Hanföl
Hanföl hat einen hohen Anteil an den wichtigen Omega 3-Fettsäuren. Die Kombination mit der zweifach ungesättigten Linolsäure, der dreifach ungesättigten Alpha-Linolensäure und vielen weiteren Nährstoffen macht dieses Öl für den menschlichen Organismus so wertvoll.
Veröffentlichung am 31.10.2008 um 08:59 Uhr / Aktualisierung am 28.02.2012 um 10:29 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - Bei der Hanfpflanze handelt es sich um eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Ihr Anbau war in Deutschland und weiteren europäischen Staaten über einen längeren Zeitraum verboten, da die THC reichen Sorten einen Rausch - vergleichbar mit Haschisch oder Marihuana - erzeugen konnten.
Inzwischen ist der Anbau von Sorten, die keinen oder nur einen sehr geringen THC-Gehalt aufweisen, statthaft. Die Hanfpflanze ist sehr genügsam und kann auch auf Böden angebaut werden, die bei anderen Pflanzen so gut wie keinen Ertrag liefern. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln beim Hanfanbau ist nicht erforderlich.
Für die Gewinnung von Hanföl wird die Hanfsaat kalt gepresst, wobei ein Öl gewonnen wird, welches eine grünlich-braune Farbe aufweist. Diese Farbe entsteht durch die vorhandenen Chlorophylle und Carotinoide. Hanföl ist reich an Beta-Carotinoiden, bei denen es sich um eine Vorstufe des Vitamin A handelt. Besonders wertvoll ist das Hanföl aufgrund seiner spezifischen Zusammensetzung der Fettsäuren und dank eines hohen Gehalts an Spurenelementen und Vitaminen.
Das Hanföl hat einen auffallend hohen Anteil an der zweifach ungesättigten Linolsäure, gefolgt von der dreifach ungesättigten Alpha-Linolensäure. Diese beiden Fettsäuren können vom Körper nicht selbst gebildet werden und müssen ihm somit durch die Nahrung zugeführt werden. In anderen pflanzlichen Ölen sind diese beiden Fettsäuren ebenfalls vorhanden - allerdings nicht in dem für den menschlichen Organismus optimalen Verhältnis von 3:1.
Benötigt werden beide Fettsäuren nicht nur für die Produktion zahlreicher Hormone und zur Zellerneuerung, sondern auch für die Aufrechterhaltung der Funktionen des Immunsystems. Auch für die Figur ist der Verzehr von Hanföl ein Gewinn; im Gegensatz zu gesättigten pflanzlichen und tierischen Fettsäuren wird es nicht in das körpereigene Fettgewebe eingelagert, sondern für den Aufbau neuer Zellen herangezogen. Damit ist es der ideale Begleiter während einer Diät.
Zwei weitere für den Menschen wichtige Fettsäuren, welche im Hanföl in einem für den Menschen idealen Verhältnis vorkommen, sind die dreifach ungesättigte Gamma-Linolensäure, sowie die Omega-3-Stearidonsäure. Beide Fettsäuren fördern die Entstehung von Prostaglandinen, die vom Körper sowohl für die hormonelle Steuerung, als auch für die Regulierung von Blutdruck und Muskelfunktionen benötigt werden. Grundsätzlich ist der Körper fähig, Prostaglandine selber herzustellen; auf Grund von Stress oder falscher Ernährung ist diese Fähigkeit aber bei den meisten Menschen eingeschränkt.
Omega-3-Fettsäuren sind - außer in einigen pflanzlichen Ölen - vor allem in Seefischen vorhanden. Die Seefische sind heute allerdings oft zu sehr belastet, so dass Fachleute von einem regelmäßigen Verzehr abraten. Die Verwendung von Hanföl stellt dagegen, insbesondere für Vegetarier, eine ideale Omega 3 Quelle dar.
Das Protein der Hanfsaat besteht zu 65 % aus einem Globulin namens Edistin und einigen weiteren Albuminen. Diese Stoffe sind mit dem menschlichen Blutplasma verwandt und dienen unter anderem als Enzyme, sowie für die Regulierung des körpereigenen pH-Wertes.
Des Weiteren kommen ihnen wichtige Aufgaben im Immunsystem zu. Die Gesamt-Zusammensetzung der Aminosäuren im Hanf ist der des menschlichen Proteins sehr ähnlich, so dass die Hanfpflanze aus ernährungsphysiologischer Sicht für die menschliche Ernährung sehr zu empfehlen ist. Ihren besonderen Wert macht nicht nur der komplexe# Fettsäureanteil an sich aus, sondern insbesondere ihre optimale Zusammensetzung.
In der Küche kann Hanföl wie jedes andere Öl verwendet werden, wobei sein idealer Einsatzbereich bei kalten Speisen, wie Salaten und dem Würzen von Speisen nach dem Kochvorgang liegt. Zum Braten ist es nicht geeignet, da sich die Fettsäuren bei Temperaturen über 165 Grad Celsius zersetzen.
Der Geschmack des Hanföls erinnert an Nüsse und Kräuter.
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