Krebsprävention: Schlafen in tiefer Finsternis


Machen Sie bei Krebs die Nacht nicht zum Tage!


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letzte Aktualisierung am 21.12.2015  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Krebszellen mögen keine Dunkelheit

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(Zentrum der Gesundheit) – Der Tag- und Nachtrhythmus ist wichtiger, als wir denken. Wer ihn ignoriert und gerne die Nacht zum Tage macht, erfreut seine Krebszellen – sofern vorhanden. Wissenschaftler stellten unlängst fest, dass Krebszellen offenbar besonders schnell wachsen, wenn Betroffene bei Nacht nicht in völliger Dunkelheit schlafen. Selbst der Erfolg einer medikamentösen Brustkrebsbehandlung kann von den Lichtverhältnissen bei Nacht abhängen.

Krebs liebt Licht © Byelikova Oksana - Fotolia.com

Schon Dämmerlicht genügt, um Krebszellen zu aktivieren

Die US-amerikanischen Krebsforscher Steven Hill und David Blask untersuchten an der Tulane-Universität in New Orleans die Auswirkungen von Licht bzw. Dunkelheit auf die Aktivität von Krebszellen. Dabei zeigte sich, dass Krebszellen umso schneller wachsen, je heller der Betroffene schläft.

Dieser muss des Nachts nicht einmal in voller Beleuchtung am Computer sitzen. Es genügt offenbar schon eine Strassenlaterne, die das Schlafzimmer in Dämmerlicht taucht oder Licht, dass durch den Türspalt fällt. Schon dann fühlen sich Krebszellen motiviert und wachsen schneller als bei Patienten, die in tiefer Dunkelheit schlafen.

Melatonin lässt Krebszellen schlafen

“Ein hoher Melatoninwert lässt Brustkrebszellen schlafen, indem Wachstumsmechanismen ausgeschaltet bleiben”,

so Blask in der am 25. Juli 2014 im Fachblatt Cancer Research erschienenen Studie.

Schlafende Krebszellen lassen sich überdies viel besser von Krebsmedikamenten wie z. B. Tamoxifen bekämpfen.

„Wenn aber nachts das Licht an ist“, erklärt Blask weiter, „wird dadurch die natürliche Melatoninbildung unterdrückt. Die Brustkrebszellen wachen quasi auf und das Tamoxifen wird wirkungslos.“

Melatonin ist ein Hormon, das in der Zirbeldrüse aus Serotonin gebildet wird. Licht hemmt die Melatoninbildung. Sobald es dagegen dunkel wird, steigt der Melatoninspiegel an.

Das Melatonin ist für den Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig und führt bei einem mengenmässigen Maximum gegen drei Uhr nachts zur Tiefschlafphase. Ein Melatoninmangel wird somit u. a. mit Schlafstörungen in Zusammenhang gebracht.

Viele Studien wiesen bereits darauf hin, dass Melatonin krebshemmend wirke. Die vorliegende Untersuchung scheint dies zu bestätigen.

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Licht bei Nacht lässt Krebs 2,6 Mal schneller wachsen

Die Forscher hatten krebskranke Ratten in vier Gruppen aufgeteilt. Zwei Gruppen schliefen bei totaler Finsternis, die anderen beiden Gruppen bei leichtem Dämmerlicht.

Jeweils eine Gruppe erhielt ausserdem ein Krebsmedikament.

Mindestens zwei interessante Ergebnisse konnten beobachtet werden:

Erstens wuchs der Krebs bei den Dämmerlicht-Ratten 2,6 Mal schneller als bei den Finsternisratten. Der Melatoninspiegel blieb bei den Dämmerlicht-Ratten niedrig, als lebten sie permanent bei Tageslicht – und das, obwohl sie nicht bei voller Beleuchtung schliefen, sondern lediglich bei einem sehr schwachen Lichtschein.

Schon eine sehr schwache Lichtquelle blockiert also die Melatoninbildung. Das fehlende Melatonin wiederum aktiviert das Krebswachstum.

Zweitens blieb das Krebsmedikament bei den Dämmerlicht-Ratten nicht nur ein bisschen, sondern komplett unwirksam. Der Krebs wuchs trotz Medikation ungehemmt weiter. Licht bei Nacht macht Krebszellen also immun gegen das Krebsmedikament (in diesem Fall Tamoxifen).

Verabreichte man nun den Dämmerlicht-Ratten Melatonin-Injektionen, wirkte das Krebsmedikament wieder.

Melatonin sorgt daher für die Angreifbarkeit der Krebszellen und scheint deren Wachstumsmechanismen auszuschalten.

Aus gesundheitlicher Sicht ist es folglich ausserordentlich wichtig, am Abend rechtzeitig zu Bett zu gehen und dafür zu sorgen, dass es im Schlafzimmer so dunkel wie möglich ist.

Melatonin einnehmen?

Der Einnahmezeitpunkt soll gerade bei Krebserkrankungen ausserordentlich wichtig sein. Doch soll genau dieser Aspekt noch nicht vollständig geklärt sein.

Nimmt man Melatonin unbedacht ein, dann könnte es sein, dass der Tag-Nacht-Rhythmus erst recht aus dem Ruder gerät, was den Krebs fördern kann.

Falls Sie also an die Einnahme von Melatonin denken, sollten Sie diese zunächst mit einem kompetenten Therapeuten besprechen.

Sehr viel sicherer und einfacher umsetzbar ist hingegen tatsächlich das Schlafen bei tiefer Dunkelheit. Gehen Sie daher am Abend rechtzeitig zu Bett und sorgen Sie dafür, dass es in Ihrem Schlafzimmer so dunkel wie möglich ist. Auf diese Weise steigt Ihr Melatoninspiegel eigenständig und kann dann die Krebszellen im Dämmerzustand halten.

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