Zentrum der Gesundheit
  • Handy zeigt verfügbare Wlan Netzwerke an
20 Juni 2022
3 min

WLAN: Ursache von Krebs, Alzheimer und Parkinson?

WLAN Geräte führen aufgrund ihrer Strahlung zu einer Reihe von Stoffwechselstörungen, die wiederum mit der Entstehung von Krebs und neurodegenerativen Krankheiten in Verbindung gebracht werden.

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WLAN: Neue Studie bestätigt Krebsgefahr

Auch wenn die WHO schon im Jahre 2011 hochfrequente WLAN-Strahlung als möglicherweise krebserregend einstufte, wird weiter diskutiert, ob WLAN bzw. Mobilfunkstrahlung nun schädlich und krebserregend ist oder nicht ( 2 ). Wir berichteten immer wieder über aktuelle Meldungen und Studien, die eigentlich eindeutige Ergebnisse erbrachten – jedoch keine Beachtung finden, denn wer mag sich schon Handy & Co abgewöhnen:n

  1. Krebs durch Mobilfunkstrahlung
  2. Handys verursachen Hirntumore
  3. Handy ja, Strahlung nein?
  4. Studien über Strahlung von Handys
  5. Krebsrisiko Handy
  6. Wie Sie sich vor 5G-Strahlung schützen können

Eine erneute Meldung wurde im Juli 2015 im Magazin Electromagnetic Biology & Medicine veröffentlicht. Forscher vom Institute of Experimental Pathology, Oncology and Radiobiology of NAS in Kiew/Ukraine bestätigten in einer Übersichtsarbeit (Review) Altbekanntes ( 1 ).

Sie untersuchten 100 verfügbare peer-reviewed Studien, in denen es um die negativen Effekte hochfrequenter Strahlung durch die weit verbreitete WLAN Anwendung ging. In 93 dieser Studien und damit in der überwältigenden Mehrheit stellte man fest, dass die gesundheitsschädlichen und krebserregenden Wirkungen von WLAN Geräten (Handy und Computer) über die längst bekannten Mechanismen erklärt werden können.

Freie-Radikale-Flut durch WLAN

Die hochfrequente Strahlung führt zu oxidativen Prozessen (bekannt als „oxidativer Stress“) und kann auf diese Weise jeder einzelnen Zelle schwere Schäden zuführen – abhängig von der Belastungsintensität. Es kommt zu Stoffwechselstörungen zunächst auf Zellebene, was sich langfristig in schweren systemischen Krankheiten äussert.

Studienautor Dr. Igor Yakymenko bezeichnet die Folgen der weit verbreiteten WLAN Nutzung als Ungleichgewicht zwischen der Entstehung freier Radikale (oxidativer Stress) und der Menge vorhandener Antioxidantien. Es entstehen also in Gegenwart von WLAN Geräten grundsätzlich mehr freie Radikale, als durch die zur Verfügung stehenden Antioxidantien jemals eliminiert werden könnten.

Freie Radikale aber, die nicht eliminiert werden können, beschädigen Zellwände, dann die Erbsubstanz der Zelle (DNA) und beeinträchtigen schliesslich lebenswichtige Zellfunktionen. Gleichzeitig wird die Aktivität der antioxidativen Enzyme gehemmt, was einen geringeren Selbstschutz des Organismus mit sich bringt.

WLAN macht Krebs, Alzheimer und Parkinson wahrscheinlicher

Yakymenko sagt, dass der oxidative Stress infolge des allgegenwärtigen WLAN nicht nur das heute gehäufte Krebsauftreten erkläre, sondern auch zu ganz anderen Gesundheitsschäden führen könne, insgesamt also ein hohes krankheitsförderndes Potential habe.

Einerseits kann es durch die hochfrequente Strahlung zu den üblichen Unpässlichkeiten wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Hautirritationen kommen – besonders dann, wenn man längere Zeit der Strahlung ausgesetzt war. Andererseits können sich daraus auch chronische neurodegenerative Erkrankungen entwickeln, wie Alzheimer und Parkinson.

Kabel statt WLAN

„Unsere gesammelten Daten sind ein klares Zeichen für die tatsächlichen Risiken, die diese Strahlungsart für die menschliche Gesundheit darstellt“, erläutert Dr. Yakymenko. Er und seine Kollegen rufen dazu auf, WLAN-Technologien wie Handys und kabelloses Internet mit äusserster Vorsicht zu verwenden.

Und da Kabel noch nicht ausgestorben sind, können diese sehr gut wenigstens im häuslichen Umfeld zum Einsatz kommen – wie auch das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt und womit man nicht nur sich selbst, sondern auch die unmittelbaren Mitbewohner und Nachbarn schützen kann.

Antioxidantien puffern Zellschäden durch WLAN

Zusätzlich sollte man unbedingt für eine verstärkte Zufuhr von Antioxidantien sorgen. Mit einer obst- und gemüsereichen Ernährung ist man hier schon auf dem besten Wege. Doch angesichts der extremen Verbreitung von WLAN & Co (und noch vielen anderen Faktoren, die oxidativen Stress verursachen) ist es ausserordentlich sinnvoll, Antioxidantien auch als Nahrungsergänzung zu sich zu nehmen.

In Frage könnten beispielsweise die folgenden kommen:

  1. Astaxanthin
  2. OPC
  3. Aroniasaft
  4. Gerstengras
  5. Moringa
  6. Curcumin

Sie alle reduzieren oxidativen Stress, auch jenen, der von hochfrequenter Strahlung durch WLAN verursacht wird.

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Quellen
  1. Yakymenko I, Oxidative mechanisms of biological activity of low-intensity radiofrequency radiation Juli 2015, Electromagnetic Biology and Medicine, 2015;1 DOI: 10.3109/15368378.2015.1043557, (Oxidative Mechanismen durch biologische Aktivität von hochfrequenter Strahlung geringer Intensität)
  2. International Agency for Research on Cancer IARC, ARC classifies radiofrequency electromagnetic fields as possibly carcinogenic to humans 31. Mai 2011, (IARC klassifiziert hochfrequente elektromagnetische Felder als möglicherweise krebserregend für Menschen)
  3. Bundesamt für Strahlenschutz, “Empfehlungen des Bundesamtes für Strahlenschutz zum Telefonieren mit dem Handy“, Februar 2015