Prostatakrebs - Prävention


Prostatakrebs kann auf natürliche Weise vorgebeugt werden. Fünf wissenschaftlich belegte Tipps zeigen Ihnen, wie leicht Prävention sein kann.

Prostatakrebs - Entdecken Sie fünf Wege zur Prävention

Veröffentlichung am 04.02.2011 um 10:00 Uhr / Aktualisierung am 28.02.2012 um 10:55 Uhr  Drucken Sie diese Seite

(Zentrum der Gesundheit) - Jeder sechste Mann wird während seines Lebens eine Prostatakrebs-Diagnose erhalten. In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 40.000 neue Erkrankungen festgestellt (in den USA 200.000), die zu ungefähr 11.000 Sterbefällen führen (in den USA zu 31.000). Prostatakrebs aber muss nicht sein. Wir stellen Ihnen fünf wissenschaftlich belegte Tipps vor, die Ihnen beim Schutz Ihrer Prostata behilflich sein können:

Prostatakrebs Prostatakrebs auf natürliche Weise vorbeugen

Tipp 1 zum Schutz der Prostata:
Erhöhen Sie die Aufnahme wertvoller Omega-3-Fettsäuren

Die Erhöhung des Konsums langkettiger mehrfach ungesättigter Omega-3-Fettsäuren kann Ihnen beim Schutz vor Prostatakrebs helfen.

Eine Untersuchung unter der Leitung von John S. Witte von der University of California hat ergeben, dass Männer, die Fisch wie Lachs ein oder mehrmals die Woche essen, ein um 63 Prozent geringeres Risiko aufweisen, eine aggressive Form von Prostatakrebs auszubilden, als Männer, die sich kaum um ihre Omega-3-Versorgung kümmern.

Wer Fisch nicht mag oder aus anderen Gründen nicht essen möchte, kann seinen Omega-3-Fettsäuren-Bedarf mit Hilfe von hochwertigem Bio-Leinöl oder Hanföl decken sowie mit den entsprechenden Ölsaaten (Leinsaat, Hanfsaat).

Tipp 2 zum Schutz der Prostata:
Essen Sie Walnüsse und Granatäpfel

Oft ist im Zusammenhang mit der Prävention von Prostatakrebs die Rede von Lebensmitteln, die eher zu meiden sind, wie z. B. Fleisch und Milchprodukte. Heute zur Abwechslung einmal eine Empfehlung, welche Lebensmittel besonders prostatafreundlich sind und häufig gegessen werden sollten.

So empfehlen Wissenschaftler zur Unterstützung der Prostata-Gesundheit, mehr Granatäpfel und Walnüsse zu essen. Diese beiden besonders vitalstoffhaltigen Lebensmittel liefern u. a. spezielle Stoffe, die das Wachstum und damit die Größe von Prostatatumoren reduzieren können.

Phenylpropanoide sind die in Granatäpfeln enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe. Sie beugen der Entstehung von Prostatakrebszellen vor. Die Inhaltsstoffe in Walnüssen wurden gar mit einem um 30 Prozent langsameren Wachstum der Krankheit und mit um 50 Prozent kleineren Tumoren in Verbindung gebracht - zumindest ließ sich dies bei Mäusen feststellen, die in Versuchen genetisch darauf programmiert wurden, an Prostatakrebs zu erkranken.

Tipp 3 zum Schutz der Prostata:
Trinken Sie polyphenolreiche Getränke

Antioxidantien und andere biologisch aktive natürliche Stoffe wie z. B. Polyphenole sind in vielen natürlichen Getränken enthalten und gelten als wichtige Faktoren bei der Prävention und der Behandlung von Prostatakrebs.

So zeigten zum Beispiel neuere Studien, dass Polyphenol E - einer der aktiven Inhaltsstoffe im Grünen Tee - den PSA-Spiegel(1) (Prostataspezifisches Antigen) absenken könne. Ebenfalls polyphenolreich sind Kräutertees wie z. B. Brombeerblättertee und Säfte wie z. B. Tomatensaft, roter Traubensaft und Rote-Bete-Saft.

Tipp 4 zum Schutz der Prostata:
Senken Sie Ihren Cholesterin-Spiegel

Eine Studie, die von Wissenschaftlern der John Hopkins University im amerikanischen Baltimore/Maryland durchgeführt wurde, deutet an, dass Männer deren Cholesterinspiegel unter 200mg/dL liegt, ein um fast 60 Prozent geringeres Risiko haben, jemals an einer aggressiven Prostataveränderung zu erkranken.

Sie können Ihren Cholesterin-Spiegel senken, indem Sie regelmäßig Sport treiben, abnehmen und sich gesünder ernähren. Zu einer gesunden Ernährung und Möglichkeiten, den Cholesterinspiegel zu senken, finden Sie auf unseren Seiten ausführliche Informationen.

Tipp 5 zum Schutz der Prostata:
Holen Sie sich ausreichend Vitamin D

Vitamin D, das "Sonnenvitamin", das unser Körper selbst unter Einfluss der Sonne bilden kann, stellt laut einiger britischer Forscher ein Bestandteil einer effektiven Behandlung gegen Prostatakrebs dar, da es den PSA-Spiegel(1) bei betroffenen Patienten um fast 20 Prozent senken könne.

"Hierbei handelt es sich um eine Behandlungsmethode, die sehr wahrscheinlich keine signifikanten giftigen Nebenwirkungen aufweist und als eine willkommene Ergänzung zu anderen therapeutischen Optionen für Patienten mit Prostatakrebs gelten kann," sagt Professor Jonathan Waxman vom Londoner Imperial College.

In Großbritannien stirbt jede Stunde ein Mann an Prostatakrebs. Diese Erkrankung gilt auch in den USA als zweithäufigste Todesursache aufgrund von Krebserkrankungen bei Männern. In Deutschland ist Prostatakrebs für 10 Prozent der Krebstodesfälle bei Männern verantwortlich.

Warum also nicht die hier vorgestellten fünf einfachen Tipps in die Tat umsetzen und auf diese Weise das persönliche Risiko für Prostatakrebs deutlich reduzieren?

Quellen

Quelle 1
Quelle 2
Quelle 3
Quelle 4
Quelle 5

Fussnote

(1) PSA-Spiegel: Der im Blut nachgewiesene PSA-Wert (PSA für Prostataspezifisches Antigen) zeigt bei einer Erhöhung eine mögliche Veränderung der Prostata an. Die Obergrenze eines normalen PSA-Wertes hängt vom Alter ab. Gewöhnlicherweise gilt ein PSA-Wert von unter 4 jedoch als unauffällig, steigt er darüber, kann über eine Biopsie nachgedacht werden. Allerdings kann auch bei unauffälligem PSA-Wert ein Prostatakarzinom vorliegen.


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