Handystrahlung


Eine Untersuchung zur Sicherheit von Handystrahlung kam zum Entschluss, dass sich bei langfristigem Gebrauch von Mobiltelefonen das Risiko an einem Gehirntumor zu erkranken verdoppelt.

Gefährliche Handys

Veröffentlichung am 12.09.2008 um 12:42 Uhr / Aktualisierung am 02.12.2011 um 10:00 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Im Rahmen einer Untersuchung wurden mehr als 100 Studien zur Sicherheit der mobilen Telefone überprüft. Der Leiter dieser Untersuchung war der Neurochirurg Dr. Vini Khurana, der mittlerweile weltweit für Schlagzeilen sorgte. Er warnte vor den Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung und rief die Industrie öffentlich auf, die Strahlenbelastung durch mobile Telefone zu reduzieren.

Handystrahlung

Handygebrauch erhöht Risiko für Gehirntumore

Laut Dr. Khurana weisen die Studien darauf hin, daß ein langfristiger Gebrauch der Mobiltelefone von über 10 Jahren, das Risiko für einen Gehirntumor verdoppelt.

Zwar sind einige dieser Studien zu dem Ergebnis gekommen, daß kein solches Risiko besteht, aber Dr. Khurana weist darauf hin, daß diese Studien nur den kurzzeitigen Gebrauch untersucht haben. Da ein Gehirntumor aber 10 Jahre bis zu seiner Ausbildung brauchen kann, sind diese kurzzeitigen Studien nicht aussagekräftig.

Höhere Gefährdung als bei Rauchern

Dr. Khurana erklärt, daß es immer mehr aussagekräftige Beweise für den Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Mobiltelefonen und bestimmten Gehirntumoren gibt. Dr. Khurana empfiehlt deshalb, die Benutzung der Mobiltelefone einzuschränken. Es ist zu erwarten, daß diese Gefahr weitreichendere gesundheitliche Auswirkungen haben wird, als Asbest und Rauchen. Weltweit rauchen 1 Milliarde Menschen, aber 3x so viele benutzen mittlerweile Mobiltelefone.

Eine schwedische Studie, die 2006 durchgeführt wurde, kam zu dem Ergebnis, daß Menschen, die Mobiltelefone täglich für 1 Stunde oder länger benutzen, ein 240% höheres Risiko hatten, an einem Gehirntumor zu erkranken. Die Tumoren entwickeln sich mit größerer Wahrscheinlichkeit an der Stelle des Kopfes, an der das Telefon am häufigsten benutzt wird.

Frankreich hat Anfang des Jahres vor dem Gebrauch der Mobiltelefone, besonders bei Kindern, gewarnt. Deutschland möchte erreichen, daß der Gebrauch der Mobiltelefone eingeschränkt wird und die Europäische Umweltagentur (EUA) fordert, die Belastung durch Mobilfunkstrahlung zu minimieren.

Mechanismen bisher nicht erforscht

Noch sind die Mechanismen, mit denen Mobiltelefone das Krebsrisiko erhöhen, nicht richtig verstanden, aber es werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert. Es ist bekannt, daß elektromagnetische Strahlung Kopf und Gehirn direkt erwärmt. Diese Strahlung kann aber auch thermoelektrische Effekte an Zellen und DNA verursachen.

Vorsicht bei Bluetooth-Anwendungen

Laut Dr. Khurana verwandeln auch Bluetooth-Einrichtungen bzw. nicht abgeschirmte Headsets den Kopf lediglich in eine Antenne, die sich selbst mit Strahlung bombardiert. Besonders Kinder, die einen dünneren Schädel als Erwachsene haben, sind hier gefährdet.

Langfristig Massive Gesundheitsstörungen zu erwarten

Dr. Rajeev Ranjan, ein Neurologe aus Neu Delhi, stellt dazu fest, daß elektromagnetische Strahlung im allgemeinen zu Reizung, Konzentrationsverlust und in vielen Fällen sogar zur Zellvermehrung, die dann Krebs verursachen können, führt. Diese Strahlung kann auch die Funktionsweise medizintechnischer Geräte, wie Herzschrittmacher, stören.

Dr. Khurana warnt, daß Mobiltelefone bald für eine massive gesundheitliche Krise verantwortlich sein werden, wenn nicht sofortige Maßnahmen ergriffen werden.

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