Kaffee-Einlauf – Sinnvoll oder nicht?

Kaffee hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit – zumindest als Getränk. Als Einlauf soll er gesundheitlich sehr wertvoll sein. Stimmt das?

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Veröffentlichung am 13.02.2013 / Aktualisierung am 28.02.2013  Drucken Sie diese Seite

Kaffee-Einlauf: Ideal für die Gesundheit

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(Zentrum der Gesundheit) - Als Getränk ist Kaffee wahrlich nicht zu empfehlen, da dadurch vielfältige gesundheitliche Einschränkungen zu erwarten sind. Doch wie sieht es aus, wenn der Kaffee dem Organismus auf ganz andere Weise zugeführt wird – nämlich mit einem Einlauf? Erfahren Sie mehr zu den Pros und Contras von Kaffeeeinläufen.

Sind Kaffee-Einläufe gesund? Sind Kaffee-Einläufe gesund?

Kaffee – Droge oder Heilmittel?

Kaffee ist immer wieder ein heisses Thema. Da fast die ganze Welt aus leidenschaftlichen Kaffeetrinkern besteht, werden Meldungen über angeblich positive Auswirkungen des Kaffees jubelnd willkommen geheissen. Der Beifall für Kritik am Kaffee hält sich dagegen in Grenzen – auch wenn die Kritik äusserst berechtigt ist. Natürlich geht es bei der ganzen Diskussion grundsätzlich um den Kaffee, den man trinkt – um das Genussgift Kaffee, die Verdauungshilfe Kaffee, den Wachmacher Kaffee, die Droge Kaffee. Über Kaffeeeinläufe hingegen wird eher selten debattiert.

Doch, Sie haben richtig gelesen. Wir sprechen tatsächlich über Einläufe mit Kaffee. Dabei kocht man sich zwar wie gewohnt Kaffee, trinkt ihn aber nicht, sondern füllt ihn sich mit einem Schlauch in den Darm. Und genau diese Kaffee-Einläufe gelten als sehr gesund, ja sogar als äusserst heilsam. So sollen Kaffee-Einläufe sogar schon Schwerkranke wieder ins Leben zurückgeholt haben.

Was ist dran am gesundheitlichen Nutzen von Kaffeeeinläufen?

Heilerfolge mit Kaffee-Einläufen trotz unbewiesener Wirksamkeit

Zur positiven Wirkung von Kaffee-Einläufen existieren eine Vielzahl euphorischer Erfahrungsberichte, mehrere Bücher und einige wenige – eher inoffizielle – Untersuchungen. Aus einem Grossteil davon wird deutlich, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich mithilfe von Kaffee-Einläufen von schweren Krankheiten geheilt haben. Daher arbeiten manche Krebskliniken und Heilpraktiker routinemässig mit Kaffee-Einläufen. Trotz geringer „wissenschaftlicher“ Beweise für die Wirksamkeit von Kaffee-Einläufen werden sie in der Praxis also häufig eingesetzt und führen immer wieder zu überraschenden Heilerfolgen.

Die Leber filtert das Koffein

Bei einem Kaffeeeinlauf wird der Kaffee mit Hilfe eines im Anus steckenden Röhrchens über einen Schlauch in den Darm geleitet. Im Mastdarm wird der Kaffee dann über die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen und erreicht auf direktem Wege die Leber. Dies geschieht über das sogenannte Pfortader-System. Die Pfortader sammelt das Blut aus den Verdauungsorganen und führt es der Leber zu. In diesem Pfortader-Blut sind auch die Abbauprodukte und Giftstoffe aus diesen Organen enthalten. Diese schädlichen Stoffe und so auch das Koffein werden in der Leber – unserem Entgiftungsorgan Nr. 1 – wieder abgebaut.

Hier liegt der grösste Unterschied zwischen dem Trinken von Kaffee und den Kaffeeeinläufen: Während das Getränk sofort und ungefiltert ins Blut übergeht und in der Folge im Körper Schaden anrichten kann, gelangt von der Einlaufflüssigkeit nur ein geringer und zudem bereits gereinigter Teil in den grossen Blutkreislauf des Körpers. Somit hat das Koffein keine Möglichkeit, seine schädliche Wirkung ausreichend zu entfalten.

Kaffeeeinlauf wirkt in der Leber

Im Unterschied zu den meisten anderen Einläufen geht es beim Kaffeeeinlauf nicht vorrangig um den Darm, sondern in erster Linie um die Reinigung der Leber. Die Leber ist ein bedeutendes Entgiftungsorgan im menschlichen Körper. Sie kann über die Gallengänge viele Giftstoffe aus dem menschlichen Organismus in den Darm entsorgen. Funktioniert diese Entsorgung nicht mehr richtig, bleiben die Schlacken in den Gallengängen der Leber und vermindern deren Leistung. In der Folge kann die Leber nicht mehr so effektiv filtern und viel mehr Toxine und Stoffwechselabfallprodukte verbleiben im Blut. Das kann enorme gesundheitliche Schäden zur Folge haben, wie beispielsweise Allergien, Depressionen, Immunschwäche, Magenprobleme, Darmkrämpfe oder Tumore.

Kaffeeeinläufe sollen der Leber die Wiederaufnahme oder die Verbesserung ihrer Entgiftungsfunktion ermöglichen. Wie genau das abläuft, erfahren Sie jetzt.

Wie entgiften Kaffee-Einläufe die Leber?

  • Die im Kaffee enthaltenen Bitterstoffe weiten die Gallengänge in der Leber. Es wird verstärkt Gallensaft produziert, der die schädlichen Ablagerungen abtransportiert und die Gallengänge reinigt.
  • Die Säuren im Kaffee wirken choleretisch. Das bedeutet, dass die Gallenproduktion in der Leber angeregt und die Ausscheidung von Gallenflüssigkeit gefördert wird.
  • Theophyllin kommt in geringen Mengen in Kaffeebohnen vor und ist zudem ein Abbauprodukt des Koffeins. Es wird auch als Inhaltsstoff von entzündungshemmenden und gefässerweiternden Medikamenten eingesetzt. Beim Einlauf erweitern die Theophylline die Gefässe des Darmes und wirken dort Entzündungen entgegen.
  • Ein weiterer Inhaltsstoff im Kaffee ist die Palmitinsäure. Palmitate (Salze der Palmitinsäure) verstärken bestimmte Enzyme im Körper – die Glutathion-S-Transferasen (GST). Diese Enzyme spielen eine wichtige Rolle bei der Entgiftung des menschlichen Organismus. Sie verbinden sich mit den gelösten Giftstoffen und werden während des Einlaufs ausgespült. In einer Studie aus dem Jahr 1982 führt der Konsum von grünen Kaffeebohnen bei Mäusen zu einem erstaunlichen Anstieg der GST-Produktion in der Leber – nämlich um sage und schreibe 600 %. Dieser erfolgreiche Versuch wird daher noch heute gerne als Erklärungsmodell für die positive Wirkung der Kaffeeeinläufe beim Menschen verwendet.

Jetzt geht’s los: Die praktische Anleitung zum Kaffee-Einlauf

Für den Einlauf wird möglichst gefiltertes oder destilliertes Wasser verwendet. Es sollte keinerlei Zusatzstoffe wie beispielsweise Chlor, Fluor oder Weichmacher aus Plastikbehältern enthalten. Je reiner das Wasser, umso mehr Giftstoffe kann es aufnehmen und abtransportierten. Der Kaffee muss unbedingt aus Bio-Produktion stammen, da sonst zu viele Schadstoffe enthalten sein können.

Manchmal wird zur Verwendung sogenannter „grüner Kaffee“ empfohlen, der ungeröstet ist und dadurch weniger reizende Röststoffe enthalten soll. In deutschsprachigen Ländern gibt es allerdings nur wenige Anbieter der grünen Kaffeebohnen und wenn doch, so stammen sie leider nicht aus biologischer Erzeugung. Meist gibt es den grünen Kaffee in unseren Landen als Extrakt. Dieser sollte aber nicht für einen Einlauf verwendet werden, da eine mengenmässige Berechnung hier sehr schwierig ist. Grüne Kaffeebohnen aus Bio-Anbau sind am einfachsten über den Online-Handel aus den USA zu beziehen.

Weiter geht’s: Herstellung der Kaffee-Einlauf-Flüssigkeit

Der Kaffee-Einlauf wird mit einem Irrigator-Set durchgeführt. Im Beitrag „Der Darmeinlauf mit dem Irrigator“ finden Sie dazu nähere Informationen.

Zur Herstellung der Kaffee-Einflauf-Flüssigkeit gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zwei davon stellen wir Ihnen vor:

  • Für den Kaffee nimmt man ½ Liter Wasser mit zwei gehäuften Kaffeelöffeln (ca. 28 g Kaffee). So entsteht ein starker, koffeinhaltiger Kaffee. Für die Zubereitung sollte übrigens eine aluminiumfreie Kaffeemaschine benutzt werden. Der Kaffee wird dann mit 2 Litern warmem Wasser aufgefüllt, also verdünnt. Bitte verwenden Sie nur Filtertüten aus ungebleichtem Papier.
  • Eine andere Herstellungsempfehlung lautet folgendermassen: ½ Liter Wasser in einem Topf zum Kochen bringen (auch hier bitte keinen Aluminiumtopf verwenden) und 3 Esslöffel Bio-Kaffee hinzu geben. Den Kaffee bei offenem Deckel für 3 Minuten sprudelnd kochen und danach weitere 15 Minuten auf kleiner Flamme mit Deckel köcheln lassen. Den Kaffee durch ein feines Sieb oder einen haushaltsüblichen (ungebleichten) Kaffeefilter geben. Den Kaffee ein wenig abkühlen lassen und einen weiteren halben Liter Wasser hinzugeben.

Für den Gebrauch sollte die Flüssigkeit eine angenehme Temperatur von etwa 37 Grad haben. Auch der Raum, in dem Sie den Einlauf durchführen möchten, sollte angenehm temperiert sein.

Wie lange und wie oft sollten Kaffeeeinläufe durchgeführt werden?

Die Dauer und die Häufigkeit von Kaffeeeinläufen hängen vom Schweregrad der Erkrankung ab. Bei Krebskranken oder anderen schweren Leiden – so wird aus manchen naturheilkundlichen Kreisen empfohlen – sollte man Kaffee-Einläufe mehrmals täglich über einen längeren Zeitraum vornehmen. Dies allerdings unter therapeutischer Aufsicht und mit weiteren begleitenden Massnahmen.

Um einen Nutzen der Kaffeeeinläufe zu erreichen, so heisst es, sind im Allgemeinen 3 bis 6 Monate nötig. Häufig wird eine tägliche Anwendung empfohlen. Eine solche sollte aber auf jeden Fall von der individuellen Verträglichkeit und dem Rat des Behandlers abhängig gemacht werden.

Will man den Körper „nur“ einer allgemeinen Reinigung unterziehen, genügt es, den Kaffeeeinlauf ein bis zweimal wöchentlich durchzuführen. Allerdings bricht man sofort ab, wenn sich eine Verschlechterung des Zustandes einstellt. Es gibt nicht wenige Menschen, die Kaffeeeinläufe mindestens einmal am Tag und das über viele Jahre hinweg anwenden. Andere führen immer nur dann einen Kaffeeeinlauf durch, wenn sie sich körperlich oder seelisch unwohl fühlen.

Sicherheitshalber sollten Sie einen Therapeuten befragen, wenn Sie mit Kaffeeeinläufen loslegen möchten, da es – wie weiter unten aufgeführt – bei manchen Menschen dabei auch zu Komplikationen kommen kann.

Der Ablauf eines Kaffeeeinlaufs gestaltet sich wie ab Punkt 3 im oben erwähnten Darmeinlauf-Infotext erklärt – bis auf die Anzahl der Durchläufe. Infos dazu und zusätzliche wichtige Hinweise erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Besondere Empfehlungen zu Kaffee-Einläufen

  • Im Unterschied zum herkömmlichen Darmeinlauf gibt es beim Einlauf mit Kaffee nur einen Durchgang. Idealerweise sollte die Flüssigkeit dabei 15 Minuten im Darm gehalten werden (nicht länger!), bevor man sich zur Entleerung auf die Toilette begibt. Falls das zu Anfang nicht sofort klappen sollte, wenden Sie den folgenden Tipp an:
  • Wenn die Einlaufflüssigkeit anfangs nicht eine Viertelstunde lang gehalten werden kann, dann probieren Sie es zunächst mit zwei oder drei Einläufen mit kürzerer Haltedauer.
  • Es gibt Empfehlungen, den Dickdarm vor einem Kaffee-Einlauf mit zwei Wasser- oder Kräutertee-Einläufen zu spülen. Dadurch kann der Kaffee-Einlauf besser gehalten werden.
  • Wenn Sie trotz Kaffee-Einlauf im Darm keinen Stuhldrang bemerken, kann ein wenig Herumlaufen helfen – aber bitte immer in der Nähe der Toilette bleiben.
  • Nach einem Kaffeeeinlauf kann sich der Geruch des Schweisses oder des Urins verändern. Das hat mit der verbesserten Leberleistung zu tun.
  • Wenn der Einlauf Nervosität oder übergrosse Wachheit hervorruft, muss die Kaffeemenge reduziert werden. Kommt es zur Reizung im analen Bereich, können Sie der Einlaufflüssigkeit beispielsweise auch einen oder zwei Esslöffel Aloe Vera Saft (Lebensmittelqualität) zugeben.
  • Empfohlen werden ausserdem meist begleitende Massnahmen, wie das Essen von bitterstoffhaltigen Lebensmitteln oder die Einnahme von bitterstoffreichen Nahrungsergänzungsmitteln. Auch grüne Smoothies oder frisch gepresste Säfte sind wunderbare Begleiter einer heilsamen inneren Reinigung. Gleichzeitig sollten schädliche Nahrungsmittel natürlich gemieden werden, u. a. Zucker und Kaffee :-)

Sicher ist sicher: Probiotika für die Darmflora

Obwohl die Kaffeeeinlauf-Befürworter keine Gefahr für die Darmflora sehen, gibt es wiederum andere, die genau davor warnen. Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen wollen, verbinden Sie die Kaffeeeinläufe mit einem Darmreinigungsprogramm. Ein solches könnte z. B. aus Bentonit, Flohsamenschalenpulver und einem hochwertigen Probiotikum bestehen. Zum einen reinigen das Bentonit und das Flohsamenschalenpulver den Darm, absorbieren Giftstoffe und regenerieren die Darmschleimhaut. Zum anderen sorgt das Probiotikum dafür, dass sich wieder jene Darmbakterien ansiedeln können, die für eine gesunde und ausgewogene Darmflora sorgen und unser Immunsystem unterstützen.

Sich besser fühlen mit Kaffeeeinläufen

Da wir längst wissen, dass unsere Gesundheit vom Zustand unseres Darmes und natürlich auch unserer Leber abhängt, wundert es nicht allzu sehr, wenn Therapeuten (die mit Kaffeeinläufen praktizieren) und Kaffeeinlauf-Praktiker beigeistert von den vielfältigen positiven Wirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit schwärmen. So wird berichtet, dass Kaffee-Einläufe die Leberfunktionen wieder herstellten, Schmerzen verschwinden liessen, Darm und Verdauung aktivierten, neue Energie schenkten, für bessere Stimmung sorgten, Pilze und Parasiten beseitigten, Krebs vertrieben und vieles mehr. Viele Anwender schwören ausserdem auf die vorbeugende Wirkung der Kaffeeeinläufe und wenden diese zur Gesundheitsprophylaxe an.

Negative Auswirkungen von Kaffeeeinläufen

Trotz aller Lobgesänge können Kaffeeeinläufe jedoch auch Nebenwirkungen haben. Allerdings scheinen diese nur unter bestimmten Voraussetzungen aufzutreten: Bei gesundheitlich geschwächten Menschen, die beispielsweise unter Mineralienmangel leiden, oder wenn die Einläufe zu häufig durchgeführt werden. Auch Menschen, die besonders empfindlich oder allergisch auf Koffein reagieren oder bei der Zubereitung der Einlaufflüssigkeit zu viel Kaffeepulver verwendet haben, erleben ebenfalls unangenehme Begleiterscheinungen, die auf eine Koffeinüberdosis hinweisen. Bei Menschen, die innerlich besonders stark mit Toxinen belastet sind, können ferner starke Entgiftungsreaktionen auftreten. Als weitere Nebenwirkungen werden Infektionen, Blutvergiftung, Störungen im Elektrolythaushalt oder Herzinsuffizienz genannt. Auch von einigen wenigen Todesfällen wird berichtet. Das alles klingt wenig erbaulich. Was trifft nun zu? Sind Kaffeeinläufe gesund oder gefährlich? Was sagt die wissenschaftliche Literatur dazu?

Sabotage einer Studie?

Es gibt Studien über die positive Wirkung von Kaffee-Einläufen bzw. über erfolgreiche Therapien, die damit arbeiten. Diese Untersuchungen sind allerdings „offiziell“ nicht anerkannt oder heute nicht mehr auffindbar. In der Zeitschrift Integrative Oncology heisst es beispielsweise, dass Befürworter der Gerson-Therapie von Genesungsraten von 70 % bis 90 % sprechen, gleichzeitig aber das National Cancer Institute (NCI) keine Beweise für den Nutzen dieser Behandlungsmethode gefunden habe. Bei der Gerson-Therapie sind Kaffee-Einläufe ein wichtiger Bestandteil – neben dem Trinken von täglich bis zu 12 Gläsern frisch gepresstem Saft und anderen Begleitmassnahmen.

Auch der New Yorker Arzt Dr. Nicholas Gonzalez arbeitet mit einer speziellen Therapie, zu der u. a. Kaffeeeinläufe gehören. Aufgrund einer erfolgreichen Pilotstudie bei der Heilung von Bauchspeicheldrüsenkrebs wurde eine gross angelegte Studie initiiert – die allerdings in einem Desaster endete. Nach Beginn der Studie erfolgte plötzlich von Seiten des National Cancer Institutes (NCI), das die Studie mit 1,4 Millionen Dollar finanziert hatte, ein plötzlicher Umschwung. Laut Dr. Gonzalez begann das NCI die Studie zu sabotieren und schickte nur derart schwere Fälle zu ihm, dass er keine Chance mehr hatte, diese Menschen zu heilen. Gegen das Studienergebnis sei zwar mit Erfolg Beschwerde eingelegt worden, doch sei dies nie an die Öffentlichkeit gelangt.

Keine Gewinne für die Pharmaindustrie

Dr. Gonzalez ist der Meinung, dass Kaffeeeinläufe nicht etwa deswegen von der Schulmedizin missachtet werden, weil sie wirkungslos seien. Vielmehr glaubt er, dass die Pharmaindustrie davon keinerlei Nutzen habe und dass Kaffeeinläufe nur aus diesem Grund häufig verunglimpft würden.

Diese Möglichkeit ist durchaus naheliegend. Es wäre nicht das erste Mal, dass Heilmethoden unterdrückt werden, die wenig kosten und erfolgreich sind, während sie gleichzeitig den Pharmakonzernen keinerlei Umsatz bringen.

Was ist wichtiger: Wissenschaft oder Erfahrung

Das Trinken von Kaffee ist also schädlich für den Körper. Ob Kaffee-Einläufe gesundheitlichen Nutzen bringen, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Bei vielen Menschen haben sie Krankheiten geheilt und ihnen zu mehr Wohlgefühl verholfen, ja sogar das Leben gerettet. Genaue Zahlen über Gefahren und Nutzen der Kaffee-Einläufe sind nicht vorhanden. Doch der Eindruck entsteht, dass wesentlich mehr Menschen mit den Kaffee-Einläufen geholfen wurde, als dass dadurch Schaden entstanden wäre. Noch dazu waren und sind die Einläufe – im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie – für viele Menschen, die von der Schulmedizin aufgegeben wurden, vielleicht der letzte rettende Strohhalm.

Fazit: Wer auf wissenschaftliche Belegbarkeit und aussagekräftige Studien Wert legt, wird sich vermutlich nicht für einen Kaffee-Einlauf entscheiden. Wem hingegen die positiven und vor allem praktischen Erfahrungen anderer Menschen wichtiger sind oder wer gesundheitlich schwer angeschlagen ist, lässt es vielleicht auf einen Versuch ankommen.

Quellen u. a.:


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calibra
geschrieben am: Freitag, 14. Juni 2013, 11:01
eMail-Adresse hinterlegt

Liebes Team, danke für Ihre schnelle Antwort. Habe inzwischen neben dem Bentoniteinlauf den Kaffeeeinlauf ausprobiert. Er ist mir gut bekommen. Ich mache ja parallel dazu Ihre Darmreinigung I mit Bentonit, Flohsamen und Combiflor. Die Idee des Kaffeeeinlaufs stammt ja von Dr. Gerson. In seinem Buch steht drin, dass man ab und zu auch Rizinus in den Kaffeeeinlauf geben kann, um viele Gifte auszuleiten (Das Große Gerson-Buch S. 238). Den Einlauf versucht man dabei, nicht zu halten, sondern geht gleich auf die Toilette. Was halten Sie und Ihre Kollegen davon, z.B. 1 x die Woche so eine große Entleerung durchzuführen (neben der Bentonit/Flohsamen-Darmreinigung) ? Kann man so (Darmreinigung I plus Rizinuseinlauf) insgesamt mehr entgiften ? Besten Dank vorab für Ihre Unterstützung ! Schönen Gruß




Zentrum der Gesundheit:

Hallo Calibra
Natürlich können Sie auch etwas Rizinusöl in die Einlaufflüssigkeit geben, was den Einlaufeffekt etwas verstärken kann. Es spricht auch nichts gegen Ihren Vorschläg während einer Darmreinigungskur.
Liebe Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Anonym
geschrieben am: Sonntag, 14. April 2013, 15:17
eMail-Adresse hinterlegt

Das verstehe ich nicht, Kaffe getrunken wird doch nach Aufnahme im Darm ebenfalls erstmal durch die Pfortader an die Leber gegeben. Alle Substanzen gehen erstmal durch die Leber, bevor sie im Blutkreislauf Schaden anrichten können. Wieso soll der umgekehrte Weg durch den Po in den Darm anders funktionieren, bzw. wieso soll da die Leber vorentgiften und andersrum nicht?? Das ist nicht sehr klar geworden.




Zentrum der Gesundheit:

Hallo,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihren Hinweis auf die genannte Ungenauigkeit in unserem Kaffee-Einlauf-Artikel. Wir werden diesen entsprechend überarbeiten und ergänzen.
 
Natürlich haben Sie Recht, dass die Leber die erste Station für all das ist, was über das Verdauungssystem in den Organismus gelangt - ob nun von oben oder von unten ;-)
 
Nun besteht aber natürlich ein Unterschied, ob ein Stoff zunächst das gesamte Verdauungssystem durchläuft und damit dem Einfluss von Magensäure und Verdauungssäften unterliegt und ferner die Möglichkeit hat, an jeder Stelle auf die Schleimhäute und deren Nervensystem einzuwirken oder ob ein Stoff nur in den Mastdarm (allerhöchstens in den Dickdarm) gegeben wird und auch nur auf diesen kleinen Teil des Verdauungssystems wirkt und ferner keine Veränderung durch Verdauungssäfte erfährt.
 
So wird z. B. das oral eingenommene Koffein aus Kaffee unter Einwirkung der Magensäure sofort freigesetzt. Das Koffein kann bereits auf die Nervenbahnen des oberen Verdauungstrakts einwirken. Die Koffeinmenge ist ferner so gross, dass sie von der Leber nicht sofort im vollen Umfang entgiftet werden kann. Anal aufgenommener Kaffee hingegen gibt nur wenig Koffein ab, da ja die Freisetzung durch die Magensäure fehlt. Hier ist also nicht nur der Einflussbereich des Koffeins sehr viel kleiner als bei oraler Koffeinaufnahme. Auch ist die Koffeinmenge deutlich geringer.
 
Noch einmal lieben Dank und herzliche Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Diese Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.