Steviolglycoside
Steviolglycoside extrem süss schmeckende Inhaltsstoffe aus der südamerikanischen Stevia-Pflanze, die nun auch in der EU als Lebensmittelzusatzstoff E960 zugelassen werden.
Veröffentlichung am 21.11.2011 um 16:00 Uhr / Aktualisierung am 28.02.2012 um 11:54 Uhr 
(Zentrum der Gesundheit) - Die süss schmeckenden Glycoside aus der Stevia-Pflanze könnten eine natürliche und noch dazu gesunde Alternative zu herkömmlichem Zucker sein. Doch bislang war die Verwendung der Steviolglycoside als Lebensmittelzusatzstoff in der EU verboten. In anderen Ländern wie beispielsweise der Schweiz sind Stevia-Extrakte hingegen schon längst zugelassen und werden vor allem in Diätprodukten verwendet. Nach langen Verhandlungen hat nun auch die Europäische Kommission eine Verordnung zur Zulassung der Steviolglycoside verabschiedet.
Steviolglycosid wird in der EU als Lebensmittelzusatzstoff E960 zugelassenDie südamerikanische Stevia-Pflanze enthält je nach Sorte bis zu zwölf verschiedene Glycoside - die so genannten Steviolglycoside. Diese Inhaltsstoffe sind für die enorme Süsskraft von Stevia verantwortlich. Die Sorte Stevia rebaudiana wird schon seit Jahrhunderten als Süssstoff genutzt und ist auch unter dem Namen „Honigkraut“ bekannt. Man kann entweder die ganzen Stevia-Blätter, einen Teeaufguss der Blätter oder eben die extrahierten Steviolglycoside als Süssungsmittel verwenden.
Die Diskussion um die EU-Zulassung von Stevia in Lebensmitteln dauert nun schon Jahre lange an. Man konnte bisher zwar Stevia-Pflanzen kaufen oder deren Blätter als Alternative zu Zucker oder dem gefährlichen Süssstoff Aspartam verwenden, doch Stevia-Extrakte waren in der EU nicht für Lebensmittel zugelassen.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hatte bereits im März 2010 ihre Stellungnahme über die Sicherheit von Stevia und extrahierten Steviolglycosiden in bestimmten Lebensmitteln bekannt gegeben.(1) Stevia süsst etwa 300mal stärker als Zucker, ist kalorienfrei, verursacht kein Karies und ist keineswegs bedenklich für die Gesundheit. Deshalb besteht vor allem bei Lebensmittelherstellern ein recht grosses Interesse an der freien Verkehrsfähigkeit des Süssungsmittels.
Vor etwa zwei Monaten (im September 2011) wurde beispielsweise in Deutschland darüber verhandelt, ob die Molkerei Scheitz aus Bayern einen Teeaufguss aus Stevia-Blättern zum Süssen ihrer Produkte verwenden dürfe. Das Münchener Gericht entschied zwar, dass der Teeauszug von Stevia in den Bio-Joghurts verwendet werden darf, doch über extrahierte Steviolglycoside wurde noch nichts entschieden. Den ganzen Artikel darüber können Sie hier lesen.
Erst am 11. November 2011 hat die Europäische Kommission nun endlich eine Verordnung verabschiedet, welche jetzt auch die extrahierten Steviolglycoside als Lebensmittelzusatzstoffe erlaubt.(2) Die Steviolglycoside werden unter der E-Nummer 960 deklariert und dürfen ab dem 2. Dezember 2011 hauptsächlich in brennwertverminderten und zuckerreduzierten Lebensmitteln eingesetzt werden. Steviolglycoside dürfen zukünftig allerdings nur in bestimmten Lebensmitteln und auch nur in bestimmten Mengen als verwendet werden. Die genauen Regelungen für die Verwendung von Steviolglycosiden in Lebensmitteln sind in einer Tabelle des Gesetzestextes in Quelle 2 aufgelistet.
Die sichere empfohlene Tagesdosis wurde von der Europäischen Behörde auf 4mg pro kg Körpergewicht festgelegt. Nach der Zulassung soll noch überprüft werden, ob diese empfohlene Tagesdosis durch den Nutzen von Steviolglycosiden von der Bevölkerung auch tatsächlich eingehalten werden kann. Deshalb könnten die momentan festgelegten Höchstmengen für Lebensmittel nachträglich nochmals korrigiert werden.
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Fruchtzucker wird nicht aus Früchten gewonnen, sondern aus Inulin. Das ist ein stärkeähnlicher Stoff, der wiederum von speziellen Enzymen zu Fruchtzucker verarbeitet wird. Süße Diabetikerprodukte enthalten statt gewöhnlichem Haushaltszucker ausschließlich Fruchtzucker.
(Zentrum der Gesundheit) - Leiden Sie unter Durchfall und Bauchschmerzen nach dem Essen? Womöglich nach ganz besonders gesundem Essen wie Früchten? Ihr Arzt findet nichts? Dann könnte eine Fructose-Intoleranz vorliegen. In diesem Fall bereiten insbesondere Früchte, Süssigkeiten und Honig unangenehme Verdauungsbeschwerden. Fructose-intolerante Menschen sind oft frustriert und glauben, eine gesunde Ernährung sei für sie ein Leben lang nicht mehr möglich. In vielen Fällen lässt sich eine Fructose-Intoleranz jedoch heilen oder zumindest so bessern, dass der Verzehr von gewissen Fructosemengen wieder möglich wird.
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Stevia ist eine süss schmeckende Pflanze aus Südamerika, die in vielen Ländern weltweit zu einem gesunden Süssungsmittel verarbeitet wird. Sie enthält weder Kalorien noch Zucker, reguliert den Blutzuckerspiegel, schützt die Zähne vor Kariesbefall und ist im Gespräch, den Blutdruck zu senken. In der EU war der Verkauf von Stevia als Süssstoff bis zum Dezember 2011 verboten. Der Grund für das jahrzehntelange Verbot war eine zweifelhafte Studie, die von Monsanto - einst Hersteller des Süssstoffes Aspartam - finanziert wurde und deren Ergebnisse sich schliesslich als falsch herausstellten.
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(Zentrum der Gesundheit) - Xylit ist ein Zuckeraustauschstoff, der in den meisten Ländern bis vor wenigen Jahren nahezu völlig unbekannt war. Dann wurden die faszinierenden Ergebnisse finnischer Studien veröffentlicht, die sich mit der kariesfeindlichen Wirkung des Xylits beschäftigt hatten. Die skandinavischen Forscher verkündeten, dass Xylit die Zahngesundheit enorm verbessern könne - und zwar auch dann (zur Freude aller Naschkatzen), wenn die Ernährung kaum geändert wurde. Wie Sie mit Xylit Ihre Zähne vor Karies schützen können, erfahren Sie jetzt.
(Zentrum der Gesundheit) - Xylitol ist sicherlich den meisten von Ihnen mittlerweile ein Begriff. Xylitol wird seit Jahren nicht nur als Zuckerersatz, sondern auch erfolgreich zur Kariesprophylaxe verwendet. Mit dem Bekanntwerden der positiven Eigenschaften des Zuckeraustauschstoffs ist im Laufe der Zeit natürlich auch das Interesse an Xylitol gewachsen. Doch wissen Sie auch, wie diese steigende Nachfrage an Xylitol gedeckt wird? In diesem Artikel werden alle wichtigen Punkte über Xylitol zusammengefasst und sowohl die Vor-, als auch die Nachteile aufgezeigt.
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(Zentrum der Gesundheit) - Damit Sie möglichst viel Zucker essen, lässt sich die Lebensmittelindustrie einiges einfallen. Lassen Sie den (Zucker-)Köder am Haken! Zucker, wie er in natürlichen Lebensmitteln in ausgewogener Menge und im Verbund mit vielen Vital- und Nährstoffen vorkommt, ist wichtig und gesund. Raffinierter Industriezucker jedoch, der nur noch vernachlässigbare Spuren von Vitalstoffen enthält, wird von der Lebensmittelindustrie mittlerweile in nahezu alle Fertigprodukte gemischt – aus nur einem Grund: um Käufer anzulocken.
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