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Dieser Text wurde veröffentlicht am 07.08.2008 um 15:16 Uhr
Probiotische Joghurts entfernen pathogene Bakterien und zerstören so langfristig die Darmflora.Die Art und Weise, wie Medikamente, die diesen Menschen eigentlich ihre Gesundheit zurückbringen sollen, auf den Markt gebracht werden sind nicht immer mit ethischen Grundregeln vereinbar. Wenn Pharmavertreter diverse Medikamente in den Arztpraxen anpreisen müssen, kann die Empfehlung zwangsläufig nicht immer ehrlich gemeint sein.
Der Laie versucht, entsprechende Informationen zu verschiedenen Medikamenten über unterschiedliche Medien zu beziehen. Leider sind die Informationen nicht immer aussagekräftig, denn weitestgehend übernehmen die Medien die Darstellungen aus der Pharmaindustrie. Diese basieren häufig auf geschönten Forschungsergebnissen und tragen daher nicht dazu bei, den Informationsbedarf der Verbraucher objektiv zu decken.
An erster Stelle steht meist der Profit, wenn es um spezielle Ernährungsprogramme geht und der Patient bleibt in der Regel auf Arzneien, Diäten und Verordnungen sitzen, die nicht dazu beitragen, die Problematik zu beheben. Die Produkte, die beworben werden, erfüllen längst nicht die erforderlichen Ansprüche, womit es somit zu klären gilt, worauf es letztendlich ankommt, wenn das Wohlbefinden des Menschen gesteigert werden soll.
So gehört es zur Aufgabe der so genannten probiotischen Lebensmittel, pathogene Bakterien aus dem Darm zu entfernen. Derartige Produkte werden kontinuierlich über die Medien angepriesen. Doch gibt es, laut französischer Studien, bereits seit längerer Zeit die Erkenntnis, dass gerade diese "Lebensmittel" die Darmflora langfristig zerstören.
Besonders kurios: Wer Lebensmittel dieser Art nach einem längeren Zeitraum wieder absetzt, hat häufig mit Darmbeschwerden zu kämpfen.
Viele Verbraucher ziehen die Konsequenz daraus und gehen dazu über, auch weiterhin auf probiotische Lebensmittel zurück zu greifen in der
Hoffnung, beschwerdefrei zu bleiben.
Die regelmäßige Aufnahme von probiotischen Lebensmitteln bewirkt bei vielen Patienten derartige Darmbeschwerden, dass ein Arztbesuch
unumgänglich scheint.
Nicht zu unterschätzen sind auch die versteckten Zuckerstoffe, die sich für den Laien meist hinter klangvollen Namen verbergen. Schließlich enthalten Lebensmittel dieser Art oftmals bis zu fünf Stücke Würfelzucker auf nur 100 ml, oder Zuckeraustauschstoffe, die nicht weniger gesundheitsschädlich sind.
Zu allem Überfluss enthalten diese Produkte häufig auch noch künstliche Zusatzstoffe und übersteigerte Aromen, die weit über den eigentlichen Geschmack hinausgehen und bei einigen Menschen gar eine gewisse Abhängigkeit erzeugen können.
Zu den Triebfedern der Werbung gehört naturgemäß der Profit und wenn es um den Verkauf von Lebensmitteln geht, steht das Suggerieren von Gesundheit und allgemeinem Wohlbefinden immer im Vordergrund. Der Faktor Bequemlichkeit wird dabei zunehmend einbezogen, denn die wenigsten Verbraucher wollen einen großen Aufwand betreiben, wenn es um die Umstellung der eigenen Ernährungsmuster geht.
Gezielt spricht hierbei die Werbung die einfache Möglichkeit an, durch entsprechende Nahrungsmittel schnell ans Ziel zu gelangen. Wer möchte schon gern seine Gewohnheiten aufgeben? Viel einfacher erscheint da das Schlucken von Pillen oder die einfache Aufnahme eines angepriesenen Produktes, das scheinbar schnell für Beschwerdefreiheit sorgt.
Doch wer die Komplexität einer ausgewogenen Ernährung kennt und zudem weiß, dass zur Steigerung des Wohlbefindens auch viele andere
Faktoren eine bedeutende Rolle spielen, fällt hierauf nicht so schnell herein.
Für die Werbung und die davon profitierende Medienlandschaft spielt es keine Rolle, ob ein spezielles Produkt auch wirklich das hält, was
vollmundig versprochen wird. Die Kommentare und Informationen werden vielmehr mundgerecht zusammen geschnitten, um dem Endverbraucher die
Möglichkeit zu eröffnen, auf einfache Weise gesund zu leben und sogar beschwerdefrei zu sein.
Bei der Werbung steht immer der Verkauf eines Produktes im Vordergrund. So wird nicht geprüft, ob die Aussagen der Realität entsprechen.
Hier geht es ausschließlich darum, die Verkaufszahlen zu erhöhen.
An der Vermarktung dieser Produkte hängt eine ganze Industrie, die vielen Menschen Arbeitsplätze bietet und der Absatz eines Produktes
steht in direktem Zusammenhang mit dem Erhalt dieser Arbeitsplätze.
So machen sich auch Experten mittlerweile ernsthaft Sorgen um die Gesundheit der Verbraucher. Der Wiener Immunspezialist Wolfgang Graninger, konnte beispielsweise nachweisen, dass probiotische Lebensmittel bei Patienten mit vorhandener Immunschwäche sogar schwer wiegende Erkrankungen hervorrufen können. Er mutmaßt, dass diese Produkte sogar als Auslöser für Lungenentzündungen, Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen verantwortlich gemacht werden können.
Wer sich all diese Faktoren vor Augen hält, wird einen gewissen Abstand zu bunten Werbeplakaten und Werbespots im Fernsehen nehmen, denn
objektive Informationen werden hier sicher nicht vermittelt.
Letztendlich muss der Verbraucher für sich selbst entscheiden, wie viel er seinem Körper zumuten will und wie weit er der Werbung trauen
möchte. Es geht schließlich um seine Gesundheit.
Quelle: Radio Utopie
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