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Hormonersatztherapie - Studie weist erhöhtes Krebsrisiko nach

Frauen, die sich einer Hormonersatztherapie (HET) unterziehen, vergrößern nicht nur das Brustkrebs-Risiko, sondern auch das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken. Die Risiken erhöhen sich selbst dann, wenn sie die Medikamente weniger als vier Jahre lang einnehmen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 16 Mai 2026
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Studie abgebrochen – erhöhtes Brustkrebsrisiko

Dies weist eine Studie, die in der Zeitschrift der Amerikanischen Medizingesellschaft (American Medical Association) veröffentlicht wurde, nach.

Im Jahre 2002 wurde die grundlegende Studie der Initiative für die Gesundheit der Frauen (Women’s Health Initiative) frühzeitig abgebrochen, als Forscher herausfanden, dass die Hormonersatztherapie das Brustkrebsrisiko der Patienten so drastisch erhöhte, dass eine Fortführung des Experiments ethisch nicht mehr länger vertretbar war.

Seitdem wird die Hormonersatztherapie zur Unterdrückung der Wechseljahresbeschwerden nicht mehr so häufig angewendet. Das Ergebnis: Die Zahl der Brustkrebserkrankungen ist dementsprechend gesunken.

Erhöhtes Eierstockkrebs-Risiko

In einer weiteren Studie wurden im Zeitraum von 1995 bis 2005 die Behandlungsunterlagen von 909.946 dänischen Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren analysiert.

Daraus ging hervor, dass diejenigen, die sich der Hormonersatztherapie unterzogen hatten,– im Vergleich zu den Frauen, die keine Hormonersatztherapie angewandt hatten - ein um 38 Prozent erhöhtes Risiko hatten, an epithelialem Eierstockkrebs zu erkranken (1).

Trotz Risiko wird munter verschrieben

Obwohl die oben genannte Studie verdeutlichte, dass Hormonersatztherapie für einen von zwanzig Fällen von Eierstockkrebs in Dänemark verantwortlich war, ändert das nichts an der weiteren Empfehlung dieser Behandlungsmethode.

Diese neue Studie ändert allerdings nichts an den Empfehlungen der Behandlung mit der Hormonersatztherapie, stellten die Forscher fest.

„Dabei kommt heraus, was wir den Frauen schon lange sagen: Wenden Sie die Hormonersatztherapie nicht an“

sagte Debbie Saslow von der Amerikanischen Krebsgesellschaft (American Cancer Society), die nicht an der Studie beteiligt war.

„Wenn sie es anwenden müssen, nehmen Sie die geringste Dosis über den kürzest möglichen Zeitraum ein, aber probieren Sie, eine Behandlung mit einer Hormonersatztherapie zu vermeiden.“

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Natürliche Hormone als Alternative

Viele Frauen, die die Symptome der Menopause unterdrücken wollen, aber Angst vor einer Hormonersatztherapie haben, wenden sich nun Produkten zu, die als „bio-identische Hormone“ (auch Rimkus®-Therapie genannt) vermarktet werden und nicht aus tierischen Hormonen hergestellt werden.

Debbie Saslow von der Amerikanischen Krebsgesellschaft (American Cancer Society) gab allerdings zu bedenken, dass es keine eindeutigen Beweise für die Wirksamkeit dieser alternativen Therapien gäbe.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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