Hunger und Fleischlobby
Lesen Sie warum die Fleischlobby für die Hungersnöte verantwortlich. Je mehr Vieh gezüchtet, umso mehr Weideland wird benötigt. Dieses Weideland fehlt, um die Menschen mit ausreichendem Getreide zu versorgen.
Veröffentlichung am 30.10.2006 um 16:16 Uhr / Aktualisierung am 13.01.2012 um 12:43 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - Im 4. Jahrhundert v. Chr. verfasste der griechische Philosoph Platon sein berühmtes Werk "Politeia" (Der Staat), das verschiedene Reden seines Lehrers Sokrates enthält. Unter anderem spricht Sokrates darüber, wie ein Staat seine wirtschaftliche Grundlage gesund erhalten kann, und er betont dabei, dass dies am besten auf der Grundlage einer allgemeinen vegetarischen Ernährung möglich ist.
Der Bedarf nach Fleisch wächst ständigSokrates sagte:
So werden sie ihr Leben friedlich und gesund hinbringen und aller Wahrscheinlichkeit nach wohlbetagt sterben, ihren Nachkommen ein ebensolches Leben hinterlassend.
Danach warnt Sokrates, dass mehr Weideland benötigt werde, sobald die Menschen begännen, den Tierbestand zu erhöhen, um zusätzlich Schlachttiere zu halten:
Und das Land, das ursprünglich groß genug war, um all seine Bewohner zu ernähren, wird auf einmal zu klein sein. Also werden wir von den Nachbarn Land abschneiden müssen, wenn wir genug haben wollen zur Viehweide und zum Ackerbau, und sie auch wiederum von unserem, wenn sie sich ebenfalls gehen lassen und - die Grenzen des Notwendigen überschreitend - nach unangemessenem Besitz streben. Und so werden wir von dann an Kriege führen müssen. (Politeia, 13-14)
Es ist bemerkenswert, dass dem Philosophen Sokrates nicht nur die ethischen und gesundheitlichen Nachteile des Fleischessens bekannt waren, sondern offensichtlich auch die ökonomischen. Er weist mit Recht darauf hin, dass die Erde genug Nahrung für alle ihre Bewohner hervorbringt, dass aber ein Fehlverhalten von nur wenigen Menschen schon weittragende Folgen haben kann.
Welch verhängnisvolles Ausmaß diese Folgen heute angenommen haben, konnte sich allerdings wohl selbst Sokrates nicht vorstellen. Der Teufelskreis, der durch den Konsum von Fleisch ausgelöst wird, ist wahrscheinlich das bezeichnendste Beispiel für den Zusammenhang von menschlicher Unvernunft und blinder Zerstörung.
Fleisch ernährt wenige auf Kosten vieler, denn für die Produktion von Fleisch wird wertvolles Getreide, das die Menschen direkt ernähren könnte, an Tiere verfüttert; in Europa sind das etwa 60% des erzeugten Getreides. Laut amtlichen Angaben des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten werden in Amerika über 90% des angebauten Getreides an Schlachttiere (Rinder, Schweine, Schafe, Hühner usw.) verfüttert. Oder anders ausgedrückt: An die Schlachttiere Amerikas wird jährlich mehr Getreide verfüttert, als die Bevölkerung von Indien und China zusammengenommen zur Ernährung braucht! (aus: Grefe 1986. Das Brot des Siegers - Das Hackfleisch-Imperium, S. 27)

Weltweit gesehen, wird mindestens ein Drittel der gesamten Getreideernte an Vieh verfüttert. Von der Getreidemenge, mit der man 100 Schlachtkühe ernährt, könnte man 2000 Menschen Nahrung bieten.
Alle Schlachttiere auf der ganzen Welt zusammengenommen verbrauchen eine Futtermenge, die dem Kalorienbedarf von 8,7 Milliarden Menschen entspricht - das ist mehr als die gesamte Weltbevölkerung!
Dieses Verfahren, hochwertige pflanzliche Nahrungsmittel in Fleisch umzuwandeln, ist über alle Maßen verschwenderisch, denn Fleischproduktion ist, was Nahrungsmittelerzeugung betrifft, die schlechteste Form der Bodennutzung: Um ein Rind ein Jahr lang zu mästen, benötigt man 0,5 Hektar Land. Nach einem Jahr erhält man von diesem Tier rund 300kg eßbares Fleisch. Hätte man während dieses Jahres auf derselben Fläche Getreide oder Kartoffeln angepflanzt, hätte man (mit Bio-Anbau) mindestens 2.000 kg Getreide bzw. 15.000 kg Kartoffeln ernten können! Anders ausgedrückt: Ein einziges Steak von 225 Gramm enthält soviel Pflanzenenergie, wie benötigt wird, um einen Tag lang rund 40 hungernde Menschen zu ernähren!
Die genannte Verschwendung geschieht willentlich und mit knallhartem Kalkül. In den letzten sechzig Jahren, das heißt seit dem Zweiten Weltkrieg, haben finanzstarke Konzerne begonnen, zahllose landwirtschaftliche Kleinbetriebe aufzukaufen und in riesige Kommerzfarmen umzuwandeln, um so das Land mit Monokulturen auszubeuten. Dadurch warfen diese Großplantagen (die hauptsächlich europäischen, amerikanischen und japanischen Chemie-, Versicherungs- und Bankriesen gehören) dreifache und noch höhere Getreideerträge ab. Dies war nur möglich durch den Einsatz von hochtechnologischen Maschinen, chemischem Dünger und Agrargiften. Um zu verhindern, daß aufgrund dieser Überproduktion von Getreide die Preise sinken, mußten die Ernteerzeugnisse "vom Markt ferngehalten" werden, das heißt im Klartext: sie mußten entweder gänzlich vernichtet oder aber in großen Mengen verschwendet werden.
Man stand also vor der Frage, wie man den Getreideüberschuss möglichst profitbringend loswerden konnte. Die Antwort lag auf der Hand: durch vermehrte Fleischproduktion! Und die Rechnung war einfach: Man mästet Schlachttiere mit der überproduzierten Nahrung, die an sich totes Kapital darstellt, und verkauft das Fleisch alsdann mit hohem Gewinn.
Tiere fressen eine viel größere Menge Futter, als ihre Schlachtung Fleisch ergibt, und von allen Tieren ist das Rind am wenigsten dazu geeignet, pflanzliches Protein in tierisches Protein zu verwandeln. Rindfleisch stellt also die "ideale" Verschwendung dar: Ein Kilogramm Rindfleisch entspricht rund 10 Kilogramm Getreide oder Sojabohnen. Die restlichen 9 Kilogramm - also 90% - sind für den Menschen verloren! (Der Wert für Schweinefleisch liegt bei rund 1:3, für Eier bei rund 1:4 und für Geflügel bei rund 1:12.)
Diese Verschwendungstaktik der multinationalen Großkonzerne führte zu einem explosionsartig gesteigerten Fleischangebot, und so mußte dem Volk der wachsende Fleischberg irgendwie schmackhaft gemacht werden. Über eine großangelegte Werbung und "wissenschaftliche" Propaganda wurde verkündet, Fleisch sei gesund und wichtig, der Mensch brauche viel Protein, pflanzliches Protein sei minderwertig, Vegetarier hätten Mangelerscheinungen, usw. Leider wird dieser von der Fleischindustrie in die Welt gesetzte Unsinn auch heute noch von nicht wenigen Ärzten, Medizinprofessoren und -studenten geglaubt und verkündet.

Die Fleischwirtschaft ist also maßgeblich für die Vernichtung von Nahrungsmitteln verantwortlich. Und dennoch wird die Fleischproduktion immer wieder durch neue Gesetze mit riesigen Subventionen gefördert (beispielsweise betragen die jährlichen EU-Subventionen allein für Rinder über 2, 5 Milliarden Euro!). Während die Fleischpreise mit solchen Subventionen, das heißt mit unseren Steuergeldern, künstlich niedriggehalten werden, haben Bio-Bauern, die "nur" Obst und Getreide produzieren, große Mühe zu überleben. Nahezu alle Bauern sagen, daß sie ohne Fleischproduktion nicht existieren könnten.
An diesem Mißstand hat sich bis heute nicht viel geändert. (Weltweit nimmt die Fleischproduktion sogar zu.) Aufgrund der vielen Maschinen, des hybriden Saatguts, der gewaltigen Menge an Düngemitteln, Pestiziden, Mastmitteln usw. sowie der ständig neuen Krankheiten bei Pflanzen und Tieren, kostet die Land-, Tiermast- und Forstwirtschaft wesentlich mehr, als sie einbringt. Diese Kluft soll nun durch eine weitere Steigerung der Ernteerträge überwunden werden - "dank" Genveränderung des Saatgutes ...
Statt die offensichtlich falsche, nur auf Profitsucht basierende Grundausrichtung zu ändern , wollen nun die Gentech- und Pharma-Firmen die Produktion auf Teufel-komm-raus bis ins Extrem steigern. Aber trotz der schönen Versprechungen von ihrer Seite zeigen sich bereits heute viele neue Probleme dieser Entwicklung, und zwar solche von nochmals anderer Tragweite als die bereits vorhandenen.
Quelle: nexus-magazin
Neue Studien über gentechnisch veränderte Baumwollfelder haben große Besorgnis in bezug auf die Sicherheit genmanipulierter Baumwolle erregt. Diese wird weitläufig sowohl in der Nahrung als auch in der Kleidung verwendet.
Ein vorläufiger Bericht aus Neuseeland, der Ende April veröffentlicht wurde, deckte auf, daß tausende Schafe starben, nachdem sie auf Ländereien grasten, die mit genveränderter Baumwolle bepflanzt waren. Sieben Tage, nachdem die Schafe und Ziegen sowohl weiche Blätter als auch Samen der Baumwolle regelmäßig gefressen hatten, begannen diese zu sterben. Die Baumwolle verblieb nach dem Sammeln auf den Feldern.
Im Dezember 2005 wurde eine dreimonatige Studie herausgegeben. Sie förderte zutage, daß Arbeiter in genmanipulierten Baumwollfeldern nach der Ernte an ernsthaften Hautreaktionen litten. Diese waren durch juckende und blasenbildende Ausschläge gekennzeichnet, die selbst nach Monaten noch schwarze Flekken auf der Haut hinterließen.
Die British Medical Association hat bereits singalisiert, dass genveränderte Produkte ernsthafte Risiken mit sich bringen können. So entwickelten Frauen, in deren Produkten für die persönliche Hygiene genmanipulierte Substanzen enthalten waren, eine Resistenz gegenüber Medikamenten für Geschlechtskrankheiten.
In einigen Regionen Indiens scheiterte der Anbau von genveränderter Baumwolle ebenfalls. Als die Schulden, die durch die hohen Kosten der Baumwolle verursacht wurden, viele Bauern in den Ruin trieben, kam es zu vielen Selbstmorden. Dies veranlaßte das GEAC, das indische Komitee zur Genehmigung des Genanbaus, nach drei Jahren kommerziellen Anbaus, einzugestehen, daß die Sorten Mech184 Bt, Mech-162 Bt und Mech-12 Bt der Firma Mahyco-Monsanto ein Fehlschlag seien.
Quelle: GE Free NZ. 9. Mai 2006
Es gibt viele Gründe, kein Fleisch zu essen. Die Vermeidung von Arsen gehörte aber sicher in den meisten Fällen bisher nicht dazu. In den USA wäre jedoch Fleischverzicht aus genau diesem Grund äußerst empfehlenswert. Dort dürfen arsenhaltige Zusatzstoffe an Hühner verfüttert werden.
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Zahlreiche Studien legen den Verdacht nahe, dass die Entstehung von Blasenkrebs umso wahrscheinlicher wird, je mehr gegrilltes und gebratenes Fleisch man isst. In einer Studie der University of Texas wurde Fleischverzehr in Verbindung mit Krebs wissenschaftlich untersucht. In dieser Studie zeigte sich, dass häufiger Fleischverzehr – besonders wenn das Fleisch gut durchgebraten oder anderweitig bei hohen Temperaturen zubereitet wurde – das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken, deutlich erhöhte.
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Wir berichteten bereits über jene Studien, die auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch Fleischverzehr hinwiesen. Nun zeigten erneute Untersuchungen, dass der Konsum von verarbeitetem Fleisch wie Schinken, Wurst, Salami, Hot Dogs oder Frühstücksfleisch auch mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Diabetes und Herzproblemen in Verbindung gebracht werden kann.
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Es ist allgemein bekannt, dass unsere Nahrung nicht nur einen großen gesundheitlichen Einfluss hat, sondern zudem auch unser Verhalten beeinflusst. Fleisch macht agressiv, träge und es speichert die Emotionen der getöteten Tiere. Ausserdem weisen verschiedene Studien darauf hin, dass Fleisch Krebserkrankungen begünstigt.
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Fleisch von geklonten Rindern liegt in den USA längst in den Verkaufstheken. Dank der Enthüllungen einer auf das Klonen von Rindern zur Fleischproduktion spezialisierten US-Firma (J. R. Simplot Company in Idaho), erfahren wir nun, dass Rinder zum Zwecke der Fleischproduktion direkt aus Tierkadavern geklont werden.
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Eine groß angelegte amerikanische Studie hat weitere Beweise zu Tage gebracht, die den Zusammenhang zwischen dem Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch und einem erhöhten Krebsrisiko aufzeigt. Forscher des amerikanischen National Cancer Institutes haben die Daten der Studie, an der 494.000 Teilnehmer mitgewirkt haben, ausgewertet.
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Offenbar ist das Verfüttern von tierischen Abfällen an das Vieh keine Seltenheit und statt Heu werden öfter mal Hühnerfäkalien, Federn, Schmutz von den Stallböden und sonstiger Müll verfüttert. Auch in Deutschland könnte das – zumindest so ähnlich – bald an der Tagesordnung sein. Studien mit Klärschlamm als Schweinefutter verliefen bereits vielversprechend.
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Die herkömmliche Tierhaltung sollte uns sehr zu denken geben, denn bevor das fertige Endprodukt "Fleisch" auf unseren Tellern landet, hat das Tier in fielen Fällen einen grausamen Leidensweg hinter sich gebracht. "Fleisch soll ein Stück Lebensfreude bedeuten", sagt man uns und vertuscht dabei, dass Herzkrankheiten, Darmkrebs und andere Volksleiden durch Fleischkonsum mitverursacht werden.
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Der Film Earthlings zeigt die unglaubliche Brutalität von Menschheit gegenüber Zucht-Tieren. Der grausame Film veranschaulicht zudem die unglaubliche Geringschätzung des Menschen gegenüber den Tieren.
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