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Schockierend: Fragwürdige Pharma-Studien

Einer Studie zufolge haben die meisten neuen Medikamente zwar keinen besonderen Nutzen zu bieten, dafür eine wunderbare Vielfalt negativer Nebenwirkungen. Korruption und Bestechung in der Pharmaindustrie sind nichts Neues. Dass es jedoch so schlimm ist, wie jetzt eine neue Studie enthüllte, war vielen neu.

Stand: 12 Mai 2026
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Neue Pharmazeutika bieten meist keinen Nutzen

Die Studienergebnisse wurden beim 105. Jahrestreffen der American Sociological Association vorgestellt. Ihre Kernaussage war, dass die meisten neuen Pharmazeutika praktisch keinerlei Nutzen böten, dafür aber eine ganze Menge negativer Nebenwirkungen aufwiesen.

Wirksamkeit von Medikamenten nie nachgewiesen

Der Autor der Studie ist Donald Light, Soziologe und Professor für Vergleichende Gesundheitspolitik an der medizinischen und zahnmedizinischen Universität von New Jersey.

Er erklärte, dass die Pharmaindustrie sehr viele unterschiedliche Medikamente herstelle, die in der überwiegenden Mehrzahl eines gemeinsam hätten: Sie funktionierten nicht. Ihre Wirksamkeit sei niemals nachgewiesen worden, weshalb die Hersteller logischerweise und auch legalerweise (es gibt entsprechende die Pharmaindustrie schützende Gesetze) bei Nichtwirksamkeit auch nicht haftbar zu machen seien (1).

Ärzte verschreiben Medikamente nur aufgrund oberflächlicher Informationen

Manchmal halten die Unternehmen Informationen über ernstliche Nebenwirkungen neuer Medikamente zurück oder spielen sie herunter, während sie von einem angeblichen Nutzen schwärmen,

sagte Donald Light in einer Presseerklärung.

Ausserdem geben sie zwei- oder dreimal soviel für Marketing aus wie für die Forschung. Das ist wichtig, denn die Ärzte müssen ja erfahren, dass es neue Medikamente gibt, die sie ab sofort verschreiben sollen. Dabei erhalten die Ärzte oft nur völlig unzureichende Informationen zu den neuen Medikamenten und können daher ihre Patienten nicht vernünftig über deren Risiken unterrichten.

Medikamente für Todesfälle verantwortlich

Laut eines unabhängigen Expertengremiums wirken nur etwa 15 Prozent der neuen Medikamente so, wie sie sollten. Die meisten neuen Pharmazeutika – unabhängig davon, ob sie wirksam sind oder nicht – hätten ernst zu nehmende Nebenwirkungen, die mittlerweile zu den signifikanten Todesursachen in den Vereinigten Staaten gehören.

Zulassung vieler Medikamente erfolgt oft nur aufgrund von Betrügereien

Donald Lights Studie zeigt auf, dass Pharmaunternehmen mit voller Absicht eine grosse Anzahl von Menschen in Versuchsreihen mit ineffektiven, gefährlichen Medikamenten behandeln lassen und dass sie ausserdem Untersuchungsergebnisse so verdrehen, als habe das entsprechende Medikament die gewünschte Wirkung.

Im Anschluss daran liefern sie eine Unmenge fehlerhafter und lückenreicher Daten an die FDA, was – erstaunlicherweise in vielen Fällen – zur Zulassung führt. Dann folgen gross angelegte Werbekampagnen, die – wie erwähnt – hauptsächlich die breite Masse der Ärzte davon überzeugen sollen, die gerade erst zugelassenen Medikamente möglichst häufig zu verschreiben.

Pharmaindustrie kontrolliert Testprozess von Medikamenten

In seinem Bericht liefert Donald Light konkrete Zahlen. Seine Analyse von 111 Medikamenten ergab, dass 42 Prozent vor ihrer Zulassung keine adäquaten randomisierten Studien durchlaufen hatten, bei 40 Prozent inakkurate Dosierungen getestet wurden, es bei 39 Prozent nicht möglich war, eine Wirksamkeit nachzuweisen und bei knapp der Hälfte der untersuchten Medikamente ernste negative Nebenwirkungen zu beobachten waren.

Light wies ausserdem darauf hin, dass die Pharmaunternehmen sowohl den wissenschaftlichen Testprozess der Medikamente kontrollierten als auch selbst entscheiden könnten, welche Testergebnisse bei der FDA eingereicht werden, welche veröffentlicht werden und welche nicht.

Der gesamte Vorgang sei laut Light voreingenommen und somit zutiefst mangelhaft.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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