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Dieser Text wurde veröffentlicht am 23.11.2007 um 14:47 Uhr
In unseren Nervenzellen befinden sich Adrenalin-Vorräte. Adrenalin ist für Stress-Situationen gedacht, in denen wir Stress bekommen oder sonst wie plötzlich besonders angestrengt und gefordert sind. Wenn dieser Fall eintritt, beginnt unser Organismus diese Adrenalin-Reserven auszuschütten, um uns "anzukurbeln", zu motivieren, damit wir uns schneller und besser auf die neue Situation einstellen können. Wir werden wacher, aufmerksamer, aktiver, flinker und stärker. Hält dieser Zustand einige Zeit an, merken wir aber schon bald, dass dieses Gefühl der Kraft und Energie nur von kurzer Dauer ist. Der Grund: die Adrenalin-Speicher sind geleert.

Genau das passiert ebenso beim Konsum von mehreren Tassen Kaffee oder Koffeindrinks in kurzer Zeit. Lediglich das Koffein des allerersten Kaffees des Tages bewirkt eine kurzfristige starke Ausschüttung von Adrenalin aus den Nervenzellen und damit für kurze Zeit ein gewisses Wohlgefühl. Bereits ab der zweiten Tasse Kaffee beginnt sich die Angelegenheit aber ins Gegenteil zu verkehren.
Das Adrenalin in den Nervenzellen ist bereits stark reduziert oder völlig aufgebraucht. So sehr es der nächste Kaffee nun auch fördern würde, es gibt kein anregendes Hormon mehr auszuschütten, weil es einfach nicht mehr da ist. Mit jedem weiteren Kaffee oder Koffeingetränk greifen wir also ins "Leere" und machen uns nur noch müder als wir ohnehin schon waren. Außerdem entzieht Kaffee dem Körper wegen seiner harntreibenden Wirkung viel Flüssigkeit und trocknet ihn zunehmend aus. Diese beginnende Dehydration (Entwässerung) ermüdet den Organismus noch zusätzlich.
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