Langes sitzen macht krank


Langes Sitzen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, erhöht das Risiko für zahlreiche Erkrankungen. Schon kurze Spaziergänge zwischendurch können diese schädliche Wirkung kompensieren.


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letzte Aktualisierung am 17.12.2015  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

Langes sitzen macht krank

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(Zentrum der Gesundheit) – Wenn man länger als eine Stunde am Stück sitzt, hat das negative Auswirkungen auf die Gesundheit. Forscher der Indiana University fanden jedoch heraus, dass bereits Spaziergänge von fünf Minuten das Krankheitsrisiko erheblich senken. Normalerweise nehmen die Gefässfunktionen schon nach 60 Minuten um bis zu 50 Prozent ab. Wenn man aber zwischendurch fünf Minuten lang in normalem Tempo geht, bleiben die Gefässfunktionen auf dem ursprünglichen Niveau.

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Büroalltag schädlich für Herz-Kreislauf-System

Stress, unregelmässige Arbeitszeiten und Kantinenessen sind bekanntermassen nicht gut für die Gesundheit. Oft unterschätzt wird aber ein weiterer wichtiger Faktor: Die Bewegungsarmut der meisten Berufstätigen.

Bei einem Bürojob sitzt man fast den ganzen Tag. Damit verbrennt man nicht nur wenig Kalorien, sondern schadet auch den Blutgefässen.

Bereits nach einer Stunde nehmen die Gefässfunktionen in den Beinen um bis zu 50 Prozent ab. Die Gefässe können sich nicht mehr so gut ausdehnen. Auch die Endothelfunktion sinkt. Beide Faktoren können langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Es ist bereits wissenschaftlich bewiesen, dass langes Sitzen die Risiken für zahlreiche Erkrankungen erhöht. Die verminderten Gefässfunktionen spielen dabei die grösste Rolle, doch auch ein erhöhter Cholesterinspiegel und ein erhöhter Taillenumfang infolge der Bewegungsarmut tragen zum erhöhten Krankheitsrisiko bei.

Spaziergänge schützen Blutgefässe

Saurabh Thosar und seine Kollegen von der US-amerikanischen Indiana University wollten herausfinden, wie man diesen schädlichen Auswirkungen von zu langem Sitzen effektiv vorbeugen kann.

Sie gehören zu den ersten Forscherteams, die sich dieser Thematik mit einem Experiment nähern.

Elf normalgewichtige, gesunde männliche Studienteilnehmer nahmen an zwei Zufallsstudien teil.

Die Teilnehmer des ersten Tests mussten drei Stunden lang stillsitzen, ohne die Beine zwischendurch zu bewegen.

Nach einer, zwei und drei Stunden überprüften die Wissenschaftler mit einem Blutdruckmessgerät und Ultraschall die Funktion der Oberschenkelarterie. Diese war bereits nach 60 Minuten um die Hälfte reduziert.

Beim zweiten Test sassen die Teilnehmer zwar auch drei Stunden lang, nach einer halben, eineinhalb und zweieinhalb Stunden mussten sie jedoch für jeweils fünf Minuten aufs Laufband und gingen mit einer Geschwindigkeit von etwas mehr als drei Kilometer pro Stunde. Ihre Gefässfunktionen wurden nach den gleichen Intervallen überprüft.

Dabei stellte sich heraus, dass kurze moderate Spaziergänge zwischendurch dafür sorgen, dass der Körper die Gefässfunktionen unverändert aufrechterhalten kann.

Als Ursache vermuten die Forscher die erhöhte Muskelaktivität und die stärkere Durchblutung durch die Bewegung.

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Spaziergänge kompensieren langes Sitzen

Wenn man bedenkt, dass die Gefässfunktionen schon nach einer Stunde Sitzen derart stark abnehmen, Büroangestellte aber bis zu acht Stunden am Tag sitzen, wird klar, warum Dauersitzen der Gesundheit so massiv schadet.

Die Erkenntnisse von Thosars Team ermöglichen es uns jedoch, aktiv vorzubeugen. Einmal in der Stunde fünf Minuten zu gehen lässt sich schliesslich recht einfach in den Arbeitsalltag integrieren.

Dabei muss es sich nicht immer um einen „richtigen“ Spaziergang handeln. Zwar ist Bewegung an der frischen Luft am gesündesten, doch der Chef sieht es bestimmt nicht gern, wenn die Mitarbeiter zu jeder vollen Stunde fünf Minuten vor dem Bürogebäude auf und ab gehen.

Zum Glück geht es auch einfacher: Ein Gang zum Kopierer oder in die Kaffeeküche und öfter mal die Treppe zu benutzen tun es ja auch. Und vielleicht lassen sich gar das eine oder andere Minitrampolin oder Laufband auf der Büroetage integrieren.

Ernährungstipps für ein gesundes Herz

Wie bereits eingangs erwähnt, spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle für die Herzgesundheit. Neben ausreichend Bewegung müssen wir also darauf achten, dass wir genügend und vor allem die richtigen Nährstoffe mit der Nahrung aufnehmen, um unser Herz-Kreislauf-System fit zu halten.

Das Endothel, die Innenwand der Blutgefässe, benötigt viel Vitamin C. Auch mit den richtigen Fetten tun wir unserem Herzen etwas Gutes. Ungesättigte Fettsäuren wie etwa Omega-3-Fettsäuren sollten ebenfalls täglich auf unserem Speiseplan stehen.

Viele weitere Tipps dazu, wie Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit der richtigen Ernährung vorbeugen können, finden Sie hier: Heilkräftige Lebensmittel für ein gesundes Herz

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