Bei Candida kann Kokosöl helfen
Bei einer Belastung mit Candida albicans kann Kokosöl in der richtigen Dosierung helfen. Candida albicans gehört zu den Hefepilzen und befindet sich nahezu überall um uns herum, aber auch in uns, z. B. im Darm, im Mund, in der Scheide oder auf der Haut.
Wird der Pilz dort von der gesunden Flora in Schach gehalten, passiert nichts. Bei schwachem Immunsystem aber, einer Störung der natürlichen Flora (Mundflora, Hautflora, Scheiden- oder Darmflora) und/oder zuckerreicher Ernährungsweise kommt es zu einer starken Vermehrung des Pilzes.
Candida – Darmpilz, Scheidenpilz und Hautpilz
Im Darm kann der Pilz zu Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Unwohlsein, aber auch zu plötzlichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen. In der Scheide ist Candida albicans der Auslöser einer Scheidenpilzinfektion, die mit Juckreiz, Schmerzen und trockenen Schleimhäuten einhergeht.
Auch in Form von runden oder ovalen roten Hautstellen kann sich eine Hefepilz-Infektion zeigen. Diese Stellen können einzeln an ganz unterschiedlichen Körperregionen auftauchen, an den Armen, Beinen oder auch am Bauch.
Diese Hautstellen sind meist die Folge der Pilzgifte, die im Blut zirkulieren, weil der Hefepilz stark den Darm befallen hat, seine Stoffwechselgifte über die Darmschleimhaut ins Blut gelangten (bei einem Leaky Gut Syndrom) und nun über die Haut ausgeleitet werden. (Hier hilft Kokosöl auf der Haut nicht viel).
Ein anderer Fall ist eine konkrete Candida-Infektion der Haut, die gerne an feuchtwarmen Stellen auftritt, z. B. unter den Brüsten, in den Achseln, in der Leiste, der Vulva oder zwischen den Zehen. In diesen Fällen kann Kokosöl sehr gut direkt aufgetragen werden.
Hefepilze im Blut – Die invasive Candidiasis
Ist der Darm stark mit Candida belastet, leidet der gesamte Körper. Die giftigen Stoffwechselabfallprodukte und im Extremfall der Pilz selbst können bei durchlässiger Darmschleimhaut (Leaky Gut) diese passieren und in den Blutkreislauf gelangen.
Wenn es auch der Pilz ist, der nun im Blut zirkuliert und nicht "nur" seine Gifte, können sich auch chronische Müdigkeit, Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen, Organschäden und viele andere systemischen (den ganzen Körper betreffenden) Beschwerden einstellen.
Man spricht hier von einer sog. invasiven Candidiasis, die bei Krankenhauspatienten bereits die vierthäufigste Infektion des Blutes darstellt. Besonders bei immunsupprimierten Patienten, bei Patienten auf der Intensivstation, bei Frühchen und älteren Menschen kann die invasive Candidiasis zu einem großen Problem werden.
Candida bildet Resistenzen gegen Pilzmedikamente
Antimykotische Arzneimittel wirken bei ersten Anzeichen einer Pilzinfektion sehr gut und verhindern, dass die Infektion ins Blut übergeht.
Doch verhält es sich hier ähnlich wie beim Einsatz von Antibiotika. Denn auch Candida albicans ist ein Meister in der Bildung von Resistenzen. Das heißt, Anti-Pilz-Mittel wirken immer weniger gut und irgendwann vielleicht gar nicht mehr.
Kokosöl stoppt Pilzinfektion
Kokosöl ist hier ein nebenwirkungsarmes Hilfsmittel, das in die Therapie integriert werden kann – wie auch eine Studie der Tufts Universityin Massachusetts/USA im November 2015 bestätigt hat.
Das Öl kann das Wachstum von Candida albicans sehr gut begrenzen (1), so dass es zu keiner "Überbevölkerung" der Pilze und folglich auch nicht zu einer invasiven Candidiasis kommen kann, so das Forscherteam im Fachjournal mSphere.
Die Wissenschaftler schrieben, dass Kokosnussöl in der richtigen Dosierung oder als Teil der Ernährung eine Alternative zu den üblichen Pilzmedikamenten darstellen könnte und der Verzehr des Öls auch vorbeugend hilft, damit es erst gar nicht zu Pilz-Infektionen kommen kann.
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Kokosöl reduziert Candida um 90 Prozent
In ihren Versuchen testeten die Forscher rund um die Mikrobiologin Carol Kumamoto und die Ernährungswissenschaftlerin Alice H. Lichtenstein, wie drei verschiedene Fette die Zahl von Candida albicans im Darm von Mäusen beeinflussen können: Sojaöl, Rinderfett und Kokosöl.
Kokosöl reduzierte dabei die Zahl der Hefepilze im Darm um mehr als 90 Prozent – verglichen mit einer Ernährung, die Rinderfett enthielt. Selbst wenn das Öl mit Rinderfett kombiniert wurde, konnten die Pilze aufgrund der Anwesenheit des Öls noch immer in hoher Zahl reduziert werden.
Kokosöl hilft, den Einsatz von Pilzmedikamenten zu reduzieren
"Man könnte also in den Speiseplan der Patienten Kokosnussöl integrieren, um eine übermässige Pilzvermehrung im Darm und somit auch systemische Pilzinfektionen zu verhindern",
sagte Professor Kumamoto. Und Dr. Lichtenstein fügte hinzu:
"Nahrung kann ein mächtiger Verbündeter im Kampf gegen Krankheiten sein. Unsere Studie zeigt, dass Kokosnussöl bei anfälligen Patienten in Form einer kurzfristigen und gezielten Einnahme lebensbedrohliche Pilzinfektionen abwehren kann."
Dr. Kearney Gunsalus – ebenfalls Mitglied von Professor Kumamotos Team – ergänzte:
"Wir möchten Ärzten neue Therapieoptionen bieten, damit der Einsatz von Pilzmedikamenten reduziert werden kann. Wenn wir künftig Kokosnussöl nutzen, können Pilzmedikamente für wirklich kritische Situationen aufbewahrt werden."
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Kokosöl gegen Hefepilze – Die richtige Dosierung
Die Wirkung von Kokosöl gegen Hefepilze kann noch verstärkt werden, indem man das Öl mit Oreganoöl kombiniert. Wie das geht und in welcher Dosierung das Kokosnussöl gegen Hefepilzinfekte hilft, erklären wir in unserem Artikel Oregano: Antibiotikum aus dem Garten unter "Candida-Programm mit Oreganoöl".
Trinken Sie täglich ausreichend Wasser (30 ml pro Kilogramm Körpergewicht) und nehmen Sie zusätzlich ein bis zwei Mal täglich ½ bis 1 TL Heilerde z. B. Bentonit ein.
Auf diese Weise werden die Pilzgifte und die abgestorbenen Pilze schnell absorbiert und ausgeleitet. Umso schneller kann sich ein gesundes Darmmilieu entwickeln.
Nachfolgend eine Zusammenfassung des Programms aus Oreganoöl und Kokosnussöl gegen Candida mit der richtigen Dosierung:
| Dauer der Einnahme | 10 Tage |
| Einnahmehäufigkeit | 1- bis 3-mal täglich, mit 1-mal täglich beginnen und langsam auf 2-mal täglich steigern |
| Dosierung | 1 TL Kokosnussöl und 1 Tropfen Oreganoöl |
Falls ein Teil Ihrer Symptome nach diesen 10 Tagen immer noch vorhanden ist, pausieren Sie 2 Tage und starten dann mit einem weiteren Einnahmezyklus von 10 Tagen.
Achten Sie beim Kauf von Oreganoöl darauf, dass es sich um ein Öl handelt, dass man einnehmen kann, also nicht etwa ein Duftöl o. ä.
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Nach Kokosöl und Oreganoöl: Probiotika
Nach dem Absetzen der Öl-Kombination kann ein Probiotikum eingenommen werden, um eine gesunde Darmflora zu fördern, die den Pilz gut unter Kontrolle halten kann.
In Studien haben sich sehr viele probiotische Bakterienstämme als hilfreich gegen Candida erwiesen (z. B. Lactobacillus rhamnosus, L. acidophilus, L. lactis, L. helveticus, L. plantarum, L. reuteri, L. fermentum, Bifidobacterium breve, B. bifidum und auch der Hefestamm Saccharomyces cerevisae).
Es ist also ideal, ein Präparat zu nehmen, das aus möglichst vielen Stämmen besteht, die sich in ihrer Wirkung häufig auch unterstützen und fördern.
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Probiotika nimmt man immer kurz vor einer Mahlzeit (wenige Minuten) oder zu einer Mahlzeit, aber nie danach.