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Schröpfen löst Blockaden

Beim Schröpfen wird mit Hilfe von kleinen gläsernen Saugglocken ein Unterdruck auf bestimmten Hautarealen erzeugt. So entsteht ein Reiz im Organismus, der Blockaden auflöst und die Selbstheilungskräfte anregt. Das Schröpfen kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. So können die Saugglocken auch erhitzt werden und bei Erkältungen die Durchblutung anregen, was zu einem schnelleren Abklingen der Infektion führt. Auch beim Karpaltunnelsyndrom wirkt das Schröpfen nachweislich äußerst positiv. Meist bieten Heilpraktiker das Schröpfen an.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 11 März 2026
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Schröpfen - Ein Ausleitungsverfahren

Schröpfen hat seinen Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin und ist ein klassisches Ausleitungsverfahren. Das Schröpfen ist eine Therapieform, die das Ziel verfolgt, Blockaden aufzulösen, um auf diesem Weg den Energiefluss des Körpers anzuregen.

Das Schröpfen erfolgt hauptsächlich am Rücken, da hier die Reflexzonen liegen, die mit einzelnen Organen im Körper in Verbindung stehen. Geschröpft werden Verhärtungen der Haut, Erhebungen und leichte Eindellungen.

Sie lassen auf eine Fehlfunktion der mit dieser Stelle verbundenen Organe schließen. Durch das gezielte Schröpfen dieser Hautzonen werden die entsprechenden Organe unmittelbar beeinflusst und aktiviert.

Es gibt drei verschiedene Schröpf-Methoden:

Das trockene Schröpfen

Hier werden Saugglocken aus Glas - so genannte Schröpfköpfe - auf die Haut gesetzt. Durch Absaugen der Luft aus dem Glas oder durch kurzfristige Erhitzung des Glasinneren mit Hilfe einer Flamme entsteht ein Vakuum auf der Haut.

Der dadurch ausgelöste Unterdruck regt den Blutfluss und die Lymphflüssigkeit an; die lokale Durchblutung der Haut- und Muskelschichten wird gefördert.

Das blutige Schröpfen

Hier werden die Schröpfköpfe - an zuvor mit einem kleinen Messer eingeritzte Stellen - gesetzt. Das im gestauten Gewebebezirk vorhandene Blut tritt aus. Dadurch können Schadstoffe ausgeleitet werden. Das Blut wird verdünnt und somit die Fließfähigkeit erhöht.

Die Schröpfmassage

Hier wird nach vorherigem Einölen der Haut der Schröpfkopf über die Haut gezogen, bis sie sich rötet. Ziel dieser Massage ist es, die Durchblutung im Körper anzuregen.

Schröpfen hilft bei Rückenschmerzen

Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024, die 921 Teilnehmer aus 11 verschiedenen Studien einbezog, ergab deutliche Hinweise darauf, dass die Schröpftherapie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bei Patienten mit Schmerzen im unteren Rücken signifikant lindern kann.

Die Analyse zeigte außerdem, dass Schröpfen im Vergleich zu herkömmlichen Behandlungen wie Medikamenten (z. B. NSAIDs), kurzfristiger Muskelentspannung, Ruhe und moderater körperlicher Aktivität eine überlegene und länger anhaltende Schmerzlinderung bietet (1).

Schröpfen sorgt für Entspannung

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2018 zeigte, dass die Schröpftherapie die Durchblutung von Haut und Muskeln verbessern kann. Gleichzeitig regt sie das parasympathische Nervensystem (PNS) an, was zur Entspannung von Körper und Geist beiträgt (2)

Fazit: Schröpfen kann andere Therapien ergänzen

Die Schröpftherapie wird bei vielen inneren Erkrankungen mit Bezug zu den Reflexzonen verwendet. Sie ist eine unspezifische Reiztherapie und wird meistens in Kombination mit anderen Naturheilverfahren angewandt.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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