Schadstoffe aus Fisch – Ist Wildfang besser oder Aquakultur?
Inzwischen stammen 50 Prozent des weltweit konsumierten Fischs (und auch der Meeresfrüchte) aus Aquakultur und nicht mehr aus Wildfang. Dennoch gibt es nur wenige Forschungsstudien, die die Schadstoffbelastung der entsprechenden Produkte bewerten und mit der Belastung von Wildfang-Produkten vergleichen.
Die wichtigsten Schadstoffe
Die wichtigsten Schadstoffe, die in einer Studie aus 2017 untersucht wurden, sind organische Schadstoffe, wie Organochlorpestizide (OCP), polychlorierte Biphenyle (PCB) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie anorganische Schadstoffe, wie Blei, Cadmium, Nickel, Aluminium, Arsen und Quecksilber.
Die Studie analysierte eine große Stichprobe von Meeresfrüchten und Fisch aus Aquakultur und auch aus Wildfang. Anschließend wurde die dadurch entstehende Belastung der Verbraucher angegeben – einerseits die Belastung von Verbrauchern, die nur Produkte aus Aquakultur verzehren, andererseits von Verbrauchern, die nur Produkte aus Wildfang verzehren.
Mehr Schadstoffe aus Aquakultur
Die Konzentrationen der meisten organischen und vieler anorganischer Schadstoffe waren in Aquakulturprodukten höher. Folgende Ergebnisse wurden festgestellt, wobei KG für Körpergewicht steht:
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe
Die Werte für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe waren wie folgt:
- Aquakultur: 3,30 ng/kg Körpergewicht (KG)/Tag
- Wildfang: 2,41 ng/kg KG/Tag
Organochlorpestizide
Auch die Werte von OCP waren in Produkten aus Aquakultur höher:
- Aquakultur: 3,36 ng/kg KG/Tag
- Wildfang: 1,85 ng/kg KG/Tag
- Polychlorierte Biphenyle
- Die Werte der PCB sahen so aus:
- Aquakultur: 2,35 ng/kg KG/Tag
- Wildfang: 2,11 ng/kg KG/Tag
Anorganische Schadstoffe
Die Aufnahme von Blei, Nickel, Arsen und Aluminium war bei Aquakulturprodukten deutlich höher als bei Fisch und Meeresfrüchten aus Wildfang (1).
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Testen Sie Ihre Belastung
Wenn Sie wissen möchten, ob Sie bereits durch den Verzehr oder andere Umwelteinflüsse mit Schwermetallen (und Aluminium) belastet sind, können Sie dies einfach mit einem Test überprüfen lassen. Dazu ist lediglich eine Haar- oder Fingernagelprobe erforderlich. * Hier erhalten Sie den Schadstofftest. Bei diesem werden die folgenden Substanzen gemessen: Arsen, Aluminium, Cadmium, Quecksilber, Blei, Zirconium, Zinn und Titan.
Besser weder Fisch aus Aquakultur noch aus Wildfang
Die Studie zeigt, dass die Schadstoffbelastung bei Produkten aus Aquakulturen höher ist als bei entsprechenden Produkten aus Wildfang. Dies bedeutet, dass Verbraucher, die hauptsächlich Aquakulturprodukte konsumieren, einer höheren Schadstoffbelastung ausgesetzt sind.
In Aquakulturen sind somit Maßnahmen erforderlich, die die Schadstoffbelastung senken. Andererseits handelt es sich bei Aquakulturen um Massentierhaltungen, die keinesfalls besser sind als die Industriemassentierhaltungen für Rinder, Schweine und Geflügel.
Lesen Sie in unserem Artikel Fisch – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko alles über die Zustände in Aquakulturen, aber auch über die Nachteile von Wildfang.