Speicheldrüsenkrebs
Forscher der Universität von Tel Aviv befassten sich mit dem Thema Tumorbildung durch die Strahlenbelastung von Handys. Sie fanden heraus, dass ein häufiger Gebrauch von Mobilfunktelefonen das Risiko an Speicheldrüsenkrebs zu erkranken um 50 % erhöht.
Veröffentlichung am 25.11.2008 um 15:50 Uhr / Aktualisierung am 02.12.2011 um 15:20 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - Eine neue Studie über Handystrahlung, die von Forschern an der Universität von Tel Aviv durchgeführt und im American Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde, hat herausgefunden, dass ein häufiger Gebrauch von Mobiltelefonen das Risiko an Speicheldrüsenkrebs zu erkranken, um 50% erhöhen kann.
Die Forscher haben 500 Israelis untersucht, bei denen ein Tumor der Speicheldrüse festgestellt wurde und verglichen deren Umgang mit Mobiltelefonen mit 1300 Israelis, die nicht an diesem Tumor litten.
Die Studie wurde deshalb in Israel durchgeführt, da dort der Gebrauch von Mobiltelefonen, und damit die Strahlenbelastung, sehr hoch ist und man hier zu Ergebnissen kommen konnte, die sonst nur durch Langzeitstudien erhalten werden können.
Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass diejenigen, die ihr Mobiltelefon für mehrere Stunden am Tag auf derselben Seite des Kopfes benutzen ein um 50% höheres Tumorrisiko hatten, als die Personen, die ihr Handy weniger häufig benutzten.
Die Studienteilnehmer, die auf dem Land lebten, hatten ein noch höheres Krebsrisiko, als diejenigen, die in der Stadt wohnten. Die Forscher führten das darauf zurück, dass auf dem Land, aufgrund einer geringeren Anzahl an Sendemasten, eine höhere Strahlendosis nötig ist, damit das Handy funktionieren kann.
Viele Studien stellen mittlerweile eine Verbindung her, zwischen dem starken Gebrauch von Mobiltelefonen und gesundheitlichen Schäden, wie z.B. Schlafstörungen oder Gehirntumoren.
Zwar behaupten die Hersteller von Mobiltelefonen nach wie vor, dass Studien erwiesen hätten, dass der Gebrauch der Handys sicher ist, allerdings weisen die Forscher darauf hin, dass diese Studien nur den kurzzeitigen Gebrauch betrachtet haben. Durch Strahlung verursachte gesundheitliche Schäden können aber auch erst nach einem Jahrzehnt oder später auftreten.
Weiterhin weisen die Forscher darauf hin, dass in den meisten Studien die Auswirkungen der Strahlenbelastung auf das Gehirn untersucht wurden und andere gesundheitliche Auswirkungen unberücksichtigt blieben.
Die Studienleiterin Siegal Sadetzki führt aus, dass in dieser Studie die Belastung der Menschen durch hochfrequente Strahlung sehr viel höher war, als in anderen Studien üblich, so dass man davon ausgehen kann, dass die gesundheitlichen Auswirkungen, die mit Sicherheit auch woanders auftreten werden, sich in Israel lediglich schneller zeigten.
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