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Omega 3 schützt vor Thrombosen

Omega-3-Fettsäuren senken das Risiko für die Entstehung einer venösen Thromboembolie erheblich - so eine Studie. Eine Embolie kann lebensgefährlich sein, so dass Prävention hier außerordentlich wichtig ist.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 10 Mai 2026
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Omega-3-Fettsäuren für die Venengesundheit

Unsere Venen leisten tagtäglich Schwerstarbeit. Schließlich muss das Blut entgegen der Schwerkraft zurück ins Herz gepumpt werden. Häufig wird uns erst bei auftretenden Venenleiden bewusst, wie wichtig ein gesundes Gefäßsystem ist.

Sind die Venen und Venenklappen geschwächt, kann das Blut nicht mehr vollständig zurückgeleitet werden. Eine Venenschwäche ist da. Diese kann zu Komplikationen, wie einer Thromboembolie führen.

Hierbei verklumpen die Blutplättchen durch einen Blutstau in den Venen. Ein Blutgerinnsel entsteht, löst sich, schwimmt mit dem Blutstrom weiter und verstopft schließlich die erste Vene, die für eine Passage des Gerinnsels zu eng ist.

Damit die Venen elastisch und leistungsfähig bleiben, kann der Körper in seiner natürlichen Regenerationsfähigkeit jedoch unterstützt werden, z. B. über eine umfassende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren senken Thromboserisiko

Eine norwegische Studie (Tromsø Studie), die im Juni 2014 im Fachmagazin Journal of Nutrition veröffentlicht wurde, zeigte, dass Teilnehmer mit einem hohen Fischverzehr von 3 Portionen pro Woche ein um 22 Prozent geringeres Risiko hatten, eine venöse Thromboembolie (1) zu entwickeln als Teilnehmer mit einem Fischverzehr von nur 1-1,9 Portionen pro Woche.

Wer zusätzlich zum Fischverzehr Omega-3-Fettsäuren in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nahm – so die Wissenschaftler der University of Tromsø – konnte sein Thromboserisiko sogar um 48 Prozent senken.

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Omega-3-Fettsäuren als Blutverdünner?

Omega-3-Fettsäuren gelten manchmal als naturheilkundliche „Blutverdünner“ und es wird geraten, man solle einfach 2 bis 3 EL Leinöl einnehmen (das ebenfalls reich an Omega-3-Fettsäuren ist). Andere Studien konnten jedoch keine diesbezügliche Wirkung feststellen.

Leinöl wirkt nicht blutverdünnend

In einer Untersuchung von 2020 zeigte sich beispielsweise, dass Leinöl (täglich 25 ml) im Vergleich zu Sonnenblumenöl nach 7-wöchiger Einnahme keine Auswirkungen auf die Blutgerinnung hatte; es konnte lediglich ein Entzündungswert verbessert werden (3).

Leinöl enthält aber auch "nur" die kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren (die Alpha-Linolensäure). Wie verhält es sich daher mit den langkettigen Omega-3-Fettsäuren (DHA und EPA), die insbesondere in Fisch und Algenölen enthalten sind?

DHA und EPA wirken blutverdünnend

In einer Studie von 2015 wirkten diese Fettsäuren wenigstens bei den gesunden Teilnehmern blutverdünnend, nicht aber bei den Teilnehmern, die bereits an einer Herz-Kreislaufkrankheit litten.

Sie alle hatten vier Wochen lang zweimal täglich je 1 Kapsel mit 320 mg langkettigen Omega-3-Fettsäuren (260 mg DHA und 60 mg EPA) eingenommen – insgesamt täglich also 640 mg. Dadurch konnte bei gesunden Teilnehmern die zirkulierende Thrombinmenge reduziert und gleichzeitig die Fibrinolyse erhöht werden (2).

Thrombin ist ein Enzym, das die Bildung von Fibrin aus seiner Vorläufersubstanz Fibrinogen in die Wege leitet. Fibrin ist der Klebstoff, der mit den Blutplättchen zusammen die Blutgerinnsel bildet.

In unserem Artikel Natürliche Blutverdünner ohne Nebenwirkungen stellen wir insbesondere Lebensmittel, aber auch Nahrungsergänzungsmittel vor, denen blutverdünnende Wirkungen nachgesagt werden.

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Was gegen Thrombosen hilft

Natürlich genügt nicht allein die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren, um rundum gesunde Blutgefäße zu behalten. Denn in vielen Fällen sind ein bewegungsarmer Alltag, Übergewicht oder hormonelle Einflüsse Auslöser für Venenerkrankungen und Thrombosen.

Werden Sie also auch diesbezüglich rechtzeitig aktiv und sorgen Sie für regelmäßige Bewegung (Spaziergänge, Sport, Zimmertrampolin etc.).

In unserem Artikel Thrombose - Symptome und Ursachen finden Sie viele natürliche Mittel und Maßnahmen, die sich zur Vorbeugung einer Thrombose eignen.

Zum Beispiel ist die richtige Ernährung entscheidend, damit sich keine venöse Thrombose entwickeln kann. Greifen Sie daher verstärkt zu Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten und trinken Sie statt Softdrinks, Kaffee und Alkohol lieber nur Wasser und Kräutertees.

Diese vitalstoff- und ballaststoffreiche Ernährung harmonisiert die Verdauung und hilft Verstopfungen zu vermeiden. Starkes Pressen wegen hartem Stuhlgang kann den Druck in den Beinvenen nämlich erhöhen und nach und nach zur Bildung von Krampfadern führen.

Übermäßige Mengen gesättigter Fettsäuren aus Wurst und Fleisch aber auch aus Frittiertem führen zusätzlich zu erhöhten Blutfetten, die das Blut dicker und zähflüssiger machen und die Venendurchblutung beeinträchtigen.

Lesen Sie auch unseren Artikel Natürliche Mittel gegen Krampfadern.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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