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Schadstoffe in Fisch aus Aquakultur

Fisch und Meeresfrüchte gelten als gesunde Lebensmittel. Die enthaltenen Schadstoffe werden dabei gerne ignoriert. In einer Studie untersuchte man die Aufnahme von giftigen Substanzen durch den Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten und schaute, ob es einen Unterschied machte, ob der Fisch aus Wildfang oder Aquakultur stammte.

Stand: 30 April 2026
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Schadstoffe aus Fisch – Ist Wildfang besser oder Aquakultur?

Inzwischen stammen 50 Prozent des weltweit konsumierten Fischs (und auch der Meeresfrüchte) aus Aquakultur und nicht mehr aus Wildfang. Dennoch gibt es nur wenige Forschungsstudien, die die Schadstoffbelastung der entsprechenden Produkte bewerten und mit der Belastung von Wildfang-Produkten vergleichen.

Die wichtigsten Schadstoffe

Die wichtigsten Schadstoffe, die in einer Studie aus 2017 untersucht wurden, sind organische Schadstoffe, wie Organochlorpestizide (OCP), polychlorierte Biphenyle (PCB) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie anorganische Schadstoffe, wie Blei, Cadmium, Nickel, Aluminium, Arsen und Quecksilber.

Die Studie analysierte eine große Stichprobe von Meeresfrüchten und Fisch aus Aquakultur und auch aus Wildfang. Anschließend wurde die dadurch entstehende Belastung der Verbraucher angegeben – einerseits die Belastung von Verbrauchern, die nur Produkte aus Aquakultur verzehren, andererseits von Verbrauchern, die nur Produkte aus Wildfang verzehren.

Mehr Schadstoffe aus Aquakultur

Die Konzentrationen der meisten organischen und vieler anorganischer Schadstoffe waren in Aquakulturprodukten höher. Folgende Ergebnisse wurden festgestellt, wobei KG für Körpergewicht steht:

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe

Die Werte für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe waren wie folgt:

  1. Aquakultur: 3,30 ng/kg Körpergewicht (KG)/Tag
  2. Wildfang: 2,41 ng/kg KG/Tag

Organochlorpestizide

Auch die Werte von OCP waren in Produkten aus Aquakultur höher:

  1. Aquakultur: 3,36 ng/kg KG/Tag
  2. Wildfang: 1,85 ng/kg KG/Tag
  3. Polychlorierte Biphenyle
  4. Die Werte der PCB sahen so aus:
  5. Aquakultur: 2,35 ng/kg KG/Tag
  6. Wildfang: 2,11 ng/kg KG/Tag

Anorganische Schadstoffe

Die Aufnahme von Blei, Nickel, Arsen und Aluminium war bei Aquakulturprodukten deutlich höher als bei Fisch und Meeresfrüchten aus Wildfang (1).

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Testen Sie Ihre Belastung

Wenn Sie wissen möchten, ob Sie bereits durch den Verzehr oder andere Umwelteinflüsse mit Schwermetallen (und Aluminium) belastet sind, können Sie dies einfach mit einem Test überprüfen lassen. Dazu ist lediglich eine Haar- oder Fingernagelprobe erforderlich. * Hier erhalten Sie den Schadstofftest. Bei diesem werden die folgenden Substanzen gemessen: Arsen, Aluminium, Cadmium, Quecksilber, Blei, Zirconium, Zinn und Titan.

Besser weder Fisch aus Aquakultur noch aus Wildfang

Die Studie zeigt, dass die Schadstoffbelastung bei Produkten aus Aquakulturen höher ist als bei entsprechenden Produkten aus Wildfang. Dies bedeutet, dass Verbraucher, die hauptsächlich Aquakulturprodukte konsumieren, einer höheren Schadstoffbelastung ausgesetzt sind.

In Aquakulturen sind somit Maßnahmen erforderlich, die die Schadstoffbelastung senken. Andererseits handelt es sich bei Aquakulturen um Massentierhaltungen, die keinesfalls besser sind als die Industriemassentierhaltungen für Rinder, Schweine und Geflügel.

Lesen Sie in unserem Artikel Fisch – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko alles über die Zustände in Aquakulturen, aber auch über die Nachteile von Wildfang.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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