Glutathion
Durch Anhebungen des Glutathion-Spiegels wurden interessante Wirkungen in der Krebstherapie, Aids und anderen schweren Immunerkrankungen festgestellt.
Veröffentlichung am 02.10.2007 um 14:47 Uhr / Aktualisierung am 09.11.2011 um 17:13 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - Der Glutathion-Spiegel ist einer der wichtigsten Prognosemarker für fast alle Immunerkrankungen. Ätherische Öle sind in der Lage, den Glutathion-Spiegel spürbar anzuheben.
Fitt und gesund dank einen optimalen Glutathion-SpiegelGlutathion besteht aus drei der lebenswichtigen Aminosäuren: Glutaminsäure, Cystein und Glycin. Glutaminsäure ist ein wichtiger "Brennstoff" für unser Gehirn und fördert als Glutamin die Intelligenz. Nach Dr. Mindell wurde es erfolgreich bei der Behandlung von Senilität eingesetzt, aber auch bei Erschöpfungszuständen, Depressionen und Impotenz.
Bei der gezielten Beeinflussung der körpereigenen Abwehr durch Anhebungen des Glutathion-Spiegels sind auch interessant Wirkungen in der Krebstherapie, Aids und andere schwere Immunerkrankungen auszumachen.
Wenn sie in der Lage sind, therapiebegleitend ein gut funktionierendes Immunsystem wiederherzustellen, würden sie nicht nur die Zukunftsperspektiven der kranken Menschen verbessern, sondern wären auch für viele Betroffene ein Segen, die nicht unter lebensbedrohlichen Krankheiten leiden.
Glutathion ist ein schwefelhaltiger Eiweißstoff, dessen Bedeutung auf die Gesundheit immer wichtiger wird. Glutathion bzw. reduziertes oder aktives Glutathion (GSH), wie die wirksame Form genannt wird, ist in jeder Körperzelle vorhanden und wird in der Leber aus Glutaminsäure, Glycin und Cystein gebildet. Als reduziert bzw. Reduktion bezeichnet man einen Vorgang, bei dem ein Atom oder Molekül Elektronen aufnehmen kann. Durch die Elektronenaufnahme ist reduziertes Glutathion z.B. in der Lage, freie Radikale zu entschärfen und besitzt im Gegensatz zu oxidiertem Glutathion ein energielieferndes Elektron.
In dieser aktiven Form spielt dieses Tripeptid für viele Prozesse im Stoffwechsel eine wichtige Rolle. Seine besondere Fähigkeit ist es aber, das Immunsystem wie kein zweites körpereigenes Element zu unterstützen. Je mehr reduziertes Glutathion in der Zelle ist, desto günstiger entwickelt sich in vielen Fällen ein Krankheitsverlauf und umso intakter ist der zelluläre Status.
Nach Meinungen vieler Ärzte sind freie Radikale (oxidativer Stress) die Hauptursachen für Herzerkrankungen, Krebs und Alzheimer. Die schädigenden Wirkungen aggressiver Sauerstoffverbindungen sind zwar bekannt, werden aber kaum behandelt. Mit reduziertem Glutathion könnten Entzündungsprozesse, Zellschäden und die Oxidation von Fettsäuren effektiv vermieden werden.
Der potentielle Nutzen von GSH ist aber nicht nur der direkte Schutz vor freien Radikalen. Es hat auch die Fähigkeit, bestimmte Radikalenfänger (z.B. Vitamin C, Flavonoide, Vitamin E, Provitamin A, Selen, Coenzym Q 10), die durch die Reaktionen mit Sauerstoffradikalen selbst zu Radikalen geworden sind, zu "recyceln". In der aktiven Form können diese Vitalstoffe vom Körper erneut genutzt werden.
GSH verhindert den Abbau und Zerfall schwefelhaltiger Proteine in der Membranhülle von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und unterstützt deren Funktionsfähigkeit. Aufgabe der Erythrozyten ist der Sauerstofftransport zu allen Geweben. Sie sind daher von elementarer Bedeutung für Vitalität, Energie, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.
Glutathion stärkt das Immunsystem auch durch die Reproduktion und Aktivierung von Lymphozyten. Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen und werden auch als die "Gedächtniszellen" im Immunsystem beschrieben. Dringt ein Krankheitserreger zum ersten Mal in den Körper ein, merken sich die Lymphozyten dessen Struktur. Bei einer erneuten Infektion wird der Eindringling von den Lymphozyten als krankmachend erkannt und sofort vernichtet.
Die toxische Wirkung von Schwermetallen geht stark mit einem Abfall an Glutathion einher. Reduziertes Glutathion bindet Gifte als erste Abwehrlinie im Verdauungstrakt. In zweiter und dritter Abwehrlinie hilft es der Leber bei der Entgiftung und als Co-Faktor vieler Entgiftungsenzyme.
Auf Zellebene schützt es das Erbgut vor unterschiedlichen Strahlenschäden (UV- und Röntgenstrahlung, Strahlungstherapie bei Krebs) und bösartiger Zellveränderungen.
Bei einem dauerhaften niedrigen Glutathionspiegel können chronischen oder degenerativen Krankheiten entstehen. So wurden bei Aids-Patienten besonders niedrige Glutathionspiegel gemessen. Dieser Umstand wird von vielen Forschern damit in Verbindung gebracht, dass ein Glutathionmangel im Mittelpunkt dieser Erkrankungen steht oder zumindest ein zentraler Risikofaktor ist.
Aber auch bei zahlreichen Krankheitsbildern wie Tumorerkrankungen, Lungenproblemen (z.B. Mukoviszidose), Autoimmun-Erkrankungen (z.B. Rheuma, Multiple Sklerose), Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bakterielle und virale Infektionen (z.B. chronische Herpesinfekte) wird ein schlechter Glutathion-Status beobachtet.
Der zentrale Punkt ist der erhöhte Verbrauch an Glutathion aufgrund seiner antioxidativen und entgiftenden Wirkung. Leider sind die Quellen für freie Radikale und chemisch unverträgliche Verbindungen in den letzten Jahrzehnten überproportional gewachsen. Umweltbelastungen, Ozon, Strahlen und andere, durch Technologien verursachte Prozesse, haben die Zahl der freien Radikale in unserer Umwelt enorm gesteigert.
Lebensmittelzusätze, übertriebenes Sonnenbaden, Stress, bestimmte Krankheiten, Schwermetallbelastungen, Rauchen, Drogen, Suchtmittel, Medikamente oder starke körperliche und geistige Verausgabung führen ebenfalls zu einer starken Zunahme der Oxidationsprozesse. Dieser Flut von Verbrauchern ist das reduzierte Glutathion nicht gewachsen - es wird aufgebraucht (wie andere Radikalenfänger auch) und steht für die eigentlichen Aufgaben und als Schutzfaktor im Körper nicht mehr zur Verfügung.
Das Tripeptid Glutathion gilt als einer der Schlüsselstoffe unseres Immunsystems. Glutathion ist an sämtlichen körpereigenen Heil- und Schutzmaßnahmen sowie an der Entgiftung und Ausleitung schädlicher Stoffe (z. B. Schwermetalle) beteiligt. Steht dem Organismus zu wenig verwertbares (reduziertes) Glutathion zur Verfügung, ist chronischen Erkrankungen wie Rheuma, Krebs, Diabetes, Demenz, Morbus Crohn etc., Pilzerkrankungen, aber auch Infektionskrankheiten wie u. a. Borreliose Tür und Tor geöffnet.
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Glutathion-Peroxidasen sind Enzyme, die bei der Abwehr von oxidativem Stress beteiligt sind. Mit Hilfe von Glutathion, welches als Reduktionsmittel dient, reduzieren sie Zellgifte wie zum Beispiel Wasserstoffperoxid zu Wasser. So werden diese Stoffe für die Zellen unschädlich gemacht und entsorgt. Glutathion dient so als Reduktionsmittel, welches recycelbar ist. Andererseits kann Glutathion auch Gifte binden und zusammen mit ihnen ausgeschieden werden.
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