Ritalin


Kinder unter 6 Jahren sollten nicht mit Ritalin® SR behandelt werden, da Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen sind.

Ritalin ist nicht unschädlich

Veröffentlichung am 22.09.2006 um 14:19 Uhr / Aktualisierung am 27.02.2012 um 13:59 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Wenn der Kinderarzt oder Kinderpsychiater bei Ihrem Kind eine hyperkinetische Verhaltensstörung, etwa Konzentrationsschwäche oder Hyperaktivität diagnostiziert und empfiehlt, ihm morgens vor der Schule Ritalinzu geben, um die negativen Auswirkungen von ADHS zu unterbinden, dann sollten Sie alle Fakten im Zusammenhang mit Ritalin kennen.

Ritalin

Fakten über Ritalin

Statt die Beteuerungen des Arztes oder anderer Personen bezüglich der Bedenkenlosigkeit von Ritalin® einfach zu glauben, sollten Sie einmal den Beipackzettel lesen. Der liest sich (in Auszügen) so:

Methylphenidat ist ein zentralnervöses Stimulanz mit ausgeprägter Wirkung auf die mentalen als auch auf die motorischen Aktivitäten.

Wirkungsmechanismus nicht vollständig geklärt

Sein Wirkungsmechanismus im Menschen ist noch nicht vollständig geklärt, es wird jedoch angenommen, dass die stimulierenden Effekte auf eine kortikale Stimulation und möglicherweise auf eine Stimulation des retikulären Aktivierungssystems zurückzuführen sind. Der Mechanismus, durch welchen Methylphenidat seine mentalen und verhaltensmäßigen Wirkungen bei Kindern ausübt, ist weder genau ergründet noch liegen schlüssige Beweise vor, welche aufzeigen, wie diese Effekte mit dem Zustand des Zentralnervensystems zusammenhängen.

Man findet auf dem Beipackzettel folgende Hinweise:

  • Kinder unter 6 Jahren sollten nicht mit Ritalin® SR behandelt werden, da Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht erwiesen sind. Schwere Fälle von exogenen oder endogenen Depressionen sollten nicht mit Ritalin® SR behandelt werden. Klinische Erfahrungen deuten darauf hin, dass Ritalin® SR die Symptome von Verhaltens- und Denkstörungen bei psychotischen Kindern verstärken kann.
  • Ritalin® SR sollte nicht für die Prävention oder Behandlung normaler Ermüdungszustände verwendet werden. Bei epileptischen Patienten ist Ritalin® SR mit Vorsicht anzuwenden, da klinische Erfahrungen gezeigt haben, dass es bei einer kleinen Anzahl solcher Patienten zu einer Zunahme der Anfallshäufigkeit kommen kann. Wenn die Anfallshäufigkeit zunimmt, sollte Ritalin® SR abgesetzt werden. Sie schaden der Gesundheit!
  • Chronischer Missbrauch von Ritalin®/- SR kann zu einer ausgeprägten Gewöhnung und psychischen Abhängigkeit mit abnormen Verhaltensweisen unterschiedlichen Ausmaßes führen. Offen psychotische Episoden können, vor allem nach missbräuchlicher parenteraler zufuhr, auftreten. Klinische Daten weisen darauf hin, dass Kinder, welche Ritalin® SR erhalten haben, nicht gefährdeter sind, später als Jugendliche oder Erwachsene, Substanzen zu missbrauchen.
  • Wird das Medikament abgesetzt, ist eine sorgfältige Überwachung erforderlich, da es zu Demaskierung von Depressionen oder von Effekten chronischer Überaktivität kommen kann. Gewisse Patienten müssen daher möglicherweise während längerer Zeit beobachtet werden. Ritalin® SR ist nicht in allen Fällen von hyperkinetischen Verhaltensstörungen indiziert und sollte nur nach detaillierter Anamnesestellung und Untersuchung in Betracht gezogen werden. Die Entscheidung, Ritalin® SR zu verschreiben, sollte von der Beurteilung des Schweregrades der Symptome in Relation zum Alter des Kindes abhängig gemacht werden. Die Verschreibung sollte nicht allein aufgrund des Vorhandenseins einzelner oder mehrerer auffälliger Verhaltensmerkmale erfolgen. Stehen die Symptome mit akuten Stressreaktionen in Verbindung, ist Ritalin® SR im Allgemeinen nicht indiziert.
  • Bei emotional labilen Patienten, wie beispielsweise solchen mit Drogenabhängigkeit oder Alkoholismus in der Anamnese, ist Vorsicht angezeigt, da sie möglicherweise aus eigener Initiative die Dosis erhöhen.
  • Im Zusammenhang mit der Langzeitanwendung von Stimulanzien bei Kindern wurde über mäßig reduzierte Gewichtszunahme und leichte Verzögerung des Wachstums berichtet. Ein Kausalzusammenhang konnte jedoch nicht bestätigt werden.
  • Der Blutdruck sollte bei allen Patienten, die mit Ritalin® SR behandelt werden, vor allem aber bei Hypertonikern, in angemessenen Abständen kontrolliert werden. Die Langzeit-Sicherheits- und -Wirksamkeitsprofile von Ritalin® SR sind noch nicht gänzlich bekannt. Deshalb sollten Patienten unter Langzeitbehandlung sorgfältig überwacht werden.

In periodischen Abständen sollte ein komplettes Differentialblutbild und eine Thromozytenzahlbestimmung durchgeführt werden.

Und hier die Nebenwirkungen, die vom ersten Tag der Einnahme an auftreten können, wie Novartis einräumt:

  • Ritalin® SR kann Schläfrigkeit und Schwindel verursachen. Beim Lenken von Fahrzeugen, Bedienen von Maschinen oder bei anderen potentiell gefährlichen Aktivitäten ist daher Vorsicht geboten.
  • Nervosität und Schlaflosigkeit sind sehr häufige unerwünschte Wirkungen. Sie treten zu Beginn der Behandlung auf, können jedoch in der Regel durch Reduktion der Dosis und/oder durch Auslassen der Nachmittags- oder Abenddosis kontrolliert werden. Rückgang des Appetites ist ebenfalls häufig, in der Regel jedoch vorübergehend.
  • Gelegentlich: Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwindel, Dyskinesie.
  • Selten: Akkommodationsstörungen und verschwommenes Sehen
  • Vereinzelt: Hyperaktivität, Konvulsionen, Muskelkrämpfe, Choreoathetose, Tics bzw. deren Verstärkung und Tourette-Syndrom, toxische Psychosen (zum Teil mit optischen und taktilen Halluzinationen), vorübergehende depressive Verstimmung, zerebrale Arteritis und/oder Okklusion.

Quelle: Joel Bainerman, 18. Februar 2005, isratech@netvision.net.il. Joel entschied sich vor kurzem dazu, Ritalin® bei seinem Kind abzusetzen, nachdem er von den potentiellen Gefahren der Droge erfahren hatte.

TV-Magazin "Quarks & Co" - Die Ritalin Epidemie (1/5)



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(2)

Anonym
geschrieben am: Dienstag, 25. Oktober 2011, 11:14
eMail-Adresse hinterlegt

Liebes Team vom Zentrum der Gesundheit, ich weiß, Sie dürfen keine therapeutische Beratung durchführen. Das möchte ich auch gar nicht. Ich möchte Sie nur um Ihre Meinung zu folgender Frage bitten: Kann sich Ihrer Meinung nach eine gesunde und basenüberschüssige Ernährung positiv auf das Wohlbefinden bezugnehmend auf die Tics eines am Tourette Syndrom Erkrankten auswirken bzw. eine ungesunde Ernährung negativ?

Eine ungesunde Ernährung und eine damit einhergehende Übersäurerung kann die Ursache von so vielen anderen Krankheiten sein, deshalb dachte ich, als absoluter Laie, dass man eventuell auch das Tourette Syndrom damit in Verbindung bringen könnte. Ich danke Ihnen schon im Voraus sehr herzlich für Ihre Meinung! Schöne Grüße,




Zentrum der Gesundheit:

vielen Dank für Ihre Mail.
 
Die Ursache des Tourette-Syndroms ist der Schulmedizin noch unbekannt. Im Gespräch sind - wie Sie sicher wissen - gestörte Stoffwechselvorgänge im Gehirn im Hinblick auf die Neurotransmitter Dopamin und Serotonin. Auch wird diskutiert, ob es sich nicht gar um eine Autoimmunerkrankung bzw. um eine Folge chronischer Entzündungsprozesse handeln könne.
 
Grundsätzlich gilt, dass ein Körper, der nicht mit stark verarbeiteten und säurebeildenden Lebensmitteln und Fertiggerichten belastet wird, sondern statt dessen mit einer vitalstoffreichen basischen Ernährung aus frischen Zutaten versorgt wird, mit Störungen - gleich welcher Art - besser zurecht kommt.
 
Ferner könnte eine entzündungshemmende Ernährungsweise, die gezielt auf eine Versorgung mit den richtigen Fettsäuren achtet, angezeigt sein. Im Text über Krillöl erklärten wir die Zusammenhänge zwischen den richtigen Fettsäuren und deren entzündungshemmendem Potential ( im Abschnitt: "Löschen Sie die "Schwelbrände" in Ihrem Körper").

Krillöl

Bitte informieren Sie sich ausserdem über eine getreidefreie bzw. kohlenhydratarme Ernährung, die u. U. zu einer Senkung des beim Tourette-Syndrom üblichen überaktiven Serotoninspiegels führen könnte.

Wir wünschen Ihnen alles Gute und senden
herzliche Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Rene Kriest
geschrieben am: Samstag, 01. September 2007, 11:36
eMail-Adresse hinterlegt
Danke für die Aufklärung.

Vielleicht unterhalten wir uns in 20 Jahren mal wieder, denn ich bin als Narkoleptiker auf hohe Dosen Ritalin täglich angewiesen.

Eine Frage: Kennen Sie allerdings schon die Nebenwirkungen von Aspirin?

Falls nicht, machen Sie sich bitte einmal schlau.

Alleine beim Vergleich der Packungszettel diverser rezeptfreier Medikamente fällt auf, daß die Beipackzettel und vor allem der Verweis auf und die Liste der Nebenwirkungen exorbitant länger ist, was im übrigen auch für die Nebenwirkungen gilt.

Ritalin ist ein hervorragendes Medikament. Verteufelung hilft niemandem weiter, schon gar nicht Betroffenen.

Grüße,

René Kriest

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.