Grüner Tee


Grüner Tee kann den Verlauf von Mundkrebserkrankungen verlangsamen und den Krebs in seiner Entwicklung hemmen. Dies belegt eine kürzlich veröffentlichte Studie.

Grüner Tee

Dieser Text wurde veröffentlicht am 22.01.2010 um 13:11 Uhr Drucken Sie diese Seite

Liebhaber des Grünen Tees gönnen sich nicht nur wegen des guten Geschmacks, sondern auch weil dem Grünen Tee allgemein ein hoher gesundheitlicher Nutzen zugesprochen wird, gerne mal ein Tässchen dieses köstlichen Getränks.

Grüner Tee Kann den Verlauf einer Krebserkrankung verlangsamen und die Entwicklung hemmen.

Grüner Tee wirkt auf Mundschleimhäute

Eine kürzlich im Fachblatt Cancer Prevention Research veröffentlichte Studie zeigte, dass es bei Menschen mit präkarzinogenen oralen Läsionen (Schädigung der Mundschleimhaut im Krebs-Vorstadium) gelang, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen, indem sie einen sehr wirksamen Extrakt aus Grünem Tee eingenommen haben. Noch erstaunlicher: Die Extrakte schafften es sogar, die Läsionen bei einigen Teilnehmern der Studie komplett verschwinden zu lassen.

Heilung bei Leukoplakie

Leukoplakie (c) wikipedia.de

Um die Effektivität des Grünen Tees zu testen, führten die Forscher der University of Texas mit 41 Leukoplakie-Patienten die Studie durch.
Leukoplakie ist eine Erkrankung, bei der sich fleckenhafte schuppige Stellen im Mund bilden; typischerweise entstehen die Läsionen auf der Zunge oder auf der Innenhaut der Wangen. Auch wenn Leukoplakie behandelbar ist und die typischen Schleimhautveränderungen meistens gutartig sind, bilden manche Patienten Mündhöhlenkarzinome aus, deren Vorläufer eben jene Läsionen im Mundraum darstellen.

Jeder Teilnehmer der Studie hatte mindestens eine krebsartige Läsion und nahm über einen Zeitraum von 12 Wochen eine von vier verschiedenen Substanzen 3 x täglich ein.

Die erste Gruppe bekam 1000mg Extrakt aus Grünem Tee-Extrakt, die zweite Gruppe 750mg, die dritte Gruppe 500mg und die vierte bekam ein Placebo. Nach Ablauf der drei Monate nahmen die Forscher über den Zeitraum von weiteren 12 Wochen orale Gewebeproben von den Teilnehmern.

Je höher die Dosis desto größer der Erfolg

60% der Probanden mit der höchsten Dosis konnten ein völliges Verschwinden der Läsionen verzeichnen. Auch bei den Probanden, die 750mg des Extraktes eingenommen hatten, fand eine signifikante Schwächung der Läsionen statt. Selbst bei der geringen Dosis von 500 mg bildeten sich bei 35% der Teilnehmer die Läsionen zurück.

Eine Studie über Grünen Tee, die im Jahr 2003 stattfand zeigte bereits, dass dessen Extrakte Krebszellen in ihrer Entwicklung hemmen, indem sie die Moleküle “verschließen”, die krebserregende Stoffe dringend benötigen.

Es wird geschätzt, dass jedes Jahr ca 12.000 Menschen an Mundhöhlenkrebs erkranken, was 2% aller Krebserkrankungen ausmacht. Wie bei den meisten Krebserkrankungen ist die Überlebenschance vom Zeitpunkt der Diagnose abhängig. Da mehr als die Hälfte der Mundhöhlenkarzinome zu spät entdeckt werden, liegt die Sterblichkeitsrate bei annähernd 50%.

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