien - im Körper ihre (nützlichen) Aufgaben und damit ihre Daseinsberechtigung haben.

Verlust der natürlichen Balance

Problematisch wird es erst dann, wenn eine Seite deutlich und dauerhaft überwiegt. Genau das aber ist bei der heute üblichen modernen Lebens- und Ernährungsweise der leider fast schon regelmäßige Fall.

Umweltgifte, Nikotin, Alkohol, synthetische Lebensmittelzusatzstoffe, Medikamente, der übermäßige Verzehr tierischer Eiweiße und isolierter, konzentrierter Kohlenhydrate (meist in verarbeiteter Form), chemische Inhaltsstoffe in Körperpflegeprodukten uvm. sorgen für einen außergewöhnlichen Überschuss an freien Radikalen.

Gleichzeitig sind die bevorzugten Nahrungsmittel arm an Antioxidantien. Folglich gerät der Körper aus seiner natürlichen Balance, was zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Einzelne Antioxidantien in Pillenform sind problematisch

Genauso ungünstig verhält es sich, wenn jemand der Meinung ist, man müsse zum Ausgleich einer ungesunden Ernährung einfach nur eine üppige Ration Vitamin-E-Pillen, Carotin-Kapseln, Vitamin-C-Pulver oder was auch immer der Antioxidantien-Markt hergibt, futtern und schon sei man rundum sicher und geschützt. Das jedoch ist nicht der Fall.

Antioxidantien in natürlicher Form führen zu Harmonie

Antioxidantien - gleich welcher Sorte - können unserem Körper nur dann optimal nutzen, wenn wir sie so essen, wie die Natur sie für uns verpackt hat: In einer Frucht, in einer Blüte, in einem Blatt, in einer Nuss, in einem naturbelassenen Öl oder auch in einem Nahrungsergänzungsmittel, das die gesamte Frucht oder das gesamte Blatt enthält.

Dort nämlich befindet sich nicht nur Vitamin E oder nur Vitamin C, sondern eine unendliche Vielzahl verschiedener Nähr- und Vitalstoffkomponenten. Sie alle wirken gemeinsam, verstärken sich teilweise in ihrer Wirkung, ermöglichen oft überhaupt erst die Wirkung eines anderen nützlichen Stoffes oder aber unterdrücken die Wirkung eines schädlichen Stoffes. Diese perfekte Harmonie jedoch kann nur dann realisiert werden, wenn wir unsere Ernährung harmonisch und mit natürlichen Lebensmitteln gestalten.

Studien beziehen sich auf Vitamin-Pillen

Studien, die jetzt plötzlich überschwänglich verkünden, Vitamin E, Vitamin C oder andere Antioxidantien seien furchtbar ungesund und schädlich, überraschen daher keineswegs, beziehen sie sich doch auf genau die erwähnten isolierten und konzentrierten Vitamin-Präparate, niemals aber auf natürliche antioxidantienreiche Lebensmittel.

Vitamine ja, Pillen nein

Wenn es also heißt: Essen Sie bloß kein Vitamin E!, dann bedeutet das nicht, plötzlich keine Nüsse oder keine naturbelassenen Öle mehr zu essen. Es heißt lediglich, dass Sie Ihre synthetischen Vitamin-E-Pillen wegwerfen können.

Wenn es heißt, Carotine erhöhen das Sterberisiko, dann sollten Sie Ihre Carotin-Kapseln im Mülleimer versenken, nicht aber Ihr grünes carotinhaltiges Blattgemüse und auch nicht ihre carotinreichen Tomaten, Paprika und Orangen.

Die gefährlichen Folgen mangelhafter Berichterstattung

Die Aussage, Antioxidantien seien gefährlich, ist also zu einem gewissen Teil durchaus wahr. Nur "vergessen" die Massenmedien bei ihrer Berichterstattung zu erklären, in welcher Form Antioxidantien gefährlich sind.

Leider könnte aber genau das dazu führen, dass sich manche - uninformierten - Menschen ab sofort vor gesunden Lebensmitteln fürchten, diese meiden und infolgedessen ein deutlich höheres Erkrankungsrisiko ihr eigen nennen, als das ohne unzureichend erläuterte Horrormeldungen der Fall gewesen wäre.

Quellen

Quelle 1
Quelle 2


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(1)

bmc
geschrieben am: Donnerstag, 10. März 2011, 20:18
eMail-Adresse hinterlegt
Man muss fairerweise sagen, dass im Artikel der Newsweek durchgehend von 'supplements', also Ergänzungsmitteln gesprochen wird. Natürlich bleibt hierbei unbestritten, dass betont werden müsste, natürliche Quellen wie Obst und Gemüse seien nicht das Objekt zitierter Studien, denn wer nicht genau liest, bei dem könnte schon der Eindruck entstehen, Obst und Gemüse seien gefährlich, "...if you already have health problems, especially cancer or an infection." - wovor sie ja eigentlich schützen sollen.
P.S. Ich hoffe, dass dieser Kommentar (aus dem Firefox) von mir bei Ihnen diesmal ankommt. Andere zu verschiedenen anderen Themen (aus Opera heraus) wurden nicht abgedruckt und ich möchte Ihnen nicht unterstellen, jene absichtlich ignoriert zu haben. Ich nehme einfach an, es lag am Browser ;-).


Zentrum der Gesundheit:

Hallo bmc,
vielen Dank für Ihren Kommentar.
Zum Teil haben Sie Recht. Was aber, wenn nur die Überschrift und der erste Absatz gelesen werden? Dort nämlich ist von "Supplements" nicht im Ansatz die Rede. In der Unterüberschrift werden "Nahrungsbestandteile, die keinesfalls nutzen, sondern in Wirklichkeit schaden" erwähnt. Darunter ein Foto, dass unserer Ansicht nach eher mit Früchten, also natürlichen Lebensmitteln und weniger mit Nahrungsergänzungsmitteln in Verbindung gebracht wird. Dann im ersten Abschnitt der Hinweis darauf, dass die "bösen Antioxidantien" hauptsächlich in Früchten und Gemüse vorhanden seien. Erst jetzt wird nebenbei das Wort "Supplements" eingeflochten, ohne - wie Sie in etwa ebenfalls schrieben - jemals zu erklären, worin der tatsächliche Unterschied zwischen isolierten, konzentrierten und meist synthetisch hergestellten Antioxidantien und einem natürlichen Lebensmittel besteht.

Übrigens: Wir veröffentlichen grundsätzlich alle eintreffenden Kommentare - es sei denn, sie enthalten beleidigende oder anderweitig die üblichen Höflichkeitskonventionen verletzende Aussagen :-)
Liebe Grüße
Ihr Team vom
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