Pilzinfektionen - Sechs Lebensmittel helfen


Scheidenpilz- und Darmpilzinfektionen haben Hochkonjunktur. Sechs wirksame Lebensmittel lehren die Pilze das Fürchten.

Pilzinfektionen natürlich behandeln

Veröffentlichung am 31.05.2011 um 10:35 Uhr / Aktualisierung am 14.05.2012 um 18:07 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Pilzinfektionen sind erst einfach nur lästig. Gehen sie aber in ein chronisches Stadium über, bestimmen sie mit ihren unangenehmen Symptomen mehr und mehr das Leben der Betroffenen. Die tägliche Lebensmittelauswahl stellt einen wichtigen Punkt bei der ganzheitlichen Behandlung von Pilzinfektionen dar. Wir präsentieren sechs Lebensmittel, die Ihnen im Kampf gegen Pilzinfektionen und auch bei deren Vorbeugung tatkräftig zur Seite stehen.

Pilzinfektionen natürlich behandeln Mit natürlichen Mitteln gegen Pilzinfektionen

Pilzinfektionen sind weit verbreitet

Drei von vier Frauen werden zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben an einer Vaginal-Pilz-Infektion zu leiden haben. Darmpilze finden sich bei einem noch größeren Teil der Bevölkerung. Oft sind gar mehrere Organe gleichzeitig von parasitären Pilzen befallen. Schulmedizinische Behandlungen bekämpfen nicht nur den Pilz, sondern auch die natürliche Scheiden- und Darmflora. Auf diese Weise schwächen sie das Immunsystem so sehr, dass die nächste Pilzinfektion schon in den Startlöchern sitzt und bei vielen Menschen alsbald in die chronische Phase übergeht.

Infektionen mit Candida Albicans

Der am häufigsten für Pilzinfektionen verantwortliche Pilz ist Candida Albicans. Dieser Hefepilz ist im Grunde überall und auch in unserem Körper natürlicherweise heimisch. Unnatürlich wird die Sache erst dann, wenn sich dieser Pilz plötzlich unkontrolliert ausbreitet. Das gelingt ihm jedoch nur, wenn die Körperflora aus dem Gleichgewicht gerät. Nützliche Mikroorganismen gehen plötzlich zugrunde - z. B. infolge einer Antibiotikatherapie - und machen auf diese Weise den Pilzen Platz. Die üblichen Symptome einer Infektion mit Candida Albicans sind chronische Müdigkeit, Verdauungsprobleme und Scheideninfektionen.

Die sechs Anti-Pilz-Lebensmittel

Sechs kraftvolle Lebensmittel mit deutlich antimykotischen Eigenschaften sind nicht nur bei der Prävention von Pilzinfektionen behilflich, sondern auch bei deren Therapie. Essen Sie im Falle eines Falles die genannten Lebensmittel nicht einfach nur gelegentlich. Integrieren Sie sie ganz bewusst und regelmäßig in genau bemessenen Mengen in Ihren Speiseplan. Lassen Sie Ihre Nahrung Ihre Medizin sein, und werden Sie auf diesem Wege Pilzinfektionen ein für alle mal los.

1. Biologisches Kokosöl

Verwenden Sie ab sofort Bio-Kokosöl zum Braten und Kochen. Kokosöl enthält die pilzfeindliche Fettsäure namens Caprylsäure. Diese verhindert und bekämpft ganz direkt die Ausbreitung von Candida Albicans. Kokosöl ist hitzestabil, weshalb es hervorragend zum Kochen geeignet ist. Nehmen Sie täglich drei Esslöffel hochwertiges Bio-Kokosöl zu sich. Sie können Kokosöl auch als Brotaufstrich verwenden oder - falls Sie keine Verwendung dafür in der Küche haben - es auch pur einnehmen.

2. Knoblauch

Knoblauch enthält Allicin, ein bioaktiver Stoff, der gegen eine Vielzahl von Krankheitserregern wirksam ist. Außerdem ist Allicin ein hervorragendes Pilzgift und kann Candida Albicans zurückdrängen. Essen Sie zwei rohe Zehen täglich oder nehmen Sie entsprechend allicinhaltige Knoblauchkapseln ein.

3. Meerrettich und Kresse

Meerrettich und Kresse helfen bekanntlich wunderbar bei Infektionen der Luftwege. Sie machen die Atemwege frei, desinfizieren den Organismus und aktivieren das Immunsystem. Die in ihnen vorkommenden Senföle wirken so hervorragend antibiotisch, dass sie auch Keime vernichten können, die gegen herkömmliche Antibiotika längst resistent sind. Ganz nebenbei erfreuen Meerrettich und Kresse uns außerdem mit einer antimykotischen Wirkung und dämmen daher auch Candida-Pilze ein. Meerrettich wird am besten frisch gerieben verspeist oder im Bio-Laden ohne schwefelhaltige Konservierungsmittel besorgt. Kresse (Gartenkresse, Brunnenkresse oder Kapuzinerkresse) kann täglich in Form von frischen Salaten genossen werden.

4. Cayenne-Pfeffer

Cayenne-Pfeffer ist eine andere Bezeichnung für Chili, hat also mit Pfeffer nichts zu tun. Chili-Schoten enthalten Capsaicin, einen sekundären Pflanzenstoff mit äußerst starker antibakterieller und pilztötender Wirkung. Wissenschaftler des Agricultural Research Service im US-Landwirtschaftsministerium (USDA) haben herausgefunden, dass Chilis eine weitere antimykotische Substanz enthalten. Diese gehört zur Familie der Saponine, heißt CAY-1 und kann schädliche Hefepilze abtöten. In Tests konnte bereits gezeigt werden, dass CAY-1 das Wachstum von Candida albicans um 93 Prozent eindämmen kann. Da Chili eine echte Geschmackssache ist, sollten Sie hier die tägliche Dosis selbst entscheiden.

5. Mandeln

Mandeln töten Pilze nicht direkt. Sie sind jedoch in der ganzheitlichen Anti-Pilz-Therapie unverzichtbar, da hier nicht nur mit der Abtötung unwillkommener Pathogene gearbeitet wird, sondern auch und insbesondere mit der Aktivierung des Immunsystems und der Stärkung der erwünschten Mikroorganismen. Das Ziel ist, letztere wieder so weit zu fördern, dass sie in der Lage sind, die Pilze aus eigener Kraft zurück zu drängen.

Mandeln haben neuesten Erkenntnissen zufolge eine prebiotische Wirkung. Das heißt, sie liefern den erwünschten Darmbakterien (und damit unserem Immunsystem) hochwertige Nahrung. Mandeln arbeiten also nachhaltig am Aufbau einer gesunden Darm- und Körperflora – und bilden somit die Voraussetzung für die dauerhafte Abwesenheit von Pilzinfektionen.

Essen Sie 60 Gramm Mandeln pro Tag oder die entsprechende Menge Mandelpüree. Mandeln und Mandelpüree bilden die Basis für köstlich gesunde Shakes und Gerichte. Weitere Informationen und Rezepte finden Sie hier:

 

Diese sechs Lebensmittel sind EIN Punkt innerhalb der ganzheitlichen Anti-Pilz-Therapie, die viele weitere Möglichkeiten und Schritte beinhaltet, um - ohne negative Nebenwirkungen - das Immunsystem zu stärken und das Gleichgewicht der natürlichen Darm- und Vaginalflora wieder herzustellen.

Quellen

Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3
Quelle 4



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(1)

Stephan
geschrieben am: Dienstag, 21. Juni 2011, 17:57
eMail-Adresse hinterlegt
Hallo,
vielen Dank für ihre tollen Artikel.

Da ich selbst regelmäßig meine Speisen mit Knoblauch würze und 4-5 mal die Woche Chiliprodukte esse, fühle ich mich durch Ihren Artikel nur bestätigt.
Obwohl meine Ernährung, vor allem an Wochenenden, nicht gerade perfekt ist, ist mein Körper sehr basisch.

Eine kleine Anmerkung habe ich jedoch:
Capsaicin spricht nicht Geschmacks-, sondern Wärmerezeptoren im Mund an. In Ihrem Artikel kann man den Eindruck bekommen Schärfe wäre ein Geschmack, was jedoch falsch ist.

Die tägliche Dosis dürfte eher davon abhängen inwieweit die Wärmerezeptoren an Capsaicin gewohnt sind.

Da nach meinem Wissen die Bekämpfung von Pilzinfektionen nicht der einzige Vorteil von Capsaicin ist, wäre ich begeistert, wenn Sie in einem separaten Artikel darauf eingehen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan

Zentrum der Gesundheit:

Hallo Stephan,
vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Ergänzung zu unserem Text :-)
Natürlich haben Sie Recht, dass Capsaicin nicht die Geschmacks-, sondern die Wärmerezeptoren anspricht. Unser Satz "Da Chili eine echte Geschmackssache ist, sollten Sie hier die tägliche Dosis selbst entscheiden" bezog sich nicht auf den Wirkmechanismus des Capsaicins, sondern auf die kulinarische Vorliebe des einzelnen Konsumenten. Gerne greifen wir jedoch Ihren Vorschlag auf, um in naher Zukunft dem Capsaicin und seinen Fähigkeiten einen eigenen Artikel zu widmen.
Liebe Grüße
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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