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Quecksilber - Ursache für Homosexualität bei Vögeln?

Warum Tiere homosexuell sind oder es werden, weiss man nicht. Thesen gibt es jedoch einige. Seit 2010 vermutet man ausserdem, dass auch eine Belastung mit Quecksilber die Wahrscheinlichkeit erhöhen soll, in naher Zukunft homosexuell zu werden. Homosexualität wäre demnach keine Veranlagung, sondern könnte durchaus auch die Folge einer Schadstoffbelastung sein. Bei Vögeln ist Quecksilber in jedem Fall eine eindeutige Ursache für Homosexualität – wie eine US-amerikanische Studie aus Florida zeigte.

Stand: 11 Mai 2026
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Studie: Quecksilberbelastung eine Ursache für Homosexualität

Ein Wissenschaftler-Duo der University of Florida und der University of Peradeniya in Sri Lanka hat möglicherweise eine Ursache für Homosexualität bei Tieren entdeckt. Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B.

Die Forscher beobachteten, dass weisse Ibisse, die an einer Quecksilberbelastung litten, zu einem ungewöhnlichen Sexualverhalten tendierten, nämlich zur Homosexualität, was bei den unbelasteten Ibissen nicht der Fall war (1).

Weisse Ibisse sind eine bekannte Seevogelart, die in den Everglades von Florida heimisch sind. Infolge industrieller Verschmutzung sind manche Bereiche der Gewässer stark mit dem Schwermetall belastet, was das Paarungsverhalten der Vögel eindeutig in Richtung Homosexualität beeinflusste.

"Die homosexuellen männlichen Paare verhalten sich genau so wie die heterosexuellen Vogelpaare",

erklärte Peter Frederick, einer der Studienautoren und Wildökologe an der University of Florida in Gainesville. Sie begatten sich gegenseitig, bauen gemeinsam ein Nest und warten dort – natürlich vergeblich – geschlagene vier Wochen lang auf ein Ei (oder mehrere).

Um den Einfluss der Belastung mit dem Schwermetall zu überprüfen und andere Ursachen für die Homosexualität der Vögel ausschliessen zu können, teilte Fredericks Forscherteam 160 junge Ibisse in vier Gruppen ein. Jede Gruppe bestand aus der gleichen Anzahl männlicher und weiblicher Tiere.

Drei der Gruppen erhielten ab einem Alter von 90 Tagen ein Futter, das mit hohen, mittleren oder niedrigen Mengen belastet war. Die vierte Gruppe erhielt ein quecksilberfreies Futter und fungierte als Kontrollgruppe.

Als die Vögel ein Jahr alt wurden, stellten die Wissenschaftler fest, dass die Zahl der homosexuellen Paare in allen drei Quecksilbergruppen im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich zugenommen hatte. Folglich sank die Zahl der Nachkommen in diesen Gruppen um 13 bis 15 Prozent. In der quecksilberfreien Kontrollgruppe blieb die Kükenanzahl dagegen stabil.

Das Schwermetall verringert Fruchtbarkeit

Natürlich wurden nicht alle belasteten Vögel homosexuell. Doch auch die Fruchtbarkeit der weiblichen Vögel sank unter dem Einfluss merklich. Belastete weibliche Vögel, die in heterosexuellen Beziehungen lebten, legten um 35 Prozent weniger Eier, als es die Weibchen in der Kontrollgruppe taten. Das Schwermetall scheint also nicht nur das Sexualverhalten zu beeinflussen, sondern auch die Fruchtbarkeit.

Peter Frederick fasste die Wirkungen des Stoffes wie folgt zusammen:

"Quecksilber wirkt bei Wirbeltieren (zu denen der Mensch ebenfalls gehört) neurotoxisch und embryotoxisch. Es beeinträchtigt sämtliche physiologische Funktionen, schädigt als endokriner Disruptor das Hormonsystem und verändert das Fortpflanzungsverhalten."

Macht der Stoff auch Menschen homosexuell?

Die Wissenschaftler um Frederick weigerten sich jedoch, aus diesen Studienergebnissen abzuleiten, dass es sich beim Menschen ähnlich wie bei den Ibissen verhalten könnte. Es sei ungehörig (politically incorrect) zu vermuten, dass sich die sexuelle Orientierung beim Menschen aufgrund einer schwermetallbedingten Hormonstörung entwickle.

Es ist also eine Art Tabu – was aber nicht bedeutet, dass es diese Zusammenhänge nicht geben könnte.

Denn den Stoff ist nun einmal ein endokriner Disruptor und Frederick gab zu, dass eine Belastung in früher Kindheit langfristige Folgen für das Hormonsystem habe. Insbesondere bei Frauen weiss man, dass sich Homosexualität nicht nur infolge genetischer und psychosozialer Einflüsse, sondern auch infolge biologischer Faktoren wie z. B. hormonellen Störungen entwickeln kann.

Impfungen – Ursache für Homosexualität?

Würde man nun aber einmal (selbstverständlich nur rein hypothetisch) davon ausgehen, dass Quecksilber beim Menschen die Neigung zur Homosexualität fördern kann, dann kämen einem sofort die Kinderimpfstoffe in den Sinn, die bekanntlich früher noch – und zwar über viele Jahrzehnte hinweg – Thiomersal, eine Quecksilberverbindung enthielten. Wie die Forscher aus Florida erklärten, ist es gerade der Einfluss in der Kindheit, der zur Ursache für Homosexualität werden könnte, und in der Kindheit wird so viel geimpft wie im späteren Leben nie wieder (2).

Gleichzeitig enthalten manche Impfstoffe für Erwachsene noch immer das Schwermetall, zum Beispiel manche Grippeimpfstoffe, die bekanntlich gerade Schwangeren immer so sehr ans Herz gelegt werden. Auch gegen Meningokokken, Tetanus und Diphtherie können sich Schwangere impfen lassen.

Doch können alle diese Impfstoffe – abhängig vom Hersteller – den Stoff enthalten. Und wenn eine schwangere Frau zusätzlich noch Amalgamfüllungen in den Zähnen hat, die Quecksilber abgeben, dann steigt die Belastung – die sie über die Nabelschnur mit ihrem Kind teilt – noch weiter.

So könnte es sein, dass man glaubt, Menschen seien homosexuell, weil sie schon homosexuell geboren werden. Sie werden auch tatsächlich homosexuell geboren, aber möglicherweise nicht deshalb, weil sie die entsprechenden Erbanlagen haben, sondern weil sie schon im Mutterleib mit Quecksilber belastet waren.

Quecksilber kann eine von vielen Ursachen für Homosexualität sein

Selbstverständlich bedeutet dies nicht, dass das Schwermetall in jedem Fall die Ursache für Homosexualität sein muss. Doch ist die einschlägige Schadwirkung des Stoffes nicht von der Hand zu weisen, so dass es als eine (von vielen) möglichen Ursachen in Erwägung gezogen werden kann.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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