Gentechnik vermeiden - 5 Tipps zum Einkauf ohne Gentechnik


Wenn Sie bewusst einkaufen, können Sie Gentechnik im Essen vermeiden.


Ihre Suche im Zentrum der Gesundheit

letzte Aktualisierung am 17.02.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Gentechnik vermeiden - Bewusst einkaufen

Sie befinden sich hier: interessante Artikel » Ernährung

(Zentrum der Gesundheit) - Gentechnik steckt - direkt oder indirekt - bereits in fast allen Lebensmitteln. In Deutschland kommt die Mehrheit der Lebensmittel irgendwann auf dem Wege ihrer Herstellung oder Verarbeitung mit der Gentechnik in Berührung. Manchen Menschen ist das einerlei, andere aber möchten die unberechenbare Risiko-Technologie lieber nicht auf dem Teller haben - weder direkt noch indirekt. Fünf Tipps zeigen Ihnen, worauf Sie beim Einkauf achten können, um Gentechnik zu vermeiden.

Gentechnik vermeiden - Bewusst einkaufen © guukaa - Fotolia.com

Gentechnik vermeiden - Im Einkauf liegt der Gewinn

Wussten Sie, dass in den USA bereits in zwei Dritteln aller verarbeiteten Lebensmittel gentechnisch veränderte Zutaten enthalten sind? Wussten Sie, dass auch in Europa die grosse Mehrheit der verarbeiteten Lebensmittel Zusatzstoffe enthält, die mit Hilfe der Gentechnik produziert wurden?

Wussten Sie, dass solche Lebensmittel keine Kennzeichnung tragen müssen? Wussten Sie, dass die meisten Nutztiere heutzutage gentechnisch verändertes Futter erhalten, die entsprechende Milch, das Fleisch, die Eier aber nicht gekennzeichnet werden müssen?

Falls Ihnen all das nicht gefällt, gibt es fünf Massnahmen, die Sie ergreifen können, um künftig gentechnisch veränderte Lebensmittel zu vermeiden.

1. Kaufen Sie kontrolliert biologische Lebensmittel

Kaufen Sie Lebensmittel, die mit einem Siegel für biologische Lebensmittel gekennzeichnet sind. Besser noch, kaufen Sie Lebensmittel eines renommierten Anbauverbandes wie z. B. Demeter. Ein Nahrungsmittel kann das Bio-Siegel nur erhalten, wenn es entsprechend zertifiziert wurde und zu 100 Prozent aus biologisch erzeugten Zutaten besteht.

Da "Bio" gleichzeitig auch "frei von Gentechnik" bedeutet, sind Bio-Produkte (noch) zu nahezu 100 Prozent gentechnikfrei.

In Ausnahmefällen können Bioprodukte bis zu 5 Prozent aus konventionellen Zutaten bestehen. Dies ist aber nur dann der Fall, wenn diese Zutaten in biologischer Qualität nicht erhältlich sind, diese Nichtverfügbarkeit nachgewiesen werden kann und ferner für die Verwendung der nicht-biologischen Zutaten eine Ausnahmegenehmigung des Anbauverbandes erteilt wurde. Doch auch diese nicht-biologischen Zutaten müssen frei von Gentechnik sein.

Anzeige:

2. Kaufen Sie regionale Produkte

Kaufen Sie in der Region angebaute und produzierte Nahrungsmittel - am besten direkt auf einem biologisch wirtschaftenden Hof oder von einem regionalen Familienbetrieb, der sich auch gerne dazu bereit erklärt, Ihre Fragen zu seinen Produkten und einem möglichen Einsatz der Gentechnik zu beantworten.

Ausserdem fördern Sie auf diese Weise den Bio-Anbau und damit die Gentechnik-Freiheit in Ihrer Region. Gleichzeitig sorgen so für sich ganz persönlich für eine gesunde Umwelt direkt vor Ihrer Haustür.

Natürlich unterstützen Sie mit einem Regionaleinkauf auch Ihre Nachbarn und kurbeln gleichzeitig die Wirtschaft vor Ort ein bisschen an.

3. Achten Sie auf Produkte mit dem Logo "Ohne Gentechnik"

Das hellgrüne rautenförmige Logo "Ohne Gentechnik" kennzeichnet Produkte, die keine gentechnisch veränderten Bestandteile enthalten, auch nicht in Spuren. Wenn dieses Logo Milchprodukte oder Fleischwaren ziert, wissen Sie ferner, dass selbst die entsprechenden Tiere kein Futter erhielten, das aus gentechnisch veränderten Pflanzen bestand.

Gentechnik

4. Meiden Sie Produkte, die riskante Zutaten enthalten

Wenn Sie keine biologischen Lebensmittel kaufen können oder wollen oder die gewünschten Produkte in Bio-Qualität gerade nicht erhältlich sind, achten Sie auf die Zutatenliste.

Wenn dort bei einem konventionellen Produkt Dinge wie Mais, Soja oder Raps auftauchen oder Produkte aus diesen Rohstoffen (z. B. Maissirup, Sojamehl, Rapsöl), dann besteht ein gewisses Risiko, dass es sich dabei um Gen-Mais, Gen-Soja oder Gen-Raps handelt.

Diese Nutzpflanzen werden inzwischen mehrheitlich in gentechnisch veränderter Form angebaut und teilweise auch in die EU importiert. Zwar werden die meisten genveränderten Feldfrüchte dieser Art ins Viehfutter gemischt, doch auch in Lebensmitteln finden sie immer wieder Verwendung.

In der EU muss das aber auf dem Etikett vermerkt sein, also z. B. Lecithin aus "gentechnisch veränderten Sojabohnen".

Nicht gekennzeichnet werden muss hingegen, wenn die Kühe, deren Milch Sie trinken, die Rinder, deren Fleisch Sie essen und die Hühner, deren Eier Sie kaufen, Futter aus genveränderten Pflanzen erhielten - was heute mehrheitlich der Fall ist.

Selbst als Hobby-Geflügelhalter finden Sie kaum noch Hühnerfutter, das frei von genveränderten Bestandteilen ist.

Natürlich wird aus der Milch der mit Gen-Futter gefütterten Kühe auch Milchpulver, Molkenpulver, Milchzucker und vieles andere produziert, was wiederum in vielen Fertigprodukten wie Süsswaren, Gebäck, Wurstwaren, Fertigsuppen, Fertigsossen, Dips, Gewürzmischungen und vielen anderen Fertiggerichten zum Einsatz kommt.

Genauso finden Eier von mit Gen-Futter gefütterten Hühnern als Flüssigei, Volleipulver, Eieiweiss etc. Einzug in eine breite Palette von Süssigkeiten, Backwaren und vielem mehr - alles ohne Kennzeichnung.

Genau so wenig gekennzeichnet werden muss, wenn Lebensmittelzusatzstoffe mit Hilfe genmanipulierter Mikroorganismen hergestellt werden, was sehr häufig der Fall ist.

Geschmacksverstärker, Aromen, Säuerungsmittel und vieles andere hat seinen Ursprung in gentechnisch veränderten Enzymen, Pilzen und Bakterien. Je mehr Zusatzstoffe also ein Lebensmittel enthält, umso höher sind die Chancen, dass dort Gentechnik im Spiel war.

Eine wunderbare Lösung, um Gentechnik zu vermeiden, ist also, künftig aus unverarbeiteten regionalen Bio-Zutaten die Mahlzeiten jeweils frisch zuzubereiten.

5. Nutzen Sie Einkaufsführer für gentechnikfreie Produkte

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat einen Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik - für gentechnikfreien Genuss" heraus gegeben. Mit dessen Hilfe kann man unkompliziert und sicher zum Einkauf gesunder und gentechnikfreier Lebensmittel schreiten.

Der Ratgeber ist auf der Webseite von Greenpeace online zu bestellen. Falls es mit dem Zugang zu dieser Seite Probleme geben sollte, können Sie den Einkaufsführer auch telefonisch unter 040-30618-120 bestellen.

Auch per Post können Sie bestellen, nämlich bei folgender Adresse:

Greenpeace e.V.
Infoversand
Grosse Elbstrasse 39
22767 Hamburg

Nutritionist Training

Quellen:

  • Zentrum der Gesundheit

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

Möchten Sie weiterhin von uns informiert werden?

Wir informieren 1-2 mal monatlich über neu veröffentlichte Artikel.
Melden Sie sich zu unserem kostenlosen Newsletter an.

zum kostenlosen Newsletter anmelden



Abgelegt unter: Biokost | Gentechnik |


© Neosmart Consulting AG - Alle Rechte vorbehalten.
Dieser Text unterliegt dem Urheberrecht und anderen Gesetzen zum Schutz geistigen Eigentums. Dieser Artikel darf ohne Genehmigung weder kopiert, veröffentlicht noch verteilt werden. Eine Verlinkung direkt auf die jeweilige Text-Seite ist erlaubt und erwünscht.

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.





Liebe LeserInnnen

Aufgrund des hohen Kommentaraufkommens haben wir uns dazu entschlossen, unsere Kommentarfunktion nur an 2 Tagen der Woche zu öffnen, nämlich jeweils am Freitag von 18:00 bis Samstags um 24:00 Uhr. Bitte berücksichtigen Sie, dass wir Kommentare, die zum Zwecke versteckter Werbung genutzt werden, nicht veröffentlichen. Erscheinen Markennamen in Ihrem Kommentar, so werden diese vor Veröffentlichung entfernt.

(1)

Helmut Blum
geschrieben am: donnerstag, 17. mã¤rz 2011, 11:25
eMail-Adresse hinterlegt
Hallo, man liest immer wieder das doch irgendwie genmanipuliertes Essen in den Verkauf kommt. Wie kann den das sein, wenn es so viele Kontrollen gibt. Man muss schon hinter die Kulissen schauen, und die Augen aufmachen. Vielen Dank für Ihre super Beiträge....
Gruß
Helmut Blum

Weitere themenrelevante Artikel:

Besser Bio-Lebensmittel als Pestizide!

(Zentrum der Gesundheit) – Lohnt sich das Geld für Bio-Lebensmittel? Sind Bio-Lebensmittel wirklich besser? Sind sie weniger mit Pestiziden belastet? Sind sie gesünder? Ein Experiment mit einer schwedischen Familie zeigte jetzt den Unterschied zwischen konventioneller Nahrung und Bio-Lebensmitteln. Die fünfköpfige Familie ass zwei Wochen lang Bio. Forscher untersuchten davor und danach die Schadstoffbelastung der Probanden – mit interessantem Ergebnis.

weiterlesen

 

Monsanto, die Pestizid-Vergiftung und das Brokkoli-Patent

(Zentrum der Gesundheit) - Monsanto steht für Gentechnik, für Patente auf Lebensformen und für giftige Pflanzenschutzmittel. Auch Korruption und Bestechung sollen immer wieder zum Repertoire des weltweit agierenden Konzerns gehören. So wird das Unternehmen höchstwahrscheinlich in Berufung gehen, nachdem es von einem französischen Gericht der Vergiftung für schuldig befunden wurde. Ein französischer Landwirt wurde schwer krank, als er versehentlich Monsantos Spritzmittel eingeatmet hatte. Zeitgleich erhielt eine Tochterfirma von Monsanto ein Patent auf Brokkoli.

weiterlesen

 

Gentechnik-Gifte schädigen Menschen

(Zentrum der Gesundheit) – Das weltweit stattfindende Massenexperiment Genmanipulation zeigt erste Früchte. Giftige Früchte. Eine Studie aus Kanada bestätigte, dass Toxine aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in den Blutkreislauf des Menschen geraten. Entgegen Expertenaussagen aus der sogenannten Grünen Biotechnologie wird transgenes Material mit der Verdauung nicht eliminiert. Selbst Babys im Mutterleib sind vor GVO-Giften nicht gefeit.

weiterlesen

 

Bio-Lebensmittel sind gesünder

(Zentrum der Gesundheit) - Bio-Lebensmittel haben gegenüber konventionell erzeugten Lebensmitteln zahlreiche Vorteile – gesundheitliche, ökologische und natürlich auch ethische. Da die Mainstream-Medien immer wieder das Gegenteil behaupten und die Vorgehensweisen der konventionellen Landwirtschaft als notwendig darstellen, könnte es sein, dass auch Sie glauben: Bio ist nicht wirklich besser. Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen! Sogar jene Studie, auf die sich die Medien in ihrer Anti-Bio-Kampagne berufen, zeigt: Bio ist besser! Lesen Sie jetzt, warum Bio einfach besser ist. Ja, warum Bio nicht nur einfach, sondern mehrfach besser ist.

weiterlesen

 

Gen-Food bald nicht mehr gekennzeichnet?

(Zentrum der Gesundheit) - Gentechnisch veränderte Lebensmittel sollen künftig nicht mehr als solche deklariert werden. Das zumindest wäre der Wunsch der USA. Gleichzeitig will man den Herstellern gentechnikfreier Produkte verbieten, die gentechnikfreie Qualität ihrer Ware auf dem Etikett hervorzuheben. Aufschriften wie „nicht gentechnisch verändert“ wären dann verboten.

weiterlesen

 

Gentechnik kommt auf leisen Sohlen

(Zentrum der Gesundheit) - Die Null-Toleranz-Grenze bei Futtermitteln wird aufgehoben. Nicht weil sich die bisherigen Bedenken in Bezug auf die Harmlosigkeit gentechnisch veränderter Pflanzen für Umwelt und Gesundheit als unbegründet herausgestellt hätten, sondern weil die Futtermittelindustrie die wirtschaftlichen Einbußen, die sich regelmäßig aufgrund der bisher gültigen Null-Toleranz-Grenze ergaben, nicht mehr hinnehmen möchte.

weiterlesen

 

Genmanipulation

(Zentrum der Gesundheit) - Lesen Sie zum Thema Genmanipulation den Report des Independent Science Panel. Das Gremium hat in einem umfangreichen Bericht die wesentlichen Gefahren der Gentechnik zusammengefasst und gleichzeitig die unschätzbaren Vorteile der gentechnikfreien, nachhaltigen und damit zukunftsfähigen Landwirtschaft herausgestellt.

weiterlesen

 

Gen-Weizen bedroht Erbe der Menschheit

(Umweltinstitut München) - Zum ersten Mal seit 2004 ist in Deutschland wieder ein Freisetzungsversuch mit genmanipuliertem Weizen geplant. Einen entsprechenden Antrag hat das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gestellt. Der Versuchsacker liegt in unmittelbarer Nähe zu den Anbauflächen der Genbank im sachsen-anhaltinischen Gatersleben. Dort lagern Hunderte alter Weizensorten, die zur Erhaltung immer wieder im Freiland angebaut werden müssen.

weiterlesen

 

Gentech-Nahrung macht krank

(Zentrum der Gesundheit) - Gen-Pflanzen seien harmlos, heisst es immer wieder. Immer öfter jedoch zeigt sich, dass sie in Wirklichkeit gravierende Gesundheitsschäden verursachen können. Pflanzen aus gentechnisch verändertem Saatgut von Megakonzern Monsanto führen zu schweren gesundheitlichen Schäden. Dies wurde in einem Bericht bestätigt, der in der Zeitschrift International Journal of Microbiology veröffentlicht wurde.

weiterlesen

 

Monsanto - Angriff auf die Natur

(Zentrum der Gesundheit) - Mit grün klingendem Werbe-Belcanto täuscht und überrumpelt der amerikanische Chemie- und Saatgut-Konzern Monsanto Regierungen, Landwirte und vor allem Verbraucher weltweit. Da ist vom "Schonen" der Natur die Rede, vom "Verbessern der Erträge" und gar von "sozialen Vorteilen". In Wirklichkeit führt der US-Multi einen globalen Angriff auf die natürliche Ernährung durch die höchst aggressive Vermarktung von gentechnisch veränderte Organismen (GMO).

weiterlesen

 

Gentechnik oder Sciencefiction?

(Zentrum der Gesundheit) - Die Kreaturen, die die Gentechnik hervorbringt gleichen immer mehr denen eines Sciencefiction Films. Die Wissenschaft scheint keine Grenzen zu kennen - sie bringt immer bizarrere Lebewesen hervor. Gene verschiedener Spezies werden wild durcheinander gemischt, wodurch fluoreszierende Katzen, zwitschernde Mäuse oder Spinnen-Ziegen entstehen. Gentechnisch veränderte Haustiere und Futterpflanzen sind in den USA offenbar schon etwas ganz Normales.

weiterlesen

 

Gentechnik kommt durch die Hintertür

(Zentrum der Gesundheit) - Ganz langsam – aber unaufhaltsam – schleichen sich genveränderte Pflanzen in unser Umfeld. Während ständig von "Gewährleistung der Koexistenz" die Rede ist, beweist jeder neue Schwellenwert, dass genau das, nämlich Koexistenz, nicht möglich ist. Bereits jetzt kann niemand mehr sagen, welcher Teil eines Feldes, auf dem noch herkömmliche Pflanzen wachsen, mit gentechnisch verändertem Erbgut verunreinigt ist. In ihrer Hilflosigkeit (oder mit grosszügiger Unterstützung der profitierenden Konzerne?) wissen Politiker nichts anderes zu tun, als der Gentechnik Tür und Tor zu öffnen – und zwar mit immer höheren oder gar ganz neuen Schwellenwerten.

weiterlesen